Zum Hauptinhalt springen
Ältere Frau sitzt selbstsicher am Küchentisch, hält Smartphone in beiden Händen und schaut ruhig in die Kamera, Kaffeetasse im Vordergrund
Ratgeber

Banking für Rentner: Können Neobanken die Sparkasse ersetzen?

· Tobias Rehermann · 13 Min. Lesezeit
C24 kostenlos testen
Ältere Frau sitzt selbstsicher am Küchentisch, hält Smartphone in beiden Händen und schaut ruhig in die Kamera, Kaffeetasse im Vordergrund

Die Sparkasse schließt Filialen, erhöht die Gebühren und du fragst dich, ob es nicht eine bessere Lösung gibt. Gleichzeitig hörst du von kostenlosen Online-Konten, hast aber keine Lust auf eine Bank ohne Ansprechpartner. Verständlich. Dieser Vergleich zeigt dir, welche Alternativen wirklich zu Rentnern passen und wo die Haken sind.

Das Wichtigste in Kürze

Top 3 Vorteile:

  • Sparkassen-Gebühren liegen 2026 oft bei 8 bis 18 € pro Monat im Filialmodell. Mit einer Direktbank sparst du bis zu 200 € im Jahr.
  • Die beste Sparkassen-Alternative für Senioren ist comdirect: Commerzbank-Filialen als Backup, 24/7 Telefon-Support, PostIdent möglich.
  • Komplett kostenlos und ohne Mindestgeldeingang geht C24: Girocard inklusive, Telefon-Support, deutsches Konto.

Ehrliche Nachteile:

  • Reine Neobanken wie N26 oder Revolut sind für Senioren nicht die erste Wahl: kein Telefon-Support im Basis-Tarif, keine Girocard, keine Filialen.
  • Rente umleiten dauert 4 bis 6 Wochen. Der Kontowechselservice der neuen Bank übernimmt den Rest in 7 bis 12 Werktagen.

Perfekt für dich, wenn du eine günstige Bank mit echtem Telefon-Support und Girocard suchst.
Nicht ideal, wenn du täglich persönliche Beratung in einer Filiale brauchst.
Unser Urteil in einem Satz: comdirect und C24 sind 2026 die seniorenfreundlichsten Sparkassen-Alternativen.

Warum immer mehr Rentner ihre Sparkasse verlassen

2024 haben die Sparkassen 178 Filialen geschlossen. Erstmals gibt es weniger als 7.000 Standorte bundesweit. Gleichzeitig steigen die Kontogebühren: Je nach Region zahlst du zwischen 2,95 und 14,90 € pro Monat für ein reines Online-Konto. Wer weiterhin Überweisungen am Schalter macht, zahlt bis zu 18 € Kontoführung plus 0,50 bis 3,50 € pro Beleg.

Für Rentner mit fester Einnahme ist das ein schlechter Deal. 150 bis 200 € im Jahr für ein Konto, dessen Filiale möglicherweise nächstes Jahr nicht mehr existiert.

Die Hemmschwelle, die Sparkasse zu verlassen, sinkt gleichzeitig. 54 % der über 65-Jährigen nutzen bereits Online-Banking (Bitkom 2024). Bei den 65- bis 74-Jährigen sind es sogar 83 % (2025). Die Vorstellung, dass Senioren nicht digital können, stimmt schon lange nicht mehr.

Trotzdem ist ein Bankwechsel im Ruhestand etwas anderes als mit 35. Vollmachten, Rentenzahlungen, Girocard-Abhängigkeit: Die Anforderungen sind spezifischer. Genau deshalb reicht es nicht, einfach die günstigste Bank zu nehmen. Du brauchst eine Bank, die zu deinem Alltag passt.

Anbieter in diesem Artikel

Lies die ausführlichen Testberichte oder schau dir die Anbieter direkt an.

Was Senioren von einer Bank brauchen: die 8 wichtigsten Kriterien

Kosten sind wichtig, aber nicht alles. An diesen acht Punkten entscheidet sich, ob ein Kontowechsel im Ruhestand funktioniert oder zum Problem wird.

1. Telefon-Support: Wenn etwas mit dem Konto nicht stimmt, willst du jemanden anrufen können. Nicht einen Chatbot bedienen und nicht 45 Minuten in der Warteschleife hängen. Für viele Senioren ist das das wichtigste Kriterium überhaupt.

2. Girocard: Trotz wachsender Visa- und Mastercard-Akzeptanz gibt es Bäcker, Wochenmärkte und Arztpraxen, die nur Girocard nehmen. Seit Februar 2024 haben zwar erstmals mehr Terminals Visa-Akzeptanz als reine Girocard-Terminals. Aber „mehr Terminals“ bedeutet nicht „alle Terminals“.

3. PostIdent: Nicht jeder hat ein Smartphone mit funktionierender Kamera für VideoIdent. PostIdent in der Filiale ist die stressfreie Alternative: Personalausweis zeigen, Formular unterschreiben, fertig.

4. Bargeld einzahlen: Wer Bargeld bekommt (Flohmarkt, Trinkgeld der Enkel, Hausverkauf), braucht eine Möglichkeit, es aufs Konto zu bringen. Bei reinen Online-Banken ist das oft teuer oder umständlich.

5. Barrierefreiheit der App: Schriftgröße anpassbar? Kontrastreiche Darstellung? Übersichtliche Navigation? Wer mit der Lupe auf sein Handy schaut, braucht eine App, die mitdenkt. Mehr dazu im Detail: Banking-Apps und Barrierefreiheit.

6. Gemeinschaftskonto: Viele Ehepaare im Ruhestand teilen sich ein Konto für die Haushaltskosten. Nicht jede Bank bietet das an, und die Bedingungen unterscheiden sich. Details: Girokonto für Ehepaare im Ruhestand.

7. Vollmacht und Todesfall: Was passiert, wenn du nicht mehr selbst handeln kannst? Wie schnell kommen Angehörige ans Konto? Gerade bei Neobanken ist das nicht immer klar geregelt. Ausführlich erklärt: Bankvollmacht bei Neobanken.

8. Mindestgeldeingang: Viele Direktbanken sind nur kostenlos, wenn monatlich ein bestimmter Betrag eingeht. Bei kleiner Rente kann das zum Problem werden. Welche Banken auch mit weniger funktionieren: Girokonto bei kleiner Rente.

Die besten Alternativen zur Sparkasse im Vergleich

Diese Tabelle bewertet sechs Banken anhand der acht Senioren-Kriterien. Die Reihenfolge entspricht unserer Empfehlung: von der seniorenfreundlichsten Option bis zu den reinen Neobanken, die wir nur eingeschränkt empfehlen.

Senioren-Scorecard: 6 Banken im Vergleich

Kosten/Monat
comdirect 0 € ab 700 € Eingang
ING 0 € ab 1.000 € Eingang
C24 0 € ohne Bedingung
norisbank 0 € ab 500 € Eingang
DKB 0 € ab 700 € Eingang
N26 0 € ohne Bedingung
Girocard
comdirect 1,00 €/Monat
ING 1,49 €/Monat (optional)
C24 kostenlos (bei 2 Lastschriften)
norisbank kostenlos
DKB 0,99 €/Monat
N26 Keine Girocard
Telefon-Support
comdirect 24/7
ING 24/7
C24 Vorhanden
norisbank Vorhanden, gute Bewertungen
DKB 24/7, oft lange Wartezeiten
N26 Nur im Premium-Tarif
PostIdent
comdirect Ja
ING Nein (nur VideoIdent)
C24 Ja
norisbank Ja
DKB Ja
N26 Ja
Bargeld einzahlen
comdirect Commerzbank-Filialen
ING Supermärkte (1,5 % Gebühr)
C24 Nein
norisbank Cash Group + Supermärkte
DKB Keine eigenen Automaten
N26 CASH26 (1,5 % Gebühr)
Filialkontakt
comdirect ~5.000 Commerzbank-Standorte
ING Nein
C24 Nein
norisbank Nein
DKB Nein
N26 Nein
Gemeinschaftskonto
comdirect Ja
ING Ja
C24 Ja
norisbank Ja
DKB Ja
N26 Nein (nur Spaces)
Einlagensicherung
comdirect Deutsch, 100.000 €
ING Deutsch, 100.000 €
C24 Deutsch, 100.000 €
norisbank Deutsch, 100.000 €
DKB Deutsch, 100.000 €
N26 Deutsch, 100.000 €

Alle Angaben ohne Gewähr. Preise können sich jederzeit ändern.

Eine ausführlichere Übersicht mit weiteren Anbietern findest du im Artikel Seniorenfreundliche Neobanken im Vergleich.

comdirect: Commerzbank-Filialen als Sicherheitsnetz

comdirect ist eine Direktbank mit einem praktischen Vorteil: Als Tochter der Commerzbank hast du Zugang zu rund 5.000 Commerzbank-Standorten. Bargeld abheben, Bargeld einzahlen (dreimal pro Jahr kostenlos), persönliche Beratung bei komplexen Fragen. Für Senioren, die nicht komplett auf Filialkontakt verzichten wollen, ist das ein konkretes Argument.

Das Konto ist kostenlos ab 700 € monatlichem Geldeingang. Für die meisten Rentner kein Problem, da die Durchschnittsrente in Deutschland über 1.100 € liegt. Die Girocard kostet 1 € pro Monat, 12 € im Jahr. Im Vergleich zur Sparkasse ist das Kleingeld.

Der Telefon-Support ist rund um die Uhr erreichbar. PostIdent wird angeboten, du musst also nicht mit VideoIdent kämpfen. Und Gemeinschaftskonten gibt es auch.

Für wen: Rentner, die eine Direktbank mit Filialnetz suchen. Wer gelegentlich jemanden persönlich sprechen will, ohne Sparkassen-Gebühren zu zahlen, ist hier richtig.

ING: Der Klassiker unter den Direktbanken

Die ING ist Deutschlands größte Direktbank und hat seit Jahren einen guten Ruf bei der Altersgruppe 50+. Das Konto ist kostenlos ab 1.000 € monatlichem Geldeingang. Das ist der höchste Mindesteingangswert in diesem Vergleich, aber die gesetzliche Rente zählt als Geldeingang.

Die Visa Debitkarte ist kostenlos. Eine Girocard kannst du optional dazubuchen, kostet 1,49 € pro Monat. Der Telefon-Support läuft rund um die Uhr und hat in Kundenbewertungen regelmäßig gute Noten.

Ein Nachteil: Die ING bietet kein PostIdent an. Du musst dich per VideoIdent oder über die App identifizieren. Für technikaffine Senioren kein Problem. Wenn du aber sagst „Ich will einfach zur Post gehen und meinen Ausweis zeigen“, scheidet die ING aus.

Bargeld einzahlen funktioniert an über 12.500 Supermarkt-Kassen, allerdings mit 1,5 % Gebühr. Bei 500 € sind das 7,50 €. Nicht ideal, wenn du regelmäßig Bargeld einzahlst.

Für wen: Senioren, die VideoIdent hinbekommen und Wert auf einen bewährten, verlässlichen Anbieter legen. Die ING ist eine gute Wahl für alle, die einfach keine Überraschungen wollen.

C24: Kostenlos, mit Girocard und Telefon-Support

C24 fällt in diesem Vergleich auf. Das Smart-Konto ist bedingungslos kostenlos. Kein Mindestgeldeingang, keine versteckten Gebühren. Die Girocard gibt es kostenlos dazu, solange du mindestens zwei Lastschriften pro Monat hast (Strom, Versicherung, was auch immer).

Dazu bekommst du 0,50 % Zinsen auf dein Guthaben bis 50.000 €. Nicht viel, aber besser als die null Prozent bei der Sparkasse.

Viermal pro Monat kannst du kostenlos Bargeld abheben. PostIdent wird unterstützt. Und Gemeinschaftskonten bietet C24 ebenfalls an.

Der Haken: C24 hat keine Filialen, kein bundesweites Automatennetz und ist noch relativ jung am Markt. Wer eine Bank mit jahrzehntelanger Geschichte sucht, wird hier zögern. Die Einlagensicherung ist aber deutsch und greift bis 100.000 €.

Für wen: Rentner mit kleiner Rente, die keine Mindestgeldeingangs-Bedingung erfüllen können oder wollen. Und alle, die eine kostenlose Girocard brauchen. Mehr zu diesem Thema: Girokonto bei kleiner Rente.

DKB: Solide, aber ohne Filialkontakt

Die DKB ist eine der bekanntesten Direktbanken Deutschlands. Das Konto ist kostenlos ab 700 € Geldeingang. Die Visa Debitkarte ist inklusive, eine Girocard kostet 0,99 € pro Monat.

Klingt erstmal gut. Das Problem liegt woanders: Die DKB hat seit Juli 2025 keine eigenen Bargeldautomaten mehr. Bargeld einzahlen ist praktisch nicht mehr möglich. Du bist auf fremde Automaten angewiesen, die oft Gebühren verlangen.

Der Telefon-Support existiert zwar rund um die Uhr, hat aber in Kundenbewertungen schlechte Noten. Wartezeiten von 30 Minuten und mehr sind keine Seltenheit. Für Senioren, die bei Problemen schnell jemanden erreichen wollen, ist das frustrierend.

PostIdent wird angeboten, Gemeinschaftskonten gibt es auch. Die DKB ist nicht schlecht. Günstig und funktional, das stimmt. Aber für Senioren fehlen genau die Punkte, die den Unterschied machen: persönlicher Kontakt und unkompliziertes Bargeld-Handling.

Für wen: Digital versierte Senioren, die selten Bargeld einzahlen und bei langen Wartezeiten am Telefon geduldig bleiben.

Neobanken (N26, Revolut): Warum sie für Senioren nicht erste Wahl sind

N26 und Revolut sind bei jüngeren Nutzern beliebt. Günstige Konten, moderne Apps, schnelle Eröffnung. Aber für Rentner gibt es mehrere Stolperfallen.

N26: Kein Telefon-Support im kostenlosen Tarif. Wenn du ein Problem hast, musst du es über den App-Chat lösen. Erst ab dem Premiumkonto (4,90 € pro Monat) bekommst du eine Telefonnummer. Dazu kommt: keine Girocard, die physische Mastercard kostet einmalig 10 €, und Bargeld abheben ist auf dreimal pro Monat begrenzt. Einlagensicherung ist deutsch, PostIdent wird angeboten.

Revolut: Noch kritischer. Kein PostIdent, die Identifikation läuft ausschließlich per App-Selfie. Telefon-Support ist praktisch nicht vorhanden, nur Chat. Keine Girocard. Die Einlagensicherung läuft über Litauen, ist zwar EU-konform, aber fühlt sich für viele Senioren nicht vertrauenerweckend an. Und: Revolut hat keinen klassischen Kontowechselservice.




Beide Neobanken taugen als Zweitkonto für Reisen oder Online-Einkäufe. Als Hauptkonto im Ruhestand fehlen ihnen die wesentlichen Absicherungen. Wer trotzdem interessiert ist, findet mehr Details unter Seniorenfreundliche Neobanken im Vergleich.

Was spricht gegen einen Wechsel? Die ehrlichen Nachteile

Nicht alles wird besser mit einer Direktbank. Diese Punkte solltest du vorher kennen.

Kein persönlicher Berater. Bei der Sparkasse hattest du (vielleicht) jemanden, der dich kennt. Bei einer Direktbank sprichst du jedes Mal mit jemand anderem. Das stört manche Menschen nicht, für andere ist es ein echtes Manko.

Beleghafte Überweisungen verschwinden. Überweisungsträger auf Papier ausfüllen und abgeben? Das geht bei Direktbanken nicht. Alles läuft über App, Browser oder Telefon-Banking. Wenn du bisher regelmäßig Überweisungen am Schalter machst, ist das eine Umstellung.

Kontoeröffnung braucht etwas Technik. Auch mit PostIdent musst du online ein Formular ausfüllen. Und die TAN-App auf dem Smartphone einrichten. Das ist kein Hexenwerk, aber auch kein „Unterschrift und fertig“. Falls du Hilfe brauchst, kann ein Familienmitglied unterstützen. Tipps dazu: Wenn Kinder ihren Eltern beim Banking helfen.

Vollmachten sind komplizierter. Eine Bankvollmacht bei der Sparkasse war ein unterschriebenes Formular in der Filiale. Bei Direktbanken musst du das Formular ausdrucken, unterschreiben und per Post schicken. Im Ernstfall kann das Tage kosten. Alles Wichtige dazu: Bankvollmacht bei Neobanken.

Einzahlungen werden schwieriger. Bargeld aufs Konto bringen war bei der Sparkasse ein Automatengang. Bei Direktbanken brauchst du Umwege: Commerzbank-Filiale (comdirect), Supermarktkasse (ING) oder du hast schlicht Pech (DKB). Gerade auf dem Land kann das zum Problem werden. Mehr dazu: Bargeld auf dem Land.

Schritt für Schritt: So wechselst du von der Sparkasse

Der Kontowechsel ist weniger aufwändig, als er klingt. Seit 2016 sind Banken gesetzlich verpflichtet, dir beim Wechsel zu helfen. So läuft es ab:

Kontowechsel von der Sparkasse in 5 Schritten

2 bis 4 Wochen 0 EUR
1

Neue Bank auswählen und Konto eröffnen

Entscheide dich für eine Bank aus diesem Vergleich. Die Kontoeröffnung dauert online 10 bis 15 Minuten. Identifikation per PostIdent (comdirect, C24, DKB, norisbank) oder VideoIdent (ING). Karte und Zugangsdaten kommen per Post in 3 bis 7 Werktagen.
2

Kontowechselservice aktivieren

Jede Bank bietet einen digitalen Kontowechselservice an. Du gibst dein altes Sparkassen-Konto an, und der Service analysiert automatisch deine Daueraufträge und Lastschriften. In 7 bis 12 Werktagen informiert die neue Bank alle Zahlungspartner.
3

Rente umleiten

Die Rentenversicherung braucht deine neue Bankverbindung. Entweder online über den Renten Service der Deutschen Post, per Formular S8003, oder telefonisch unter 0800 1000 4800 (kostenlos). Plane 4 bis 6 Wochen Vorlauf ein. Detaillierte Anleitung: Kontowechsel von der Sparkasse.
4

Zwei Monate parallel laufen lassen

Behalte dein Sparkassen-Konto für mindestens zwei Monate. So stellst du sicher, dass alle Zahlungspartner die neue Kontonummer haben und keine Lastschrift ins Leere läuft. Prüfe regelmäßig beide Konten.
5

Sparkassen-Konto kündigen

Wenn seit 6 bis 8 Wochen keine Buchung mehr auf dem alten Konto eingegangen ist, kannst du es kündigen. Schriftlich, per Brief oder in der Filiale. Restguthaben wird automatisch auf dein neues Konto überwiesen.

Betrug beim Kontowechsel

Senioren sind eine beliebte Zielgruppe für Phishing. Deine neue Bank wird dich niemals per E-Mail oder SMS nach deinen Zugangsdaten fragen. Wenn du unsicher bist, ruf die offizielle Telefonnummer deiner Bank an. Mehr zum Thema: Betrugsschutz beim Online-Banking.

Häufige Fragen

Ja. Die Deutsche Rentenversicherung überweist auf jedes deutsche Girokonto. Du meldest die neue Bankverbindung online, per Formular S8003 oder telefonisch (0800 1000 4800). Plane 4 bis 6 Wochen Vorlauf ein, damit die Umstellung rechtzeitig greift.

comdirect ist die einzige Direktbank in diesem Vergleich mit Filialkontakt. Als Commerzbank-Tochter hast du Zugang zu rund 5.000 Commerzbank-Standorten für Beratung, Bargeld einzahlen und Bargeld abheben.

In den meisten Geschäften reicht inzwischen eine Visa- oder Mastercard-Debitkarte. Seit Februar 2024 gibt es erstmals mehr Terminals mit Visa-Akzeptanz als reine Girocard-Terminals. Aber: Einzelne Bäcker, Wochenmärkte und Arztpraxen akzeptieren weiterhin nur Girocard. Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, nimm eine Bank mit Girocard-Option (comdirect, ING, C24, norisbank, DKB).

Bei allen deutschen Banken (auch Neobanken) haben Erben mit Erbschein Zugang zum Konto. Der Unterschied: Bei einer Filialbank geht das oft schneller, weil Angehörige persönlich vorbeikommen können. Bei Direktbanken läuft alles per Post und dauert in der Regel 2 bis 4 Wochen. Eine Bankvollmacht zu Lebzeiten beschleunigt den Prozess erheblich.

Alle Banken in diesem Vergleich (außer Revolut) unterliegen der deutschen Einlagensicherung: 100.000 € pro Person sind geschützt. Das ist exakt derselbe Schutz wie bei der Sparkasse. Revolut nutzt die litauische Einlagensicherung, die zwar EU-konform ist, aber im Ernstfall anders abgewickelt wird.

comdirect und ING bieten beide 24/7-Telefon-Support mit durchgehend guten Bewertungen. Die norisbank hat ebenfalls positives Feedback für ihren telefonischen Service. Die DKB hat zwar eine 24/7-Hotline, fällt aber durch lange Wartezeiten auf. N26 bietet Telefon-Support nur im Premium-Tarif ab 4,90 € pro Monat.

Quellen

  1. Bitkom: Online-Banking erstmals bei Mehrheit der Generation 65+ (2024/2025)
  2. Deutsche Bundesbank: Bankstellenentwicklung 2024
  3. girocard.eu: Jahreszahlen 2025
  4. Deutsche Rentenversicherung: Bankverbindung ändern

Dieser Artikel ist der Ausgangspunkt für unser Themen-Cluster rund um Banking im Ruhestand. Die verlinkten Ratgeber vertiefen einzelne Aspekte: den Kontowechsel-Guide, den Einstieg ins Online-Banking und den Sparkassen-Gebühren-Check.

Welcher Anbieter passt zu dir?

Lies den Testbericht oder eröffne direkt dein Konto.

Transparenz-Hinweis: neuebanken.de finanziert sich über Affiliate-Links. Wenn du über unsere Links ein Konto eröffnest, erhalten wir eventuell eine Vergütung. Am Preis ändert sich für dich nichts. Unsere Bewertungsmethodik findest du unter So bewerten wir.