Inhaltsverzeichnis
Das Wichtigste in Kürze
- Alles in einer App: Konto, Krypto, Aktien, Versicherungen und Multi-Währungs-Konto mit 30+ Währungen – kein anderer Anbieter bietet diesen Funktionsumfang zum Nulltarif
- Deutsche IBAN inklusive, kostenlos im Ausland bezahlen (bis 1.000 EUR/Monat im Standard-Tarif) und Tagesgeld mit täglicher Zinsgutschrift
- Herausragende App mit 4,8/5 Sternen im Apple App Store, schnelles Onboarding in unter 10 Minuten und Echtzeit-Push bei jeder Transaktion
Ehrliche Nachteile:
- Berichte über plötzliche Kontosperrungen ohne transparente Kommunikation – im schlimmsten Fall kommst du wochenlang nicht an dein Geld
- Einlagensicherung fürs Girokonto über Litauen (nur das Tagesgeld läuft seit August 2026 über die deutsche Sicherung), kein Telefon-Support (außer im Ultra-Tarif für 65 EUR/Monat) und keine Bargeldeinzahlung
Perfekt für dich, wenn du eine moderne All-in-One-Finanz-App suchst, die Konto, Trading und Reise-Features in einer App vereint – und bereit bist, dafür auf klassischen Bank-Komfort wie Filialen und Telefon-Support zu verzichten.
Nicht ideal, wenn du ein Hauptkonto mit maximaler Sicherheit brauchst, regelmäßig Bargeld abhebst oder Wert auf deutschen Telefon-Support und deutsche Einlagensicherung legst.
Unser Urteil in einem Satz: Revolut ist die funktionsreichste Neobank auf dem deutschen Markt – aber die Kontosperrungs-Problematik und der schwache Support verhindern eine uneingeschränkte Empfehlung als Hauptkonto.
Revolut Kosten und Gebühren
Revolut lockt mit einem kostenlosen Standard-Konto – aber die echten Kosten stecken im Kleingedruckten. Wir haben alle Tarife durchleuchtet und zeigen dir, wo Revolut wirklich günstig ist und wo du draufzahlst.
Revolut Gebührenübersicht 2026
Stand: November 2026
Dauerhaft kostenlos
Erweiterte Limits, SMS-Bestätigung
Inkl. Reiseversicherung, 5 Gratistrades/Monat (Stand Oktober 2026)
RevPoints auf Kartenzahlungen, 10 Gratistrades/Monat (Stand Oktober 2026)
2.000 €/Monat Bargeld-Freikontingent; laut Preisseite Einführungsangebot (Stand Oktober 2026)
Standard: 5 Abhebungen ODER 200 €/Monat; danach 2 %, mind. 1 €
Danach 2 %, mind. 1 €
Danach 2 %, mind. 1 €
Danach 2 %, mind. 1 €
Danach 1 %; Wochenende +1 % Aufschlag
Danach 0,5 %; Wochenende +0,5 % Aufschlag
Kein Wochenend-Aufschlag (ab 22.04.2025)
Einmalig, ohne Sendungsverfolgung
Einmalig, mit Sendungsverfolgung
Alle Angaben ohne Gewähr. Preise können sich jederzeit ändern.
Was kostet Revolut wirklich? 3 Szenarien
Gelegenheitsnutzer mit Standard-Konto
student
0,00 EUR/Monat
Gesamt
Vielreisender mit Premium-Konto
reisender
8,99 EUR/Monat
Gesamt
Power-User mit Metal-Konto
freelancer
15,99 EUR/Monat
Gesamt
Achtung: Versteckte Kosten bei Revolut
Revolut wirbt mit dem kostenlosen Standard-Konto – doch diese Gebührenfallen solltest du kennen:
- Wochenend-Aufschlag: Beim Standard-Tarif zahlst du +1 % Aufschlag auf alle Fremdwährungs-Transaktionen am Wochenende (Sa-So). Das betrifft auch Kartenzahlungen im Ausland. Ab Premium entfällt dieser Aufschlag.
- FX-Limit beim Standard: Nur 1.000 EUR pro Monat kannst du kostenlos in Fremdwährungen tauschen. Danach fallen 1 % Gebühren an (Plus: 0,5 %) – bei einem zweiwöchigen Urlaub in Thailand ist das Limit schnell erreicht.
- Krypto-Spreads: Revolut berechnet im Standard-Tarif 1,49 % Spread pro Krypto-Trade. Das ist deutlich teurer als spezialisierte Krypto-Börsen (0,1-0,5 %). Selbst im Metal-Tarif zahlst du noch 0,49 %.
- Bargeld-Gebühren: Im Standard-Tarif bekommst du nur 200 EUR oder 5 Abhebungen pro Monat kostenlos. Danach 2 % (mindestens 1 EUR) pro Abhebung – das summiert sich schnell.
- Kartensperrgebühr: Wenn du dein Metal- oder Ultra-Abo innerhalb der ersten Monate kündigst, kann Revolut 40-50 EUR für die Premium-Karte berechnen.
- Inaktivitätsgebühren: Bei längerer Nicht-Nutzung des Kontos können Gebühren anfallen – prüfe die aktuellen AGB.
Anbieter in diesem Artikel
Lies die ausführlichen Anbieter-Checks oder schau dir die Anbieter direkt an.
Revolut
81 · Sehr gut
Wise
84 · Sehr gut
bunq
72 · Gut
DKB
78 · Gut
Revolut Kontomodelle im Vergleich
Fünf Tarife – aber welcher lohnt sich wirklich? Hier der Direktvergleich aller Revolut-Kontomodelle:
Unsere Empfehlung: Für die meisten Nutzer reicht das kostenlose Standard-Konto völlig aus. Wer regelmäßig reist, fährt mit Premium (8,99 EUR) am besten – die Reiseversicherung allein ist das Geld wert. Metal lohnt sich nur für Heavy-Trader. Ultra ist mit 65 EUR/Monat ein Luxusprodukt, das sich nur rechnet, wenn du den Telefon-Support und den Concierge-Service tatsächlich nutzt.
Kernfeatures und Funktionen
Revolut nennt sich selbst „Super-App“ – und tatsächlich packt kein anderer Anbieter so viele Finanz-Features in eine einzige App. Doch nicht alles, was glänzt, ist Gold. Hier die wichtigsten Features im Realitäts-Check:
1. Multi-Währungs-Konto mit 30+ Währungen
Das Herzstück von Revolut: Du hältst Geld in über 30 Währungen gleichzeitig, tauschst zum Interbanken-Kurs (werktags) und bezahlst im Ausland, als wärst du Einheimischer. Im Standard-Tarif gilt das allerdings nur bis 1.000 EUR pro Monat – danach fallen 1 % Gebühren an (im Plus-Tarif 0,5 %). Zum Vergleich: Wise bietet unbegrenzten FX-Umtausch zum Mittelkurs, ohne monatliches Limit. Für Gelegenheitsreisende reicht Revoluts Gratiskonto, für Vielreisende ist Premium (unbegrenzt FX) die bessere Wahl.
2. Kryptowährungen handeln (280+ Coins)
Revolut bietet Zugang zu über 280 Kryptowährungen – von Bitcoin und Ethereum bis zu Memecoins. Klingt beeindruckend, aber die Krypto-Gebühren haben es in sich: 1,49 % Spread im Standard-Tarif sind deutlich teurer als bei spezialisierten Plattformen wie Binance (0,1 %) oder Trade Republic (1 EUR flat). Positiv: Seit 2024 kannst du Krypto auch an externe Wallets senden. Hinweis zur Transparenz: Im Herbst 2025 hatte Revolut Krypto-Käufe in Deutschland vorübergehend eingestellt, um die Anforderungen der EU-Kryptoregulierung MiCA zu erfüllen. Seit Erhalt der MiCA-Lizenz sind alle Krypto-Dienste wieder vollständig verfügbar. Für Buy-and-Hold-Anleger, die ab und zu Bitcoin kaufen wollen, ist Revolut praktisch – für aktive Trader zu teuer.
3. Aktien und ETFs handeln
Du kannst über 3.000 Aktien und ETFs direkt in der Revolut-App handeln – ab Premium mit 5, in Metal und Ultra mit 10 kostenlosen Trades pro Monat; Standard und Plus zahlen ab dem ersten Trade. Darüber hinaus zahlst du 0,25 % Provision (0,12 % bei Ultra). Das ist günstiger als klassische Banken, aber teurer als Trade Republic (1 EUR flat) oder Scalable Capital. Für Gelegenheitsanleger mit 1-5 Trades pro Monat ist es okay, als Hauptdepot taugt es nicht.
4. Tagesgeld mit täglicher Zinsgutschrift
Seit März 2025 bietet Revolut in Deutschland ein Tagesgeld mit täglicher Zinsgutschrift. Die Zinsen sind nach Abo und Betrag gestaffelt (Stand 8. Oktober 2026): Standard und Plus zahlen 2,25 % p.a. bis 5.000 Euro und 1,25 % p.a. darüber, Premium 2,25 % p.a. bis 10.000 Euro und 1,50 % darüber, Metal 2,25 % p.a. ohne Stufe, Ultra 2,50 % p.a. bis 100.000 Euro. Bei 10.000 Euro im Standard-Abo sind das effektiv 1,75 %. Neukunden bekommen seit dem 18. August 2026 eine Aktion mit 4,25 % p.a., aber nur bis 25.000 Euro, für höchstens vier Zyklen à 30 Tage und ab dem zweiten Zyklus nur mit drei Kartenzahlungen ab 5 Euro. Wer schon ein Revolut-Konto hat, ist nicht berechtigt. Alle Bedingungen und ein Vergleich mit Trade Republic, DKB und Scalable stehen im Beitrag zum Revolut-Aktionszins. Neu seit dem 4. August 2026: Das Tagesgeld liegt auf einem Treuhandkonto bei der Deutsche Bank AG und ist über die deutsche Einlagensicherung bis 100.000 Euro geschützt; ältere Tagesgeldkonten und das Girokonto-Guthaben bleiben litauisch gesichert.
5. Vaults und Budget-Tools
Vaults sind digitale Spartöpfe, in denen du Geld für bestimmte Ziele beiseitelegen kannst – inklusive automatischer Rundungsregel (Aufrunden bei Kartenzahlung). Das Budget-Tool kategorisiert deine Ausgaben automatisch und warnt dich, wenn du dein selbst gesetztes Limit überschreitest. Diese Features sind auch im kostenlosen Tarif verfügbar und gehören zu den besten im Neobank-Markt. Was fehlt: Vaults haben keine eigene IBAN – du kannst also keine Daueraufträge direkt auf ein Vault einrichten.
6. Reiseversicherung und Käuferschutz
Ab dem Premium-Tarif (8,99 EUR) sind eine Auslandskrankenversicherung, Gepäckversicherung und Flugverspätungs-Schutz inklusive. Im Metal-Tarif ist auch der Partner mitversichert. Im Ultra-Tarif gilt die Reiseversicherung sogar bis zu 90 Tage am Stück. Der Käuferschutz erstattet dir Geld zurück, wenn bestellte Ware nicht ankommt. Klingt nach einem guten Deal – aber lies das Kleingedruckte: Die Deckungssummen sind niedriger als bei spezialisierten Reiseversicherungen.
7. Deutsche IBAN und Alltagstauglichkeit
Seit Ende 2024 bietet Revolut eine deutsche IBAN (DE…) – das löst eines der größten Probleme der Vergangenheit. Lastschriften, Gehaltseingang und SEPA-Überweisungen funktionieren jetzt reibungslos. Wer noch eine litauische IBAN hat, kann in der App auf die deutsche wechseln (erneutes Ident-Verfahren nötig). Die deutsche IBAN macht Revolut erstmals als Hauptkonto-Kandidat nutzbar – allerdings bleiben andere Einschränkungen bestehen.
8. Revolut Junior (Konto für Kinder)
Eltern können für Kinder zwischen 7 und 17 Jahren ein Junior-Konto anlegen – inklusive eigener Karte und Taschengeld-Automatisierung. Du kannst Ausgaben-Limits setzen und bestimmte Händlerkategorien (Alkohol, Glücksspiel) sperren. Praktisch für den Einstieg ins digitale Bezahlen, aber kein vollwertiges Jugendkonto im Vergleich zu dedizierten Angeboten.
Für wen ist Revolut geeignet?
Vorteile
- Perfekt für dich, wenn du eine einzige App für Banking, Krypto, Aktien und Reise willst
- Perfekt, wenn du regelmäßig im Ausland bezahlst oder in Fremdwährungen arbeitest
- Perfekt, wenn du als Student ein kostenloses Konto mit internationalen Features brauchst
- Perfekt, wenn du Budgets, Vaults und Ausgaben-Tracking in einer App haben willst
- Perfekt, wenn du schnell und unkompliziert ein Konto mit deutscher IBAN eröffnen willst
- Perfekt, wenn du ab und zu Krypto kaufen willst, ohne eine separate Börse zu nutzen
- Perfekt, wenn du als Vielreisender Reiseversicherung und Lounge-Zugang in einem Paket willst
Nachteile
- Nicht ideal, wenn du ein Hauptkonto mit maximaler Sicherheit und deutscher Einlagensicherung brauchst
- Nicht ideal, wenn du regelmäßig Bargeld abhebst (200 EUR/Monat frei im Standard)
- Nicht ideal, wenn du Wert auf Telefon-Support und persönliche Beratung legst
- Nicht ideal, wenn du regelmäßig Bargeld einzahlen musst (bei Revolut nicht möglich)
- Nicht ideal, wenn du aktiv Krypto tradest (1,49% Spread im Standard sind zu hoch)
Drei typische Revolut-Nutzer
Die digitale Nomadin, 28, Premium-Tarif: Lisa arbeitet remote aus Lissabon, zahlt ihre Miete in EUR, ihre Software-Abos in USD und ihr Gym in lokalem Real. Mit Revolut Premium tauscht sie unbegrenzt Währungen zum Interbankenkurs, die Reiseversicherung ist inklusive und sie behält mit den Budget-Tools den Überblick über ihre Ausgaben in drei Ländern. Kosten: 8,99 EUR/Monat statt hunderte Euro für separate Versicherungen und Fremdwährungsgebühren bei ihrer alten Sparkasse.
Der Tech-affine Student, 22, Standard-Tarif: Max studiert in München, macht ein Auslandssemester in Schweden und hat nebenbei 500 EUR in Bitcoin investiert. Mit dem kostenlosen Revolut-Konto bezahlt er in Stockholm ohne Aufpreis (innerhalb des FX-Limits), bekommt Echtzeit-Push bei jeder Transaktion und kauft gelegentlich Krypto direkt in der App. Sein einziges Problem: Das Bargeld-Limit von 200 EUR im Monat reicht ihm gerade so.
Der Berufstätige mit Zweitkonto, 35, Metal-Tarif: Thomas nutzt Revolut als Zweitkonto neben seiner ING. Er schätzt die Metall-Karte, handelt monatlich 5-10 Aktien kostenlos und nutzt die Reiseversicherung für sich und seine Partnerin. Sein Gehalt lässt er bewusst bei der ING – die Kontosperrungs-Berichte haben ihn überzeugt, dass Revolut (noch) kein Hauptkonto ist. Kosten: 15,99 EUR/Monat, die sich durch die Versicherung und die kostenlosen Trades rechnen.
Sicherheit und Regulierung
Bei einem Finanzanbieter, dem du dein Geld anvertraust, ist die Regulierung entscheidend. Hier die Fakten zu Revolut – ohne Beschönigung:
Banklizenz und Aufsicht: Revolut Bank UAB besitzt seit 2021 eine vollwertige EU-Banklizenz, ausgestellt von der Bank of Lithuania und beaufsichtigt durch die Europäische Zentralbank (EZB). In Deutschland operiert Revolut seit 2024 über eine Zweigniederlassung, die zusätzlich der BaFin-Aufsicht unterliegt. Das ist ein deutlicher Fortschritt gegenüber dem früheren Status als reines E-Geld-Institut. Im März 2026 erhielt Revolut Bank UK Ltd. zudem eine vollwertige britische Banklizenz (PRA/FCA) – ein weiterer Beleg für die regulatorische Reife des Unternehmens.
Einlagensicherung: Dein Girokonto-Guthaben ist bis 100.000 EUR über das litauische Einlagensicherungssystem geschützt. Das entspricht dem EU-Standard – allerdings ist es eben die litauische und nicht die deutsche Einlagensicherung. Im Ernstfall müsstest du deine Ansprüche über Litauen geltend machen. Für Beträge bis 100.000 EUR ist das Risiko gering, da die EU-Einlagensicherungsrichtlinie EU-weit gilt. Anders beim Tagesgeld: Konten, die seit dem 4. August 2026 eröffnet wurden, liegen auf einem Sammeltreuhandkonto bei der Deutsche Bank AG und sind über die deutsche gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 EUR pro Person geschützt, mit eigener Grenze neben der litauischen. Laut AGB trägst du das Restrisiko, falls die Deutsche Bank ausfällt und Revolut das Geld nicht zurückerhält.
Die Kontosperrungs-Problematik: Hier liegt der Elefant im Raum. In Foren, auf Reddit und bei Trustpilot häufen sich Berichte von Nutzern, deren Konten ohne Vorwarnung gesperrt werden – oft im Rahmen automatisierter Compliance-Prüfungen (KYC/AML). In manchen Fällen dauert die Freigabe Tage, in Extremfällen Wochen. Revolut kommuniziert während dieser Zeit kaum und nennt oft keine konkreten Gründe. Das ist besonders kritisch, wenn Revolut dein Hauptkonto ist und du plötzlich keinen Zugriff auf dein Geld hast. Revolut erklärt, dass diese Prüfungen gesetzlich vorgeschrieben seien – stimmt, aber andere Banken lösen das transparenter und schneller.
Datenschutz und 2FA: Revolut bietet biometrische Authentifizierung (Face ID / Fingerabdruck), PIN-Schutz und optionale 2FA. Die App ermöglicht es dir, deine physische Karte in Echtzeit zu sperren und zu entsperren, kontaktloses Bezahlen zu deaktivieren und Einweg-Virtuelle-Karten für Online-Shopping zu erstellen. In Sachen App-Sicherheit gehört Revolut zu den besten am Markt.
Unser Fazit zur Sicherheit: Die EU-Banklizenz und die 100.000-EUR-Einlagensicherung machen Revolut objektiv sicher. Das Kontosperrungs-Problem ist real, betrifft aber einen kleinen Prozentsatz der Nutzer. Unsere Empfehlung: Revolut nicht als einziges Konto nutzen – ein deutsches Bankkonto als Backup ist Pflicht.
Revolut im Check: Unsere Einschätzung
Wir haben Revolut anhand der Preisseite, der AGB und der öffentlichen Nutzerbewertungen eingeordnet, als Reisekonto, als Zweitkonto und als Trading-App. Hier unser Fazit:
Was für Revolut spricht:
- Die App-Geschwindigkeit: Überweisungen sind in Echtzeit sichtbar, Push-Benachrichtigungen kommen sofort, das Onboarding dauert wenige Minuten. In den App-Store-Bewertungen ist das Tempo der App der meistgenannte Pluspunkt, klassische Bank-Apps wirken dagegen wie aus einer anderen Ära.
- Der Währungstausch: Werktags zum Interbanken-Kurs tauschen – das spart bei einem Urlaub in den USA schnell 30-50 EUR gegenüber einer klassischen Bank. Selbst mit dem FX-Limit von 1.000 EUR im Standard-Tarif ist das für die meisten Urlaubsreisen ausreichend.
- Das Feature-Ökosystem: Krypto kaufen, Aktie handeln, Budget tracken, Versicherung abrufen – alles ohne App-Wechsel. Revolut fühlt sich an wie ein Schweizer Taschenmesser für Finanzen.
Was gegen Revolut spricht:
- Der Support-Chat: In Trustpilot- und App-Store-Bewertungen ist der Chat der häufigste Kritikpunkt: erst eine KI-Antwort, die nicht weiterhilft, dann lange Wartezeit auf einen menschlichen Agenten. Für eine Bank, die 70+ Millionen Kunden hat, ist das zu wenig.
- Die Krypto-Kosten: 1,49 % Spread klingt nicht nach viel – bei einem Bitcoin-Kauf von 1.000 EUR sind das aber 14,90 EUR. Bei Trade Republic zahlst du 1 EUR. Wer regelmäßig Krypto handelt, verbrennt bei Revolut unnötig Geld.
Unser Geheimtipp: Nutze das kostenlose Standard-Konto als Reise- und Zweitkonto neben deinem Hauptkonto bei einer deutschen Bank. Lade vor dem Urlaub dein FX-Limit auf, zahle damit im Ausland kostenlos – und lass dein Gehalt weiterhin bei einer Bank mit deutschem Telefon-Support und Einlagensicherung. So holst du das Beste aus Revolut raus, ohne das Kontosperrungs-Risiko zu fürchten.
Unser Fazit zu Revolut
Redaktions-Score: 4,1 / 5,0 (Sehr gut) – Kosten: 80 | Features: 92 | UX: 90 | Sicherheit: 78 | Transparenz: 72 | Service: 65
Stärken
- Unübertroffener Funktionsumfang (Krypto, Aktien, FX, Versicherung)
- Herausragende App-Qualität (4,8/5 Sterne im App Store)
- Kostenloses Basiskonto mit deutscher IBAN
- Tagesgeld mit täglicher Zinsgutschrift
Schwächen
- Kontosperrungs-Risiko ohne transparente Kommunikation
- Girokonto nur litauisch gesichert (Tagesgeld seit August 2026 deutsch)
- Kein Telefon-Support (außer Ultra für 65 EUR)
Revolut Alternativen: Wann lohnt sich ein anderes Konto?
Revolut ist stark – aber nicht für jeden die beste Wahl. Hier sind fünf Alternativen, die in bestimmten Szenarien die bessere Option sind:
N26 – Besser für maximale Sicherheit in Deutschland: N26 hat eine vollwertige deutsche BaFin-Banklizenz mit deutscher Einlagensicherung. Wenn dir die litauische Sicherung bei Revolut Bauchschmerzen bereitet, ist N26 die naheliegendste Alternative – mit ähnlicher App-Qualität, aber weniger Features (kein Krypto, kein Aktienhandel).
Wise – Besser für Fremdwährungs-Power-User: Wer monatlich mehr als 1.000 EUR in Fremdwährungen tauscht, fährt mit Wise günstiger – kein FX-Limit, transparente Gebühren und echte Multi-Währungs-Konten mit eigener IBAN pro Währung. Wise ist kein Girokonto-Ersatz, aber das beste Werkzeug für internationale Überweisungen.
bunq – Besser für Gemeinschaftskonten und Nachhaltigkeit: bunq bietet seit Jahren echte Gemeinschaftskonten mit vollem Funktionsumfang (Revolut hat erst nachgezogen), grünes Banking mit CO2-Kompensation und unbegrenztes Sub-Accounting. Dafür zahlst du mindestens 2,99 EUR/Monat – ein kostenloses Konto gibt es nicht.
Trade Republic – Besser für Trading und Zinsen: Wer primär Aktien, ETFs oder Krypto handelt, ist bei Trade Republic besser aufgehoben: 1 EUR flat pro Trade, 2,50 % Zinsen aufs Verrechnungskonto und deutsche BaFin-Lizenz. Als Reisekonto taugt Trade Republic allerdings nicht.
DKB – Besser als sicheres Hauptkonto: Die DKB ist das solide Hauptkonto für alle, die Revolut nicht voll vertrauen: Kostenlose Kontoführung, deutsche Einlagensicherung, Girocard und Kreditkarte inklusive. Dafür deutlich weniger innovativ und keine Krypto/Aktien-Features.
Revolut Kontoeröffnung: Schritt für Schritt
Revolut Konto eröffnen
App herunterladen
Handynummer verifizieren
Persönliche Daten eingeben
Identität verifizieren (KYC)
Tarif wählen
Deutsche IBAN erhalten
Karte bestellen und Geld einzahlen
Typischer Stolperstein: Die Video-Verifizierung schlägt manchmal bei schlechtem Licht fehl – stelle sicher, dass dein Gesicht gleichmäßig beleuchtet ist. Falls die automatische Verifizierung nicht klappt, wirst du an einen manuellen Prüfer weitergeleitet, was bis zu 24 Stunden dauern kann. Und ein Tipp für Bestandskunden: Der Wechsel zur deutschen IBAN erfordert ein erneutes Ident-Verfahren – plane dafür 10 Minuten ein.
Häufige Fragen zu Revolut
Ja, Revolut Bank UAB besitzt eine vollwertige EU-Banklizenz (Bank of Lithuania/EZB) und unterliegt in Deutschland zusätzlich der BaFin-Aufsicht. Das Girokonto-Guthaben ist bis 100.000 EUR über die litauische Einlagensicherung geschützt, das Tagesgeld (Konten ab 4. August 2026) über die deutsche Einlagensicherung via Treuhandkonto bei der Deutschen Bank. Das Sicherheitsniveau entspricht dem EU-Standard. Die App bietet zusätzlich biometrische Authentifizierung, Echtzeit-Kartensperrung und Einweg-Virtuelle-Karten.
Ja, seit Ende 2024 bietet Revolut eine deutsche IBAN (DE…) an. Neukunden erhalten diese automatisch. Bestandskunden mit litauischer IBAN können in der App auf eine deutsche IBAN wechseln – dafür ist ein erneutes Ident-Verfahren erforderlich. Lastschriften, Gehaltseingang und SEPA-Überweisungen funktionieren mit der DE-IBAN problemlos.
Das Standard-Konto ist dauerhaft kostenlos inklusive physischer Debitkarte und deutscher IBAN. Bezahltarife starten bei 2,99 EUR/Monat (Plus) bis 65 EUR/Monat (Ultra). Die meisten Nutzer kommen mit dem kostenlosen Standard- oder dem Premium-Tarif (8,99 EUR) aus.
Technisch ja – mit der deutschen IBAN funktionieren Gehaltseingänge, Lastschriften und Daueraufträge. Wir empfehlen allerdings, ein deutsches Bankkonto als Backup zu behalten. Der Grund: Die Berichte über plötzliche Kontosperrungen machen Revolut als einziges Konto riskant.
Der Support läuft primär über den In-App-Chat – stark KI-gestützt und bei einfachen Fragen schnell. Bei komplexeren Problemen berichten Nutzer von langen Wartezeiten auf einen menschlichen Agenten. Telefon-Support gibt es ausschließlich im Ultra-Tarif (65 EUR/Monat). E-Mail-Support existiert, ist aber langsam. Für eine Bank mit 70+ Millionen Kunden ist die Support-Infrastruktur unterdurchschnittlich.
Revolut bietet über 280 Kryptowährungen an, darunter Bitcoin, Ethereum, Solana, Cardano und diverse Memecoins. Die Gebühren liegen bei 1,49 % Spread im Standard-Tarif, 0,99 % bei Premium und 0,49 % bei Metal/Ultra. Seit 2024 kannst du Krypto auch an externe Wallets senden. Für aktive Trader gibt es zudem die separate Plattform Revolut X mit niedrigeren Gebühren.
Revolut bietet seit März 2025 ein Tagesgeld mit täglicher Zinsgutschrift. Die Zinsen hängen vom Abo ab (Stand Oktober 2026): Standard und Plus 2,25 % p.a. bis 5.000 Euro und 1,25 % darüber, Premium 2,25 % bis 10.000 Euro und 1,50 % darüber, Metal 2,25 %, Ultra 2,50 % bis 100.000 Euro. Neukunden erhalten seit August 2026 befristet 4,25 % p.a. bis 25.000 Euro, höchstens vier Monate und nur mit drei Kartenzahlungen je Zyklus; Details im Beitrag zum Revolut-Aktionszins. Der Zinssatz ist variabel und an die EZB-Einlagefazilität gekoppelt. Tagesgeldkonten ab dem 4. August 2026 sind über die deutsche Einlagensicherung (Treuhandkonto bei der Deutschen Bank) bis 100.000 EUR geschützt, ältere über die litauische.
Bei einer Kontosperrung hast du vorübergehend keinen Zugriff auf dein Guthaben. Revolut führt diese Sperren im Rahmen automatisierter Compliance-Prüfungen (KYC/AML) durch. Laut Revolut sollen die Prüfungen maximal 48 Stunden dauern – Nutzerberichte zeigen aber, dass es deutlich länger werden kann. Im Sperrfall: Kontaktiere den Support per Chat und reiche alle angeforderten Dokumente schnellstmöglich ein.
Nein, Revolut bietet keine Bargeld-Einzahlung an. Du kannst dein Konto nur per SEPA-Überweisung, Kartenzahlung oder über andere Revolut-Nutzer aufladen. Wenn du regelmäßig Bargeld einzahlen musst, ist Revolut nicht die richtige Wahl.
Beide sind Neobanken mit kostenlosen Basiskonten und guten Apps. Die größten Unterschiede: Revolut bietet Krypto, Aktienhandel und Multi-Währungs-Konten – N26 nicht. Dafür hat N26 eine deutsche BaFin-Banklizenz mit deutscher Einlagensicherung, während Revolut das Girokonto über Litauen absichert (das Tagesgeld seit August 2026 über die deutsche Einlagensicherung). Revolut hat den größeren Funktionsumfang, N26 die stärkere regulatorische Verankerung in Deutschland.
Für 8,99 EUR/Monat bekommst du unbegrenzten Fremdwährungstausch, keine Wochenend-Aufschläge, Reiseversicherung und 400 EUR kostenlose Bargeldabhebungen. Wenn du mindestens 2-3 Mal pro Jahr ins Ausland reist, sparst du mit Premium mehr als du zahlst – allein die Reiseversicherung kostet bei anderen Anbietern oft 30-60 EUR pro Jahr.
Ja, inzwischen schon. Revolut führt in seinen AGB ein Gemeinschaftskonto und ein Gemeinschafts-Tagesgeldkonto (Stand Oktober 2026); Eröffnung und Bedingungen laufen über die App. Wer ein Paarkonto mit langer Praxis und vollem Funktionsumfang sucht, findet bei bunq und N26 (N26 Shared Spaces) die eingespielteren Lösungen.
Quellen und Transparenz
Alle Angaben in diesem Beitrag basieren auf unserer eigenen Recherche, der offiziellen Revolut-Preisseite, den AGB und öffentlich zugänglichen Quellen. Zuletzt geprüft: 8. Oktober 2026.
- Revolut Tarife und Preise (offizielle Seite)
- Revolut Standard-Gebühren (offizielle Gebührenordnung)
- Revolut vorvertragliche Informationen zum Tagesgeld (Stand 4. August 2026)
- Revolut AGB für Tagesgeld (Treuhandkonto Deutsche Bank, Einlagensicherung)
- Revolut Aktionsbedingungen Tagesgeld-Aktion (ab 18. August 2026)
- BaFin – Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht
- Bank of Lithuania – Aufsichtsbehörde Revolut Bank UAB
- Trustpilot Revolut-Bewertungen (386.000+ Reviews, Stand April 2026)
- Finanzfluss – Revolut Erfahrungen (339 Bewertungen)
Transparenz-Hinweis: Revolut betreibt kein Partnerprogramm mit uns. Dieser Bericht enthält daher keine Affiliate-Links zu Revolut. Unsere Bewertung basiert ausschließlich auf unserer Bewertungsmethodik und ist frei von kommerziellen Interessen.
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