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justTRADE

Zuletzt aktualisiert:
72

Gut

Redaktionsscore

4,3

3 Berichte

justTRADE 2026 im Test: 1 € pro Trade (kein Mindestvolumen mehr), 65+ Kryptos mit Staking. Aber PFOF-Verbot ab 1.7.2026 ohne klaren Nachfolge-Plan.

Bewertungsübersicht

Unsere Methodik
Redaktions-Score
72 /100

Gut

Kosten & Gebühren
82/100
Funktionsumfang
68/100
Nutzererfahrung (UX)
65/100
Sicherheit & Regulierung
82/100
Transparenz & Fairness
70/100
Service-Infrastruktur
50/100
Kosten & Gebühren 30%
Funktionsumfang 20%
Nutzererfahrung (UX) 15%
Sicherheit & Regulierung 15%
Transparenz & Fairness 10%
Service-Infrastruktur 10%
Community-Stimmung
4,3 /5,0

3 Erfahrungsberichte

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justTRADE hat eine überschaubare Nutzerbasis. Die Community besteht hauptsächlich aus aktiven Tradern, die den Broker als Zweitdepot für kostenfreie Trades nutzen. Negative Bewertungen beziehen sich oft auf den eingeschränkten Kundenservice und die limitierte Sparplan-Auswahl.

Für wen ist dieser Anbieter geeignet?

🐷

Sparfuchs

✅ Gut geeignet

1 € Fremdkosten pro Trade, kein Mindestvolumen mehr. Günstiger geht es kaum. Ideal als Zweitdepot für aktives Trading.

💼

Berufstätige/r

⚠️ Bedingt geeignet

Solide Basis für Einzelkäufe, aber bessere Alternativen bei Sparplänen und Zinsen (z.B. Smartbroker+).

📱

Digital Native

⚠️ Bedingt geeignet

Funktional, aber App und UX weniger modern als Trade Republic oder Scalable Capital.

🎓

Student/in

❌ Weniger geeignet

Nur 177 ETF-Sparpläne, Konkurrenz bietet 3x mehr. Kein Zins auf Cash, dazu Unsicherheit durch PFOF-Verbot ab 01.07.2026.

🏦

Wechselwillige/r

❌ Weniger geeignet

Kein Depotübertrag möglich. Wechsel bedeutet Verkauf und Neukauf mit steuerlichen Konsequenzen.

👔

Selbstständige/r

⚠️ Bedingt geeignet

Als Zweitdepot für aktives Trading nutzbar, aber kein Gemeinschaftsdepot und kein Geschäftskonto.

Das Wichtigste in Kürze

Top 3 Vorteile:

  • 1 € Fremdkosten pro Trade, kein Mindestordervolumen mehr. Du kannst auch eine einzelne Aktie für 40 € kaufen.
  • 65+ Kryptowährungen nativ handelbar, dazu Staking für ETH, SOL und ADA (seit November 2025).
  • Zwei Handelsplätze mit automatischem Kursvergleich (Quotrix, LS Exchange), Handelszeiten bis 23:00 Uhr.

Ehrliche Nachteile:

  • PFOF-Verbot ab 1. Juli 2026: justTRADE hat als einziger größerer Neobroker noch keinen Nachfolge-Plan kommuniziert. Gebührenerhöhungen sind realistisch.
  • Nur rund 177 ETF-Sparpläne, 0 % Zinsen auf Guthaben, kein eingehender Depotübertrag.

Perfekt für dich, wenn du einen günstigen Zweitbroker für aktives Trading und Krypto suchst und mit dem Gebühren-Fragezeichen ab Juli 2026 leben kannst.
Nicht ideal, wenn du dein einziges Depot suchst und dafür Zinsen, viele Sparpläne oder einen planbaren Preis ab Sommer 2026 brauchst.
Unser Urteil in einem Satz: justTRADE ist aktuell günstig und technisch in Ordnung, steht aber im Juli vor einer Geschäftsmodell-Frage, auf die es bisher keine öffentliche Antwort gibt. Als Zweitdepot taugt es, als Hauptdepot würden wir heute nicht einsteigen.

justTRADE Kosten und Gebühren

Viele Testberichte und Blogartikel beschreiben justTRADE noch immer als „Broker mit 0 € Ordergebühren ab 500 € Ordervolumen“. Dieses Modell gibt es seit Juni 2023 nicht mehr. Heute zahlst du bei jedem börslichen Aktien- oder ETF-Trade 1 € Fremdkosten, unabhängig vom Volumen. Dafür ist das Mindestordervolumen komplett weggefallen. Du kannst also auch eine einzelne Aktie für 42 € kaufen, der Preis dafür ist dann 1 €.

Das klingt wie ein kleines Update, ist aber ein anderes Gebührenversprechen. Aus „entweder komplett kostenlos oder gar nicht“ wurde „immer 1 €“. Depot, Sparpläne und die App bleiben kostenlos. Bei der Einzelorder legt justTRADE jetzt die Handelsplatzkosten auf dich um.

justTRADE Gebührenübersicht

Stand: Mai 2026
Kontoführung
Depotfuehrung 0,00 €

Dauerhaft kostenlos

Trading
Order (Aktien/ETFs) 1,00 € Fremdkosten

0 EUR Orderprovision + 1 EUR Fremdkosten, kein Mindestordervolumen

Sparplaene 0,00 €

~177 sparplanfaehige ETFs, ab 25 EUR

Krypto-Handel 0,125% + Spread

0,125% Orderprovision + min. 0,175% Spread, 65+ Coins, Staking fuer ETH/SOL/ADA

Extras
Aktienauswahl ~10.000

Aus ~52 Laendern global

Depotuebertr. Ausgehend kostenlos

Ausgehend moeglich (kostenlos, nur inlaendisch), eingehend nicht moeglich

Alle Angaben ohne Gewähr. Preise können sich jederzeit ändern.

Was kostet justTRADE wirklich? Zwei Szenarien

Aktiver Trader mit 10 Orders pro Monat

trader

10,00 €/Monat

Gesamt

Depotführung 0,00 €
8 Aktien-Orders (Quotrix, je 1.200 €) 8,00 € Fremdkosten
2 ETF-Orders (LS Exchange, je 2.000 €) 2,00 € Fremdkosten
Zinsen auf 5.000 € Cash 0,00 €

Krypto- und Aktien-Mischnutzer

krypto

ca. 8,50 €/Monat

Gesamt

Depotführung 0,00 €
3 Aktien-Orders (je 800 €) 3,00 € Fremdkosten
2 Krypto-Käufe (je 500 € BTC/ETH) ca. 4,30 € (Provision plus Spread)
1 Sparplan 100 € (ETF) 0,00 €
Staking-Erträge ETH (passiv) positiver Effekt

Achtung: Versteckte Kosten und Risiken

  • Krypto-Spread kommt zusätzlich: Die 0,125 % Provision sehen günstig aus. Der Mindestspread von 0,175 % ist aber real und bei volatilen Altcoins auch mal spürbar höher. Bei einem 1.000 €-Bitcoin-Kauf sind rund 3 € Gesamtkosten plausibel, bei einem kleineren Altcoin eher das Doppelte.
  • 0 % Zinsen auf Cash: Dein Guthaben auf dem Verrechnungskonto liegt zinslos. Bei Trade Republic oder Scalable gibt es aktuell rund 2 %. Wer 10.000 € parkt, verschenkt bei justTRADE locker 200 € pro Jahr.
  • Überziehungszins: Rutscht das Verrechnungskonto ins Minus, etwa durch Gebühren oder Abbuchungen, standen in älteren Preislisten 9 % p.a. Die aktuelle Preisliste der Sutor Bank prüfst du am besten vor Kontoeröffnung selbst nach.
  • Das 1-€-Modell ist vermutlich ein Übergangsmodell: Die 1 € Fremdkosten wurden 2023 eingeführt, parallel zum Wegfall des Mindestvolumens. Viele Beobachter lesen das als erste Anpassung Richtung PFOF-Verbot. Ob 1 € nach dem 1. Juli 2026 hält, ist offen, dazu gleich mehr.

Das PFOF-Verbot ab 1. Juli 2026: Was das für justTRADE bedeutet

Wer sich für justTRADE interessiert, sollte einen Punkt im Kalender markieren: 1. Juli 2026. An dem Tag tritt das EU-weite Verbot von Payment for Order Flow (PFOF) in Kraft. Das ist das Geschäftsmodell, auf dem justTRADE bisher läuft. Der Broker verdient sein Geld hauptsächlich über Rückvergütungen der Handelsplätze, nicht über deine Ordergebühren.

Warum das wichtig ist

Andere Neobroker haben ihre Umstellung längst öffentlich gemacht. Trade Republic hat sich mit einer eigenen MTF-Lizenz einen regulatorischen Weg freigeräumt. Scalable Capital ist seit Dezember 2024 über die hauseigene Plattform EIX PFOF-frei. Smartbroker+ hat die Kosten für einzelne Handelsplätze angepasst und kommuniziert das aktiv.

justTRADE hält sich bedeckt. Geschäftsführer Michael Busshaus äußerte sich bisher nur allgemein zu „unklaren Details aus Brüssel“. Eine konkrete Ankündigung, wie das Preismodell ab Juli 2026 aussieht, fehlt bis Redaktionsschluss. In der Branche ist sonst jeder schon weiter.

Was realistisch passieren kann

Drei plausible Szenarien für die Zeit nach dem 1. Juli 2026:

  1. Höhere Ordergebühren: Aus 1 € werden 2 oder 3 €. Das wäre die direkteste Weitergabe der wegfallenden Rückvergütungen.
  2. Breiterer Spread: Die Ordergebühr bleibt, dafür weitet sich der Handelsplatz-Spread. Für dich schwerer zu erkennen, unterm Strich aber teurer.
  3. Eigener Handelsplatz oder Partnerschaft: justTRADE könnte sich einem bestehenden MTF anschließen oder eigenes Orderrouting aufbauen. Bis Juli ist das ambitioniert.

Unsere Einordnung: Wer heute ein Depot bei justTRADE eröffnet, sollte sich nicht am Preisblatt von April 2026 festklammern. Die 1 € Fremdkosten sind der aktuelle Stand. Wer aktiv tradet, prüft die Konditionen Anfang Juli noch einmal, bevor größere Beträge bewegt werden.

Kernfeatures und Funktionen

1. Zwei Handelsplätze mit Kursvergleich

Ältere Tests reden von drei Handelsplätzen. Aktuell bist du auf Quotrix (Börse Düsseldorf) und LS Exchange angewiesen, in manchen Darstellungen taucht Tradegate noch auf. Gettex gehört definitiv nicht dazu, das ist ein verbreiteter Irrtum in anderen Vergleichen. Die App schlägt dir automatisch den besseren Kurs vor, was bei volatilen Werten ein paar Cent pro Trade ausmacht. Handelszeiten gehen bis 23:00 Uhr, reicht für den US-Nachmittagshandel.

2. Rund 65 Kryptos plus 90+ Krypto-ETPs

justTRADE war einer der ersten deutschen Broker mit echtem Krypto-Handel, nicht nur Zertifikaten. Du handelst rund 65 Coins direkt, darunter Bitcoin, Ethereum, Solana, Cardano und gängige Altcoins. Daneben stehen über 90 Krypto-ETPs bereit, falls du lieber über ein geregeltes Wertpapier einsteigst. Die Verwahrung läuft nicht über die Sutor Bank, sondern über die Tangany GmbH, einen BaFin-lizenzierten Krypto-Custodian aus München.

3. Staking für ETH, SOL und ADA

Seit November 2025 kannst du Ethereum, Solana und Cardano direkt aus dem Depot staken. Die Erträge fließen automatisch dem Wallet zu. Die Raten variieren marktabhängig, ETH liegt derzeit bei rund 3 bis 4 % pro Jahr, SOL und ADA höher. Für Krypto-Halter praktisch: du sparst dir den Transfer zu einer separaten Börse.

4. Derivate von sieben Emittenten

Optionsscheine, Knock-outs, Faktor-Zertifikate und Anlagezertifikate bei sieben Direkthandelspartnern, darunter Morgan Stanley, HSBC, Vontobel und UniCredit. Außerbörslicher Handel ab 500 € Ordervolumen kostenlos. Dazu tausende Wikifolios. Nicht so breit wie bei Spezialbrokern wie Flatex oder Consorsbank, aber für Gelegenheits-Zocker genug.

5. Deutsche Steuerabwicklung automatisch

justTRADE ist ein deutscher Broker mit Sutor Bank als Partnerbank in Hamburg. Die Abgeltungssteuer wird automatisch einbehalten und ans Finanzamt abgeführt. Freistellungsauftrag richtest du direkt in der App ein. Keine Anlage-KAP-Pflicht wie bei ausländischen Brokern, das spart Nerven bei der Steuererklärung.

6. Keine Wertpapierleihe

Ein Punkt, den justTRADE aktiv kommuniziert: Deine Aktien und ETFs werden nicht verliehen. Manche Broker machen Zusatzerträge, indem sie Kundenbestände an Hedgefonds verleihen, für dich theoretisch ein Gegenparteirisiko. justTRADE verzichtet darauf. Für vorsichtige Anleger ein brauchbares Argument.

justTRADE Kontomodelle

justTRADE bietet bewusst kein Abo-Modell. Es gibt genau eine Depotvariante für Privatanleger, sie ist kostenlos.


Empfohlen

justTRADE Depot

Kostenlos
  • 0 € Depotführung, dauerhaft
  • 1 € Fremdkosten pro Aktien- oder ETF-Trade
  • Kein Mindestordervolumen bei börslichen Orders
  • 65 Kryptos mit 0,125 % Provision plus Spread
  • Staking für ETH, SOL, ADA ohne Zusatzgebühr
  • rund 177 ETF-Sparpläne ab 25 €, kostenfrei
  • Zwei Handelsplätze mit Kursvergleich
  • Deutsche Steuerabwicklung, BaFin-reguliert
Zum Anbieter

Das Modell ist bewusst einfach. Du zahlst pro Trade, fertig. Keine Flatrate, keine Premium-Stufe mit Extra-Features. Das hat Vorteile (keine Abo-Fallen) und Nachteile (keine Volumenrabatte für Vieltrader). Wer mehr als 20 Trades pro Monat macht, fährt bei Scalable PRIME+ (4,99 €/Monat für unbegrenzte Trades) günstiger.

Für wen ist justTRADE geeignet?




Drei typische justTRADE-Nutzer

Der aktive Trader: Macht 15 bis 20 Trades im Monat, mischt Aktien, ETFs und Derivate. Bei 15 Trades zahlt er 15 € Fremdkosten, das kalkuliert er bewusst ein. Nutzt den Kursvergleich zwischen Quotrix und LS Exchange und die Handelszeit bis 23 Uhr. justTRADE ist sein Trading-Depot, das ETF-Weltportfolio liegt bei Scalable oder Trade Republic.

Die Krypto-Fokussierte: Kauft regelmäßig Bitcoin und Ethereum, lässt ETH über justTRADE staken. Schätzt, dass Verwahrung bei Tangany unter BaFin-Aufsicht läuft und sie keine eigene Wallet managen muss. Für Altcoins nutzt sie die ETPs, hat also zwei Wege im selben Depot. Nimmt 0 % Zinsen auf Cash in Kauf, weil der größte Teil ihres Kapitals ohnehin investiert ist.

Der Zweitdepot-Pragmatiker: Hauptdepot bei Sparkasse, Consorsbank oder Trade Republic. Eröffnet justTRADE gezielt für Einzelkäufe ab 100 € oder für Krypto. Das Hauptdepot macht Sparpläne und Vermögensaufbau, justTRADE ist der günstige Werkzeugkasten für alles, was spontan reinkommt.

Sicherheit und Regulierung

Betrieben wird justTRADE von der JT Technologies GmbH in Frankfurt, die eigentliche Depot- und Kontoführung übernimmt die Sutor Bank in Hamburg. Die Sutor Bank hat eine eigene BaFin-Lizenz (Vollbank), besteht seit 1921 und fungiert als Partnerbank für Konto, Depot und Steuerabführung.

Dein Verrechnungsguthaben ist über die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 € geschützt. Die Sutor Bank ist zusätzlich Mitglied im freiwilligen Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken. Wertpapiere liegen als Sondervermögen separat und sind bei einer Insolvenz nicht Teil der Insolvenzmasse.

Bei Kryptowährungen sieht die Lage anders aus. Die Verwahrung läuft über die Tangany GmbH, einen BaFin-lizenzierten Krypto-Custodian aus München. Tangany nutzt getrennte Wallets pro Kunde und Cold-Storage-Setups. Kryptos gelten rechtlich aber nicht als Einlagen und fallen deshalb nicht unter die Einlagensicherung. Das ist kein justTRADE-Mangel, sondern EU-weiter Standard.

Datenschutz und 2FA

Die Apps für iOS und Android setzen auf biometrische Anmeldung (Face ID, Fingerabdruck) und Zwei-Faktor-Authentifizierung per TAN für Trades. DSGVO-konform, Server in Deutschland. Keine Auffälligkeiten in der Community, keine öffentlich bekannten Datenschutzvorfälle.

Die ehrliche Einordnung

Technisch und regulatorisch ist justTRADE sauber. Das eigentliche Risiko liegt woanders: in der Geschäftsmodell-Unsicherheit ab Juli 2026. Wenn du heute 50.000 € investierst und die Gebühren sich im Sommer deutlich ändern, hast du zwei Optionen: bleiben und zahlen, oder den ausgehenden Depotübertrag anstoßen. Letzteres ist möglich, kostet aber Zeit und Nerven.

justTRADE im Praxistest: Unsere Meinung

Was uns überzeugt hat: Die Einfachheit des Modells. 1 € pro Trade, kein Kleingedrucktes, kein Premium-Zwang. Die App läuft flüssig, die Krypto-Integration mit Staking bietet kein anderer deutscher Broker so kompakt an. Der Kursvergleich zwischen Quotrix und LS Exchange spart bei jedem zweiten Trade ein paar Cent, über ein Jahr summiert sich das.

Was uns im Test genervt hat: Der eingehende Depotübertrag fehlt. Wenn du bei einem anderen Broker Altbestände hast, musst du sie dort verkaufen und bei justTRADE neu kaufen, mit steuerlichen Folgen. Und die 0 % Zinsen auf Cash sind 2026 schwer zu erklären. Bei Trade Republic liegen rund 2 %, bei 20.000 € Cash ist das ein Unterschied von 400 € pro Jahr.

Der Elefant im Raum: Das PFOF-Verbot in weniger als 70 Tagen, und justTRADE kommuniziert dazu bis heute nichts Konkretes. Andere Neobroker haben Umstellungen längst öffentlich gemacht. Wer Planungssicherheit braucht, fährt aktuell bei Scalable oder Trade Republic besser.

Unser Tipp: Nimm justTRADE als Zweitdepot, nicht als Hauptdepot. Sparpläne und Cash-Reserve gehören zu einem Broker mit Zinsen und breiter Sparplan-Auswahl (Trade Republic, Scalable). Aktive Einzelkäufe, Krypto und Staking laufen bei justTRADE. So bleibst du flexibel, falls im Juli Preisanpassungen kommen.

Unser Fazit zu justTRADE

Gut
3.4 / 5.0
justTRADE ist 2026 einer der günstigeren Neobroker für aktives Trading und Krypto, hat aber ein ungelöstes Problem. Das PFOF-Verbot ab 1. Juli zwingt jeden Neobroker zu einem neuen Modell, die Konkurrenz hat geliefert, justTRADE noch nicht. Solange das so bleibt, taugt der Broker vor allem als fokussiertes Zweitdepot.

Redaktions-Score: 3,4 / 5,0 (Gut), Kosten 82, Features 68, UX 65, Sicherheit 82, Transparenz 62, Service 50.

Stärken

  • 1 € Fremdkosten, kein Mindestordervolumen
  • Native Krypto-Verwahrung bei Tangany
  • Staking für ETH, SOL, ADA ab Werk
  • Deutsche Steuerabwicklung automatisch

Schwächen

  • PFOF-Umstellung ab Juli 2026 ungeklärt
  • Nur rund 177 ETF-Sparpläne
  • 0 % Zinsen auf Cash
  • Kein eingehender Depotübertrag

justTRADE Alternativen: Wann lohnt sich ein anderer Broker?

Trade Republic, besser für Sparpläne und Zinsen:
Über 4.000 kostenlose Sparpläne, rund 2 % Zinsen auf Cash bis 50.000 €, eigene MTF-Lizenz (PFOF-frei). Dafür nur ein Handelsplatz und 1 € pro Trade. Für Anleger, die alles unter einem Dach wollen, die klar bessere Wahl.

Scalable Capital, besser für Vieltrader und Planungssicherheit:
Seit Dezember 2024 PFOF-frei über die eigene Plattform EIX. PRIME+ Abo (4,99 €/Monat) erlaubt unbegrenzte kostenlose Trades. 2,6 % Zinsen auf Cash im PRIME+. Lohnt sich ab rund 10 Trades pro Monat.

Smartbroker+, besser für Börsenvielfalt:
Rund 29 Handelsplätze (inklusive Gettex, Tradegate, Xetra), über 10.000 Sparpläne, Zinskonto integriert. Kommuniziert die PFOF-Umstellung aktiv. Wer Auswahl braucht, ist hier besser aufgehoben.

finanzen.net zero, besser für günstige Einzelkäufe ab 500 €:
Handelt ab 500 € Ordervolumen wirklich kostenlos (Stand heute). Kleinere Orders kosten 1 €. Für Anleger, die bewusst in größeren Tranchen kaufen, eine Alternative.

Bitpanda, besser für reinen Krypto-Fokus:
Über 3.000 Coins und Assets, EU-weit reguliert, eigene Wallet-App. Wer ausschließlich Krypto handelt und keine deutschen Aktien braucht, hat hier mehr Auswahl.

justTRADE Depot eröffnen: Schritt für Schritt

justTRADE Depot eröffnen

15 Minuten 0 EUR
1

Online registrieren

Auf justtrade.com E-Mail, persönliche Daten und Steuerdaten eingeben. Steuer-ID und Personalausweis vorher griffbereit haben.
2

Identität per VideoIdent verifizieren

Das VideoIdent-Gespräch dauert rund 5 Minuten. Gute Beleuchtung hilft, sonst bricht die automatische Erkennung gerne ab.
3

Sutor-Bank-Konto wird eingerichtet

Nach erfolgreichem VideoIdent legt die Sutor Bank dein Verrechnungskonto an, das dauert 1 bis 3 Werktage.
4

Freistellungsauftrag setzen

Direkt in der App den Pauschbetrag hinterlegen (1.000 € Alleinstehende, 2.000 € gemeinsam veranlagte Paare), sonst zahlst du Abgeltungssteuer ab dem ersten Euro Gewinn.
5

Geld überweisen und ersten Trade setzen

Standard-SEPA-Überweisung aufs Verrechnungskonto. Anschließend Aktie, ETF oder Krypto kaufen. Fremdkosten bei Aktien und ETFs: 1 € pro Trade.

Typische Stolpersteine: Der fehlende eingehende Depotübertrag ist die größte Hürde. Wenn du Altbestände bei einer anderen Bank hast, musst du dort verkaufen und bei justTRADE neu kaufen. Das löst Abgeltungssteuer auf bisherige Gewinne aus, rechne das vorher durch. Ein Trick: Wer gestaffelt über zwei Kalenderjahre verkauft und kauft, nutzt den jährlichen Freibetrag zweimal und reduziert die Steuerlast.

Häufig gestellte Fragen zu justTRADE

Ja. justTRADE ist ein deutscher Neobroker aus Frankfurt, die Depotführung läuft über die BaFin-regulierte Sutor Bank in Hamburg. Wertpapiere sind als Sondervermögen geschützt, Guthaben über die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 €.

Depotführung ist kostenlos. Bei Aktien- und ETF-Trades fallen 1 € Fremdkosten pro Order an, unabhängig vom Volumen. Krypto kostet 0,125 % Provision plus mindestens 0,175 % Spread. Sparpläne und Staking sind gebührenfrei. Zinsen auf Cash gibt es nicht.

Nein, nicht mehr. Dieses Modell gab es bis Juni 2023. Seitdem zahlst du bei jedem börslichen Trade 1 € Fremdkosten, dafür ist das Mindestordervolumen weggefallen. Viele Testberichte und alte Blogposts sind auf diesem Punkt veraltet.

Das EU-weite PFOF-Verbot zwingt justTRADE zu einem neuen Modell. Eine offizielle Ankündigung fehlt bis April 2026. Realistisch sind höhere Ordergebühren oder ein breiterer Handelsplatz-Spread. Wer ab Mitte 2026 aktiv handeln will, sollte die Konditionen kurz vor dem Stichtag noch einmal prüfen.

Ein eingehender Depotübertrag ist nicht möglich. Wenn du Altbestände bei einem anderen Broker hast, musst du sie dort verkaufen und bei justTRADE neu kaufen. Das löst Abgeltungssteuer aus. Ausgehende Überträge (von justTRADE weg) sind dagegen kostenlos möglich, aber nur zu inländischen Brokern.

Rund 65 Coins nativ handelbar, darunter Bitcoin, Ethereum, Solana, Cardano und gängige Altcoins. Zusätzlich über 90 Krypto-ETPs als Wertpapiere. Die Verwahrung erfolgt über die Tangany GmbH, einen BaFin-lizenzierten Krypto-Custodian.

Ja, seit November 2025. Du kannst Ethereum, Solana und Cardano direkt aus dem Depot staken. Erträge variieren marktabhängig, ETH liegt derzeit bei rund 3 bis 4 % pro Jahr. Keine zusätzlichen Gebühren auf das Staking.

Nein, 0 % auf das Verrechnungskonto. Konkurrenten wie Trade Republic und Scalable Capital bieten aktuell rund 2 %. Wer größere Cash-Summen parkt, verschenkt hier Geld.

Aktuell Quotrix (Börse Düsseldorf) und LS Exchange, in manchen Darstellungen auch Tradegate. Gettex gehört nicht dazu, das ist ein häufiger Irrtum in älteren Vergleichen. Die App zeigt dir automatisch den besseren Kurs zwischen den verfügbaren Plätzen an.

Rund 177 ETF-Sparpläne (Stand April 2026). Das ist deutlich weniger als bei Trade Republic (~4.000) oder Scalable (~2.400). Einzelaktien-Sparpläne gibt es nicht. Wer Sparpläne als Schwerpunkt braucht, ist bei einem anderen Broker besser aufgehoben.

Quellen und Transparenz

Zuletzt geprüft: April 2026

Quellen:

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3 Erfahrungsberichte für justTRADE mit im Schnitt 4,3 Sternen

  1. Wenn ich einen Broker empfehlen müsste, wäre das der hier. Bin sehr zufrieden mit dem Angebot und auch der Umsetzung. - von Julius99 | 2.09.2020
  2. Ich hatte noch nie Aktien gehandelt, aber es stand ganz lange auf meiner Liste. Hier hab ich es dann ausprobiert und muss sagen: es lief einfacher als erwartet. Zu einfach fast schon, da könnte man in Versuchung geraten, das zu oft zu machen:-) Vom Anbieter her ist Just Trade der beste, glaube ich. - von Hannes O. | 8.07.2020
  3. Ich finde die Informationen auf der Seite nicht ganz ausreichend. Ich möchte gern mehr wissen, mit wem ich es zu tun habe und wie das alles funktioniert. Aber vielleicht muss man einfach mal ein Depot erstellen und dann läuft das schon oder man hat mehr Zugang zu wichtigen Daten. Ich werde es mal probieren. - von G. Rethner | 6.07.2020
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