Banking für Selbständige & Freelancer - Kontist
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FAQ zu Neobanks & Online-Brokern

# Neobanks

Was ist der Unterschied zwischen einem klassischen Bankkonto und den Konten von N26, Kontist, Holvi und Penta?

Obgleich es erhebliche Unterschiede zwischen den hier vorgestellten Konto-Anbietern gibt, grenzen sie sich deutlich von klassischen Bank ab. Der Hauptunterschied liegt darin, dass die hier vorgestellten Anbieter Bankenkonzepte anbieten, die auf die eine oder andere Weise auf Freelancer, Selbständige, kleine Unternehmen und Privatpersonen abzielen, für die klassische Banken nur wenig attraktiv sind. Im Gegensatz zur klassischen Bank verbinden die Anbieter die gängigen Kontofunktionen mit Buchungsführungssystemen, Tools zur Rechnungserstellung oder sogar ganzen Modulen, mit denen du deine Produkte online verkaufen kannst, wie im Fall von Holvi. Derlei Angebote findest du bei keiner alt-hergebrachten Bank.

Welche Voraussetzungen muss ich mitbringen, um ein Konto zu eröffnen?

Da es sich auch bei den hiesigen Angeboten um Bankkonten handelt, musst du in jedem Fall 18 Jahre alt sein. Und sollte der Anbieter keinen Webzugang zu seinem Konto anbieten, wie etwa N26, dann brauchst du natürlich auch noch ein Smartphone oder Tablet, um das Konto zu bedienen. Je nach Anbieter kommen dann individuelle Kriterien hinzu, wie etwa einen Wohnsitz in Deutschland oder einem anderen meist europäischen Land, die mit einer Anmeldebestätigung bewiesen werden muss. Die spezifischen Voraussetzungen finden sich in den FAQ und natürlich den AGBs der Anbieter.

Wird bei der Eröffnung eine Schufa-Abfrage vorgenommen?

Teilweise. Bei einigen Anbietern wird deine Bonität vor Kontoeröffnung geprüft oder spätestens dann, wenn du einen Kredit aufnimmst, wie das bei N26 möglich ist. Dies ist aber nicht immer der Fall und hängt von dem Anbieter ab. Kontist beispielsweise fragt nicht an deinem Schufa-Score.

Wie wird meine Identität beim Eröffnen eines Kontos überprüft?

Alle hiesigen fünf Unternehmen bieten eine Online-Identifizierung an. Entweder wird diese mittels eines Video-Chats durchgeführt, für den du deinen Pass und andere Dokumente bereithalten musst, oder du lädst einen Scan deines Ausweises und weitere Dokumente online auf deine Kontoplattform. N26 bietet zusätzlich eine Verifizierung an der Postfiliale an.

Ist eine Start-up-Bank überhaupt sicher?

Natürlich spielt die Sicherheitsfrage eine gewichtige Rolle, gerade wenn die Bankgeschäfte über das Smartphone abgewickelt werden. Dies gilt für die hier vorgestellten neuen Banken genauso wie für das Online-Banking bei deiner Hausbank. Prinzipiell haben alle Anbieter hohe Sicherheitsstandards, arbeiten mit SSL-Verschlüsselung und diversen anderen Standards. Da Betrüger aber viele Wege kennen, um sich Zugang zu deinem Konto zu verschaffen (Phishing, Virus, etc.) solltest du immer auf der Hut sein und bei Verdacht dein Konto sperren und den Kundenservice kontaktieren.
Was der Schutz deines Geldes vor dem Bankrott der Bank angeht, gilt für alle hier vorgestellten Anbieter die deutsche bzw. europäische Gesetzgebung. Konkret heißt das, dass für alle Anbieter – gleich ob mit eigener Banklizenz oder in Partnerschaft mit einer anderen Bank – eine Einlagensicherung bis 100 0000 € obligatorisch ist. Darüber hinaus ist es ohnehin nicht ratsam das Geld auf einem Bankkonto zu lagern, das keine oder nur geringe Zinsen abwirft, wie dies bei den hier vorgestellten Konten der Fall ist.

Wo rufe ich an, wenn ich meine Karte oder mein Konto sperren lassen will?

Dies kannst du einerseits über den Kundenservice des Anbieters machen. Sollte dieser nicht erreichbar sein, steht dir wie bei jeder anderen Bank auch eine 24 Stunden erreichbare Banken-übergreifende Servicenummer zu Verfügung, mit der Karten und Konten gesperrt werden können. Die zwei wichtigsten sind: +49 116 116 und +49 30 4050 4050.

Was mache ich, wenn ich eine Einzahlung vornehmen will? Ist dies überhaupt möglich?

Eine Bareinzahlung ist nicht bei allen hier untersuchten Banken möglich. N26 bietet dies als einzige hier vorgestellte Bank explizit an, verlangt aber Gebühren, wenn du mehr als 100 € im Monat einzahlst.

zum Neobanks-Vergleich

# Online-Broker

Wie eröffne ich mein Depot?

Dein Depot eröffnest du online, entweder im Webbrowser oder direkt in der vom Online-Broker bereitgestellten App. Halte zur Eröffnung deinen Ausweis bzw. Reisepass bereit. Den musst du während der Online-Verifizierung in die Kamera halten (du brauchst also auch noch eine Kamera, was ja aber an allen Smartphones gegeben ist).

Zudem ist bei den meisten Fintech-Brokern Voraussetzung, dass du deinen ständigen Wohnsitz in Deutschland hast. Geht dies nicht aus deinen Ausweispapieren hervor, musst du einen anderweitigen Adressnachweis bereithalten: eine Miet-, Strom- oder Internetrechnung für deine Wohnung, ein Steuerbescheid o. ä. Ist Identität und Wohnsitz erfolgreich verifiziert, ist dein Depot eröffnet und du erhältst alle nötigen Unterlagen, die du zu dessen Führung brauchst.

Welche Orderarten gibt es?

Die folgenden sind die wichtigsten Orderarten:

  • Market-Order
  • Limit-Order
  • Stop-Order
  • Quote-Request-Order

Eine Market-Order ist die unmittelbarste Order und wird nach dem aktuell nächstbesten Marktpreis direkt ausgeführt.

Bei einer Limit-Order legst du Limits fest, für die du kaufen oder verkaufen willst. Im ersten Fall ist es der Preis, zu dem du kaufen willst, ein unter dem aktuellen Marktpreis liegender Wert; im zweiteren Fall ein über dem aktuellen Marktpreis liegender.

Eine Stop-Order ist ähnlich von dir reguliert, nur unter umgekehrten Vorzeichen: ein Kauf über dem aktuellen Marktpreis, Verkauf unter diesem.

Bei einer Quote-Request-Order erfragst du den aktuellen Preis für Kauf/ Verkauf, den du dann annehmen oder ablehnen kannst.

Welche Kurse sind für den Handel maßgeblich?

Der Kurs, nach denen sich der Handel richtet, erfährst du bei den jeweiligen Anbietern. Schau am besten in unseren Broker-Vergleich; dort haben wir den bei den einzelnen Fintech-Brokern geltenden Kurs als Kriterium aufgenommen.

Einige Anbieter nutzen nur einzelne Börsen, so etwa die Hamburger Börse von Trade Republic mit seinem Handelspartner LS Exchange, oder die Münchner Börse von GRATISBROKER und Scalable Broker.

Der Fintech-Broker Smartbroker wiederum nutzt alle verfügbaren deutschen sowie diverse internationale Börsen. Für Derivatehandel werden zudem auch außerbörsliche Kurse genutzt, direkt mit den Emittenten von Derivaten, beispielsweise HSBC Deutschland.

Wie schnell kann ich Geld einzahlen?

Geld einzahlen kannst du, sobald dein Depot eröffnet und verifiziert ist. Danach bekommst du die für Einzahlungen und Handel nötigen Daten, inklusive die deines Verrechnungskontos beim Online-Broker. Auf dieses kannst du sofort einzahlen.

In der Regel dauert es ein bis zwei Werktage, bis das Geld angekommen ist, in Abhängigkeit von deiner Hausbank. Ist deine Einzahlung jedoch angekommen, kannst du loslegen und ETFs, Aktien, Fonds, Derivate etc. erwerben. Eine weitere Einzahlung auf dein Verrechnungskonto/ Depot ist jederzeit möglich, ebenso eine Auszahlung von diesem auf das von dir angegebene Bankkonto.

Warum ist der Handel provisionsfrei?

Das Trading wird von den Online-Brokern fast zum Nulltarif angeboten. Auch eine Provision fällt nicht an. Da taucht natürlich die Frage auf, wie denn die Neo-Broker daran verdienen.

Teils wird der Handel über außerbörsliche Plattformen abgewickelt – und diese Plattformen vergüten den Online-Brokern diese Nutzung. Einige Online-Broker nehmen zudem eine pauschale Gebühr für die Abwicklung von Handelsgeschäften, jedoch meist in geringer Höhe, in der Regel zwischen 1 und 4 Euro pro Order.

Einlagensicherung: Gibt es eine Absicherung für mein Geld?

Dein Geld ist durch die Einlagensicherung abgesichert, wenn der Fintech-Broker, für den du dich entscheidest, als Wertpapierhandelsbank eingetragen ist bzw. eine Bank mit Vollbanklizenz hinter sich stehen hat.

Denn diese unterstehen der Aufsicht durch die Deutsche Bundesbank sowie der BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht). Damit greift dann die gesetzliche Einlagensicherung: 100.000 Euro pro Anleger sind damit abgesichert.

Welche Depotservices gibt es?

Zu Depotservices gehört als erstes der Umzug von Depots. Das bedeutet, dass dein neuer Online-Broker diesen vollzieht, du also ein bereits bestehendes Depot bei einem anderen Anbieter direkt von der App aus zu deinem neuen Fintech-Broker übertragen lassen kannst.

Ebenso gehören die automatische Abführung von anfallenden Steuern dazu, die Bereitstellung einer Jahressteuerbescheinigung und Quartalskontoauszügen. Dazu kommen die Teilnahme an Kapitalmaßnahmen und Hauptversammlungen, über die du per App informiert wirst.

Kann ich ein bestehendes Depot auf einen Online-Broker übertragen?

Nicht alle Neo-Broker bieten eine Depot-Übertragung an. Tun sie es aber, kannst du dein bereits bestehendes Depot in der Regel ohne Gebühren auf deinen neuen Online-Broker übertragen. Dieser stellt dir dafür ein Formular zur Verfügung, alternativ alle nötigen Daten, falls dein alter Broker auf einem eigenen Formular besteht.

Du hast meist auch die Wahl zwischen einem Gesamtübertrag deines bestehenden Depots und dem Übertrag einzelner Positionen. Ebenso kannst du dein Depot auch wieder in die andere Richtung übertragen, weg vom Fintech-Broker.

Beachte: Manchmal fallen keine Gebühren von Seiten deines neuen Online-Brokers an, jedoch mitunter Fremdspesen, in ihrer Höhe abhängig von diversen Faktoren wie Wertpapiergattung, Verwahrart und Lagerstellen der Wertpapiere.

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