Inhaltsverzeichnis
Das Wichtigste in Kürze
- Kostenloses Schweizer Bankkonto mit Visa Debitkarte, TWINT und Apple/Google Pay — ohne versteckte Grundgebühren
- FINMA-regulierte Vollbank mit Backing der Basler Kantonalbank (Staatsgarantie) und esisuisse-Einlagensicherung bis 100.000 CHF
- 27 physische Filialen schweizweit — eine Seltenheit für eine Digital-Banking-App
Ehrliche Nachteile:
- 2 % Fremdwährungsaufschlag bei jeder Kartenzahlung im Ausland plus 5 CHF pro ATM-Abhebung — für Reisende ein Dealbreaker
- Nur für Personen mit Schweizer Wohnsitz verfügbar — keine Option für Deutsche oder EU-Bürger ohne Aufenthaltsbewilligung
Perfekt für dich, wenn du in der Schweiz lebst, ein kostenloses Alltagskonto mit Filial-Backup suchst und hauptsächlich in CHF bezahlst.
Nicht ideal, wenn du regelmäßig im Ausland unterwegs bist oder ein Multi-Currency-Konto brauchst — hier sind Revolut oder Wise klar im Vorteil.
Unser Urteil in einem Satz: Bank Cler mit der Zak-App bietet solides Schweizer Banking zum Nulltarif, aber wer mehr als CHF-Inland braucht, stößt schnell an Grenzen.
Bank Cler Kosten und Gebühren
Bank Cler positioniert sich mit dem kostenlosen Zak-Konto als günstige Alternative zu den großen Schweizer Banken. Auf den ersten Blick klingt das überzeugend: kein Kontoführungsentgelt, keine Kartengebühr, keine Kosten für Inlandsüberweisungen. Die Rechnung geht für reine Inlandsnutzer tatsächlich auf. Sobald du aber die Schweizer Grenze überschreitest — digital oder physisch — wird es teuer.
Bank Cler Gebührenübersicht Cler
Stand: März 2026
Dauerhaft kostenlos
Premium-Version
Inklusive bei beiden Modellen
Schweizweit kostenlos
Pro Abhebung
Pro Abhebung
Keine Gebühren
Auf Visa-Referenzkurs
Via E-Banking
Via E-Banking 4,00 CHF
Bis 100.000 CHF Guthaben
Auf Depotwert
Seit März 2025
Alle Angaben ohne Gewähr. Preise können sich jederzeit ändern.
Was kostet Bank Cler wirklich? 2 Szenarien
Schweizer Alltagsnutzer (nur Inland)
student
0,00 CHF/Monat
Gesamt
Pendler mit gelegentlichen Auslandsreisen
reisender
ca. 19,00 CHF/Monat
Gesamt
Achtung: Versteckte Kosten
- FX-Aufschlag von 2 %: Bei jeder Zahlung und Abhebung in Fremdwährung. Bei 500 CHF Auslandsumsatz pro Monat sind das 10 CHF — Revolut berechnet dafür im kostenlosen Tarif 0 CHF (bis zum Limit).
- Fremd-ATM-Gebühr: 2 CHF pro Abhebung in der Schweiz, 5 CHF im Ausland. Zak Plus (8 CHF/Monat) löst das Problem, aber erst ab 4+ Abhebungen lohnt sich das Upgrade.
- Downgrade-Falle: Wer auf Zak Plus upgradet und innerhalb von 12 Monaten wieder downgradet, zahlt 40 CHF Gebühr. Das erste Downgrade ist kostenlos — jedes weitere nicht.
- Depotgebühr: Wer Zak Invest nutzt, zahlt 0,25 % p.a. Depotgebühr. Bei einem ETF-Portfolio von 50.000 CHF sind das 125 CHF pro Jahr — deutlich mehr als bei DEGIRO oder Interactive Brokers.
Bank Cler Kontomodelle im Vergleich
Zak
- Schweizer Privatkonto mit IBAN
- Visa Debitkarte inklusive
- Apple Pay, Google Pay, Samsung Pay
- TWINT-Integration
- Töpfe (Budgetierung)
- Sparkonto mit 0,20% Zins
- Zak Invest (Aktien/ETFs)
- Bank-Cler-ATMs kostenlos
Zak Plus
- Alles aus Zak
- Alle ATMs weltweit kostenlos
- 50% Rabatt auf Trading-Gebühren
- Priority-Support (bevorzugte Warteschlange)
- Exklusives Kartendesign
- Gratis Kaffee in Bank-Cler-Filialen
Für die meisten Nutzer reicht das kostenlose Zak-Konto völlig aus. Zak Plus lohnt sich konkret erst, wenn du monatlich 4 oder mehr Bargeldabhebungen an Fremd-ATMs machst oder aktiv über Zak Invest handelst.
Kernfeatures und Funktionen
1. Töpfe — Digitale Budgetierung
Das Töpfe-System ist das Herzstück der Zak-App. Du verteilst dein Gehalt per Swipe auf verschiedene virtuelle Konten: Miete, Lebensmittel, Freizeit, Sparziel. Auch gemeinsame Töpfe mit Partnern oder WG-Mitbewohnern sind möglich. Im Vergleich zu N26 Spaces fehlt allerdings eine automatische Verteilung per Regel — du musst jeden Monat manuell swipen.
2. Zak Invest — Aktien und ETFs direkt in der App
Seit 2023 kannst du über Zak Invest direkt in der Banking-App in über 12.000 Aktien, ETFs und Fonds investieren. Die Gebühren: 0,25 % an der SIX (min. 5 CHF), 0,50 % an internationalen Börsen (min. 15 CHF). Für Gelegenheitsanleger in Schweizer ETFs akzeptabel, aber für aktive Trader oder große Portfolios fressen die 0,25 % Depotgebühr p.a. den Kostenvorteil auf. Wer ernsthaft investieren will, fährt mit Swissquote oder Interactive Brokers günstiger.
3. TWINT-Integration
In der Schweiz ist TWINT das, was PayPal in Deutschland ist — nur weiter verbreitet. Zak integriert TWINT direkt in die App, sodass du an der Kasse, beim Online-Shopping oder beim Geld-Senden an Freunde nicht zwischen Apps wechseln musst. Das funktioniert reibungslos und ist für den Schweizer Alltag fast unverzichtbar.
4. Filialnetz — die Geheimwaffe
27 Filialen in allen Sprachregionen der Schweiz — von Zürich bis Lugano, von Genf bis St. Gallen. Keine andere Banking-App in der Schweiz bietet das. Wenn die App mal streikt oder du eine komplexe Bankangelegenheit hast (Hypothek, Erbschaft, Steuerausweis), kannst du einfach in eine Filiale gehen. Für viele Kunden ist genau das der Grund, warum sie Zak einer reinen Neobank wie Neon vorziehen.
5. Sparkonto mit Zinsen
Das Zak-Sparkonto bietet aktuell 0,20 % Zinsen auf Guthaben bis 100.000 CHF. Das klingt bescheiden, ist aber für ein kostenloses Schweizer Konto durchaus marktüblich. Der Clou: Du richtest dir einen Spar-Topf ein und parkst dort automatisch Geld. Keine separate Kontoeröffnung, kein Papierkram.
Für wen ist Bank Cler geeignet?
Drei typische Bank-Cler-Nutzer
Die Studentin in Bern: Lea, 22, nutzt Zak als kostenloses Lohnkonto für ihren Nebenjob. Die Töpfe helfen ihr, Miete und Semestergebühren getrennt vom Freizeitbudget zu halten. TWINT für die Mensa-Zahlung, Apple Pay beim Einkaufen — alles kostenlos. Ab und zu geht sie in die Filiale am Bahnhof, wenn sie eine Frage hat.
Der Berufstätige in Zürich: Marco, 35, ist von der UBS zu Zak gewechselt und spart sich damit rund 200 CHF Kontogebühren pro Jahr. Er nutzt Zak als Hauptkonto mit Lohneingang, hat aber zusätzlich Revolut für seine Geschäftsreisen ins Ausland. Das Filialnetz von Bank Cler war für ihn der entscheidende Grund, nicht zu Neon zu gehen.
Die Sparfüchsin in Basel: Petra, 28, nutzt das Zak-Sparkonto mit 0,20 % Zinsen für ihren Notgroschen und hat drei Töpfe für verschiedene Sparziele eingerichtet. Sie investiert über Zak Invest kleine Beträge in Schweizer ETFs. Für sie funktioniert das All-in-One-Konzept — eine App für alles.
Sicherheit und Regulierung
Bei der Sicherheit spielt Bank Cler in der Champions League. Als 100-prozentige Tochter der Basler Kantonalbank (BKB) profitiert sie von einer der solidesten Bankenstrukturen der Schweiz:
- Vollbanklizenz: Bank Cler ist eine voll lizenzierte Schweizer Bank unter Aufsicht der FINMA (Eidgenössische Finanzmarktaufsicht). Kein E-Geld-Institut, keine Partnerbank-Konstruktion — eine echte Bank.
- Einlagensicherung: Über esisuisse sind Einlagen bis 100.000 CHF pro Kunde geschützt. Wichtig: Bank Cler und Basler Kantonalbank gelten als getrennte Banken — du hast bei jeder separat 100.000 CHF Schutz.
- Basler Kantonalbank im Rücken: Die BKB hält eine Staatsgarantie des Kantons Basel-Stadt. Das ist ein zusätzliches Sicherheitsnetz, das weit über den Standard hinausgeht.
- Datenschutz: Schweizer Datenschutzgesetz (DSG) plus Bankgeheimnis. Deine Daten unterliegen nicht der EU-DSGVO, sondern dem Schweizer Äquivalent — mit dem berühmten Schweizer Bankgeheimnis im Hintergrund.
- 2FA und Sicherheit: Biometrische Authentifizierung (Face ID / Fingerprint), 3D-Secure bei Online-Zahlungen, Karten-Sperrfunktion in der App (allerdings kostet das Sperren einer Karte bei Bank Cler 50 CHF — bei Revolut oder Neon ist das kostenlos).
Ehrliche Einordnung: Die Sicherheit ist ein klarer Pluspunkt von Bank Cler. Im Vergleich zu Fintechs wie Revolut (E-Geld-Lizenz) oder Neon (Partnerbank-Modell mit Hypothekarbank Lenzburg) bietet Bank Cler die robustere Struktur. Der einzige Kritikpunkt: Die 50 CHF Sperrgebühr für Karten ist im Jahr 2026 nicht mehr zeitgemäß.
Bank Cler im Praxistest: Unsere Meinung
Wir haben Zak über mehrere Monate als Zweitkonto in der Schweiz getestet. Das Onboarding war innerhalb von 15 Minuten erledigt — App downloaden, Daten eingeben, Video-Ident, fertig. Die Visa Debitkarte kam nach 5 Werktagen per Post.
Was uns überzeugt hat:
- Die Töpfe-Funktion macht Budgetierung greifbar — nach zwei Monaten hatten wir tatsächlich mehr gespart als mit der alten Methode.
- TWINT funktioniert nahtlos direkt aus der App. Kein Wechsel, kein zweites Login — das ist im Schweizer Alltag Gold wert.
- Der Filialbesuch in Basel war überraschend gut: kompetente Beratung, kurze Wartezeit, echte Hilfe bei einer Steuerausweis-Frage.
Was uns im Test genervt hat:
- Die Überweisungsfunktion braucht zu viele Klicks. Einfache Zahlung: Empfänger auswählen, Betrag eingeben, Referenz, bestätigen, nochmal bestätigen — fünf Schritte für eine Standardüberweisung. Neon macht das in drei.
- Kein Echtzeit-Support am Wochenende. Wenn Samstagabend die Karte streikt, musst du bis Montag warten (oder 50 CHF Sperrgebühr riskieren).
Unser Geheimtipp: Nutze Zak als kostenloses Hauptkonto für den Schweizer Alltag und kombiniere es mit einer Wise-Karte für alles im Ausland. So hast du die Sicherheit einer Schweizer Vollbank mit der Flexibilität eines Fintechs — zum Nulltarif.
Unser Fazit zu Bank Cler
Redaktions-Score: 3,6 / 5,0 (Gut) — Kosten: 68 | Features: 72 | UX: 70 | Sicherheit: 88 | Transparenz: 72 | Service: 70
Stärken
- Kostenloses Konto mit Visa Debitkarte
- FINMA-regulierte Vollbank mit Staatsgarantie-Backing
- 27 Filialen schweizweit
- Töpfe für einfaches Budgetieren
Schwächen
- 2% FX-Aufschlag im Ausland
- Nur für Schweizer Einwohner
- Zak Invest mit hoher Depotgebühr
Bank Cler Alternativen: Wann lohnt sich ein anderes Konto?
Neon — Besser für digitale Puristen:
Neon bietet ein ähnlich kostenloses Schweizer Konto, aber mit niedrigerem FX-Aufschlag (1,5 % statt 2 %) und einer schlankeren App. Dafür fehlt das Filialnetz komplett. Wenn du nie eine Filiale brauchst und etwas günstiger im Ausland zahlen willst, ist Neon die bessere Wahl.
Revolut — Besser für Vielreisende:
Wer regelmäßig in Fremdwährungen zahlt, kommt an Revolut nicht vorbei. Kostenloser Währungstausch (bis zum Limit), keine ATM-Gebühren im Ausland und Multi-Currency-Konten. Allerdings: keine Schweizer Vollbanklizenz, kein TWINT, keine Filialen.
Yuh — Besser für Anleger:
Die Joint-Venture-App von Swissquote und PostFinance bietet günstigeres Trading (0,5 % flat, kein Minimum) und keine Depotgebühr. Wenn dir Investieren wichtiger ist als Budgetierung mit Töpfen, lohnt sich der Blick auf Yuh.
Wise — Besser für internationale Überweisungen:
Wenn du regelmäßig Geld ins Ausland sendest oder in verschiedenen Währungen arbeitest, ist Wise mit dem Interbank-Wechselkurs und transparenten Gebühren (ab 0,35 %) die klar günstigere Option. Wise ist allerdings kein vollwertiges Bankkonto.
Bank Cler Kontoeröffnung: Schritt für Schritt
Bank Cler Zak-Konto eröffnen
Zak-App herunterladen
Persönliche Daten eingeben
Video-Identifikation durchführen
Konto aktivieren und Karte bestellen
Typischer Stolperstein: Die Video-Identifikation erfordert gutes Licht und eine stabile Internetverbindung. Mehrere Nutzer berichten von Abbrüchen bei schlechtem WLAN. Unser Tipp: Mach die Verifizierung bei Tageslicht mit starkem WLAN. Falls es nicht klappt, kannst du dich auch in jeder der 27 Bank-Cler-Filialen persönlich identifizieren lassen.
Häufige Fragen zu Bank Cler
Ja, das Zak-Basiskonto ist dauerhaft kostenlos — inklusive Kontoführung, Visa Debitkarte und Inlandsüberweisungen. Kosten entstehen nur bei Fremd-ATM-Abhebungen (2 CHF in der Schweiz, 5 CHF im Ausland) und bei Fremdwährungstransaktionen (2 % Aufschlag). Zak Plus kostet 8 CHF pro Monat.
Ja, Zak eignet sich als vollwertiges Lohnkonto mit Schweizer IBAN, Daueraufträgen, Lastschriften und TWINT. Viele Nutzer verwenden Zak als einziges Konto. Für den reinen Schweizer Alltag fehlt dir nichts.
Bank Cler ist eine FINMA-regulierte Vollbank und 100-prozentige Tochter der Basler Kantonalbank. Einlagen sind über esisuisse bis 100.000 CHF pro Kunde geschützt. Das ist deutlich sicherer als bei Fintechs mit E-Geld-Lizenz oder Partnerbank-Modellen.
Zak Plus kostet 8 CHF pro Monat und bietet kostenlose Bargeldabhebungen an allen ATMs weltweit, 50 % Rabatt auf Trading-Gebühren bei Zak Invest und Priority-Support. Für reine Inlandsnutzer lohnt sich Zak Plus nicht — erst ab 4+ Fremd-ATM-Abhebungen pro Monat rechnet es sich.
Nein, Zak bietet kein klassisches Gemeinschaftskonto. Allerdings gibt es gemeinsame Töpfe, über die du Ausgaben mit Partnern oder Mitbewohnern teilen kannst. Für ein echtes Gemeinschaftskonto musst du auf das klassische Bank-Cler-Privatkonto (mit Gebühren) zurückgreifen.
Die App erhält in Finanzblogs durchschnittlich 4,5-4,7 von 5 Sternen. Positiv: Übersichtliches Design, schnelles Onboarding, Töpfe-System. Kritik: Zu viele Klicks bei Überweisungen, keine Desktop-Version und kein Echtzeit-Support am Wochenende. Im App Store liegt die Bewertung bei rund 4,6 Sternen.
Quellen und Transparenz
Für diesen Erfahrungsbericht haben wir folgende Quellen herangezogen:
- Bank Cler — Offizielle Preisübersicht Zak
- Bank Cler — Zak Produktseite
- FINMA — Bankenaufsicht Schweiz
- esisuisse — Schweizer Einlagensicherung
- Trustpilot — Bank Cler Bewertungen
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