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Lesererfahrung

127 Euro Auslandsgebühren in drei Monaten – mein Wechsel zu Vivid Money

· Tobias Rehermann · 7 Min. Lesezeit

Hinweis: Eingesandter Erfahrungsbericht

Diesen Erfahrungsbericht haben wir von einem Leser zugesandt bekommen. Er spiegelt nicht zwingend unsere redaktionelle Meinung wider. Wir übernehmen keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben. Die geschilderten Erlebnisse sind persönlicher Natur und nicht ohne Weiteres auf andere übertragbar.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Alina zahlte bei der HypoVereinsbank 1,75% Auslandseinsatzentgelt auf jede Kartenzahlung im Ausland, insgesamt 127€ in drei Monaten Remote-Arbeit aus Portugal.
  • Nach dem Wechsel zu Vivid Money: 15 Länder in sechs Monaten, 0€ Fremdwährungsgebühren bei Kartenzahlungen im Euro-Raum, dazu Cashback auf Alltagsausgaben.
  • Wer regelmäßig im Ausland lebt oder reist, sollte die Auslandsgebühren seiner Bank einmal konkret durchrechnen.

Kartenzahlung in Lissabon, böse Überraschung am Monatsende

Ich sitze in einem Coworking-Space in Lissabon, Alfama-Viertel, dritter Stock mit Blick auf den Tejo. Es ist Oktober 2025, ich arbeite seit zwei Monaten remote von hier aus. Projektmanagement für eine Agentur in München, alles digital, alles flexibel. Ich zahle alles mit Karte. Miete per Überweisung, den Rest kontaktlos. Supermarkt, Restaurants, der Kaffee zwischendurch, die Metro-Aufladung.

Dann kommt die Kreditkartenabrechnung der HypoVereinsbank.

Ich scrolle durch die Positionen und sehe überall denselben Zusatz: „Auslandseinsatzentgelt 1,75%“. Bei jedem einzelnen Posten. 0,43€ hier, 1,12€ da, 2,87€ beim Wocheneinkauf. Kleine Beträge, die sich anfühlen wie nichts. Bis man sie zusammenrechnet.

127€. In drei Monaten. Nur dafür, dass ich meine eigene Karte in einem EU-Land benutzt habe.

Ich habe den Betrag dreimal nachgerechnet, weil ich dachte, da stimmt was nicht. Es stimmte alles. Portugal ist kein Fremdwährungs-Land, wir zahlen in Euro. Aber die HypoVereinsbank berechnet trotzdem 1,75% auf alles, was nicht über ein deutsches Terminal läuft. Dazu kamen die 4,90€ Kontoführung pro Monat für mein AktivKonto.

127€

Auslandseinsatzentgelt in 3 Monaten

Quelle: Kreditkartenabrechnung HypoVereinsbank

Der Moment, in dem ich genug hatte

Ich erzählte meiner Kollegin Maren* davon, die seit einem Jahr zwischen Berlin und verschiedenen europäischen Städten pendelt. Sie lachte. Nicht bösartig, eher so ein „Das zahlst du noch?“-Lachen.

Sie zeigte mir ihre Vivid-Money-App. Umsätze aus drei Ländern im letzten Monat, keine einzige Gebührenzeile. Dazu kleine Cashback-Gutschriften: 0,80€ hier, 1,20€ da. Nicht viel, aber die Richtung war das Gegenteil von meiner Abrechnung.

Ich fragte, was der Haken sei. Sie sagte: „Im Euro-Raum keiner. Bei Fremdwährungen zahlst du 1%, aber das umgehst du, indem du ein Pocket in der jeweiligen Währung anlegst.“

Ich ging abends in mein Apartment und rechnete hoch. Wenn ich weiter bei der HypoVereinsbank bleibe, zahle ich bei meinem Ausgabenniveau etwa 500€ Auslandseinsatzentgelt pro Jahr. Plus 58,80€ Kontoführung. Knapp 560€, die einfach weg sind.

Das war der Punkt, an dem ich entschied: Das reicht.

Der Wechsel zu Vivid Money

Am nächsten Morgen lud ich die Vivid-App herunter. Registrierung mit deutschem Personalausweis, Video-Ident über die App. Das Ganze dauerte vielleicht 12 Minuten. Kein Termin, kein Papierkram. Die IBAN war sofort da, eine virtuelle Visa-Debitkarte konnte ich direkt zu Apple Pay hinzufügen.

Die Plastikkarte kam fünf Tage später nach Lissabon. An meine Airbnb-Adresse, das ging problemlos.

Was mich überrascht hat: Die App ist anders als klassisches Online-Banking. Ich kann bis zu 15 Unterkonten anlegen, sogenannte Pockets. Eins für Miete, eins für Reisen, eins für Alltag. Jedes mit eigener IBAN. Das hat mir als Projektmanagerin sofort eingeleuchtet, weil ich Budgets gern getrennt sehe.

Ehrlich über die Schwierigkeiten: Den HypoVereinsbank-Kontowechsel habe ich nicht über Nacht gemacht. Daueraufträge umstellen, Arbeitgeber die neue IBAN melden, Lastschriften bei Versicherungen ändern. Das hat sich über zwei Wochen gezogen. Nicht weil es kompliziert war, sondern weil ich immer wieder was vergessen habe. Die Fitnessstudio-Lastschrift zum Beispiel, die noch drei Monate weiterlief.

Was ich kritisch sehe: Vivid Money ist kein klassisches Bankkonto. Es läuft über eine E-Geld-Lizenz, die Einlagensicherung funktioniert anders als bei einer Vollbank. Mein Geld liegt auf Treuhandkonten bei regulierten Partnerbanken. Das ist rechtlich abgesichert, fühlt sich aber anders an als die deutsche Einlagensicherung bis 100.000€. Für mein Alltagskonto mit selten mehr als 3.000€ Guthaben war mir das egal. Als Hauptkonto für große Summen würde ich es nicht nutzen.

6 Monate später: 15 Länder, 0€ Gebühren

Seit dem Wechsel bin ich durch Portugal, Spanien, Frankreich, Italien, Griechenland, Kroatien, die Niederlande, Belgien, Österreich und ein paar weitere Länder gereist. Insgesamt 15 in sechs Monaten, weil Remote-Arbeit das eben möglich macht.

Die Zahlen:

Vorher mit HypoVereinsbank (3 Monate): 127€ Auslandseinsatzentgelt + 14,70€ Kontoführung = 141,70€.
Nachher mit Vivid Money (6 Monate, doppelt so lang): 0€ Fremdwährungsgebühren im Euro-Raum, 0€ Kontoführung, dazu 47€ Cashback gesammelt.

0€

Auslandsgebühren in 6 Monaten mit Vivid

Quelle: Vivid Money App

Was ich an Vivid wirklich mag: Die Echtzeit-Benachrichtigungen bei jeder Zahlung. Die Pockets zum Budgetieren. Und ja, das Cashback. Es sind kleine Beträge, meistens zwischen 0,1% und 1% auf Partnershops, gelegentlich höhere Aktionen. In sechs Monaten kamen 47€ zusammen. Kein Vermögen, aber besser als Gebühren zahlen.

Was mich nervt: Bargeldabhebungen sind begrenzt. Im Standardkonto sind nur 200€ pro Monat kostenlos, und jede Abhebung muss mindestens 50€ betragen. In Ländern wie Kroatien, wo noch viel bar gezahlt wird, war das manchmal knapp. Wer mehr braucht, zahlt bei Vivid Prime 9,90€ im Monat und kann dann 1.000€ kostenlos abheben.

Zweiter Kritikpunkt: Der Kundensupport. Ich hatte einmal ein Problem mit einer doppelten Abbuchung. Im Chat hat es zwei Tage gedauert, bis sich jemand gemeldet hat. Bei der HypoVereinsbank konnte ich in eine Filiale gehen. Das fehlt mir gelegentlich, besonders wenn es ums Geld geht.

Dritter Punkt: Die Fremdwährungsgebühr. Im Euro-Raum zahle ich nichts. Aber in Großbritannien oder der Türkei fallen 1% an. Das lässt sich umgehen, indem ich vorab ein Pocket in der Zielwährung anlege und dort Geld zum aktuellen Kurs tausche. Funktioniert, braucht aber Planung.

Was ich jedem rate, der viel im Ausland unterwegs ist

Wenn du regelmäßig außerhalb Deutschlands bezahlst, ob als Remote-Worker, im Auslandssemester oder auf Reisen: Schau dir an, was deine Bank pro Kartenzahlung berechnet. 1,75% klingt harmlos. Bei 1.000€ Ausgaben im Monat sind das 17,50€. Bei 2.000€ sind es 35€. Das summiert sich schnell auf dreistellige Beträge.

Für Vielreisende im Euro-Raum ist Vivid Standard ein guter Einstieg. Kostenlose Kontoführung, keine Gebühren auf Euro-Zahlungen, und das Cashback gibt es obendrauf. Wer auch in Nicht-Euro-Ländern unterwegs ist, sollte sich den Neobank-Vergleich ansehen, weil es je nach Reiseziel bessere Optionen geben kann.

Wie schneidet Vivid Money im Alltag ab? Gebühren, Cashback, App, Support. Alle Details im großen Erfahrungsbericht.

Meine 3 wichtigsten Erkenntnisse

  • Die HypoVereinsbank berechnet 1,75% Auslandseinsatzentgelt auf alle Kartenzahlungen außerhalb Deutschlands. Bei regelmäßigem Auslandsaufenthalt summiert sich das schnell auf über 500€ pro Jahr.
  • Vivid Money erhebt im Euro-Raum keine Gebühren auf Kartenzahlungen und bietet Cashback. Die Einlagensicherung funktioniert anders als bei einer Vollbank. Für Alltagsbeträge kein Problem, für große Summen sollte man das wissen.
  • Der Kontowechsel dauert 15 Minuten, das Umstellen aller Lastschriften und Daueraufträge eher zwei Wochen. Der Aufwand lohnt sich, wenn man regelmäßig im Ausland bezahlt.

* Alina hat uns ihren Erfahrungsbericht zugesandt und uns erlaubt, ihn zu veröffentlichen, unter der Bedingung, dass sie anonym bleibt. Name und einige persönliche Details wurden geändert.

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Quellen

  1. Vivid Money Preise und Konditionen: vivid.money/de-de/preise
  2. HypoVereinsbank Preis- und Leistungsverzeichnis (Stand 01/2026): hypovereinsbank.de
  3. Finanzfluss Vivid Money Girokonto Vergleich: finanzfluss.de

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