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Seit Januar 2026 bietet N26 eine eigene Debitkarte für Kinder ab 7 Jahren an. Klingt erstmal gut, aber wie genau funktioniert das, was kostet es, und wo hakt es in der Praxis? Wir haben uns das N26 Kinderkonto genau angeschaut.
Das Wichtigste in Kürze
- Kostenlos ab dem N26 Smart-Tarif – keine laufenden Monatsgebühren für die Kinderkarte
- Eigene IBAN für den Kinder-Space: Verwandte können direkt Geld überweisen
- Vollständige Elternkontrolle per App: Limits, Echtzeit-Benachrichtigungen, Kartensperrung
Ehrliche Nachteile:
- Kein eigener App-Zugang für Kinder – alles läuft über die Eltern-App
- Kein automatischer Wechsel zum Erwachsenenkonto mit 18
Perfekt für dich, wenn du bereits N26 Smart oder höher nutzt und deinem Kind eine einfache Bezahlkarte mit Elternkontrolle geben möchtest.
Nicht ideal, wenn dein Kind (ab 14+) mehr Eigenständigkeit und einen eigenen App-Zugang möchte.
Unser Urteil in einem Satz: Das N26 Kinderkonto ist eine praktische, günstige Einstiegslösung für N26-Nutzer – aber kein vollwertiges Kinderkonto mit eigenem Zugang.
Was ist „N26 für unter 18-Jährige“?
Der offizielle Name lautet „N26 für unter 18-Jährige“. Im Kern ist es eine physische Mastercard-Debitkarte, die auf den Namen deines Kindes ausgestellt wird. Das Mindestalter liegt bei 7 Jahren, ab 18 endet die Nutzung automatisch (mit drei Monaten Übergangsfrist).
Wichtig zu verstehen: Dein Kind bekommt kein eigenständiges Bankkonto. N26 richtet stattdessen einen sogenannten Space in deinem bestehenden N26-Konto ein. Dieser Space hat zwar eine eigene IBAN, gehört aber rechtlich zu deinem Konto. Das Guthaben darauf ist formal dein Geld.
Das hat klare Konsequenzen. Du behältst die volle Kontrolle. Dein Kind hat aber keinen eigenen Zugang zur App, kann also weder den Kontostand checken noch Transaktionen einsehen. Alles läuft über dein Smartphone.
Zur Auswahl stehen 7 Kartendesigns, was bei den Jüngeren gut ankommen dürfte.
Was kostet das N26 Kinderkonto?
Die Kosten hängen davon ab, welchen N26-Tarif du als Elternteil nutzt. Hier die Übersicht:
Kosten je N26-Tarif N26 Kinderkonto: Debitkarte für Kinder ab 7 Jahren
Stand: Februar 2026
Max. 1 Kind
Bis zu 2 Kinder
Bis zu 2 Kinder
Bis zu 5 Kinder
Alle Angaben ohne Gewähr. Preise können sich jederzeit ändern.
Im Standard-Tarif zahlst du einmalig 10 Euro für die Karte. Ab Smart (4,90 Euro/Monat) ist die Kinderkarte kostenlos mit dabei. Laufende monatliche Kosten fallen in keinem Tarif an.
Zum Vergleich: Bei Bling zahlst du zwischen 2,99 und 8,25 Euro pro Monat, dauerhaft. DKB und Revolut bieten ihre Kinderkonten komplett kostenlos an. N26 liegt da im Mittelfeld, wobei der Einmalpreis von 10 Euro im Standard-Tarif fair ist.
Wer sowieso schon N26 Smart oder höher nutzt, zahlt für die Kinderkarte nichts extra.
So funktioniert die Elternkontrolle
Die Elternkontrolle ist durchdacht. Alles wird direkt in der N26-App gesteuert, kein separates Portal, keine zusätzliche App.
Du kannst ein tägliches Limit für Kartenzahlungen festlegen. Standardmäßig liegt es bei 200 Euro pro Tag, maximal sind 1.000 Euro möglich. Für Bargeldabhebungen gibt es ein separates Tageslimit.
Bei jeder Transaktion bekommst du sofort eine Push-Nachricht auf dein Handy. Ob Supermarkt, Onlineshop oder Geldautomat — du siehst alles in Echtzeit. Ein Tipp in der App genügt, um die Karte zu sperren oder freizuschalten. Praktisch, wenn die Karte verlegt wird oder du die Ausgaben temporär stoppen willst.
Wenn dein Kind online etwas kaufen will und der Shop 3D-Secure nutzt, musst du die Zahlung in deiner App bestätigen. Das gibt dir bei größeren Online-Käufen ein zusätzliches Sicherheitsnetz. Glücksspiel, Alkohol, Tabak und jugendgefährdende Inhalte werden automatisch blockiert, ohne Ausnahme.
Digitale Wallets wie Apple Pay und Google Pay sind erst ab 16 Jahren möglich, und auch dann muss ein Elternteil die Aktivierung bestätigen. Unter 16 geht nur die physische Karte.
Was fehlt: Dein Kind kann den eigenen Kontostand nicht selbst prüfen. Es gibt kein eigenes Login, kein Dashboard, keine Kinder-App. Das ist ein deutlicher Unterschied zu Bling oder Revolut, wo Kinder eine eigene App mit Sparzielen und Transaktionsübersicht bekommen. Gerade für ältere Jugendliche ab 14 oder 15 kann das ein echtes Argument gegen N26 sein.
N26 Kinderkonto einrichten: Schritt für Schritt
Die Einrichtung läuft komplett in der N26-App. Du brauchst die Geburtsurkunde deines Kindes griffbereit.
N26 Kinderkonto einrichten
N26-App öffnen
Space für Kind hinzufügen
Daten des Kindes eingeben
Geburtsurkunde hochladen
Kartendesign wählen und bestellen
Guthaben überweisen
Karte aktivieren
Du musst aktiver N26-Kunde sein, und dein Name muss auf der Geburtsurkunde stehen. Das kann bei Patchwork-Familien zum Problem werden, wenn etwa der Stiefelternteil das N26-Konto hat, aber nicht auf der Geburtsurkunde steht.
Ein praktisches Detail: Du kannst einen Dauerauftrag von deinem Hauptkonto auf den Kinder-Space einrichten. So landet das Taschengeld jeden Monat automatisch auf der Karte. Die Karte funktioniert rein auf Guthabenbasis. Ist der Space leer, wird die Zahlung abgelehnt, dein Kind kann also keine Schulden machen.
N26 Kinderkonto vs. Alternativen
N26 ist nicht der einzige Anbieter mit Kinderkonto. Hier die ehrliche Einordnung:
Die DKB bietet ein vollwertiges, eigenständiges Girokonto ab 0 Jahren, komplett kostenlos, mit eigener App und automatischem Wechsel zum Erwachsenenkonto mit 18. Rein vom Funktionsumfang hat die DKB die Nase vorn. Allerdings brauchst du als Elternteil ebenfalls ein DKB-Konto.
Revolut bietet ein Sub-Konto ab 6 Jahren, ebenfalls kostenlos. Kinder bekommen eine eigene App, Apple Pay funktioniert sofort, und mit 18 wird das Konto automatisch umgewandelt. Wie bei N26 brauchst du als Elternteil ein Revolut-Konto.
Bling ist ein reiner Kinderkonto-Anbieter mit pädagogischem Konzept: Sparziele, Aufgaben, Belohnungen. Kinder haben eine eigene App. Der Haken: Bling kostet zwischen 2,99 und 8,25 Euro monatlich, und die Karte ist eine Prepaid-Karte ohne eigene IBAN. Auslandszahlungen kosten 2 % Gebühr.
Wo N26 punktet: Die eigene IBAN auf dem Kinder-Space ist einzigartig. Verwandte können damit direkt Geld überweisen, zum Geburtstag oder zu Weihnachten. Das geht bei Bling und Revolut nicht. Dazu kommen keine laufenden Kosten (ab Smart-Tarif) und kostenlose Auslandszahlungen.
Wo N26 schwächelt: Kein App-Zugang fürs Kind, kein automatischer Wechsel zum Erwachsenenkonto mit 18, Apple Pay erst ab 16. Für ältere Jugendliche, die mehr Eigenständigkeit wollen, sind Revolut oder DKB die bessere Wahl.
Häufige Fragen zum N26 Kinderkonto
N26 bietet die Kinderkarte für Kinder und Jugendliche von 7 bis 17 Jahren an. Die Karte bleibt bis drei Monate nach dem 18. Geburtstag aktiv. Danach muss sich der junge Erwachsene ein eigenes N26-Konto eröffnen — ein automatischer Wechsel ist nicht vorgesehen.
Das hängt von deinem N26-Tarif ab. Ab Smart (4,90 Euro/Monat) ist die Kinderkarte kostenlos. Im Standard-Tarif zahlst du einmalig 10 Euro pro Karte. Laufende monatliche Gebühren fallen in keinem Tarif an.
Nein. Es gibt keinen eigenen App-Zugang für Kinder. Dein Kind kann weder den Kontostand prüfen noch Transaktionen einsehen. Alles läuft über die N26-App des Elternteils. Das ist ein wesentlicher Unterschied zu Anbietern wie Bling, Revolut oder DKB, die Kinder-Apps anbieten.
Die Karte bleibt noch drei Monate nach dem 18. Geburtstag aktiv. Danach wird sie deaktiviert. Das Restguthaben auf dem Space musst du manuell zurück auf dein Hauptkonto transferieren. Dein Kind muss sich dann ein eigenes N26-Konto eröffnen — eine automatische Umwandlung gibt es nicht.
Ja. Die Mastercard-Debitkarte funktioniert weltweit. Kartenzahlungen im Ausland sind bei N26 kostenlos — das gilt auch für die Kinderkarte. Beachte aber, dass die Bargeld-Abhebungen des Kindes auf das Abhebungslimit des Elternkontos angerechnet werden.
Nein. Der Kinder-Space ist an ein einzelnes N26-Konto gebunden. Nur der Kontoinhaber kann die Karte verwalten, Limits setzen und Transaktionen einsehen. Der andere Elternteil hat keinen Zugriff — es sei denn, er überweist Geld direkt auf die eigene IBAN des Kinder-Spaces.
Den vollständigen N26 Test mit Score und Praxisbewertung findest du in unserem N26 Testbericht.
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