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Ratgeber

Revolut Kinderkonto: So funktioniert Revolut für unter 18-Jährige

· Tobias Rehermann · 9 Min. Lesezeit
zu Revolut


Revolut bietet mit „Revolut Kids & Teens“ ein Kinderkonto ab 7 Jahren an — kostenlos, mit eigener App und Visa- oder Mastercard-Debitkarte. Klingt erstmal nach einem Volltreffer fuer Familien. Aber: Das Kinderkonto ist kein eigenstaendiges Konto, sondern ein Sub-Account im Eltern-Revolut. Und das hat Konsequenzen, die viele Tests verschweigen.

Wir schauen uns ehrlich an, was Revolut fuer unter 18-Jaehrige wirklich kann — und wo die Grenzen liegen.

Das Wichtigste in Kürze

Top 3 Vorteile:

  • Im kostenlosen Standard-Tarif inklusive — fuer eine Familie mit einem Kind entstehen null Kosten.
  • Starke Elternkontrolle mit Echtzeit-Push, Kategoriesperren und Ausgabelimits; 2,00 % Tagesgeld fuer Kinder.
  • Top-bewertete Kinder-App (4,8 Sterne) mit Spartoepfen, Aufgaben und Google Pay.

Ehrliche Nachteile:

  • Keine eigene IBAN — Grosseltern oder Arbeitgeber koennen nicht direkt ueberweisen.
  • Rechtlich gehoert das Guthaben dem Elternteil; Konto-Sperre der Eltern betrifft auch das Kind.

Perfekt fuer dich, wenn du bereits Revolut-Nutzer bist und fuer ein Kind eine kostenlose Taschengeld-Loesung mit guter App suchst.
Nicht ideal, wenn dein Kind Geld ueberwiesen bekommen muss (Nebenjob, Grosseltern) — dann braucht es eine eigene IBAN.
Unser Urteil in einem Satz: Revolut Kids & Teens ist das beste kostenlose Kinderkonto fuer bestehende Revolut-Familien — mit einem entscheidenden Vorbehalt: keine eigene IBAN.

Was ist Revolut fuer unter 18-Jaehrige?

Revolut Kids & Teens (frueher „Revolut Junior“) ist kein eigenes Bankkonto fuer dein Kind. Es ist ein Sub-Account innerhalb deines Revolut-Kontos. Dein Kind bekommt eine Debitkarte auf Guthabenbasis und eine eigene App — aber keine eigene IBAN und keine eigene Vertragsbeziehung mit Revolut.

Das klingt nach einem Detail, hat aber weitreichende Folgen:

  • Kein SEPA-Empfang: Grosseltern, Tanten oder der Arbeitgeber beim Ferienjob koennen nicht direkt auf das Kinderkonto ueberweisen. Geld kommt nur per Revolut-Revtag, Payment-Link oder QR-Code an.
  • Geld gehoert dem Elternteil: Rechtlich ist das Guthaben auf dem Kinderkonto dein Geld, nicht das deines Kindes. Dein Kind hat keine eigenen Rechte aus dem Vertrag.
  • Elternkonto-Abhaengigkeit: Wird dein Revolut-Konto aus irgendeinem Grund gesperrt, ist das Kinderkonto ebenfalls betroffen.

Fuer juengere Kinder (7-12), die hauptsaechlich Taschengeld ausgeben, ist das kein Problem. Fuer Teenager ab 14-15, die vielleicht einen Nebenjob haben und Geld ueberwiesen bekommen muessen, wird die fehlende IBAN zum echten Hindernis. In dem Fall ist ein echtes Girokonto wie das DKB u18 die bessere Wahl.

Revolut selbst hat eine EZB-Vollbanklizenz (Litauen), ist in Deutschland BaFin-registriert und bietet Einlagensicherung bis 100.000 EUR ueber den litauischen Einlagensicherungsfonds.

Brauche ich selbst ein Konto bei Revolut?
Ja. Das Kinderkonto ist ein Sub-Account im Eltern-Revolut. Du brauchst mindestens den kostenlosen Standard-Tarif. Ohne eigenes Revolut-Konto gibt es kein Kinderkonto. Das ist ein Unterschied zu Bling, wo du kein Elternkonto beim gleichen Anbieter brauchst.

Was kostet das Revolut Kinderkonto?

Die gute Nachricht: Revolut Kids & Teens ist in jedem Tarif enthalten, auch im kostenlosen Standard. Es gibt keine Extra-Gebuehr fuer das Kinderkonto selbst. Die Frage ist eher, wie viele Kinder du brauchst und welche Features du willst.

Gebuehren Revolut Kinderkonto nach Tarif Revolut Kinderkonto: So funktioniert Revolut für unter 18-Jährige

Stand: März 2026
Standard (kostenlos) 0 EUR/Monat

1 Kind inklusive

Plus 3,99 EUR/Monat

2 Kinder inklusive

Premium 7,99 EUR/Monat

2 Kinder inklusive

Metal 13,99 EUR/Monat

5 Kinder inklusive

Ultra 50,00 EUR/Monat

5 Kinder inklusive

Alle Angaben ohne Gewähr. Preise können sich jederzeit ändern.

Fuer eine Familie mit einem Kind reicht der Standard-Tarif voellig. Du zahlst null Euro und bekommst trotzdem die Kinder-App, die Elternkontrolle und eine Debitkarte fuer dein Kind.

Wird es ab zwei Kindern teurer? Ja — dann brauchst du mindestens Plus fuer 3,99 EUR/Monat. Das sind 47,88 EUR im Jahr. Zum Vergleich: Bling kostet 2,99 EUR pro Kind pro Monat im Jahresabo — bei zwei Kindern also 71,76 EUR. Revolut ist hier guenstiger, setzt aber ein eigenes Konto voraus.

Der wichtige Unterschied zwischen den Tarifen: Fremdwaehrung. Im Standard-Tarif zahlst du ab 500 EUR Umsatz pro Monat 0,5 % Fremdwaehrungsgebuehr. Ab Premium gibt es keine Fremdwaehrungsgebuehr mehr. Fuer den Familienurlaub ausserhalb der Eurozone kann sich das Upgrade lohnen.

Features: App, Elternkontrolle, Limits

Die Kinder-App („Revolut — Teen Finance“ auf iOS, „Revolut — Kids & Teens“ auf Android) hat 4,8 von 5 Sternen im App Store. Jedes Kind braucht ein eigenes Smartphone.

Elternkontrolle: Hier ist Revolut gut aufgestellt. Du steuerst alles ueber deine Eltern-App:

  • Ausgabelimits (taeglich und monatlich einstellbar)
  • Karte sofort sperren und entsperren
  • Kategoriesperren: Online-Shopping, Gluecksspiel, Alkohol einzeln abschaltbar
  • Echtzeit-Push bei jeder Transaktion
  • Co-Elternteil hinzufuegen (ab Plus-Tarif)

Sparen: Revolut bietet ein Tagesgeldkonto fuer Kinder mit 2,00 % Zinsen p.a. — einheitlich in allen Tarifen, Zinsen werden taeglich gutgeschrieben. Dazu kommen Spartoeepfe („Spaces“) fuer individuelle Sparziele. Das ist mehr als N26 bietet (kein Tagesgeld fuer Kinder), aber weniger als Bling mit seinem paedagogischen Sparbaum-System.

Aufgaben („Earn“): Eltern koennen Aufgaben mit Geldbelohnung definieren — einmalig oder wiederkehrend. Kinder koennen sogar eigene Challenges anfragen. Ein nettes Feature, aber weniger ausgebaut als bei Bling.

Apple Pay / Google Pay: Google Pay funktioniert ohne Einschraenkung. Apple Pay ist erst ab 16 Jahren verfuegbar (Apple-Richtlinie). Fuer juengere Kinder geht es ueber Family Sharing, das ist aber umstaendlich.

Die Limits, die du kennen solltest:

Das Revolut Kinderkonto hat enge Limits, die im Alltag relevant werden:

  • Bargeld: Max. 120 EUR pro Tag, max. 3 Abhebungen taeglich, max. 6 pro Woche. Kostenlos im Standard-Tarif: 100 EUR/Monat, danach 2 % Gebuehr.
  • Kartenzahlungen: Max. 15 Zahlungen pro Tag, max. 1.200 EUR Tagesausgaben.
  • Einzahlungen: Max. 4.000 EUR pro Jahr.
  • Kontostand: Max. 3.000 EUR.

15 Kartenzahlungen pro Tag klingt nach viel — aber fuer einen Teenager, der morgens Broetchen holt, mittags in der Mensa zahlt, nachmittags was im Laden kauft und abends online bestellt, kann das an einem Shoppingtag eng werden.

Revolut Kinderkonto einrichten: So geht’s

Die Einrichtung dauert etwa 10 Minuten ueber die Revolut-App der Eltern:

Revolut Kinderkonto einrichten

10 Minuten 0 EUR
1

In der Revolut-App oeffnen

In deiner Revolut-App auf „Hub“ oder Profilbild tippen, dann „Kinder hinzufuegen“ waehlen.
2

Kind-Daten eingeben

Name und Geburtsdatum deines Kindes eingeben (7-17 Jahre).
3

Debitkarte bestellen

Karte kostenlos bestellen — du zahlst nur den Versand. Die virtuelle Karte ist sofort aktiv.
4

Kinder-App installieren

Kinder-App auf das Smartphone deines Kindes laden. Dein Kind meldet sich mit eigenen Zugangsdaten an.
5

Geld aufladen und Kontrolle einrichten

Geld direkt aus deinem Revolut-Guthaben aufladen, Ausgabelimits, Kategoriesperren und Benachrichtigungen einstellen.

Bis die physische Karte ankommt, kann dein Kind die virtuelle Karte sofort nutzen — fuer Online-Zahlungen oder Google Pay.

Was passiert mit 18? Dein Kind erhaelt in der App eine Aufforderung zur Migration auf ein eigenes Revolut-Konto. Guthaben und Spartoeepfe werden uebertragen, das Kind bekommt eine eigene IBAN. Migriert dein Kind nicht, geht das Guthaben zurueck an die Eltern.

Revolut vs. N26 vs. Bling: Kinderkonto im Vergleich

Drei beliebte Optionen — grundverschieden im Ansatz:

Revolut ist ein guter Kompromiss aus Kosten und Features. Du zahlst nichts (Standard), bekommst eine solide Kinder-App mit Elternkontrolle und 2 % Tagesgeld. Der grosse Haken: keine eigene IBAN.

N26 hat den wichtigen Vorteil: eine eigene IBAN. Oma kann direkt ueberweisen, der Arbeitgeber beim Nebenjob auch. Dafuer gibt es keine eigene Kinder-App (nur eine reduzierte Ansicht), kein Tagesgeld und 10 EUR Kartengebuehr einmalig.

Bling geht einen anderen Weg: kein Elternkonto noetig, dafuer Abo-Kosten ab 2,99 EUR/Monat. Die paedagogischen Features (Spartoepfe, Aufgaben, Sparbaum) sind staerker als bei Revolut. Auch Bling hat keine IBAN — aber das Aufladen per SEPA vom eigenen Bankkonto funktioniert unkompliziert.




Wenn dein Kind Geld von Dritten empfangen muss (Nebenjob, Grosseltern per Ueberweisung), fuehrt kein Weg an einem Konto mit eigener IBAN vorbei. Dann schau dir das DKB u18 an — komplett kostenlos, echtes Girokonto, weltweit gebuehrenfrei abheben.

Wer vor allem eine App-basierte Loesung fuer Taschengeld und Elternkontrolle sucht, ist bei Revolut (kostenlos) oder Bling (mehr Features) gut aufgehoben. Mehr dazu in unserem Vergleich der Kinderkonten mit App. Welches Konto sich fuer Reisen eignet, klaeren wir unter Kinderkonto im Ausland.

Haeufige Fragen zum Revolut Kinderkonto

Revolut Kids & Teens ist im kostenlosen Standard-Tarif enthalten — fuer ein Kind. Du zahlst also 0 EUR. Ab zwei Kindern brauchst du mindestens Plus (3,99 EUR/Monat). Features wie keine Fremdwaehrungsgebuehr gibt es erst ab Premium (7,99 EUR/Monat).

Nein. Das Revolut Kinderkonto hat keine eigene IBAN. Dein Kind kann kein Geld per SEPA-Ueberweisung empfangen. Geld kommt nur ueber Revolut-Revtag, Payment-Link oder QR-Code an. Fuer Teenager mit Nebenjob ist das ein echtes Problem — dann besser ein Konto mit eigener IBAN wie das DKB u18 oder N26 Kinderkonto waehlen.

Im Standard-Tarif sind 100 EUR pro Monat kostenlos, danach fallen 2 % Gebuehr an. Ab Plus/Premium sind es 150 EUR, ab Metal/Ultra 200 EUR. Taeglich maximal 120 EUR, maximal 3 Abhebungen pro Tag und 6 pro Woche. Aeltere Tests nennen niedrigere Limits (40 EUR/Monat) — die wurden inzwischen erhoeht.

Kommt auf deinen Tarif an. Im Standard-Tarif sind Fremdwaehrungszahlungen bis 500 EUR pro Monat kostenlos, danach 0,5 %. Ab Premium gibt es keine Fremdwaehrungsgebuehr. In der Eurozone fallen in keinem Tarif Gebuehren an. Fuer den Familienurlaub ausserhalb der Eurozone lohnt sich der Blick auf den Premium-Tarif.

Dein Kind erhaelt in der App eine Aufforderung zur Migration auf ein eigenes Revolut-Konto. Guthaben und Spartoeepfe werden uebertragen, es gibt eine neue eigene IBAN. Die alten Kinderkonto-Karten werden deaktiviert. Migriert dein Kind nicht, geht das restliche Guthaben an dich zurueck.

Revolut hat die bessere Kinder-App (eigene App mit Spartoeepfen und Aufgaben), 2 % Tagesgeld und keine Kartengebuehr. N26 hat die eigene IBAN — dein Kind kann also Geld ueberwiesen bekommen (Grosseltern, Nebenjob). N26 hat keine eigene Kinder-App, dafuer starke automatische Kategoriesperren. Die entscheidende Frage: Braucht dein Kind eine eigene IBAN? Dann N26. Wenn nicht, bietet Revolut mehr Features.

Den vollstaendigen Kinderkonto Vergleich findest du in unserem Kinderkonto Vergleich 2026.

Alles zu Revolut als Neobank findest du in unserem Revolut Test.

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