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Zwei Wochen Spanien mit der Familie, und dann frisst die Kinderkarte bei jeder Zahlung Gebühren? Oder dein Teenager geht für drei Monate zum Schüleraustausch nach England und du fragst dich, wie er dort am besten an Geld kommt? Die Unterschiede zwischen den Kinderkonten sind im Ausland riesig: zwischen null Euro und über sieben Euro pro Kind bei nur zwei Wochen Urlaub.
Das Wichtigste in Kürze
- DKB u18 ist die einzige Kinderkarte mit 0% Fremdwährungsgebühr auf alles (Kartenzahlung und Bargeld). Der Aktivkundenstatus gilt automatisch, ohne Mindestgeldeingang.
- Revolut Junior ist die zweitgünstigste Option, hat aber Limits: Ab 1.000 EUR/Monat Kartenumsatz in Fremdwährung fällt 1% an. Am Wochenende kommt nochmal 1% Aufschlag dazu.
- Die Girocard funktioniert im Ausland nicht mehr. Seit der Maestro-Einstellung brauchst du eine Visa- oder Mastercard-Debitkarte.
Ehrliche Nachteile:
- Apple Pay und Google Pay gehen auch im Ausland, allerdings erst ab 16. Für jüngere Kinder bleibt die physische Karte mit kontaktloser Zahlung (NFC).
- Für den Schüleraustausch: Immer zwei Karten mitnehmen. Eine kann gesperrt werden, verloren gehen oder am Automaten eingezogen werden.
Perfekt für dich, wenn dein Kind im Urlaub oder beim Schüleraustausch möglichst gebührenfrei bezahlen und Bargeld abheben soll.
Nicht ideal, wenn du nur innerhalb Deutschlands ein Kinderkonto brauchst — dann spielt die Auslandsgebühr keine Rolle.
Unser Urteil in einem Satz: Die DKB u18 ist für Auslandsnutzung mit Abstand die beste Kinderkarte, Revolut Junior ist eine gute Alternative mit kleinen Einschränkungen.
Warum du eine auslandstaugliche Kinderkarte brauchst
Stell dir vor: Dein Kind kauft sich im Spanien-Urlaub ein Eis für 3 EUR. Bei der DKB kostet das 3 EUR. Bei der ING werden daraus 3,07 EUR. Klingt nach Kleinkram, aber bei zwei Wochen Urlaub mit Kartenzahlungen, Bargeldabhebungen und zwei Kindern läppern sich die Gebühren schnell auf 10 bis 15 EUR.
Das Problem ist die Fremdwährungsgebühr. Sobald du außerhalb der Eurozone bezahlst (also in Türkei, Großbritannien, Schweden, USA), berechnen viele Banken einen prozentualen Aufschlag auf jede Transaktion. Manche Anbieter berechnen sogar beim Bargeldabheben im Euro-Ausland extra.
Die Girocard kannst du im Ausland komplett vergessen. Seit Mastercard die Maestro-Funktion 2023 eingestellt hat, funktioniert sie außerhalb Deutschlands praktisch nirgends. Dein Kind braucht eine Visa- oder Mastercard-Debitkarte.
Noch ein Punkt, der oft vergessen wird: Debitkarten werden bei Mietwagen und Hotelkautionen im Ausland teils nicht akzeptiert. Für den Familienurlaub ist das eher ein Eltern-Problem. Aber wenn dein Teenager beim Schüleraustausch mit der Gastfamilie verreist und eine Kaution hinterlegen muss, kann das zum Problem werden.
Kinderkonten ohne Auslandsgebühren im Vergleich
Die Unterschiede sind groß. Hier die Fremdwährungsgebühren aller Anbieter auf einen Blick:
Auslandsgebühren im Vergleich Kinderkonto im Ausland: Die beste Karte für Urlaub und Schüleraustausch
Stand: April 2026
Aktivkunde automatisch, kein Mindestgeldeingang
Bargeld: 100 EUR/Monat frei, danach 2%. Wochenend-Aufschlag 1%
Im Standard-Modell der Eltern
Nur 3 Bargeldabhebungen/Monat frei, danach 4,90 EUR
Gut im Inland, teuer im Ausland
Teuerste Option unter den bekannten Anbietern
Alle Angaben ohne Gewähr. Preise können sich jederzeit ändern.
Was heißt das konkret? Hier ein Rechenbeispiel für zwei Wochen Türkei pro Kind:
Kostenbeispiel: 2 Wochen Türkei
Familie
0 bis 7,70 EUR
Gesamt
Die DKB u18 spart im Urlaub am meisten. Bei zwei Kindern verdoppeln sich die Gebühren der anderen Anbieter.
Basis: 200 EUR Kartenzahlung und 150 EUR Bargeldabhebung in Fremdwährung.
Die DKB schneidet fürs Ausland am besten ab. Der Clou: Beim u18-Konto gilt der Aktivkundenstatus automatisch und bedingungslos. Kein Mindestgeldeingang nötig, anders als beim Erwachsenenkonto. Revolut Junior ist die zweitgünstigste Option, hat aber Limits und den Wochenend-Aufschlag. Wer einen Plus- oder Metal-Elternplan hat, bekommt höhere Freigrenzen.
Bargeld abheben im Ausland: Was kostet das?
Bargeld brauchst du im Ausland immer noch: für Strandverkäufer, kleine Cafes oder Märkte. Genau hier lauern aber die höchsten Gebühren.
Grundregel: Die Fremdwährungsgebühr deiner Bank ist nur die halbe Wahrheit. Viele Geldautomaten im Ausland berechnen eine eigene Betreibergebühr („ATM fee“). Die kann zwischen 2 und 5 EUR liegen — und die zahlt dein Kind zusätzlich, egal welche Karte es hat. Selbst die DKB kann diese Gebühr nicht erstatten.
Achtung: DCC vermeiden
„Dynamic Currency Conversion“ ist eine Falle. Der Automat fragt: „In Euro oder Landeswährung abrechnen?“ Immer Landeswährung wählen. Bei der Euro-Option rechnet der Automatenbetreiber mit einem schlechten Kurs um, das kostet schnell 3 bis 5% extra. Das gilt auch bei Kartenzahlung im Laden, wenn das Terminal fragt.
Bei Revolut Junior gibt es ein Tageslimit: Maximal 120 EUR und maximal 3 Abhebungen pro Tag. Für den normalen Urlaub reicht das, beim Schüleraustausch kann es aber knapp werden.
Im Euro-Ausland (Spanien, Italien, Frankreich, Griechenland) sieht es besser aus: DKB, N26, ING und Revolut berechnen keine Gebühren beim Abheben. Bei Comdirect sind nur drei Abhebungen pro Monat frei.
Ein praktischer Hinweis: Hebe lieber seltener größere Beträge ab als häufig kleine. So sparst du dir mehrfache ATM-Gebühren. 100 EUR auf einmal statt dreimal 30 EUR — das kann im Urlaub 4 bis 10 EUR Unterschied machen.
Kinderkarte für den Schüleraustausch
Ein Schüleraustausch ist eine andere Hausnummer als zwei Wochen Urlaub. Dein Kind ist wochen- oder monatelang im Ausland, braucht regelmäßig Bargeld und bezahlt täglich mit Karte. Da summieren sich selbst kleine Gebühren.
Empfehlung Nummer 1: DKB u18. 0% auf alles, weltweit, ohne Limit. Für einen dreimonatigen Austausch in England mit 300 EUR monatlichen Ausgaben sparst du gegenüber der ING über 19 EUR. Das klingt wenig, aber es ist Geld, das dein Kind stattdessen für Fish and Chips ausgeben kann.
Empfehlung Nummer 2: Revolut Junior mit Premium-Elternplan. Wer ohnehin Revolut nutzt, bekommt mit dem Plus-Plan (3,99 EUR/Monat) ein höheres Wechsel- und Bargeldfreibetrag. Die Tageslimits (120 EUR, 3 Abhebungen) bleiben allerdings auch beim Premium-Plan bestehen.
Wichtig: Nimm immer zwei Karten mit. Eine Karte kann verloren gehen, gestohlen werden oder vom Automaten eingezogen werden. Ideal: DKB als Hauptkarte und eine zweite Karte (N26 oder Revolut) als Backup. So ist dein Kind nie ohne Zugang zu Geld.
Rechne mit 250 bis 350 EUR Taschengeld pro Monat, je nach Land. England und Skandinavien sind teurer, Spanien und Frankreich etwas günstiger.
Apple Pay und Google Pay funktionieren auch im Ausland, allerdings nur ab 16. Wenn dein Kind jünger ist, bleibt die physische Karte. Kontaktloses Bezahlen per NFC klappt damit trotzdem, nur halt nicht über das Smartphone.
Denk auch an die Eltern-App: Mit DKB, Revolut und N26 siehst du in Echtzeit, was dein Kind ausgibt, auch aus der Ferne. Bei einem längeren Austausch gibt dir das deutlich mehr Sicherheit als eine monatliche Kontostandsabfrage. Du kannst bei Bedarf sofort das Limit anpassen oder die Karte vorübergehend sperren. Mehr dazu in unserem Artikel Kinderkonto mit App.
Häufige Fragen
Die DKB u18 ist die einzige Kinderkarte mit 0% Fremdwährungsgebühr, sowohl bei Kartenzahlung als auch beim Bargeldabheben, weltweit. Der Aktivkundenstatus gilt beim u18-Konto automatisch ohne Mindestgeldeingang. Revolut Junior ist mit dem Standard-Elternplan die zweitgünstigste Option, hat aber monatliche Freigrenzen.
Mit der DKB u18 ja, weltweit und ohne Limit. Die Bank erstattet allerdings keine Betreibergebühren, die manche ausländische Automaten zusätzlich berechnen. Bei Revolut Junior sind im Standard-Plan 100 EUR pro Monat frei, danach fallen 2% an.
Ja, Apple Pay funktioniert auch im Ausland, allerdings erst ab 16 Jahren. Das ist eine Apple-Vorgabe für Deutschland, keine Entscheidung der Bank. Für jüngere Kinder bleibt die physische Karte. Die gute Nachricht: Kontaktloses Bezahlen per NFC klappt auch ohne Smartphone.
DCC steht für Dynamic Currency Conversion. Der Geldautomat oder das Kartenterminal bietet dir an, in Euro statt in der Landeswährung abzurechnen. Das klingt bequem, kostet aber 3 bis 5% extra durch einen schlechten Wechselkurs. Wähle immer „Landeswährung“, dann rechnet deine Bank zum fairen Kurs um.
Die DKB u18 ist die günstigste Wahl: keine Gebühren, kein Limit, weltweit. Als Backup empfiehlt sich eine zweite Karte von N26 oder Revolut. Rechne mit 250 bis 350 EUR Taschengeld pro Monat je nach Land. Wichtig: Immer zwei Karten mitnehmen, falls eine verloren geht oder gesperrt wird.
Quellen
- DKB u18 Konditionen
- Revolut Junior Konditionen
- N26 Kinderkonto
- Apple Pay Voraussetzungen (Apple Support)
Den vollständigen Kinderkonto Vergleich mit allen Anbietern findest du in unserem Kinderkonto Vergleich 2026. Wenn du dich für einzelne Anbieter interessierst, schau dir unseren Bling Card Test oder den Revolut Kinderkonto Erfahrungsbericht an.
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