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Student hält Sparkassen-Gebührenbrief mit 4,90 Euro Monatsgebühr in der linken und die matte schwarze Trade Republic Classic Card in der rechten Hand
Lesererfahrung

Als Student 5 Euro im Monat für die Sparkasse zahlen? Nicht mit mir – mein Wechsel zu Trade Republic

· Tobias Rehermann · 8 Min. Lesezeit

Hinweis: Eingesandter Erfahrungsbericht

Diesen Erfahrungsbericht haben wir von einem Leser zugesandt bekommen. Er spiegelt nicht zwingend unsere redaktionelle Meinung wider. Wir übernehmen keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben. Die geschilderten Erlebnisse sind persönlicher Natur und nicht ohne Weiteres auf andere übertragbar.

Student hält Sparkassen-Gebührenbrief mit 4,90 Euro Monatsgebühr in der linken und die matte schwarze Trade Republic Classic Card in der rechten Hand

Das Wichtigste in Kürze

  • Als Student plötzlich 4,90 Euro im Monat für die Sparkasse zahlen, obwohl sich am Konto nichts geändert hat
  • Die Sparkasse verlangt für ein Depot mindestens 500 Euro pro Order. Mit 50 Euro im Monat geht da gar nichts
  • Bei Trade Republic kostet das Girokonto mit Depot nichts, und ETF-Sparpläne gehen ab 1 Euro los

4,90 Euro im Monat, weil ich 22 geworden bin

Der Brief lag zwischen zwei Pizza-Flyern und einer Stromrechnung. Ich hab ihn fast in den Papiermüll geworfen. „Änderung Ihrer Kontokonditionen“ stand drauf, und darunter in kleiner Schrift: Ab dem nächsten Monat kostet mein Sparkassen-Girokonto 4,90 Euro pro Monat. Einfach so.

Ich bin seit meinem 16. Geburtstag Kunde bei der Sparkasse Rhein-Neckar. Damals hatte mein Vater das Konto mit mir eröffnet, für den Nebenjob im Supermarkt. Sechs Jahre lang war das Konto kostenlos. Dann wurde ich 22, und plötzlich galt ich nicht mehr als junger Kunde. Kein Anruf, keine Erklärung, nur dieser Brief.

Klar, 4,90 Euro klingen erstmal nicht nach viel. Aber als BWL-Student rechne ich halt mit. Das sind 58,80 Euro im Jahr. In vier Semestern bis zum Bachelor-Abschluss: fast 120 Euro. Für ein Konto, auf dem selten mehr als 800 Euro liegen. Von meinem BAföG und dem Werkstudenten-Gehalt zusammen kommen vielleicht 1.100 Euro im Monat rein. Da tun 5 Euro weh.

58,80 €

Kontogebühren pro Jahr bei der Sparkasse

Quelle: Kontoauszug Niklas

500 Euro Mindestorder? Im Ernst?

Was mich wirklich geärgert hat, war nicht nur das Girokonto. Im dritten Semester hatte ich angefangen, mich mit Geldanlage zu beschäftigen. Vorlesung Finanzwirtschaft, dazu ein paar YouTube-Videos von Finanzfluss. Ich wollte anfangen, monatlich 50 Euro in einen MSCI World ETF zu stecken. Klein anfangen, aber anfangen.

Also bin ich in die Sparkassen-Filiale in der Mannheimer Innenstadt, hab mich hingesetzt und gefragt, wie das mit dem Depot läuft. Der Berater hat mir das Sparkassen-Depot erklärt. Depotgebühren von rund 30 Euro im Jahr. Und dann der Punkt, an dem ich innerlich abgeschaltet habe: Die Mindestorder liegt bei 500 Euro. Pro Kauf. Dazu kommen Ordergebühren, irgendwas um 2,5 Prozent. Mit meinen 50 Euro im Monat hätte ich zehn Monate sparen müssen, um eine einzige Order aufzugeben. Das ergibt für einen Studenten null Sinn.

Am selben Abend hab ich mit meinem Kumpel Timo in der Mensa darüber geredet. Timo studiert Informatik und hat seit einem Jahr Trade Republic. Er hat mir seine App gezeigt: acht Sparpläne laufen bei ihm, der kleinste mit 5 Euro. Keine Gebühren, nirgends. Girokonto, Depot, Karte — alles kostenlos. Ich hab erstmal nur blöd geguckt.

Der Wechsel zu Trade Republic: 10 Minuten in der App

Noch am gleichen Abend habe ich mir die Trade Republic App runtergeladen. Girokonto plus Depot, alles in einer Anmeldung. Ich musste meinen Personalausweis vor die Handy-Kamera halten, ein paar Fragen beantworten, fertig. Die Identifikation lief per VideoIdent, das hat vielleicht fünf Minuten gedauert.

Zwei Tage später war alles freigeschaltet. Ich hab direkt meinen ersten ETF-Sparplan angelegt: 50 Euro pro Monat in einen MSCI World ETF. Gebühren dafür? Null. Bei Trade Republic kosten Sparpläne nichts, egal welcher ETF. Und man kann schon ab 1 Euro anfangen, was ich am Anfang fast nicht geglaubt habe.

Die Visa-Debitkarte kam auch ohne Aufpreis. Kontoführung kostet nichts, und zwar nicht nur bis 31 wie bei manchen anderen, sondern generell. Bargeld hebe ich mit der Visa ab, zweimal im Monat kostenlos, solange es mindestens 100 Euro sind. In der Uni-Mensa zahle ich eh mit dem Handy, also reicht das.

Den Kontowechsel habe ich über den Kontowechselservice gemacht. Das hat die meisten Daueraufträge und Lastschriften automatisch umgezogen. Nur den BAföG-Bescheid musste ich manuell beim BAföG-Amt ändern lassen, das war etwas nervig. Insgesamt hat der komplette Wechsel ungefähr zwei Wochen gedauert, bis alles lief.

0 €

Monatliche Kontogebühren bei Trade Republic

Quelle: Trade Republic Konditionen, Stand März 2026

6 Monate später: Was wirklich gut läuft und was nervt

Seit einem halben Jahr bin ich jetzt bei Trade Republic, und ich will ehrlich sein: Es ist nicht alles perfekt. Aber es ist deutlich besser als vorher.

Inzwischen laufen bei mir acht Sparpläne. 50 Euro in den MSCI World, 25 Euro in Emerging Markets, und ein paar kleinere in Themen-ETFs. Bei der Sparkasse hätte ich für eine einzige Order monatelang sparen müssen. Hier klicke ich kurz in der App, fertig, nächster Sparplan läuft. Die App macht auch sonst Spaß — die ist wirklich flott, nicht so träge wie das Online-Banking der Sparkasse. Portfolio, Girokonto, Überweisungen, alles an einem Ort.

Was mich überrascht hat: Einzelne Aktien kosten nur 1 Euro pro Trade. Ich hab mir im Januar spontan eine Aktie gekauft, einfach so zum Ausprobieren. Bei der Sparkasse hätte ich dafür zweistellig gezahlt.

Und dann das Tagesgeld. 2,50 Prozent auf bis zu 50.000 Euro, einfach so im Konto dabei. Mein Notgroschen von 500 Euro liegt da jetzt drauf. Ist nicht viel, aber besser als die 0,01 Prozent auf dem Sparkassen-Sparbuch.

Jetzt das, was nervt. Die Sparkasse hatte fünf Automaten in Mannheim, an denen ich kostenlos Geld abheben konnte. Bei Trade Republic geht das nur zweimal im Monat kostenlos, und erst ab 100 Euro. Weniger? 1 Euro Gebühr. Am Anfang hat mich das ein paarmal erwischt, weil ich gewohnt war, mal eben 30 Euro zu ziehen. Inzwischen hebe ich seltener ab und dann gleich mehr.

Und: Alles läuft übers Handy. Kein Desktop-Banking, keine Filiale, kein Telefon-Support. Überweisungen mache ich auf dem Sofa in der App. Für mich passt das. Aber mein Vater, der seine Überweisungen am PC macht, fände das furchtbar. Ein Gemeinschaftskonto gibt es auch nicht.


Vorteile

  • Girokonto kostet nichts, kein Mindestgeldeingang, keine Altersbegrenzung
  • Alle ETF-Sparpläne ohne Gebühren, schon ab 1 Euro
  • Einzeltrades für nur 1 Euro, auch spontane Aktienkäufe gehen ins Budget
  • Die App macht Spaß und ist schneller als jedes Online-Banking, das ich kenne
  • 2,50 % Tagesgeld auf bis zu 50.000 Euro, ohne Extra-Konto

Nachteile

  • Bargeld nur 2x im Monat kostenlos und erst ab 100 Euro, sonst 1 Euro Gebühr
  • Kein Filial-Support, alles läuft über die App
  • Gemeinschaftskonto oder Unterkonto nicht möglich
  • Überweisungen nur per App, kein Desktop-Banking

Unterm Strich spare ich 58,80 Euro Kontogebühren und nochmal 30 Euro Depotgebühren im Jahr. Knapp 90 Euro, die jetzt in ETFs gehen statt an die Sparkasse.

Was ich jedem Studenten rate, der noch Kontogebühren zahlt

Falls du gerade in einer ähnlichen Situation steckst, hier meine Tipps:

Bankwechsel als Student: So geht's

30 Minuten
1

Rechne deine echten Bankkosten aus

Nimm dir deinen Kontoauszug vom letzten Jahr. Kontogebühren, Kartengebühren, Depotkosten, Ordergebühren. Bei mir waren es über 90 Euro pro Jahr, ohne dass ich viel gemacht habe.
2

Vergleiche 2-3 Alternativen

Schau dir neben Trade Republic auch andere Anbieter an. Je nachdem, ob du nur ein Girokonto brauchst oder auch ein Depot willst, passen unterschiedliche Banken. Unser Neobank-Vergleich hilft bei der Orientierung.
3

Nutz den Kontowechselservice

Die meisten Banken bieten einen automatischen Kontowechselservice an. Der zieht Daueraufträge und Lastschriften um. BAföG, Stipendium oder Werkstudenten-Gehalt musst du meistens manuell umstellen.
4

Kündige das alte Konto erst nach 2-3 Monaten

Lass das Sparkassen-Konto noch ein paar Monate parallel laufen. Es tauchen immer noch vergessene Lastschriften auf. Ich hatte nach sechs Wochen noch eine Abbuchung vom Fitnessstudio auf dem alten Konto.

Noch eine Sache: Die 50 Euro im Monat, die jetzt in ETFs gehen, bringen in zehn Jahren mehr als das Sparkassen-Sparbuch je gebracht hätte. Zinseszins halt. Je früher man anfängt, desto besser. Und ob 1 Euro oder 50 — Hauptsache, man fängt an.

Fazit: Die 3 wichtigsten Erkenntnisse

  • Als Student lohnt sich der Bankwechsel fast immer: kostenlose Konten gibt es genug, und bei der Sparkasse zahlt man ab einem bestimmten Alter drauf
  • Wer mit kleinen Beträgen ETFs besparen will, braucht eine Bank ohne Einstiegshürden. Bei Trade Republic geht das ab 1 Euro, ohne Sparplan-Gebühren
  • Der Wechsel dauert mit Kontowechselservice zwei bis drei Wochen, das alte Konto sollte man aber noch etwas parallel laufen lassen

* Niklas hat uns seinen Erfahrungsbericht zugesandt und uns erlaubt, ihn zu veröffentlichen, unter der Bedingung, dass er anonym bleibt. Name und einige persönliche Details wurden geändert.

Trade Republic Konto eröffnen

Quellen

  1. Trade Republic: Girokonto und Depot — traderepublic.com
  2. Finanztip: Trade Republic im Test (2026) — finanztip.de
  3. Sparkasse: Girokonto Konditionen — sparkasse.de

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Zu Trade Republic

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