Inhaltsverzeichnis
Das Wichtigste in Kürze
- Bis zu 25 Unterkonten mit eigener IBAN – perfekt, um Finanzen granular zu organisieren, ohne ein zweites Konto zu eröffnen
- Multi-Currency-Banking in 22 Währungen mit Wise-Integration: Auslandsüberweisungen zum Interbanken-Kurs direkt aus der App
- Nachhaltigkeit mit Substanz: Im Elite-Tarif wird pro 100 EUR Umsatz ein Baum gepflanzt, CO2-Tracker zeigt den ökologischen Fußabdruck deiner Ausgaben
Ehrliche Nachteile:
- Free-Tarif stark eingeschränkt – bunq Free (0 EUR) bietet nur eine virtuelle Karte und 3 Unterkonten, der erste vollwertige Tarif Core kostet 3,99 EUR/Monat
- Support fast ausschließlich über AI-Chatbot: Bei Kontosperrungen (die laut Community regelmäßig vorkommen) fehlt ein menschlicher Ansprechpartner
Perfekt für dich, wenn du viel reist, in mehreren Währungen denkst und eine App willst, die Banking, Sparen, Investieren und Nachhaltigkeit unter einem Dach vereint.
Nicht ideal, wenn du ein kostenloses Girokonto als Hauptkonto suchst, regelmäßig Bargeld abhebst oder auf deutschen Telefon-Support angewiesen bist.
Unser Urteil in einem Satz: bunq ist die funktionsreichste Neobank Europas – aber diesen Funktionsumfang lässt sich die niederländische Bank auch bezahlen, und beim Support gibt es ernste Schwächen.
bunq Kosten und Gebühren
bunq bietet seit 2025 mit bunq Free einen kostenlosen Einstiegstarif mit virtueller Karte, 3 Unterkonten und Sparkonto. Aber: Free ist stark eingeschränkt – keine physische Karte, kein ZeroFX, nur 2 Bargeldabhebungen (je 2,99 EUR). Wer bunq ernsthaft nutzen will, braucht mindestens den Core-Tarif für 3,99 EUR pro Monat – und das in einem Markt, in dem N26 Standard, Revolut Standard und die DKB ein vollwertiges Girokonto für 0 EUR anbieten.
Dazu kommt: bunq hat die Preise zuletzt im Januar 2026 erhöht. Easy Bank wurde um 1 EUR teurer, Easy Money ebenfalls, Easy Green stieg von 17,99 auf 18,99 EUR. Bestandskunden bekamen eine Frist bis April, Neukunden zahlen sofort die neuen Preise. Das Muster ist klar – jedes Jahr wird es etwas teurer.
bunq Gebührenübersicht 2026 bunq
Stand: März 2026
Virtuelle Karte, 3 Unterkonten, NL-IBAN, keine physische Karte
Einstiegstarif, 5 Unterkonten, 1 physische Mastercard
25 Unterkonten, 3 physische + 25 virtuelle Karten, 6 kostenlose Abhebungen
Alles aus Pro plus Reiseversicherung, Metall-Karte
1 Karte inkl. bei Core/Pro/Elite; bei Free 9,99 EUR/Jahr optional
Erste Ersatzkarte bei Pro 1x/Jahr kostenlos
Max. 2/Monat, nur NFC-fähige ATMs
Erste 5/Monat je 0,99 EUR, danach 2,99 EUR
6 Abhebungen/Monat kostenlos
Standard und Echtzeit kostenlos
Interbanken-Kurs, Gebühr variiert nach Währung
ZeroFX bis 1.000 EUR/Monat
Aufschlag bei Beträgen über 1.000 EUR
Alle Angaben ohne Gewähr. Preise können sich jederzeit ändern.
Was kostet bunq wirklich? 3 Szenarien
Sparfuchs mit Basis-Nutzung
student
5,97 EUR/Monat
Gesamt
Vielreisender mit Pro-Tarif
reisender
ca. 16,99 EUR/Monat
Gesamt
Premium-Nutzer mit Elite-Tarif
freelancer
ca. 29,99 EUR/Monat
Gesamt
Achtung: Versteckte Kosten
- Bargeld im Core-Tarif: Jede Abhebung kostet 0,99 EUR (erste 5/Monat), danach 2,99 EUR. Wer 4x pro Monat abhebt, zahlt fast 4 EUR extra – on top der 3,99 EUR Kontoführung.
- FX-Aufschlag ab 1.000 EUR: Im Core-Tarif gilt ZeroFX nur bis 1.000 EUR. Darüber zahlst du 0,5% Aufschlag. Wer im Urlaub ein Hotel für 1.500 EUR mit Karte zahlt, verliert 2,50 EUR.
- Ersatzkarten: 9,99 EUR pro Karte. Nur im Pro-Tarif ist eine Ersatzkarte pro Jahr kostenlos.
- Preiserhöhungen: bunq hat die Preise 2024, 2025 und 2026 jeweils erhöht. Es gibt keinen Bestandsschutz – nach einer kurzen Übergangsfrist zahlen alle den neuen Preis.
- ATM-Betreibergebühren: Unabhängig vom bunq-Tarif können Geldautomaten-Betreiber im Ausland eigene Gebühren erheben, die bunq nicht erstattet.
bunq Kontomodelle im Vergleich
bunq hat seine Tarifstruktur 2025 umbenannt: Aus Easy Bank wurde Core, aus Easy Money wurde Pro, aus Easy Green wurde Elite. Neu hinzugekommen ist der kostenlose Free-Tarif als Einstieg. Die alten Namen tauchen teilweise noch in der App und auf externen Seiten auf – typisch bunq: innovativ beim Produkt, chaotisch bei der Kommunikation.
Für die meisten Nutzer ist der Pro-Tarif die vernünftigste Wahl: 25 Unterkonten, ZeroFX ohne Limit und 6 kostenlose Bargeldabhebungen rechtfertigen den Aufpreis gegenüber Core. Den Elite-Tarif brauchst du nur, wenn dir die Reiseversicherung (die allein ca. 10 EUR/Monat wert ist) und das Nachhaltigkeits-Paket wichtig sind.
Kernfeatures und Funktionen
1. Bis zu 25 Unterkonten mit eigener IBAN
Das ist bunqs Killer-Feature, das kein anderer Anbieter in dieser Form bietet. Jedes Unterkonto bekommt eine eigene IBAN – du kannst also dein Gehalt auf Konto A empfangen, Miete automatisch auf Konto B überweisen lassen und Urlaub auf Konto C ansparen, jeweils mit eigenem IBAN. Revolut bietet zwar „Vaults“, aber ohne eigene IBAN. N26 hat „Spaces“, die ebenfalls nur interne Töpfe sind. Bei bunq ist jedes Unterkonto ein vollwertiges Bankkonto.
2. Multi-Currency-Banking in 22 Währungen
Du kannst Konten in USD, GBP, CHF, SEK und 18 weiteren Währungen eröffnen – jeweils mit lokaler IBAN. Das bedeutet: Du empfängst USD-Zahlungen auf dein USD-Konto ohne Umrechnungsgebühr. Für Freelancer mit internationalen Kunden oder Digital Nomads ist das ein echtes Differenzierungsmerkmal. Die Integration mit Wise sorgt dafür, dass Überweisungen zwischen Währungen zum Interbanken-Kurs laufen. 9 von 10 bunq-Nutzern, die international Geld senden, nutzen laut bunq die Wise-Integration.
3. ZeroFX: Kartenzahlungen ohne Wechselkursaufschlag
Im Pro- und Elite-Tarif zahlst du bei Kartenzahlungen im Ausland keinen FX-Aufschlag – bunq rechnet zum Mastercard-Wechselkurs ab. Im Core-Tarif gilt das nur bis 1.000 EUR pro Zahlung, darüber kommt 0,5% Aufschlag. Im Vergleich: Revolut bietet im kostenlosen Tarif ebenfalls FX-frei bis 1.000 EUR/Monat. Der Unterschied: Bei bunq zahlst du mindestens 3,99 EUR/Monat dafür.
4. Sparen mit Zinsen (MassInterest)
bunq zahlt auf Sparkonten aktuell bis zu 2,01% p.a. auf EUR-Einlagen (ab 10.000 EUR Sparvolumen) und bis zu 3,01% auf USD/GBP-Sparkonten. Die Zinsen werden wöchentlich ausgezahlt – das ist ein psychologischer Vorteil gegenüber Banken, die quartalsweise zahlen. Aber: Die 2,01% gelten nur als Bonus-Satz. Der Basis-Zinssatz liegt deutlich darunter. Und auf Fremdwährungs-Sparkonten trägst du zusätzlich das Wechselkursrisiko.
5. Aktien und ETFs handeln
Seit Mai 2025 kannst du in Deutschland direkt über die bunq-App in Aktien und ETFs investieren – ab 10 EUR dank Fractional Shares. Im Elite-Tarif erhältst du 50% Rabatt auf die Handelsgebühren. Das klingt praktisch, ist aber eher ein Einstiegs-Feature. Für ernsthafte Anleger bieten Trade Republic oder Scalable Capital mehr Auswahl, niedrigere Gebühren und professionellere Tools. bunq-Stocks ist ein netter Bonus, kein Grund, die Bank zu wechseln.
6. Nachhaltigkeit: Bäume pflanzen und CO2-Tracker
Im Elite-Tarif pflanzt bunq für je 100 EUR Kartenumsatz einen Baum in Madagaskar oder Kenia. Über 8,5 Millionen Bäume wurden so bereits gepflanzt. Dazu zeigt der CO2-Tracker den geschätzten CO2-Fußabdruck deiner Ausgaben. Das ist mehr als ein Marketing-Gag – bunq nutzt hierfür den Partner veritree, der die Pflanzungen verifiziert. Allerdings: Die Bäume gibt es nur im teuersten Tarif. Und ob eine monatliche Gebühr von 18,99 EUR plus Konsumausgaben wirklich der effizienteste Weg zu Nachhaltigkeit ist, darf man hinterfragen.
7. Auto-Savings und Budgetierung
bunq bietet mehrere automatische Spar-Features: Aufrunden von Kartenzahlungen (die Differenz geht aufs Sparkonto), automatische Verteilung des Gehalts auf verschiedene Unterkonten und ein Budgetierungs-Tool, das dir zeigt, wie viel du pro Kategorie ausgibst. In Kombination mit den 25 Unterkonten ist das Envelope-Budgeting-System von bunq eines der besten am Markt.
8. Krypto kaufen und verkaufen
bunq hat Krypto-Handel integriert – du kannst Bitcoin, Ethereum und weitere Coins direkt in der App kaufen. Dazu gibt es Preisalarme und ein Auto-Round-Up-Feature, das Wechselgeld in Krypto investiert. Wie beim Aktienhandel gilt: Für Gelegenheits-Käufe reicht es, für aktives Trading fehlen die Tools und die Gebühren sind nicht konkurrenzfähig.
Für wen ist bunq geeignet?
Drei typische bunq-Nutzer
Die digitale Nomadin, die keine Lust auf FX-Aufschläge hat: Lisa, 32, Freelance-Designerin. Lebt mal in Lissabon, mal in Bangkok. Sie nutzt bunq Pro (9,99 EUR/Monat) mit separaten Unterkonten für EUR, USD und THB. Durch ZeroFX spart sie im Vergleich zu ihrer alten Sparkasse etwa 200 EUR pro Jahr an Wechselkursgebühren. Die Wise-Integration nutzt sie für Kundenzahlungen aus den USA.
Der Umweltbewusste, der Banking mit Sinn will: Tobias, 28, Softwareentwickler. Hat bunq Elite (18,99 EUR/Monat) und pflanzt durch seinen Konsum jeden Monat 15-20 Bäume. Der CO2-Tracker motiviert ihn, bewusster einzukaufen. Dass er dafür fast 19 EUR/Monat zahlt, stört ihn nicht – die inkludierte Reiseversicherung nutzt er für 3-4 Urlaube pro Jahr, was sich allein finanziell rechnet.
Die Finanz-Optimiererin, die jede Ausgabe trackt: Sarah, 35, Product Managerin. Sie nutzt 12 der 25 Unterkonten für Envelope-Budgeting: Miete, Lebensmittel, Urlaub, Notgroschen – jeder Euro hat einen Job. Das Auto-Savings-Feature rundet jede Zahlung auf und investiert die Differenz. Sie zahlt 9,99 EUR/Monat für Pro und sagt, dass sie durch die Budgetierung 200-300 EUR mehr pro Monat spart als vorher mit ihrer DKB.
Sicherheit und Regulierung
bunq besitzt eine vollständige Banklizenz der De Nederlandsche Bank (DNB), der niederländischen Zentralbank. Das bedeutet: Deine Einlagen sind bis zu 100.000 EUR pro Person über das niederländische Einlagensicherungssystem (Depositogarantiestelsel, DGS) geschützt. Im Falle einer bunq-Pleite würdest du dein Geld innerhalb von 7 Werktagen zurückerhalten.
Das ist wichtig: bunq ist eine Vollbank, kein E-Geld-Institut wie manche Konkurrenten. Dein Geld liegt direkt bei bunq, nicht bei einer Drittbank. Die niederländische Einlagensicherung ist gleichwertig zur deutschen – beide basieren auf der EU-Einlagensicherungsrichtlinie.
Aber: Im August 2025 hat die DNB bunq mit einer Geldstrafe von 2,6 Millionen EUR belegt. Der Grund: „Schwerwiegende Mängel“ bei der Geldwäscheprävention (AML) im Zeitraum 2021-2022. bunq hatte Transaktionsüberwachungs-Alarme nicht ausreichend verfolgt und verdächtige Transaktionen nicht konsequent an die FIU gemeldet. bunq hat gegen die Entscheidung Berufung eingelegt (Stand: November 2025), aber die Fakten sind dokumentiert.
Was das für dich als Nutzer bedeutet: Dein Geld ist sicher. Die Einlagensicherung funktioniert unabhängig von AML-Strafen. Aber die Geldstrafe erklärt, warum manche Nutzer über aggressive Kontosperrungen berichten – bunq scheint nach der DNB-Prüfung die AML-Kontrollen verschärft zu haben, was zu präventiven Kontoeinschränkungen führt.
Technische Sicherheit:
- 2-Faktor-Authentifizierung (biometrisch + PIN)
- Echtzeit-Benachrichtigungen bei jeder Transaktion
- Karten können sofort in der App gesperrt/entsperrt werden
- Virtuelle Einwegkarten für Online-Zahlungen
- DSGVO-konform (EU-Unternehmen mit Sitz in den Niederlanden)
bunq im Praxistest: Unsere Meinung
Wir nutzen bunq seit über zwei Jahren als Zweitkonto, hauptsächlich für Reisen und internationale Zahlungen. Die Einrichtung dauerte tatsächlich nur 5 Minuten – Foto vom Ausweis, kurzes Video-Selfie, fertig. Innerhalb einer Stunde war das Konto nutzbar mit virtueller Karte. Daran könnte sich jede deutsche Bankfiliale ein Beispiel nehmen.
Was uns überzeugt hat:
- Die App-Geschwindigkeit ist erstklassig. Überweisungen, Unterkonten anlegen, Karte sperren – alles reagiert in unter einer Sekunde. Im direkten Vergleich fühlt sich N26 manchmal träge an.
- Die 25 Unterkonten mit eigener IBAN sind im Alltag ein Game-Changer für Budgetierung. Wir haben 8 aktive Unterkonten und die automatische Gehaltsverteilung läuft seit Monaten fehlerfrei.
- Im Ausland funktioniert ZeroFX (Pro-Tarif) tadellos. Zwei Wochen in Schweden, bezahlt wurde alles mit Karte – 0 EUR Aufschlag auf über 2.000 EUR Umsatz.
Was uns im Test genervt hat:
- Der Support. Wir hatten eine Frage zur Zinsgutschrift auf einem Fremdwährungs-Sparkonto. Der AI-Chatbot leitete uns dreimal im Kreis, bevor wir nach 40 Minuten einen menschlichen Agenten erreichten. Das ist bei 9,99 EUR/Monat nicht akzeptabel.
- Die IBAN-Problematik: Obwohl bunq seit 2025 DE-IBANs für deutsche Nutzer anbietet, hatten wir mit unserer älteren NL-IBAN bei zwei Lastschriftanbietern Probleme (Stromanbieter und Fitnessstudio). Rechtlich müssen sie die NL-IBAN akzeptieren (SEPA-Verordnung), aber in der Praxis mussten wir bei beiden erst den Kundenservice anrufen.
Unser Geheimtipp: Nutze die 30 Tage kostenlose Testphase – aber starte direkt mit dem Pro-Tarif. So kannst du die 25 Unterkonten und ZeroFX vollständig testen. Downgraden auf Core kannst du danach immer noch.
Unser Fazit zu bunq
Redaktions-Score: 3,6 / 5,0 (Gut) – Kosten: 58 | Features: 88 | UX: 85 | Sicherheit: 80 | Transparenz: 65 | Service: 60
Stärken
- Bis zu 25 Unterkonten mit eigener IBAN
- Multi-Currency-Banking in 22 Währungen
- Wise-Integration für günstige Auslandsüberweisungen
- Starke App mit Aktien, Krypto und Sparen
Schwächen
- Free-Tarif stark eingeschränkt (ab 3,99 EUR für vollwertiges Konto)
- Schwacher AI-Support ohne Telefon
- DNB-Geldstrafe wegen AML-Mängeln
bunq Alternativen: Wann lohnt sich ein anderes Konto?
N26 – Besser für Sparfüchse:
Wer ein kostenloses Girokonto ohne monatliche Gebühren sucht, ist bei N26 Standard richtig. Du bekommst ein vollwertiges Konto mit deutscher IBAN, kostenloser virtueller Karte und 3 kostenlose Bargeldabhebungen pro Monat. Was fehlt: Multi-Currency-Konten und die Unterkonten-Vielfalt von bunq.
Revolut – Besser für Vielreisende mit Budget:
Revoluts kostenloser Standard-Tarif bietet FX-frei bis 1.000 EUR/Monat und eine Metal-Karte ab 13,99 EUR/Monat. Revolut hat mehr Nutzer (50 Mio. vs. 20 Mio.), mehr Krypto-Optionen und ein ausgereifteres Trading-Tool. Revolut besitzt seit 2021 eine EU-Banklizenz (Litauen) und die App ist deutlich überladener als bunq.
Wise – Besser für reine Auslandsüberweisungen:
Wenn du primär Geld international senden willst, ist Wise günstiger und transparenter als jede Neobank. Das Multi-Currency-Konto ist kostenlos, die Wechselkurse sind nachweislich die besten am Markt. Was fehlt: Wise ist kein vollwertiges Girokonto – kein Dispo, keine Sparkonten, kein Aktienhandel.
DKB – Besser als Hauptkonto in Deutschland:
Für alle, die ein verlässliches Gehaltskonto mit deutscher IBAN, kostenloser Visa-Debitkarte und gutem Kundenservice suchen. Die DKB bietet zudem ein kostenloses Depot und Tagesgeld. Was fehlt: Multi-Currency und die App-Qualität von bunq.
Vivid Money – Besser für Cashback-Jäger:
Vivid bietet ein kostenloses Konto mit bis zu 25 Pockets (ähnlich Unterkonten), Cashback auf Kartenzahlungen und Aktien/Krypto-Handel. Das Cashback-Programm ist deutlich generöser als bei bunq. Allerdings hat Vivid keine Vollbanklizenz, sondern eine E-Geld-Lizenz (CSSF Luxemburg) mit nur 20.000 EUR Einlagenschutz.
bunq Kontoeröffnung: Schritt für Schritt
bunq Konto eröffnen
App herunterladen
Tarif auswählen
Persönliche Daten eingeben
Identität verifizieren
Konto aktivieren
Physische Karte bestellen
Typischer Stolperstein: Die Video-Verifizierung muss bei guter Beleuchtung durchgeführt werden – bei schlechtem Licht schlägt die automatische Erkennung fehl und du musst von vorn beginnen. Halte deinen Ausweis griffbereit und stelle sicher, dass die Kamera deines Smartphones sauber ist. Wenn du einen ausländischen Ausweis verwendest, kann die Verifizierung bis zu 24 Stunden dauern.
Häufige Fragen zu bunq
Ja. bunq besitzt eine Vollbanklizenz der De Nederlandsche Bank (DNB) und deine Einlagen sind bis 100.000 EUR über die niederländische Einlagensicherung geschützt. Die Bank wurde 2012 gegründet und hat über 20 Millionen Nutzer in Europa. Die AML-Geldstrafe von 2025 betrifft interne Compliance-Prozesse, nicht die Sicherheit deiner Einlagen.
bunq bietet vier Tarife: Free (0 EUR/Monat, nur virtuelle Karte und 3 Unterkonten), Core für 3,99 EUR/Monat, Pro für 9,99 EUR/Monat und Elite für 18,99 EUR/Monat. Alle kostenpflichtigen Tarife können 30 Tage kostenlos getestet werden.
Seit 2025 ja. Neue deutsche Nutzer erhalten automatisch eine DE-IBAN, und auch Bestandskunden können wechseln. Wer noch eine NL-IBAN hat: Laut EU-SEPA-Verordnung müssen alle Unternehmen und Behörden in der EU diese akzeptieren. In der Praxis kommt es vereinzelt zu Problemen bei kleineren deutschen Anbietern – dann reicht meist ein Hinweis auf die SEPA-Verordnung.
Im Core-Tarif kosten die ersten 5 Abhebungen 0,99 EUR pro Stück, danach 2,99 EUR. Im Pro- und Elite-Tarif sind 6 Abhebungen pro Monat kostenlos, jede weitere kostet 0,99 EUR (7.-10.) bzw. 2,99 EUR (ab 11.). Zusätzlich kannst du bei über 10.000 Einzelhändlern in Deutschland, Österreich, den Niederlanden und Italien Bargeld abheben.
Im Pro- und Elite-Tarif kannst du Auslandsüberweisungen direkt über die bunq-App via Wise senden. Die Überweisung läuft zum Wise-Interbanken-Kurs – das ist in der Regel günstiger als die Wechselkurse der meisten Banken. SEPA-Überweisungen bleiben kostenlos, für internationale Überweisungen zahlst du die üblichen Wise-Gebühren (typisch 0,3-1,5% je nach Währung).
ZeroFX bedeutet, dass bei Kartenzahlungen in Fremdwährung kein Aufschlag auf den Mastercard-Wechselkurs berechnet wird. Im Pro- und Elite-Tarif gilt das ohne Limit. Im Core-Tarif nur bei Zahlungen bis 1.000 EUR – darüber kommt 0,5% Aufschlag.
Ja. bunq bietet vier Business-Tarife: Free Business (0 EUR/Monat, für Freelancer, 3 Konten, virtuelle Karte), Core Business (7,99 EUR/Monat), Pro Business (13,99 EUR/Monat) und Elite Business (23,99 EUR/Monat). Die kostenpflichtigen Business-Konten bieten zusätzliche Features wie Rechnungsscan, Multi-User-Zugang und Buchhaltungs-Integrationen. Allerdings gibt es keine DATEV-Schnittstelle, was für deutsche Unternehmer ein Nachteil ist.
bunq zahlt auf EUR-Sparkonten aktuell bis zu 2,01% p.a. (Bonus-Rate ab 10.000 EUR Sparvolumen). Auf USD-/GBP-Sparkonten bis zu 3,01% p.a. Die Zinsen werden wöchentlich ausgezahlt. Die Zinssätze sind variabel und können sich jederzeit ändern.
Kontosperrungen bei bunq erfolgen meist aufgrund von AML-Prüfungen (Geldwäscheprävention). In deutschen Foren berichten Nutzer, dass nach größeren Überweisungen das Konto „temporär eingeschränkt“ wurde und nur 500 EUR pro Tag verfügbar waren. Die Prüfung kann laut bunq bis zu 5 Werktage dauern. Tipp: Überweise größere Beträge nicht ohne Vorankündigung und halte Nachweise (Gehaltsnachweis, Kaufvertrag) bereit.
Ja. Alle bunq-Tarife unterstützen Apple Pay und Google Pay. Du kannst deine physische oder virtuelle Mastercard direkt in der Wallet-App deines Smartphones hinzufügen.
Du kannst dein bunq-Konto jederzeit direkt über die App kündigen – ohne Kündigungsfrist. Stelle vorher sicher, dass alle Daueraufträge und Lastschriften umgezogen sind und das Restguthaben überwiesen wurde. Die Kündigung wird in der Regel innerhalb von 1-2 Werktagen bestätigt.
Das kommt auf deine Prioritäten an. bunq ist besser bei Multi-Currency (22 Währungen mit eigener IBAN) und Unterkonten (25 mit eigener IBAN). N26 ist besser, wenn du ein kostenloses Konto mit deutscher IBAN willst. Revolut bietet mehr Krypto-Optionen und günstigere Premium-Tarife. Eine ausführliche Gegenüberstellung findest du in unserem Neobanken-Vergleich.
Quellen und Transparenz
Quellen für diesen Artikel:
- bunq Offizielle Tarifübersicht (abgerufen: Februar 2026)
- De Nederlandsche Bank – Geldstrafe gegen bunq B.V. (Mai 2025)
- bunq Pressemitteilung – 20 Millionen Nutzer (September 2025)
- Finanzfluss – bunq Erfahrungen (197 Bewertungen)
- Trustpilot – bunq Reviews
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