Inhaltsverzeichnis
Das Wichtigste in Kürze
- Kostenloses Geschäftskonto mit integriertem Rechnungstool — kein anderer Anbieter liefert beides gratis
- Bis 3 % Cashback auf Kartenzahlungen — das ist im Geschäftskonto-Markt einzigartig
- Multibanking ohne Limit: Alle Bankkonten in einer App, inklusive DATEV-Export
Ehrliche Nachteile:
- Kein Telefon-Support — bei Problemen hängt man im Chat mit einem KI-Bot fest
- E-Geld-Institut statt Vollbank: Keine gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 EUR
Perfekt für dich, wenn du als Freelancer oder Soloselbstständiger ein digitales Geschäftskonto brauchst, das Rechnungen, Belege und Buchhaltung an einem Ort bündelt.
Nicht ideal, wenn du einen Dispo brauchst, regelmäßig Bargeld einzahlst oder auf Telefon-Support angewiesen bist.
Unser Urteil in einem Satz: FINOM liefert das vollständigste kostenlose Geschäftskonto am Markt — aber wer über den Solo-Tarif hinauswächst, sollte die Gebühren genau vergleichen.
FINOM Kosten und Gebühren
FINOM lockt mit einem kostenlosen Solo-Tarif, der für Freelancer auf den ersten Blick unschlagbar wirkt. Doch im Detail zeigen sich Einschränkungen, die dich schnell zum Upgrade zwingen können.
FINOM Gebührenübersicht FINOM
Stand: April 2026
Dauerhaft kostenlos fuer Freiberufler
Pro Monat (7,20 EUR bei Jahresabo)
Pro Monat (22,40 EUR bei Jahresabo)
In allen Tarifen kostenlos
Pro Monat im Solo-Tarif; ab Start kostenlos
Pro Ueberweisung im Solo-Tarif; ab Start kostenlos
Fixgebuehr + 0,3-2% variabel je Tarif
Kostenlos in allen Tarifen
Alle Angaben ohne Gewähr. Preise können sich jederzeit ändern.
Was kostet FINOM wirklich? 2 Szenarien
Freelancer mit 5 Rechnungen/Monat
freelancer
0,00 EUR/Monat
Gesamt
Agentur mit 3 Mitarbeitern
freelancer
28,00 EUR/Monat
Gesamt
Achtung: Versteckte Kosten
Der Solo-Tarif klingt kostenlos, hat aber Haken:
- SEPA-Überweisungen kosten 2 EUR pro Stück — ab der 51. Überweisung zahlst du drauf. Bei 80 Transaktionen im Monat wären das 60 EUR.
- Physische Karte: 3 EUR/Monat im Solo-Tarif. Wer nicht nur virtuell bezahlt, zahlt 36 EUR im Jahr allein für die Karte.
- SEPA-Freivolumen nur 2.500 EUR/Monat — für Freelancer mit größeren Aufträgen schnell ausgereizt.
- Inaktive virtuelle Karten kosten 1 EUR/Monat — nach Tests oder Probeläufen unbedingt löschen.
- Auslandsüberweisungen: 5 EUR + 2 % im Solo-Tarif — wer international arbeitet, braucht mindestens den Premium-Tarif.
FINOM Kontomodelle im Vergleich
Für die meisten Freelancer und Soloselbstständigen reicht der Solo-Tarif zum Einstieg. Sobald du regelmäßig mehr als 50 Überweisungen pro Monat machst oder eine physische Karte brauchst, lohnt sich der Wechsel zum Start-Tarif — allein wegen der wegfallenden SEPA-Gebühren.
Kernfeatures und Funktionen
1. Integriertes Rechnungstool
Das Rechnungstool ist FINOMs stärkstes Argument. Du erstellst Rechnungen direkt in der App, versendest sie per E-Mail und FINOM gleicht eingehende Zahlungen automatisch ab. Gutschriften, Mahnungen und XRechnungen (E-Rechnungspflicht ab 2025) sind inklusive. Für Freelancer, die bisher Lexoffice oder sevDesk nur zum Rechnungen schreiben genutzt haben, kann FINOM diese Software komplett ersetzen.
2. Cashback-Programm
Bis zu 3 % Cashback auf alle Kartenzahlungen im Premium-Tarif — das bietet kein anderer Geschäftskonto-Anbieter in Deutschland. Bei 5.000 EUR monatlichem Kartenumsatz sind das 150 EUR zurück. Der Haken: Im Solo-Tarif gibt es null Cashback, und die Auszahlungslimits sind gedeckelt.
3. Multibanking
Du kannst unbegrenzt viele externe Bankkonten einbinden und alle Transaktionen in einer Ansicht sehen — über Klarna als PSD2-Aggregationspartner. Qonto und N26 Business bieten das nicht. Wer mehrere Konten bei verschiedenen Banken hat, spart damit echte Zeit.
4. Buchhaltungsintegrationen
Über 30 Integrationen: DATEV Unternehmen Online, Lexoffice, sevDesk, FastBill, WISO, BuchhaltungsButler. Transaktionen werden automatisch kategorisiert und lassen sich per Klick an die Buchhaltungssoftware übertragen. Der DATEV-Export funktioniert direkt — dein Steuerberater wird sich freuen.
5. Subkonten mit eigener IBAN
Jedes Wallet hat eine eigene IBAN — ideal für Steuerrücklagen, Projektbudgets oder die Trennung von Geschäftsbereichen. Im Solo-Tarif gibt es nur ein Wallet, ab Start sind es zwei. Für Freelancer, die Umsatzsteuer-Rücklagen automatisch separieren wollen, ein echtes Plus.
6. KI-Kreditlinie (neu seit November 2025)
FINOM bietet seit Ende 2025 On-Demand-Kreditlinien zwischen 2.000 und 50.000 EUR an. Die Entscheidung fällt per KI-Scoring in Minuten — basierend auf deinen Transaktionsdaten. Laufzeit: 6 Monate, keine Strafgebühren bei Frühzahlung. Noch neu, aber für KMU mit kurzfristigem Liquiditätsbedarf vielversprechend.
Für wen ist FINOM geeignet?
Drei typische FINOM-Nutzer
Der digitale Freelancer (Solo-Tarif, 0 EUR): Lisa ist UX-Designerin, schreibt 5-8 Rechnungen pro Monat und hasst Papierkram. Mit FINOM erstellt sie Rechnungen direkt nach Projektabschluss, der DATEV-Export geht automatisch an ihre Steuerberaterin. Kosten: null Euro.
Die wachsende Agentur (Premium-Tarif, 28 EUR): Marco hat eine kleine Marketingagentur mit 4 Mitarbeitern. Jeder bekommt eine eigene Karte mit individuellem Limit, Belege werden per App fotografiert und automatisch zugeordnet. Bei 8.000 EUR monatlichem Kartenumsatz holt er sich 240 EUR Cashback zurück — der Tarif refinanziert sich selbst.
Der internationale Berater (Start-Tarif, 9 EUR): Thomas arbeitet als IT-Consultant für Kunden in Deutschland und den Niederlanden. Das Multibanking zeigt ihm alle Konten auf einen Blick, die Rechnungsstellung funktioniert in 6 Sprachen. Sein Problem: Auslandsüberweisungen kosten im Start-Tarif noch 5 EUR + 0,9 % — für sein Volumen wäre der Premium-Tarif günstiger.
Sicherheit und Regulierung
FINOM operiert als E-Geld-Institut unter eigener EMI-Lizenz der De Nederlandsche Bank (DNB), der niederländischen Zentralbank. Das bedeutet: FINOM ist reguliert und darf EU-weit Zahlungsdienste anbieten — aber es ist keine Vollbank.
Was das für dein Geld heißt: Die gesetzliche Einlagensicherung von 100.000 EUR pro Kunde greift bei E-Geld-Instituten nicht. Stattdessen werden Kundengelder auf separaten Treuhandkonten bei BNP Paribas verwahrt (Segregation). Bei einer FINOM-Insolvenz wäre dein Geld geschützt — aber nicht durch eine staatliche Garantie, sondern durch die Trennung der Gelder.
Migration von Solarisbank (2025): Bis Mitte 2025 lief das FINOM-Banking über die Berliner Solarisbank. Mit der eigenen EMI-Lizenz hat FINOM die Infrastruktur gewechselt — alle Kunden erhielten neue IBANs. Die Migration verlief für viele Bestandskunden holprig: SEPA-Lastschriften funktionierten nicht mehr, Mahngebühren entstanden, und der Support war wochenlang überlastet. Inzwischen hat sich die Lage normalisiert, aber der Vertrauensschaden bei Bestandskunden sitzt tief.
2FA und Datenschutz: Zwei-Faktor-Authentifizierung ist aktiv, DSGVO-konform, Daten werden in der EU verarbeitet. Als PSD2-lizenzierter AISP teilt FINOM beim Multibanking keine Zugangsdaten mit Drittanbietern.
FINOM im Praxistest: Unsere Meinung
Was uns überzeugt hat:
- Die Kontoeröffnung dauert keine 10 Minuten — Identitätsprüfung per Video, danach ist das Konto sofort nutzbar. Kein PostIdent, keine Wartezeit.
- Das Rechnungstool ist überraschend ausgereift: automatischer Zahlungsabgleich, Mahnungen, XRechnung-Format. Viele Freelancer können damit ihre Buchhaltungssoftware einsparen.
- Cashback auf alle Kartenzahlungen ist im Geschäftskonto-Markt ein echtes Alleinstellungsmerkmal — bei 3 % im Premium-Tarif rechnet sich das schnell.
Was uns im Test genervt hat:
- Der Support. Im Solo-Tarif landest du bei Problemen zuerst bei einem KI-Chatbot, der Standardantworten ausspuckt. Bis ein Mensch antwortet, vergehen gerne 24 Stunden. Für ein Geschäftskonto, auf das du beruflich angewiesen bist, ist das zu wenig.
- Die SEPA-Beschränkung im Solo-Tarif: 2 EUR pro Überweisung ab der 51. Transaktion und nur 2.500 EUR Freivolumen — das drückt Freelancer mit mehr als einer Handvoll Kunden schnell in den kostenpflichtigen Start-Tarif.
Unser Geheimtipp: Starte mit dem Solo-Tarif und tracke 3 Monate lang, wie viele Überweisungen du tatsächlich brauchst. Erst wenn du regelmäßig über 50 kommst, lohnt sich der Wechsel zum Start-Tarif. Den Cashback im Premium-Tarif solltest du nur mitnehmen, wenn dein monatlicher Kartenumsatz über 1.000 EUR liegt — sonst ist der Aufpreis von 28 EUR höher als die Rückerstattung.
Unser Fazit zu FINOM
Redaktions-Score: 3,7 / 5,0 (Gut) — Kosten: 72 | Features: 82 | UX: 78 | Sicherheit: 75 | Transparenz: 68 | Service: 60
Stärken
- Kostenloses Geschäftskonto mit Rechnungstool
- Bis 3 % Cashback auf Kartenzahlungen
- Multibanking mit unbegrenzten Konten
- DATEV-Export und 30+ Integrationen
Schwächen
- Kein Telefon-Support, nur Chat mit KI-Bot
- E-Geld-Institut ohne Einlagensicherung
- Solo-Tarif mit SEPA-Limits und versteckten Kosten
FINOM Alternativen: Wann lohnt sich ein anderes Konto?
Qonto — Besser für Teams ab 5 Personen:
Qonto bietet ausgereiftere Teamfunktionen, besseren Support und eine breitere Palette an unterstützten Rechtsformen. Kein kostenloses Konto, aber ab 9 EUR/Monat mit unbegrenzten SEPA-Überweisungen und ohne die SEPA-Einschränkungen von FINOMs Solo-Tarif.
Kontist — Besser für Steuer-Optimierer:
Kontist berechnet automatisch deine Steuerrücklagen und kann die Umsatzsteuervoranmeldung direkt aus der App einreichen. Für Freelancer, die Buchhaltung wirklich hassen, ist das ein stärkeres Argument als FINOMs Rechnungstool.
N26 Business — Besser für Privat + Geschäft in einem:
Wer kein separates Geschäftskonto braucht (Freelancer ohne Pflicht zur Kontotrennung), fährt mit N26 Business günstiger. Bargeldeinzahlung inklusive, dafür kein Rechnungstool und keine DATEV-Anbindung.
FYRST — Besser bei Kreditbedarf:
FYRST ist eine Deutsche-Bank-Tochter mit Vollbanklizenz, Einlagensicherung und optionalem Geschäftskredit. Für Unternehmer, die eine klassische Bankbeziehung mit Kreditoptionen brauchen, ist FYRST die sicherere Wahl — allerdings ohne Cashback und mit weniger digitalen Features.
Holvi — Ähnlich, aber mit finnischer Perspektive:
Holvi bietet ebenfalls Rechnungsstellung und DATEV-Integration, richtet sich aber stärker an Kreative und Dienstleister. Der Grower-Tarif (12 EUR) ist vergleichbar mit FINOMs Start-Tarif. Nachteil: Finnische IBAN.
FINOM Kontoeröffnung: Schritt für Schritt
FINOM Geschäftskonto eröffnen
Online registrieren
Rechtsform und Tarif wählen
Persönliche Daten eingeben
Identität verifizieren
Konto aktivieren
Typischer Stolperstein: Bei UG- und GmbH-Gründungen in Gründung (i.G.) benötigst du den Gesellschaftsvertrag als PDF. Halte auch deine Gewerbeanmeldung bereit — FINOM fragt diese im Registrierungsprozess ab. Die Video-Identifikation klappt nur bei guter Internetverbindung; bei Problemen bietet FINOM aktuell keine Alternative wie PostIdent an.
Häufig gestellte Fragen zu FINOM
Ja. FINOM ist als E-Geld-Institut von der niederländischen Zentralbank (DNB) reguliert und darf EU-weit Zahlungsdienste anbieten. Kundengelder werden getrennt auf Treuhandkonten bei BNP Paribas verwahrt. Allerdings: Es greift keine gesetzliche Einlagensicherung wie bei einer Vollbank — der Schutz basiert auf der Segregation der Gelder.
Der Solo-Tarif ist kostenlos, hat aber Einschränkungen: SEPA-Überweisungen kosten 2 EUR ab der 51. Transaktion, die physische Karte kostet 3 EUR/Monat, und das SEPA-Freivolumen liegt bei nur 2.500 EUR/Monat. Für Freelancer mit wenigen Transaktionen reicht das — wer mehr macht, landet schnell beim Start-Tarif (9 EUR/Monat).
FINOM unterstützt alle gängigen deutschen Rechtsformen: Freelancer, Einzelunternehmen (eK), GbR, UG, GmbH, KG, OHG, AG und GmbH & Co. KG. Auch Unternehmen in Gründung (i.G.) können ein Konto eröffnen. Der Solo-Tarif ist auf Freelancer beschränkt, Kapitalgesellschaften starten ab dem Start-Tarif.
Ja. Nach der Migration von Solarisbank auf die eigene EMI-Infrastruktur 2025 vergibt FINOM weiterhin deutsche IBANs (DE-Prefix). Bestandskunden erhielten bei der Migration neue IBANs — neue Kunden bekommen direkt eine FINOM-eigene deutsche IBAN.
Nein. FINOM bietet aktuell keine Möglichkeit zur Bargeldeinzahlung an. Wenn du regelmäßig Bargeld einzahlen musst, sind FYRST oder N26 Business die bessere Wahl. FINOM hat Bargeldeinzahlung als zukünftiges Feature angekündigt, aber ohne konkretes Datum.
Der Support ist FINOMs größte Schwachstelle. Es gibt keinen Telefon-Support — nur einen In-App-Chat, der zunächst an einen KI-Bot weiterleitet. Menschliche Antworten können 24 Stunden und länger dauern. Im Premium- und Corporate-Tarif gibt es Priority-Support, aber auch dort berichten Nutzer von verzögerten Antworten.
FINOM punktet mit dem kostenlosen Solo-Tarif, Cashback und Multibanking. Qonto ist stärker bei Teamfunktionen, unterstützt mehr Rechtsformen und bietet besseren Support. Für Soloselbstständige ist FINOM die günstigere Wahl; für Teams ab 5 Personen ist Qonto ausgereifter. Beide bieten DATEV-Integration und Rechnungsstellung.
Quellen und Transparenz
Quellen:
- FINOM Preisseite (Abruf: Februar 2026)
- Trustpilot FINOM Bewertungen — 4,6/5 bei 11.500+ Reviews
- Finanzfluss FINOM Erfahrungen — 248 Community-Bewertungen
- IT Finanzmagazin: FINOM EMI-Migration
- FINOM Hilfe-Center: Unterstützte Rechtsformen
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