Inhaltsverzeichnis
Das Wichtigste in Kürze
- Kontoeröffnung ohne Schufa-Prüfung und ohne Wohnsitznachweis – in unter 10 Minuten
- Multi-Währungskonten in EUR, GBP und RON kostenlos führbar
- Apple Pay und Google Pay direkt ab dem kostenlosen Tarif
Ehrliche Nachteile:
- Im kostenlosen Tarif kostet fast jede Aktion extra: Überweisungen 1,29 EUR, Bargeld abheben 2%, Fremdwährung 3%
- Kein Vollbank-Status – dein Geld ist nicht durch die klassische Einlagensicherung geschützt, sondern nur durch Safeguarding
Perfekt für dich, wenn du als Migrant, Expat oder ausländischer Student schnell ein europäisches Konto brauchst und keine Schufa-Auskunft oder Meldebestätigung vorlegen kannst.
Nicht ideal, wenn du ein vollwertiges Gehaltskonto mit deutscher IBAN, Dispositionskredit und zuverlässigem Kundenservice suchst.
Unser Urteil in einem Satz: Monese löst ein echtes Problem für Menschen ohne Adressnachweis – aber als dauerhaftes Hauptkonto gibt es 2026 deutlich bessere und günstigere Alternativen.
Monese Kosten und Gebühren
Monese bietet seit 2025 vier Tarifmodelle an. Die gute Nachricht: Es gibt ein kostenloses Konto. Die schlechte: Im Gratis-Tarif zahlst du für fast alles drauf.
Monese Gebührenübersicht Monese
Stand: März 2026
Basiskonto
Oder 2,50 EUR bei Jahreszahlung
Oder 6,66 EUR bei Jahreszahlung
Oder 10,41 EUR bei Jahreszahlung
Einmalig, alle Tarife
Pro Überweisung
2 kostenlos, danach 1,00 EUR
Mindestens 1,50 EUR
Pro Transaktion
Kostenlos
Mind. 3,00 EUR
Mind. 3,00 EUR, alle Tarife
Alle Angaben ohne Gewähr. Preise können sich jederzeit ändern.
Achtung: Versteckte Kosten
Die Gebührenstruktur von Monese ist unübersichtlicher, als sie auf den ersten Blick wirkt:
- Bargeld einzahlen: 3,5% in jedem Tarif – selbst im Premium-Konto für 14,95 EUR/Monat zahlst du 3,5% Gebühr für Bareinzahlungen (ab einem gewissen Freibetrag). Bei 500 EUR Einzahlung sind das 17,50 EUR.
- Überweisungen im Gratis-Tarif: 1,29 EUR pro Stück. Wer monatlich 10 Überweisungen tätigt, zahlt 12,90 EUR – und ist damit teurer als das Classic-Abo.
- Wochenend-Zuschlag bei Auslandsüberweisungen: Im Pay-as-You-Go-Tarif fallen am Wochenende zusätzliche 1% auf den ohnehin schon hohen 2%-Aufschlag an.
- Kartenlieferung 4,95 EUR – auch hier wird bei vielen Neobanken nichts berechnet.
Monese Kontomodelle im Vergleich
Für die meisten Gelegenheitsnutzer reicht der kostenlose Tarif – aber nur, wenn du kaum Überweisungen tätigst. Sobald du das Konto aktiv nutzt, ist mindestens der Everyday-Tarif für 2,95 EUR Pflicht, um die Per-Transaktion-Gebühren zu vermeiden.
Kernfeatures und Funktionen
1. Kontoeröffnung ohne Adressnachweis
Das Kernversprechen von Monese: Du brauchst nur einen Lichtbildausweis und ein Selfie. Keine Schufa, keine Meldebestätigung, keine Utility Bill. Für Migranten, die gerade in einem neuen Land angekommen sind, ist das ein echter Gamechanger.
2. Multi-Währungskonten
Du kannst kostenlos Konten in EUR, GBP und RON führen. Zwischen den Konten wechselst du in der App. Für Pendler zwischen UK und der EU ein praktisches Feature – allerdings mit Wechselkursaufschlag bei Währungstausch.
3. Apple Pay & Google Pay
Kontaktloses Bezahlen funktioniert ab dem Gratis-Tarif. Die virtuelle Karte ist sofort nach Kontoeröffnung nutzbar, noch bevor die physische Karte kommt.
4. Geldtöpfe (Money Pots)
Ähnlich wie Spaces bei N26 kannst du Geld in separate Töpfe aufteilen. Die Funktion ist basisfunktional – keine eigene IBAN pro Topf, keine Automatisierungen.
5. Internationale Überweisungen
Monese unterstützt Überweisungen in zahlreiche Länder. Die Gebühren liegen allerdings bei 2% im Gratis-Tarif (plus 1% am Wochenende). Wise oder Revolut sind hier deutlich günstiger.
Für wen ist Monese geeignet?
Zwei typische Monese-Nutzer
Der frisch zugezogene Expat: Du bist gerade aus dem Ausland nach Deutschland gezogen und hast noch keine Meldebescheinigung. Bei der Sparkasse wirst du abgewiesen, bei N26 brauchst du eine Adresse. Monese lässt dich mit Reisepass und Selfie sofort ein Konto eröffnen. Als Übergangslösung gut – aber plane mittelfristig den Wechsel zu einer Neobank mit deutscher IBAN.
Der UK-Pendler: Du arbeitest zwischen London und Berlin und brauchst Zugang zu EUR und GBP. Mit Monese verwaltest du beide Währungen in einer App. Beachte aber: Bei Währungstausch fallen im Gratis-Tarif 3% an – Revolut bietet das zum Interbanken-Kurs.
Sicherheit und Regulierung
Monese ist keine Bank, sondern ein E-Geld-Institut, das in zwei Jurisdiktionen reguliert ist: in Großbritannien durch die Financial Conduct Authority (FCA, Referenznummer: 900960) und in der EU durch die Nationalbank von Belgien (über die Tochtergesellschaft PPS EU SA). Das bedeutet konkret:
- Keine Einlagensicherung: Dein Geld ist nicht durch das britische FSCS (Financial Services Compensation Scheme) oder ein EU-Einlagensicherungssystem geschützt. Stattdessen greift das sogenannte „Safeguarding“ – dein Geld wird getrennt vom Unternehmensvermögen bei einer regulierten Bank verwahrt.
- Keine Zinsen im Standard-Konto: Als E-Geld-Institut darf Monese dir keine Zinsen auf dein Guthaben zahlen. Über eine Partnerschaft mit Raisin (WeltSparen) bietet Monese jedoch Zugang zu Sparkonten mit höheren Zinsen – verfügbar direkt in der App.
- Pockit-Übernahme 2024: Im Oktober 2024 wurde Monese vom britischen Fintech Pockit übernommen. Die beiden Marken laufen aktuell noch getrennt, aber die langfristige Strategie ist unklar. Pockit hat 15 Millionen GBP Kapital zugesagt – ob das für nachhaltiges Wachstum reicht, bleibt abzuwarten.
Ehrliche Einordnung: Safeguarding bietet grundsätzlich Schutz, ist aber nicht dasselbe wie eine Einlagensicherung bis 100.000 EUR bei einer Vollbank. Wer größere Summen parkt, sollte das bei einer echten Bank mit Einlagensicherung tun – etwa bei N26 (deutsche Vollbanklizenz).
Monese im Praxistest: Unsere Meinung
Was uns überzeugt hat:
- Die Kontoeröffnung funktioniert tatsächlich in unter 10 Minuten – Ausweis fotografieren, Selfie machen, fertig. Für jemanden ohne deutschen Wohnsitz ist das befreiend einfach.
- Die App ist übersichtlich und die Kernfunktionen (Überweisen, Kartenverwaltung) funktionieren zuverlässig.
Was uns im Test genervt hat:
- Die Gebührenstruktur fühlt sich wie ein Labyrinth an. Vier Tarife mit jeweils unterschiedlichen Gebühren für jede einzelne Aktion – da verliert selbst ein Finanz-Nerd den Überblick.
- Der Kundenservice reagiert teilweise tagelang nicht. Auf Trustpilot häufen sich Berichte über Kontosperrungen ohne Erklärung und anschließende Funkstille.
Unser Geheimtipp: Wenn du Monese nur als Übergangslösung brauchst (z.B. bis deine Meldebestätigung da ist), bleib beim kostenlosen Pay-as-You-Go-Tarif und nutze das Konto ausschließlich für Kartenzahlungen. So vermeidest du die meisten Gebühren.
Unser Fazit zu Monese
Redaktions-Score: 2,7 / 5,0 (Ausreichend) – Kosten: 52 | Features: 55 | UX: 68 | Sicherheit: 55 | Transparenz: 48 | Service: 45
Stärken
- Konto ohne Schufa und Adressnachweis
- Eröffnung in unter 10 Minuten
- Multi-Währungskonto (EUR/GBP/RON)
- Apple Pay & Google Pay ab Gratis-Tarif
Schwächen
- Hohe Gebühren im kostenlosen Tarif
- Kein Vollbank-Status, nur Safeguarding
- Schlechter Kundenservice
Monese Alternativen: Wann lohnt sich ein anderes Konto?
N26 – Besser als Hauptkonto: Deutsche Vollbanklizenz, Einlagensicherung bis 100.000 EUR, kostenlose Mastercard und deutsche IBAN. Für alle, die ein vollwertiges Gehaltskonto suchen.
Revolut – Besser für Reisende und Auslandsüberweisungen: Deutlich günstigere FX-Kurse (Interbanken-Kurs im Standardkonto), mehr Währungen und ein insgesamt stärkerer Funktionsumfang. Kontoeröffnung ebenfalls ohne großen Papierkram.
Wise – Besser für internationale Überweisungen: Transparente Gebühren, echte lokale Kontodetails in über 40 Währungen und der beste Wechselkurs am Markt. Wer regelmäßig Geld ins Ausland schickt, spart bei Wise erheblich gegenüber Monese.
Monese Kontoeröffnung: Schritt für Schritt
Monese Konto eröffnen
App herunterladen
Persönliche Daten eingeben
Identität verifizieren
Konto aktivieren und Karte bestellen
Typischer Stolperstein: Die Fotoqualität beim Ausweis-Upload muss hoch sein – unscharfe Bilder führen zu Ablehnungen. Nutze gutes Licht und eine ruhige Hand. Falls die automatische Verifizierung fehlschlägt, kann die manuelle Prüfung bis zu 48 Stunden dauern.
Häufige Fragen zu Monese
Monese ist ein E-Geld-Institut, das in Großbritannien durch die FCA und in der EU durch die Nationalbank von Belgien (über PPS EU SA) reguliert wird. Dein Geld wird durch Safeguarding getrennt vom Firmenvermögen verwahrt. Allerdings greift keine klassische Einlagensicherung wie bei einer Vollbank. Für kleinere Beträge ist das Risiko überschaubar, größere Summen solltest du bei einer Bank mit Einlagensicherung aufbewahren.
Ja, Monese führt keine Schufa-Abfrage durch und verlangt keinen Adressnachweis. Du brauchst nur einen gültigen Lichtbildausweis und ein Smartphone. Das macht Monese besonders attraktiv für Migranten und Expats.
Nein. Monese stellt belgische IBANs (BE-Präfix) für EUR-Konten aus. Das kann bei einzelnen Arbeitgebern oder Behörden zu Problemen führen, obwohl die SEPA-Verordnung eigentlich Gleichbehandlung vorschreibt.
Pockit hat Monese im Oktober 2024 übernommen. Aktuell laufen beide Marken getrennt weiter. Langfristig sollen die Produkte zusammengeführt werden. Dein bestehendes Konto bleibt vorerst bestehen, aber die Zukunft der Marke Monese ist ungewiss.
Quellen und Transparenz
Quellen:
- FCA Register – Monese Ltd (Firm Reference Number: 900960)
- Monese Preisübersicht EU (Stand: 2025)
- Trustpilot – Monese Kundenbewertungen
- Fintech Global – Pockit übernimmt Monese (Oktober 2024)
Transparenz-Hinweis: Dieser Artikel kann Affiliate-Links enthalten. Die Bewertung erfolgt nach unserer redaktionellen Bewertungsmethodik und ist unabhängig von Werbeeinnahmen. Letzte inhaltliche Prüfung: Februar 2026.
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