Inhaltsverzeichnis
Das Wichtigste in Kürze
- Bedingungslos kostenloses Girokonto mit 1,5% Zinsen aufs Guthaben und 5% Cashback auf Lastschriften — ohne Mindestgeldeingang, ohne Bedingungen
- Integriertes Depot mit 3.000+ Aktien, 2.000+ ETFs, Krypto-Trading und Robo-Advisor — alles in einer App, kein separater Broker nötig
- Santander-Konzern als Rückhalt: 180 Mio. Kunden weltweit, spanische Vollbanklizenz, BaFin-Aufsicht, ab April 2026 deutsche Einlagensicherung
Ehrliche Nachteile:
- App-Qualität unterdurchschnittlich (iOS 3,7 / Android 3,5 Sterne) — Design und UX fallen gegenüber N26 oder Revolut deutlich ab
- Kein Dispositionskredit, Bargeldeinzahlung nur über Reisebank (1%, min. 9,90 EUR), Support-Wartezeiten von 45+ Minuten in Spitzenzeiten
Perfekt für dich, wenn du ein kostenloses Girokonto mit Tagesgeld-Zinsen, Cashback und integriertem Depot suchst und auf App-Ästhetik verzichten kannst.
Nicht ideal, wenn du eine top-designte Banking-App brauchst, regelmäßig Bargeld einzahlen musst oder einen Dispo als Sicherheitsnetz erwartest.
Unser Urteil in einem Satz: Openbank packt Girokonto, Tagesgeld, Depot und Krypto in ein kostenloses Paket mit Santander-Sicherheit — solange die App nicht auf Neobank-Niveau kommt, bleibt es aber ein Kopf-statt-Bauch-Produkt.
Openbank Kosten und Gebühren
Das Girokonto der Openbank gehört zu den wenigen echten Gratiskonten auf dem deutschen Markt. Keine Kontoführungsgebühr, kein Mindestgeldeingang, keine versteckte Frist nach 12 Monaten. Die Open Debit Plus (Mastercard) ist ebenfalls kostenlos. Dazu kommen 1,5% Zinsen aufs Guthaben und 5% Cashback auf Lastschriften — beides automatisch aktiviert, beides ohne Aufpreis. Klingt zu gut? Schauen wir uns die Details an.
Gebührenübersicht Openbank
Stand: März 2026
Bedingungslos kostenlos
Inklusive
Premium-Karte mit Concierge
Weltweit an allen Automaten
Pro Abhebung
Unbegrenzt, jeder Betrag
Einzige Option in DE
Kostenlos
Pro Überweisung
Ohne Travel Benefits
FX-frei, Reiseversicherung, monatlich kündbar
Kein formaler Dispo
Alle Angaben ohne Gewähr. Preise können sich jederzeit ändern.
Was kostet Openbank wirklich? 2 Szenarien
Sparfuchs mit Gehaltseingang
freelancer
0,00 EUR/Monat (+ Einnahmen)
Gesamt
Reisender ohne Travel Benefits
reisender
ca. 17,00 EUR/Monat
Gesamt
Achtung: Versteckte Kosten
- Fremdwährungsgebühr 1,50%: Ohne das Travel Benefits Abo (7,99 EUR/Monat) zahlst du bei jeder Kartenzahlung außerhalb der Eurozone 1,50% Aufschlag. Bei 500 EUR Umsatz in Fremdwährung sind das 7,50 EUR — fast so viel wie das Abo selbst. C24 und Revolut bieten 0% FX-Gebühren im Basismodell.
- Abhebungen unter 100 EUR: Jede Abhebung unter der 100-EUR-Grenze kostet 2 EUR. Wer häufig kleine Beträge abhebt, zahlt drauf. An Santander-Automaten gilt die Grenze nicht — aber davon stehen in Deutschland nur wenige.
- Bargeldeinzahlung nur Reisebank: Bargeld einzahlen geht in Deutschland nur über Reisebank-Filialen, und das kostet 1% (mindestens 9,90 EUR). Bei 500 EUR Einzahlung: 9,90 EUR. Das ist teurer als bei der C24 Bank (1,75% im Einzelhandel) und ein echtes Manko für alle, die regelmäßig Bargeld haben.
- Geduldete Überziehung 7,25% p.a.: Einen regulären Dispo gibt es nicht. Ob Openbank eine Überziehung duldet, ist Einzelfallentscheidung. Planbares Konto-Management sieht anders aus.
Openbank Kontomodelle im Vergleich
Openbank bietet kein klassisches Kontostufensystem wie N26 oder C24. Stattdessen gibt es ein kostenloses Basiskonto, das durch optionale Zusatzpakete erweitert wird. Hier die Übersicht:
Basiskonto
- Open Debit Plus (Mastercard) kostenlos
- 1,5% Zinsen auf Girokonto-Guthaben
- 5% Cashback auf Lastschriften (max. 10 EUR/Mo)
- Pockets (Unterkonten mit SEPA)
- Weltweit kostenlose Abhebungen ab 100 EUR
- Apple Pay, Google Pay, Garmin Pay
- Kostenloses Depot und Krypto-Trading
- 1,50% Fremdwährungsgebühr
Travel Benefits
- Alles aus Basiskonto
- 0% Fremdwährungsgebühr weltweit
- Reiseversicherung inklusive
- Monatlich kündbar
- Lohnt sich ab ca. 530 EUR FX-Umsatz/Monat
Metal Card R42
- Alles aus Travel Benefits
- Metal Debit Card (Mastercard)
- Concierge-Service
- Priority-Support
- Reiseversicherung erweitert
Für die meisten Nutzer reicht das kostenlose Basiskonto vollkommen aus. Die Travel Benefits lohnen sich erst, wenn du regelmäßig in Fremdwährung zahlst — ab rund 530 EUR monatlichem FX-Umsatz sparst du mit dem Abo. Die Metal Card R42 ist ein Lifestyle-Produkt: schick, aber für die meisten nicht nötig.
Kernfeatures und Funktionen
1. ExtraBenefits: Cashback und Zinsen ohne Aufpreis
Das ExtraBenefits-Programm wird bei Kontoeröffnung automatisch aktiviert und kostet nichts. Du bekommst 1,5% p.a. Zinsen auf dein Girokonto-Guthaben — unbegrenzt, ohne Deckelung. Dazu 5% Cashback auf eingerichtete Lastschriften, maximal 10 EUR pro Monat. Das klingt nach wenig, aber bei fünf Lastschriften (Strom, Internet, Versicherung, Streaming, Handy) summiert sich das auf 60-120 EUR im Jahr. Im Vergleich: C24 zahlt 0,50% Zinsen, N26 zahlt gar keine Zinsen im Basismodell.
2. Tagesgeld und Flexgeld
Openbank bietet ein vollwertiges Tagesgeldkonto direkt in der App. Neukunden erhalten 2,50% p.a. für die ersten 3 Monate (bis 1 Mio. EUR), danach gelten 1,80% p.a. — oder 2,20% p.a. mit Gehaltseingang ab 1.000 EUR. Die Zinsen werden monatlich gutgeschrieben, was den Zinseszinseffekt begünstigt.
Dazu gibt es Flexgeld, eine Art Festgeld mit Ausstiegsoption: 1,80% p.a. für 3 oder 6 Monate, 1,70% für 12 Monate. Der Clou: Du kannst jederzeit kündigen und bekommst dann immer noch 1,50% p.a. Mindestanlage: 1 EUR. Das ist flexibler als klassisches Festgeld, bei dem dein Geld komplett gesperrt ist.
3. Depot und Broker
Seit der Erweiterung zum Broker bietet Openbank ein integriertes Depot mit über 3.000 Aktien, 2.000+ ETFs und 3.000 Fonds von 123 Fondsgesellschaften. Dazu kommen AI-basierte Analysetools mit Kurszielen — ein Feature, das kein anderer Girokonto-Anbieter in dieser Form bietet.
Wer nicht selbst handeln will, kann den Robo-Advisor „Wir investieren für dich“ nutzen: ab 500 EUR Startkapital, mit BlackRock-Beratung, 0,35-0,85% p.a. Verwaltungsgebühr. Das ist kein Vergleich zur Produkttiefe von Trade Republic oder Scalable Capital, aber als Zusatzfeature zum Girokonto beachtlich.
4. Krypto-Trading
Seit September 2025 bietet Openbank Krypto-Trading direkt im Depot an: Bitcoin (BTC), Ethereum (ETH), Litecoin (LTC), Polygon (MATIC) und Cardano (ADA). Die Gebühr liegt bei 1,49% pro Trade (mindestens 1 EUR). Das ist teurer als bei spezialisierten Krypto-Börsen, aber der Vorteil: Alles läuft MiCA-reguliert unter spanischer Banklizenz, und du brauchst keinen separaten Krypto-Account. Die Auswahl von nur 5 Coins ist allerdings mager — Revolut bietet über 200.
5. Pockets (Unterkonten)
Pockets sind kostenlose Unterkonten mit eigener SEPA-Funktion. Du kannst Daueraufträge und Lastschriften auf Pockets legen und dein Geld nach Zweck trennen: Miete, Urlaub, Notgroschen. Das System ist solide, aber nicht so ausgereift wie die Pockets bei C24, wo jeder Pocket eine eigene IBAN bekommt.
6. Card Control und Sicherheit
Über die App kannst du deine Karte in Echtzeit sperren, entsperren und mit geografischen Einschränkungen versehen. Kontaktloses Bezahlen, Online-Zahlungen und Bargeldabhebungen lassen sich einzeln an- und abschalten. Dazu kommt die volle Palette an Mobile-Payment: Apple Pay, Google Pay, Fitbit Pay und Garmin Pay. Die Card-Control-Funktionen sind auf dem Niveau von N26 und für eine Direktbank vorbildlich.
Für wen ist Openbank geeignet?
Vorteile
- Bedingungslos kostenloses Girokonto mit 1,5% Zinsen und 5% Lastschrift-Cashback — ohne Haken
- Tagesgeld mit bis zu 2,50% p.a. (Neukunden) direkt in der App, kein separates Konto nötig
- Integriertes Depot mit ETFs, Aktien, Fonds und Krypto — alles aus einer Hand
- Santander-Konzern als Rückhalt mit 180 Mio. Kunden und Vollbanklizenz
- Deutsche IBAN, kostenlose Echtzeit-Überweisungen und weltweit gebührenfreie Abhebungen ab 100 EUR
Nachteile
- App-Qualität unter Neobank-Niveau: iOS 3,7 / Android 3,5 Sterne, Design als „veraltet“ kritisiert
- Kein Dispositionskredit — wenn am Monatsende 50 EUR fehlen, gibt es kein Sicherheitsnetz
- Bargeldeinzahlung nur über Reisebank (1%, min. 9,90 EUR) — in der Praxis kaum nutzbar
- Fremdwährungsgebühr 1,50% ohne Travel Benefits, Support-Wartezeiten 45+ Min in Spitzenzeiten
Drei typische Openbank-Nutzer
Der Sparfuchs (Berufstätig, 34): Marcus zahlt bei seiner Sparkasse 5,90 EUR/Monat Kontoführung und bekommt null Zinsen. Bei Openbank kostet das Konto nichts, sein Notgroschen von 15.000 EUR auf dem Tagesgeld bringt mit Gehaltseingang 330 EUR Zinsen im Jahr, und seine fünf Lastschriften generieren bis zu 120 EUR Cashback. Netto-Vorteil gegenüber der Sparkasse: rund 520 EUR pro Jahr.
Die Wechselwillige (Angestellte, 48): Sabine will endlich weg von ihrer Volksbank, scheut aber Neobanken wie N26 oder Revolut — zu viel Fintech-Risiko. Openbank gibt ihr eine deutsche IBAN, den Santander-Konzern im Rücken und eine solide Grundausstattung, ohne dass sie sich in 200 Features einarbeiten muss. Einfach Konto, einfach fertig.
Der Hobby-Anleger (Student, 26): Jannik nutzt Openbank als Kombination aus Girokonto und Depot. Er bespart zwei ETFs, hat Bitcoin im Portfolio und bekommt Zinsen aufs Guthaben. Statt drei Apps (Bank + Broker + Krypto) braucht er nur eine — auch wenn die App-Qualität ihm manchmal auf die Nerven geht.
Sicherheit und Regulierung
Openbank S.A. ist eine Vollbank mit spanischer Banklizenz, reguliert durch die Banco de Espana. Die deutsche Zweigniederlassung unterliegt zusätzlich der BaFin-Aufsicht. Das ist ein wichtiger Unterschied zu vielen Fintechs, die nur mit einer E-Geld-Lizenz operieren.
Einlagensicherung: Deine Einlagen sind über den spanischen Einlagensicherungsfonds (Fondo de Garantia de Depositos, FGD) bis 100.000 EUR pro Kunde geschützt — der EU-Standard. Wichtig: Ab April 2026 fusioniert Openbank mit der Santander Consumer Finance in Deutschland. Danach greift die deutsche Einlagensicherung (EdB), was vielen deutschen Kunden ein besseres Gefühl geben dürfte.
Santander-Konzern als Rückhalt: Openbank ist eine 100-prozentige Tochter der Banco Santander — einer der profitabelsten Banken Europas mit 12,6 Mrd. EUR Gewinn in 2024 und über 180 Mio. Kunden weltweit. Das ist kein Fintech-Startup, das bei der nächsten Finanzierungsrunde kippen könnte. Die Muttergesellschaft stellt sicher, dass Openbank auch in Krisenzeiten stabil bleibt.
Der Merger mit Santander Consumer Finance: Ab April 2026 werden Openbank und die Santander Consumer Bank (ca. 3 Mio. Kunden in Deutschland) unter der Marke Openbank zusammengeführt. Fur Bestandskunden bedeutet das: deutsche EdB-Einlagensicherung, potenziell mehr Produkte (Kredite, Altersvorsorge) und ein deutlich größeres Filialnetz über die Santander-Infrastruktur.
Datenschutz und 2FA: Login via PIN und biometrische Daten (Fingerabdruck/Face ID). Push-TAN für Transaktionen. Die Datenverarbeitung unterliegt sowohl spanischem als auch deutschem Datenschutzrecht. Berichte über willkürliche Kontosperrungen, wie sie bei manchen Neobanken vorkommen, sind bei Openbank selten.
Openbank im Praxistest: Unsere Meinung
Im Test hat uns Openbank in manchen Bereichen überrascht und in anderen enttäuscht. Die Kombination aus kostenlosem Girokonto, Zinsen, Cashback und Depot ist am Markt fast einzigartig. Aber die Verpackung — sprich die App — hält nicht mit dem Inhalt Schritt.
Was uns überzeugt hat:
- Das Gesamtpaket zum Nulltarif: Girokonto, Tagesgeld, Depot, Krypto, Cashback — alles kostenlos in einer App. Kein anderer Anbieter in Deutschland packt so viel in ein Gratiskonto. Bei Trade Republic fehlt das vollwertige Girokonto, bei C24 fehlt das Depot.
- ExtraBenefits ohne Kleingedrucktes: 1,5% Zinsen aufs Girokonto und 5% Cashback auf Lastschriften werden automatisch aktiviert und an keine versteckten Bedingungen geknüpft. Das ist ehrlich und transparent.
- Santander-Stabilität: Im Community-Feedback auf Finanzfluss und Trustpilot tauchen zwar viele Beschwerden auf — aber praktisch keine über Kontosperrungen oder Geld, das „verschwunden“ ist. Das Santander-Backing gibt ein anderes Sicherheitsgefühl als bei reinen Fintechs.
Was uns im Test genervt hat:
- Die App: iOS 3,7, Android 3,5 Sterne — das ist unterdurchschnittlich. In der Community wird das Design als „veraltet“ kritisiert, die Navigation ist teilweise unintuitiv, und Push-Benachrichtigungen kommen verzögert. Viele negative Bewertungen stammen aus der Zinia-zu-Openbank-Migration im Frühjahr 2025, aber auch ohne diesen Kontext liegt die App hinter N26 oder Revolut.
- Support-Wartezeiten: Der telefonische Support ist Mo-So von 8-22 Uhr erreichbar — die Verfügbarkeit ist gut. Aber in Spitzenzeiten wartest du 45 Minuten und länger. Die Mitarbeiter selbst sind laut Community kompetent und freundlich, wenn man sie denn erreicht. Der WhatsApp-basierte Chat ist kein vollwertiger Ersatz.
Unser Geheimtipp: Nutze Openbank als All-in-One-Finanzhub. Lass dein Gehalt eingehen (bringt 2,20% statt 1,80% aufs Tagesgeld), richte fünf Lastschriften ein (bis zu 10 EUR Cashback/Monat), parke deinen Notgroschen im Flexgeld (1,80% mit jederzeitiger Kündigungsoption) und bespare einen ETF-Sparplan über das integrierte Depot. Das spart dir zwei bis drei separate Apps.
Unser Fazit zu Openbank
Redaktions-Score: 4,0 / 5,0 (Gut) — Kosten: 87 | Features: 78 | UX: 68 | Sicherheit: 85 | Transparenz: 80 | Service: 68
Stärken
- Bedingungslos kostenloses Girokonto mit 1,5% Zinsen
- ExtraBenefits: 5% Lastschrift-Cashback ohne Aufpreis
- Integriertes Depot mit ETFs, Aktien und Krypto
- Santander-Konzern als stabiler Rückhalt
Schwächen
- App-Qualität unter Neobank-Niveau (3,5-3,7 Sterne)
- Kein Dispositionskredit verfügbar
- Support-Wartezeiten 45+ Min in Spitzenzeiten
Openbank Alternativen: Wann lohnt sich ein anderes Konto?
C24 Bank — Besser für Pocket-Power und Multibanking: Die C24 Bank bietet bis zu 20 Pockets mit eigener IBAN, Multibanking und 0% Fremdwährungsgebühren im kostenlosen Tarif. Wer seine Finanzen granular trennen will, findet bei C24 mehr Struktur. Dafür fehlen Depot, Krypto und die hohen Girokonto-Zinsen von Openbank.
ING — Besser für Anleger mit Depot-Fokus: Die ING bietet ein kostenloses Girokonto (ab 700 EUR Geldeingang), ein vollwertiges Depot mit breiter ETF-Auswahl und einen echten Dispo. Wer ein etabliertes Gesamtpaket mit deutscher Einlagensicherung will, ist bei der ING richtig — zahlt aber bei Fremdwährung 1,99% und bekommt keine Girokonto-Zinsen.
N26 — Besser für App-Enthusiasten: Wer eine durchdesignte App mit Spaces, Echtzeit-Push und intuitiver UX erwartet, ist bei N26 besser aufgehoben. Das Basiskonto ist ebenfalls kostenlos und bietet einen echten Dispo. Dafür gibt es keine Zinsen auf das Girokonto und kein integriertes Depot.
bunq — Besser für Features und Nachhaltigkeit: bunq bietet 25 Unterkonten, Auto-Kategorisierung und Banking mit grünem Gewissen. Die Feature-Tiefe übertrifft Openbank deutlich — allerdings ab 2,99 EUR/Monat. Wer bereit ist, für mehr Features zu zahlen und auf Depot/Krypto verzichten kann, findet bei bunq die modernere Alternative.
Trade Republic — Besser für Trader und Sparer: Trade Republic zahlt aktuell 2,75% Zinsen auf Cash und bietet das breiteste ETF- und Aktienangebot unter den Neobanken. Das Girokonto hat aber Einschränkungen: kein vollwertiges SEPA-Mandat-Management, keine Pockets, keine Lastschrift-Funktion im klassischen Sinne. Wer primär investieren will, ist bei Trade Republic besser aufgehoben; wer ein vollwertiges Girokonto braucht, bei Openbank.
Openbank Kontoeröffnung: Schritt für Schritt
Openbank Girokonto eröffnen
Online-Registrierung starten
Persönliche Daten und Steuer-ID eingeben
Identität per Video-Ident verifizieren
ExtraBenefits aktivieren und Konto nutzen
Optional: Depot und Tagesgeld einrichten
Typischer Stolperstein: Achte darauf, dass dein Personalausweis nicht abgelaufen ist — beim Video-Ident wird das sofort geprüft. Außerdem: Prüfe nach der Kontoeröffnung, ob das Travel Benefits Abo (7,99 EUR/Monat) wirklich deaktiviert ist. In der Vergangenheit gab es Community-Berichte, dass es sich bei der Registrierung unbeabsichtigt aktiviert hat. Du findest die Einstellung unter „Mein Konto“ > „Abonnements“ in der App.
Häufig gestellte Fragen zu Openbank
Ja. Openbank ist eine Vollbank mit spanischer Banklizenz und 100-prozentige Tochter der Banco Santander — einer der größten und profitabelsten Banken Europas (12,6 Mrd. EUR Gewinn 2024, 180 Mio. Kunden weltweit). Die deutsche Zweigniederlassung unterliegt der BaFin-Aufsicht. Deine Einlagen sind bis 100.000 EUR über den spanischen Einlagensicherungsfonds geschützt. Ab April 2026 greift nach dem Merger mit Santander Consumer Finance die deutsche Einlagensicherung (EdB). Openbank existiert seit 1995 und war eine der ersten digitalen Banken Europas.
Auf das Girokonto-Guthaben zahlt Openbank 1,5% p.a. — unbegrenzt und ohne Bedingungen. Das läuft über das automatisch aktivierte ExtraBenefits-Programm. Dazu kommen die Tagesgeld-Zinsen: 2,50% p.a. für Neukunden (3 Monate, bis 1 Mio. EUR), danach 1,80% p.a. bzw. 2,20% p.a. mit Gehaltseingang ab 1.000 EUR. Die Zinsen werden monatlich gutgeschrieben.
Ab April 2026 fusioniert Openbank mit der Santander Consumer Bank in Deutschland. Rund 3 Mio. Santander-Kunden werden unter die Marke Openbank überführt. Für Bestandskunden bedeutet das: deutsche Einlagensicherung (EdB) statt der bisherigen spanischen, potenziell mehr Produkte (Ratenkredite, Altersvorsorge) und Zugang zum Santander-Filialnetz. Deine bestehende IBAN, dein Depot und deine Konditionen bleiben bestehen.
ExtraBenefits wird bei Kontoeröffnung automatisch aktiviert und kostet nichts. Es umfasst zwei Vorteile: 1,5% p.a. Zinsen auf dein Girokonto-Guthaben (unbegrenzt) und 5% Cashback auf eingerichtete Lastschriften (maximal 10 EUR pro Monat). Die Zinsen werden monatlich gutgeschrieben, der Cashback ebenfalls. Du musst nichts aktivieren oder beantragen — es läuft automatisch, sobald dein Konto eröffnet ist.
Ja, seit September 2025 bietet Openbank Krypto-Trading direkt im Depot an. Verfügbar sind fünf Coins: Bitcoin (BTC), Ethereum (ETH), Litecoin (LTC), Polygon (MATIC) und Cardano (ADA). Die Gebühr beträgt 1,49% pro Trade (mindestens 1 EUR). Der Handel ist MiCA-reguliert und läuft unter der spanischen Banklizenz. Die Auswahl ist mit nur 5 Coins begrenzt — spezialisierte Anbieter wie Revolut bieten deutlich mehr.
Die Metal Debit Card R42 kostet 13,99 EUR pro Monat. Dafür bekommst du eine Metall-Mastercard, den Concierge-Service, Priority-Support und die erweiterte Reiseversicherung. Die Travel Benefits (0% FX-Gebühren) sind inklusive. Das Abo ist monatlich kündbar. Für die meisten Nutzer ist die kostenlose Open Debit Plus ausreichend — die Metal Card ist primär ein Lifestyle-Upgrade.
Nein, Openbank bietet keinen regulären Dispositionskredit an. Das Konto kann nicht planmäßig überzogen werden. In Einzelfällen duldet Openbank eine Überziehung zu 7,25% p.a., aber das ist keine garantierte Leistung. Wer ein Sicherheitsnetz braucht, muss zu einer anderen Bank greifen — N26, ING oder C24 bieten einen regulären Dispo nach Bonitätsprüfung.
Bargeld einzahlen ist bei Openbank in Deutschland nur über Reisebank-Filialen möglich. Die Gebühr beträgt 1% des Einzahlungsbetrags, mindestens 9,90 EUR. Bei einer Einzahlung von 500 EUR zahlst du also 9,90 EUR Gebühr. An den über 40.000 Santander-Automaten im Ausland (vor allem Spanien) sind Einzahlungen kostenlos. Wer regelmäßig Bargeld einzahlen muss, ist bei Openbank falsch aufgehoben — die ING oder Commerzbank bieten hier deutlich bessere Optionen.
Quellen und Transparenz
Quellen:
- Openbank Deutschland — Offizielle Website, Konditionen und Preisverzeichnis (Abgerufen: Marz 2026)
- BaFin Unternehmensdatenbank — Openbank S.A. Zweigniederlassung
- Santander Pressemitteilungen — Openbank-SCF-Merger und Geschäftszahlen 2024
- Finanzfluss: Openbank Erfahrungen (158 Bewertungen, 2,4/5)
- Trustpilot: Openbank Bewertungen (3,5/5)
- IT Finanzmagazin — Openbank mit deutscher IBAN und Kreditangebot
Transparenzhinweis: Dieser Artikel enthält Affiliate-Links. Wenn du über unsere Links ein Konto eröffnest, erhalten wir eine Provision. An unserer redaktionellen Bewertung ändert das nichts — wir bewerten nach einem standardisierten Vier-Linsen-Modell (Kosten, Features, UX, Sicherheit). Alle genannten Konditionen wurden im März 2026 überprüft. Mehr zu unserer Bewertungsmethodik.
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