Inhaltsverzeichnis
Das Wichtigste in Kürze
- Keine Fremdwährungsgebühr — 0% Aufschlag beim Bezahlen weltweit
- Bargeld abheben kostenlos ab 100 EUR (darunter: 1 EUR Gebühr)
- Saveback (1%) gilt auch bei Auslandszahlungen
Aufpassen:
- Immer in Landeswährung zahlen — DCC (Euro-Umrechnung am Terminal) ablehnen
- Debitkarte, keine Kreditkarte — Mietwagen und Hotels können ein Problem sein
Trade Republic Karte im Ausland: alle Gebühren auf einen Blick
Die kurze Version: Trade Republic berechnet keine Fremdwährungsgebühr. Null Prozent. Egal ob du in US-Dollar, Thai Baht oder Schweizer Franken bezahlst.
Gebühren im Ausland Trade Republic Karte im Ausland: Gebühren, Praxistest, Tipps
Stand: Februar 2026
Kein Aufschlag auf Visa-Kurs
Keine Gebühr
Weltweit kostenlos
Pro Abhebung
Einmalig
Einmalig
Kostenlos
Alle Angaben ohne Gewähr. Preise können sich jederzeit ändern.
Der Wechselkurs? Trade Republic nutzt den Visa-Wechselkurs — das ist in der Regel der Interbankenkurs mit einem minimalen Aufschlag. In der App siehst du bei jeder Auslandstransaktion den angewandten Kurs, den Originalbetrag in Fremdwährung und den abgebuchten Euro-Betrag. Eine vollständige Aufschlüsselung aller Gebühren findest du in unserem Kostenüberblick.
Bargeld abheben im Ausland: wann es kostenlos ist
Die Regel ist simpel: Hebst du 100 EUR oder mehr ab (oder den Gegenwert in Landeswährung), zahlt Trade Republic die Gebühr. Unter 100 EUR kostet jede Abhebung 1 EUR.
Was das in der Praxis heißt
In Thailand willst du 3.000 Baht abheben (ca. 80 EUR). Das liegt unter der 100-EUR-Schwelle — also zahlst du 1 EUR extra. Hebst du stattdessen 4.000 Baht ab (ca. 107 EUR), ist es kostenlos.
Der Trick: Lieber einmal mehr abheben als dreimal kleine Beträge. Drei Abhebungen à 50 EUR kosten 3 EUR Gebühr. Eine Abhebung über 150 EUR kostet nichts.
Achtung: Geldautomaten-Gebühren
Trade Republic berechnet zwar nichts ab 100 EUR — aber der Geldautomatenbetreiber kann eigene Gebühren erheben. Das kommt vor allem in Thailand (Standardgebühr: 220 Baht, ca. 6 EUR), den USA und Mexiko vor. Auf diese Drittanbieter-Gebühren hat Trade Republic keinen Einfluss.
Bezahlen in Fremdwährung: kein Aufschlag — wirklich?
Ja, wirklich. Trade Republic erhebt keinen eigenen Fremdwährungsaufschlag. Die Umrechnung läuft über den Visa-Netzwerkkurs, der nah am Interbankenkurs liegt.
Zum Vergleich: Viele Hausbanken berechnen 1,5–2% Fremdwährungsgebühr. Bei 1.000 EUR Urlaubsausgaben in der Türkei sparst du mit der Trade Republic Karte also 15–20 EUR — nur an FX-Gebühren.
Die DCC-Falle
DCC steht für Dynamic Currency Conversion. Wenn du am Kartenterminal oder Geldautomaten gefragt wirst, ob du „in Euro“ zahlen willst: immer ablehnen. Wähle die Landeswährung.
DCC nutzt einen eigenen, schlechteren Wechselkurs mit 3–5% Aufschlag. Der Betreiber verdient daran, du verlierst. Das gilt bei jeder Karte, nicht nur bei Trade Republic.
Kurz: „In Euro zahlen?“ → Nein. „In lokaler Währung?“ → Ja.
Praxistest: so hat die Karte in drei Ländern funktioniert
Wir haben die Trade Republic Karte auf Reisen getestet — mit konkreten Ergebnissen.
Portugal (Eurozone)
Kein Abenteuer, aber der Basistest: Supermärkte, Restaurants, Mautautomaten. Alles hat reibungslos funktioniert — Kontaktlos-Zahlung über Apple Pay inklusive. Bargeld brauchten wir kaum, aber der einzige Automat (Multibanco) hat ohne Zusatzgebühren ausgezahlt.
Thailand
Das Bezahlen in Restaurants und Shops war problemlos. Die 7-Elevens akzeptieren Visa kontaktlos, die Straßenstände naturgemäß nicht.
Am Geldautomaten die erste Überraschung: 220 Baht ATM-Gebühr — bei jedem Automaten, jeder Bank. Das liegt nicht an Trade Republic, sondern ist Standard in Thailand. Tipp: Einmal 10.000 Baht abheben statt fünfmal 2.000, dann zahlst du die 220 Baht nur einmal.
Und: Das DCC-Angebot „Pay in EUR?“ kam bei drei von vier Automaten. Abgelehnt, jedes Mal — und dadurch im Schnitt 4% gespart.
USA
Kartenzahlung hat überall funktioniert, auch in kleineren Läden. Das Problem: Hotels und Mietwagenanbieter. Beide wollten eine Kreditkarte für die Kaution. Die Trade Republic Karte ist eine Debitkarte — das reichte bei Enterprise und dem Holiday Inn nicht aus. Wer in die USA reist, braucht eine echte Kreditkarte als Backup.
Bargeld am ATM lief ohne Probleme. Einige Bank-of-America-Automaten haben 3 USD ATM-Surcharge berechnet — wieder eine Drittanbieter-Gebühr, kein Trade-Republic-Problem.
Trade Republic vs. Wise vs. Revolut: welche Reisekarte ist besser?
Reisekarten im Vergleich Trade Republic Karte im Ausland: Gebühren, Praxistest, Tipps
Stand: Februar 2026
1% Saveback, Debitkarte
2× frei abheben/Monat (bis 200 EUR)
1% am Wochenende, 200 EUR ATM frei/Monat
Kein Cashback, Girokonto nötig
Alle Angaben ohne Gewähr. Preise können sich jederzeit ändern.
Wann Trade Republic gewinnt
Du zahlst primär mit Karte, hebst selten Bargeld ab und investierst ohnehin per Sparplan. Dann bekommst du 0% FX-Gebühren plus 1% Saveback — eine Kombination, die keine andere kostenlose Karte bietet.
Wann Wise besser ist
Du wechselst häufig größere Beträge in Fremdwährungen oder brauchst Multi-Currency-Konten. Wise bietet den echten Mittelkurs und Guthaben in über 50 Währungen. Die Kartengebühr ist bei Wise etwas höher (Abhebungen ab der dritten pro Monat: 1,50 EUR), aber der Wechselkurs ist minimal besser.
Wann Revolut besser ist
Du bist Vielflieger oder brauchst Extras wie Lounge-Zugang (Metal-Plan), Auslandskrankenversicherung oder virtuell Wegwerfkarten. Das kostenlose Revolut-Konto hat allerdings Limits: Ab 1.000 EUR Fremdwährungsumsatz pro Monat fällt 1% Gebühr an.
Unser Fazit zum Vergleich
Für die meisten Urlaubsreisenden reicht Trade Republic — 0% FX und kostenloses Abheben ab 100 EUR sind im kostenlosen Segment kaum zu schlagen. Wer beruflich viel reist oder Mietwagen braucht, sollte eine zweite Karte dabeihaben.
Tipps für die Nutzung im Ausland
1. Immer in Landeswährung zahlen. DCC ablehnen, immer. Die „bequeme“ Euro-Umrechnung am Terminal kostet dich 3–5% extra.
2. Lieber einmal groß abheben. Über der 100-EUR-Schwelle bleiben, dann spart man die 1-EUR-Gebühr. In Ländern mit ATM-Surcharge (Thailand, USA, Mexiko) gilt das doppelt.
3. Backup-Karte mitnehmen. Die Trade Republic Karte ist eine Visa Debitkarte. Hotels und Mietwagenanbieter verlangen oft eine echte Kreditkarte für Kautionen. Eine Hanseatic GenialCard oder Barclays Visa eignet sich als kostenloser Backup.
4. Karte in der App kontrollieren. Du kannst einzelne Funktionen (Online-Zahlungen, Auslandszahlungen, Kontaktlos) in der App aktivieren und deaktivieren. Bei Verlust oder Diebstahl: Karte sofort in der App sperren.
5. Saveback läuft auch im Ausland. Jede Kartenzahlung zählt für den 1% Saveback — egal ob in Berlin oder Bangkok. Nur Bargeldabhebungen sind ausgenommen. Mehr dazu in unserem Saveback-Artikel. Auch das Round-Up-Feature funktioniert bei Auslandszahlungen — jede Kartenzahlung wird aufgerundet und die Differenz investiert.
6. Offline-Zahlung funktioniert. Die physische Karte braucht kein Internet. Apple Pay und Google Pay benötigen allerdings gelegentlich eine Internetverbindung zur Verifizierung.
Häufige Fragen
Ja, überall wo Visa akzeptiert wird. Das sind laut Visa über 80 Millionen Akzeptanzstellen weltweit. In einigen Ländern (z.B. Kuba, Nordkorea, Iran) funktionieren internationale Karten generell nicht — das ist kein Trade-Republic-Problem.
Nein. Trade Republic erhebt 0% Fremdwährungsgebühr. Die Umrechnung erfolgt zum Visa-Netzwerkkurs. Du zahlst keinen Aufschlag — außer du akzeptierst DCC am Terminal (in Euro zahlen). Das solltest du immer ablehnen.
Das kommt auf den Anbieter an. Die Trade Republic Karte ist eine Debitkarte, keine Kreditkarte. Viele Mietwagenanbieter (Enterprise, Hertz, Sixt) verlangen eine echte Kreditkarte für die Kaution. In Europa akzeptieren einige Anbieter Debitkarten, außerhalb Europas wird es schwieriger. Nimm eine Kreditkarte als Backup mit.
DCC (Dynamic Currency Conversion) ist ein Angebot am Kartenterminal oder Geldautomaten, den Betrag direkt in Euro umzurechnen. Klingt praktisch, kostet aber 3–5% extra — weil der Betreiber einen schlechteren Wechselkurs verwendet. Wähle immer die Landeswährung.
Trade Republic berechnet ab 100 EUR keine Gebühr. Unter 100 EUR kostet jede Abhebung 1 EUR. Aber: Manche Geldautomatenbetreiber erheben eigene Gebühren (z.B. 220 Baht in Thailand, 3 USD in den USA). Darauf hat Trade Republic keinen Einfluss.
Ja. Apple Pay und Google Pay funktionieren überall, wo kontaktloses Bezahlen mit Visa möglich ist. Die Auslandszahlung läuft genauso ab wie mit der physischen Karte — gleiche Gebühren, gleicher Wechselkurs.
Ja, sofort in der App unter Karte → Einstellungen. Du kannst die Karte komplett sperren oder einzelne Funktionen deaktivieren (Online-Zahlungen, Kontaktlos, Auslandszahlungen). Bei Diebstahl: Karte sperren und über die App eine Ersatzkarte bestellen.
Kartenzahlungen und Abhebungen sind in sanktionierten Ländern gesperrt: Belarus, Kuba, Iran, Nordkorea, Myanmar, Russland, Südsudan, Syrien, Venezuela und Jemen. In allen anderen Ländern funktioniert die Karte überall, wo Visa akzeptiert wird.
Ja. Der 1% Saveback gilt für alle Kartenzahlungen weltweit — Supermärkte in Bangkok genauso wie Restaurants in Lissabon. Ausgenommen sind nur Bargeldabhebungen und PayPal-Zahlungen. Mehr dazu: Trade Republic Saveback erklärt.
Quellen und Transparenz
- Trade Republic Support: Karte im Ausland einsetzen
- Trade Republic: Die Karte
- Travel-Dealz: Trade Republic Visa im Ausland
- Business Insider: Kosten der Trade Republic Karte
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Den vollständigen Trade Republic Test mit allen Scores findest du in unserem Trade Republic Testbericht.
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