Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze
- 1 EUR pro Order klingt billig, aber dazu kommen Spread-Kosten, die Trade Republic nirgends ausweist
- Sparpläne sind tatsächlich kostenlos (0 EUR Gebühr), der Spread bei ETFs liegt innerhalb der XETRA-Zeiten aber unter 0,05%
- Krypto-Handel hat mit ca. 1,5% Spread die höchsten versteckten Kosten
- Für Sparplan-Sparer ist Trade Republic extrem günstig. Für aktive Trader mit großen Orders kann der Spread teurer werden als die 1-EUR-Gebühr.
Noch zu beachten:
- Kreditkarte oder Apple Pay als Einzahlung: 1% Gebühr. SEPA-Überweisung: kostenlos
Was kostet Trade Republic? Die offizielle Gebührenübersicht
Trade Republic wirbt mit „1 EUR pro Trade“. Das stimmt, aber es ist nicht die ganze Wahrheit. Hier erstmal die offiziellen Gebühren, bevor wir uns die versteckten Kosten anschauen.
Trade Republic Gebühren im Überblick Trade Republic Kosten: Alle Gebühren im Überblick (2026)
Stand: August 2026
Keine Bedingungen
Inklusive 2,25% p.a. Zinsen
Flat, volumenunabhängig
Optional statt Bestpreis-Standardausführung
Über 4.000 Sparpläne verfügbar
Zuzüglich Spread (~1,5%)
Kostenlos
Einmalig
Einmalig, Edelstahl
Weltweit kostenlos
Kostenlos wird es erst ab 100 EUR pro Abhebung
Kein Aufschlag beim Karteneinsatz
Empfohlener Weg
Vom Einzahlungsbetrag
Alle Angaben ohne Gewähr. Preise können sich jederzeit ändern.
Anbieter in diesem Artikel
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Trade Republic
85 · Sehr gut
Scalable Capital
84 · Sehr gut
Die Kosten, die Trade Republic nicht groß bewirbt
Jetzt wird’s interessant. Die 1 EUR sieht jeder in der App. Diese Kosten dagegen nicht:Kreditkarten-Einzahlung: 1% Gebühr. Wer 5.000 EUR per Apple Pay oder Kreditkarte einzahlt, verliert direkt 50 EUR. Das steht zwar in den AGB, wird aber in der App erst im letzten Schritt angezeigt. Einfache Lösung: Immer per SEPA überweisen. Kostet nichts, dauert 1-2 Tage.Bestpreis-Algorithmus statt freier Börsenwahl. Seit dem PFOF-Verbot wählst du die Börse nicht mehr selbst, Trade Republic routet automatisch per Bestpreis-Algorithmus an mehrere Handelsplätze. Bei DAX-Aktien oder großen ETFs macht das für dich kaum einen Unterschied. Willst du gezielt an einem bestimmten Handelsplatz handeln, geht das über die Option „Direktpreis“ für 2 EUR statt der 1-EUR-Standardorder.FX-Gebühren bei Fremdwährungs-Orders. Kaufst du eine US-Aktie, rechnet Trade Republic zum Tageskurs um, plus ca. 0,15% Spread. Bei einer 5.000-EUR-Order sind das 7,50 EUR extra, die nirgends als „Gebühr“ auftauchen.Hauptversammlung: 25 EUR. Willst du als Aktionär zur HV gehen, kostet die Eintrittskarte 25 EUR. Bei Namensaktien kommen 2 EUR für die Eintragung dazu.Kontoauszug auf Papier: 25 EUR. Braucht kaum jemand, aber gut zu wissen.
Spread-Kosten: Der unsichtbare Preisaufschlag
Der Spread ist die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs. Er ist der Grund, warum „1 EUR pro Trade“ nicht die ganze Wahrheit ist.
Bei Aktien und ETFs
Während die XETRA geöffnet hat (9:00–17:30), sind die Spreads bei Trade Republic eng. Bei einem liquiden ETF wie dem iShares Core MSCI World liegt der Spread unter 0,05%. Das sind bei einer 1.000-EUR-Order weniger als 50 Cent, also vernachlässigbar.Außerhalb der XETRA-Zeiten sieht es anders aus. Morgens um 8:00 oder abends um 21:00 kann der Spread deutlich weiter ausfallen. Trade Republic zeigt in der App zwar einen Hinweis, wenn der Spread „besonders hoch“ ist (ab ca. 20 Cent Abweichung), aber viele Nutzer klicken das weg, ohne hinzuschauen.Faustregel: Handel zwischen 9:00 und 17:30, dann zahlst du quasi keinen relevanten Spread-Aufschlag.
Bei Krypto
Hier wird der Spread richtig teuer. Der durchschnittliche Krypto-Spread bei Trade Republic liegt bei ca. 1,5%. Bei 1.000 EUR Bitcoin-Kauf zahlst du also rund 15 EUR Spread, plus 1 EUR Ordergebühr.Zum Vergleich: Scalable Capital berechnet bei Krypto 0,99% pro Trade, also knapp die Hälfte. Und spezialisierte Krypto-Börsen wie Kraken liegen bei 0,2–0,5%.Dazu kommt: Du kannst deine Kryptos nicht zu einer externen Wallet transferieren und Staking ist nicht möglich. Mehr zu den steuerlichen Aspekten findest du in unserem Artikel zu Trade Republic und Steuern. Wie sich die Krypto-Gebühren im Neobanken-Vergleich einordnen, zeigt unser Ratgeber.
3 Szenarien: Was Trade Republic wirklich kostet
Zahlen allein helfen wenig. Schauen wir uns drei typische Nutzerprofile an und rechnen durch, was Trade Republic sie im Jahr tatsächlich kostet.
Szenario 1: Lisa – Sparplan-Sparerin
student
ca. 1 EUR/Jahr
Gesamt
Szenario 2: Tom – Aktiver Trader
freelancer
ca. 304 EUR/Jahr
Gesamt
Szenario 3: Julia – Gelegenheitsnutzerin
familie
ca. 31 EUR/Jahr (vor Zinsen)
Gesamt
Trade Republic vs. Konkurrenz: Der Kostenvergleich
Wie schlägt sich Trade Republic gegen die gängigsten Alternativen?
Broker-Vergleich: Kosten pro Order Trade Republic Kosten: Alle Gebühren im Überblick (2026)
Stand: August 2026
Bestpreis-Ausführung an mehreren Börsenplätzen
XETRA-Zugang als Option
Direkthandel + alle Börsen
Alle deutschen Börsen
Alle Angaben ohne Gewähr. Preise können sich jederzeit ändern.
PFOF-Verbot 2026: Was sich bei Trade Republic geändert hat
Seit dem 30. Juni 2026 gilt das EU-weite Verbot von Payment for Order Flow (PFOF). PFOF war bis dahin eine wichtige Einnahmequelle für Neobroker: Handelsplätze zahlten für die Weiterleitung von Kundenorders.Trade Republic hatte vorgebaut. Seit dem PFOF-Verbot routet Trade Republic jede Order per Bestpreis-Algorithmus in Echtzeit an mehrere Börsenplätze und sucht dabei automatisch den besten verfügbaren Preis. Statt sich auf Provisionen einzelner Handelsplätze zu verlassen, führt der Algorithmus die Order automatisch aus, transparent und EU-konform.Für dich hat sich an der Grundgebühr nichts geändert: Die 1-EUR-Pauschale ist geblieben. Neu dazugekommen ist die Option „Direktpreis“: Wer statt der automatischen Bestpreis-Ausführung gezielt an einem bestimmten Handelsplatz kaufen oder verkaufen will, zahlt dafür 2 EUR statt 1 EUR. Das ist kein versteckter Preisanstieg, sondern ein Zusatzangebot neben der Standardorder.Drastische Preiserhöhungen sind ausgeblieben. Der Wettbewerb unter Neobrokern bleibt stark genug, dass sich Trade Republic bei der Grundgebühr keinen Alleingang leisten kann. Unseren ausführlichen Ratgeber zum PFOF-Verbot und seinen Auswirkungen auf Neobroker findest du hier.
Häufige Fragen
Ja, die Ausführungsgebühr liegt bei 0,00 EUR. Kein Ausgabeaufschlag. Der einzige indirekte Kostenpunkt ist der Spread bei der Ausführung am jeweiligen Handelsplatz. Der liegt bei liquiden ETFs innerhalb der XETRA-Zeiten aber unter 0,05% und ist damit vernachlässigbar. Mehr Details findest du in unserem Sparplan-Guide.
Die größten versteckten Kosten sind: Spread (besonders bei Krypto mit ca. 1,5% und bei Trades außerhalb der XETRA-Zeiten), FX-Gebühren von ca. 0,15% bei US-Aktien, 1% Gebühr bei Einzahlung per Kreditkarte oder Apple Pay und 25 EUR für HV-Eintrittskarten. Alle regulären Kosten (Depot, Konto, Sparpläne) sind tatsächlich kostenlos.
Für die meisten Anleger: deutlich günstiger. Eine Order kostet bei Trade Republic pauschal 1 EUR, bei der ING mindestens 7,40 EUR, bei der Consorsbank mindestens 9,95 EUR. Der Vorteil schrumpft nur bei sehr großen Ordervolumina, bei denen der Spread-Unterschied durch den fehlenden XETRA-Zugang ins Gewicht fällt.
Die Ordergebühr liegt bei 1 EUR. Dazu kommt ein Spread von durchschnittlich ca. 1,5%, der nicht als separate Gebühr ausgewiesen wird. Bei 1.000 EUR Bitcoin-Kauf zahlst du also rund 16 EUR (1 EUR Gebühr + ca. 15 EUR Spread). Scalable Capital ist mit 0,99% pro Trade günstiger, spezialisierte Krypto-Börsen wie Kraken sogar noch deutlich mehr.
Nein, nicht wesentlich. Seit dem PFOF-Verbot zum 30. Juni 2026 routet Trade Republic Orders per Bestpreis-Algorithmus in Echtzeit an mehrere Börsenplätze. Die 1-EUR-Pauschale ist geblieben. Neu ist die optionale „Direktpreis“-Order für 2 EUR, falls du selbst den Handelsplatz wählen willst, das ist aber ein Zusatzangebot und keine Preiserhöhung der Standardorder.
Nein, Kartenzahlungen in Fremdwährung sind bei Trade Republic ohne Aufschlag. Bargeldabhebungen ab 100 EUR sind weltweit kostenlos, darunter berechnet Trade Republic eine Gebühr. Alle Details zur Karte im Ausland findest du in unserem Auslands-Guide.
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