Inhaltsverzeichnis
Das Wichtigste in Kürze
- 1 EUR pro Order — klingt billig, aber dazu kommen Spread-Kosten, die Trade Republic nirgends ausweist
- Sparpläne sind tatsächlich kostenlos (0 EUR Gebühr), der Spread bei ETFs liegt innerhalb der XETRA-Zeiten aber unter 0,05%
- Krypto-Handel hat mit ca. 1,5% Spread die höchsten versteckten Kosten
- Für Sparplan-Sparer ist Trade Republic extrem günstig. Für aktive Trader mit großen Orders kann der Spread teurer werden als die 1-EUR-Gebühr.
Noch zu beachten:
- Kreditkarte oder Apple Pay als Einzahlung: 1% Gebühr. SEPA-Überweisung: kostenlos
Was kostet Trade Republic? Die offizielle Gebührenübersicht
Trade Republic wirbt mit „1 EUR pro Trade“. Das stimmt — aber es ist nicht die ganze Wahrheit. Hier erstmal die offiziellen Gebühren, bevor wir uns die versteckten Kosten anschauen.
Trade Republic Gebühren im Überblick Trade Republic Kosten: Alle Gebühren im Überblick (2026)
Stand: Februar 2026
Keine BedingungenKontoführung
Alle Angaben ohne Gewähr. Preise können sich jederzeit ändern.
Die Kosten, die Trade Republic nicht groß bewirbt
Jetzt wird’s interessant. Die 1 EUR sieht jeder in der App. Diese Kosten dagegen nicht:Kreditkarten-Einzahlung: 1% Gebühr. Wer 5.000 EUR per Apple Pay oder Kreditkarte einzahlt, verliert direkt 50 EUR. Das steht zwar in den AGB, wird aber in der App erst im letzten Schritt angezeigt. Einfache Lösung: Immer per SEPA überweisen. Kostet nichts, dauert 1-2 Tage.Kein XETRA-Zugang. Du kannst ausschließlich über LS Exchange handeln. Bei DAX-Aktien oder großen ETFs macht das tagsüber kaum einen Unterschied. Aber bei exotischeren Werten oder außerhalb der XETRA-Zeiten (vor 9:00 und nach 17:30) weichen die Kurse teilweise deutlich ab.FX-Gebühren bei Fremdwährungs-Orders. Kaufst du eine US-Aktie, rechnet Trade Republic zum Tageskurs um — plus ca. 0,15% Spread. Bei einer 5.000-EUR-Order sind das 7,50 EUR extra, die nirgends als „Gebühr“ auftauchen.Hauptversammlung: 25 EUR. Willst du als Aktionär zur HV gehen, kostet die Eintrittskarte 25 EUR. Bei Namensaktien kommen 2 EUR für die Eintragung dazu.Kontoauszug auf Papier: 25 EUR. Braucht kaum jemand, aber gut zu wissen.
Spread-Kosten: Der unsichtbare Preisaufschlag
Der Spread ist die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs. Er ist der Grund, warum „1 EUR pro Trade“ nicht die ganze Wahrheit ist.
Bei Aktien und ETFs
Während die XETRA geöffnet hat (9:00–17:30), sind die Spreads bei Trade Republic eng. Bei einem liquiden ETF wie dem iShares Core MSCI World liegt der Spread unter 0,05%. Das sind bei einer 1.000-EUR-Order weniger als 50 Cent — vernachlässigbar.Außerhalb der XETRA-Zeiten sieht es anders aus. Morgens um 8:00 oder abends um 21:00 kann der Spread deutlich weiter ausfallen. Trade Republic zeigt in der App zwar einen Hinweis, wenn der Spread „besonders hoch“ ist (ab ca. 20 Cent Abweichung), aber viele Nutzer klicken das weg, ohne hinzuschauen.Faustregel: Handel zwischen 9:00 und 17:30, dann zahlst du quasi keinen relevanten Spread-Aufschlag.
Bei Krypto
Hier wird der Spread richtig teuer. Der durchschnittliche Krypto-Spread bei Trade Republic liegt bei ca. 1,5%. Bei 1.000 EUR Bitcoin-Kauf zahlst du also rund 15 EUR Spread — plus 1 EUR Ordergebühr.Zum Vergleich: Scalable Capital berechnet bei Krypto 0,99% pro Trade, also knapp die Hälfte. Und spezialisierte Krypto-Börsen wie Kraken liegen bei 0,2–0,5%.Dazu kommt: Du kannst deine Kryptos nicht zu einer externen Wallet transferieren und Staking ist nicht möglich. Mehr zu den steuerlichen Aspekten findest du in unserem Artikel zu Trade Republic und Steuern. Wie sich die Krypto-Gebühren im Neobanken-Vergleich einordnen, zeigt unser Ratgeber.
3 Szenarien: Was Trade Republic wirklich kostet
Zahlen allein helfen wenig. Schauen wir uns drei typische Nutzerprofile an und rechnen durch, was Trade Republic sie im Jahr tatsächlich kostet.
Szenario 1: Lisa — Sparplan-Sparerin
student
ca. 1 EUR/Jahr
Gesamt
Szenario 2: Tom — Aktiver Trader
freelancer
ca. 304 EUR/Jahr
Gesamt
Szenario 3: Julia — Gelegenheitsnutzerin
familie
ca. 31 EUR/Jahr (vor Zinsen)
Gesamt
Trade Republic vs. Konkurrenz: Der Kostenvergleich
Wie schlägt sich Trade Republic gegen die gängigsten Alternativen?
Broker-Vergleich: Kosten pro Order Trade Republic Kosten: Alle Gebühren im Überblick (2026)
Stand: Februar 2026
Nur LS Exchange, kein XETRAScalable Capital (Free)
Alle Angaben ohne Gewähr. Preise können sich jederzeit ändern.
PFOF-Verbot 2026: Wird Trade Republic teurer?
Am 30. Juni 2026 tritt das EU-weite Verbot von Payment for Order Flow (PFOF) in Kraft. PFOF war bisher eine wichtige Einnahmequelle für Neobroker: Handelsplätze zahlten für die Weiterleitung von Kundenorders.Für Trade Republic ändert sich dadurch einiges — aber weniger, als viele befürchten.Trade Republic hat vorgebaut. Seit Januar 2026 besitzt Trade Republic eine BaFin-Lizenz für ein eigenes MTF (Multilateral Trading Facility). Das heißt: Trade Republic betreibt jetzt seinen eigenen Handelsplatz. Statt Provisionen von LS Exchange zu kassieren, kann Trade Republic zukünftig selbst am Spread verdienen — transparent und EU-konform.Was sich für dich konkret ändern könnte: Die 1-EUR-Pauschale dürfte erstmal bleiben. Möglich ist aber, dass die Spreads nach dem PFOF-Verbot etwas weiter werden, weil der Wettbewerbsdruck auf Handelsplätze sinkt. Konkret: Statt 0,03% Spread auf einen liquiden ETF könnten es 0,05–0,08% werden. Bei einer 1.000-EUR-Order reden wir also über 20–50 Cent mehr.Drastische Preiserhöhungen? Unwahrscheinlich. Der Wettbewerb unter Neobrokern ist zu stark. Wenn Trade Republic auf 3 EUR pro Order erhöhen würde, wären die Nutzer innerhalb einer Woche bei Scalable Capital. Das weiß Trade Republic auch. Unseren ausführlichen Ratgeber zum PFOF-Verbot und seinen Auswirkungen auf Neobroker findest du hier.
Häufige Fragen
Ja, die Ausführungsgebühr liegt bei 0,00 EUR. Kein Ausgabeaufschlag. Der einzige indirekte Kostenpunkt ist der Spread bei der Ausführung über LS Exchange — der liegt bei liquiden ETFs innerhalb der XETRA-Zeiten aber unter 0,05% und ist damit vernachlässigbar. Mehr Details findest du in unserem Sparplan-Guide.
Die größten versteckten Kosten sind: Spread (besonders bei Krypto mit ca. 1,5% und bei Trades außerhalb der XETRA-Zeiten), FX-Gebühren von ca. 0,15% bei US-Aktien, 1% Gebühr bei Einzahlung per Kreditkarte oder Apple Pay und 25 EUR für HV-Eintrittskarten. Alle regulären Kosten (Depot, Konto, Sparpläne) sind tatsächlich kostenlos.
Für die meisten Anleger: deutlich günstiger. Eine Order kostet bei Trade Republic pauschal 1 EUR, bei der ING mindestens 7,40 EUR, bei der Consorsbank mindestens 9,95 EUR. Der Vorteil schrumpft nur bei sehr großen Ordervolumina, bei denen der Spread-Unterschied durch den fehlenden XETRA-Zugang ins Gewicht fällt.
Die Ordergebühr liegt bei 1 EUR. Dazu kommt ein Spread von durchschnittlich ca. 1,5%, der nicht als separate Gebühr ausgewiesen wird. Bei 1.000 EUR Bitcoin-Kauf zahlst du also rund 16 EUR (1 EUR Gebühr + ca. 15 EUR Spread). Scalable Capital ist mit 0,99% pro Trade günstiger — spezialisierte Krypto-Börsen wie Kraken sogar noch deutlich mehr.
Wahrscheinlich nicht wesentlich. Trade Republic hat seit Januar 2026 eine BaFin-Lizenz für ein eigenes Handelssystem (MTF) und ist damit nicht mehr auf PFOF-Einnahmen angewiesen. Die 1-EUR-Pauschale dürfte bleiben. Die Spreads könnten minimal steigen, aber drastische Preiserhöhungen sind aufgrund des Wettbewerbsdrucks unter Neobrokern unwahrscheinlich.
Nein, Kartenzahlungen in Fremdwährung sind bei Trade Republic ohne Aufschlag. Bargeldabhebungen ab 100 EUR sind weltweit kostenlos, unter 100 EUR fällt 1 EUR Gebühr an. Alle Details zur Karte im Ausland findest du in unserem Auslands-Guide.
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