Zum Hauptinhalt springen
Trade Republic Sparplan: Anleitung, Kosten, beste ETFs
Ratgeber

Trade Republic Sparplan: Anleitung, Kosten, beste ETFs

· Tobias Rehermann · 11 Min. Lesezeit
zu Trade Republic

Das Wichtigste in Kürze

Kurz und knapp:

  • Sparplan-Ausführung kostenlos — 0 EUR Gebühren, über 2.500 ETFs verfügbar
  • Ab 1 EUR Sparrate, wöchentlich bis quartalsweise
  • 200 EUR/Monat in einen MSCI World ETF bringen nach 10 Jahren rund 34.600 EUR (bei 7% Rendite p.a.)

Wichtig zu wissen:

  • Ausführung über LS Exchange — der Spread ist bei Sparplänen minimal, aber nicht null
  • Freistellungsauftrag einrichten, sonst zahlt ihr auf jeden Gewinn 26,375% Steuer

Was kostet ein Sparplan bei Trade Republic?

Die kurze Antwort: nichts. Sparplan-Ausführungen sind bei Trade Republic komplett kostenlos — keine Ordergebühr, keine Provision, keine versteckte Pauschale.

Sparplan-Kosten im Überblick Trade Republic Sparplan: Anleitung, Kosten, beste ETFs

Stand: Februar 2026
Sparplan-Ausführung 0,00 EUR

Dauerhaft kostenlos

Depotführung 0,00 EUR

Keine Jahresgebühr

Einmalkauf (Order) 1,00 EUR

Fremdkostenpauschale

Sparplan-Änderung 0,00 EUR

Jederzeit kostenlos

Sparplan-Löschung 0,00 EUR

Sofort und gebührenfrei

Verkauf von Anteilen 1,00 EUR

Fremdkostenpauschale

Alle Angaben ohne Gewähr. Preise können sich jederzeit ändern.

Was kostet es wirklich?

Die 0 EUR sind kein Marketing-Trick. Trade Republic verdient an Sparplänen über die Rückvergütung von LS Exchange (Payment for Order Flow) und am Spread — also der Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs. Bei liquiden ETFs wie einem MSCI World liegt der Spread bei Sparplanausführung typisch bei 0,1–0,3%. Das sind bei 200 EUR Sparrate rund 20–60 Cent pro Ausführung.

Zum Vergleich: Bei der Sparkasse zahlst du für einen 200-EUR-Sparplan 1,5% Ausgabeaufschlag — das sind 3 EUR pro Monat, 36 EUR im Jahr. Bei Trade Republic: effektiv unter 1 EUR. Alle Gebühren inklusive der versteckten Spread-Kosten bei Einmalorders schlüsselt unser Kostenüberblick auf.

Versteckte Kosten: die TER

Was Trade Republic nicht berechnet, berechnet der ETF-Anbieter: die Total Expense Ratio (TER). Die liegt bei den beliebtesten ETFs zwischen 0,07% und 0,22% pro Jahr. Bei 10.000 EUR im Depot sind das 7–22 EUR im Jahr. Das ist kein Trade-Republic-Problem, sondern ein ETF-Kostenmerkmal — und bei jedem Broker identisch.

Sparplan einrichten: Schritt für Schritt

Trade Republic Sparplan einrichten

10 Minuten 0 EUR
1

Depot eröffnen (falls noch nicht geschehen)

Falls du noch kein Trade Republic Konto hast: App herunterladen, Registrierung durchlaufen, Identität verifizieren (Video-Ident, dauert ca. 5 Minuten). Depot ist in der Regel am selben Tag aktiv.
2

ETF oder Aktie suchen

In der App auf „Entdecken“ tippen und nach dem gewünschten ETF suchen. Am einfachsten über die ISIN (z.B. IE00B4L5Y983 für den iShares MSCI World). Alternativ nach „MSCI World“ oder „S&P 500″ suchen.
3

Sparplan anlegen

Auf der ETF-Detailseite „Sparplan erstellen“ tippen. Sparrate eingeben (ab 1 EUR), Intervall wählen (wöchentlich, zweiwöchentlich, monatlich oder quartalsweise) und Ausführungstag festlegen (2., 9., 16. oder 23. des Monats).
4

Zahlungsmethode bestätigen

Der Sparplan wird aus deinem Trade Republic Verrechnungskonto bezahlt. Stelle sicher, dass zum Ausführungszeitpunkt genug Guthaben vorhanden ist — per Dauerauftrag von deinem Girokonto oder über die Karte.
5

Fertig — Sparplan läuft

Ab dem nächsten Ausführungstermin kauft Trade Republic automatisch Anteile für dich. Du kannst den Sparplan jederzeit ändern, pausieren oder löschen.

Typischer Stolperstein: Nicht genug Guthaben auf dem Verrechnungskonto. Wenn am Ausführungstag das Geld fehlt, wird der Sparplan für diesen Monat übersprungen — ohne Benachrichtigung. Richte einen Dauerauftrag ein, der 2–3 Tage vor der Sparplanausführung auf deinem Verrechnungskonto eingeht.

Welcher ETF für den Trade Republic Sparplan?

Über 2.500 ETFs stehen zur Auswahl. Für die meisten Einsteiger reicht einer davon. Hier sind drei solide Optionen — keine Geheimtipps, sondern bewährte Klassiker.

1. iShares Core MSCI World (IE00B4L5Y983)

Der Standardwahl für Einsteiger. Investiert in rund 1.500 Unternehmen aus 23 Industrieländern. USA-Anteil liegt bei ca. 70%, gefolgt von Japan, UK und Europa.

  • TER: 0,20% pro Jahr
  • Fondsvolumen: Über 72 Milliarden EUR
  • Ertragsverwendung: Thesaurierend (Dividenden werden automatisch reinvestiert)
  • Für wen: Wer mit einem einzigen ETF breit gestreut investieren will

2. iShares Core S&P 500 (IE00B5BMR087)

Fokus auf die 500 größten US-Unternehmen: Apple, Microsoft, Nvidia, Amazon, Meta. Höhere Rendite als der MSCI World in den letzten 10 Jahren, aber weniger diversifiziert.

  • TER: 0,07% pro Jahr
  • Fondsvolumen: Über 90 Milliarden EUR
  • Ertragsverwendung: Thesaurierend
  • Für wen: Wer an die US-Wirtschaft glaubt und niedrige Kosten will

3. Vanguard FTSE All-World (IE00BK5BQT80)

Noch breiter als der MSCI World: ca. 3.700 Unternehmen aus Industrie- und Schwellenländern. Enthält China, Indien, Brasilien und andere Emerging Markets.

  • TER: 0,22% pro Jahr
  • Fondsvolumen: Über 14 Milliarden EUR
  • Ertragsverwendung: Thesaurierend
  • Für wen: Wer maximale Diversifikation will, inklusive Schwellenländer

Welchen nehmen?

Für die meisten Einsteiger: den MSCI World. Ein ETF, fertig. Wer sich unsicher ist: Der Unterschied zwischen den drei ist langfristig kleiner, als die meisten denken. Wichtiger als der perfekte ETF ist, überhaupt anzufangen.

Was passiert mit 200 EUR pro Monat nach 10 Jahren?

Angenommen, du investierst 200 EUR monatlich in einen MSCI World ETF:

200 EUR/Monat in MSCI World — 10 Jahre

student

~34.600 EUR Depotwert

Gesamt

Eingezahlt (120 Monate × 200 EUR) 24.000 EUR
Rendite bei 7% p.a. (historischer Durchschnitt) ~10.600 EUR
Depotwert nach 10 Jahren ~34.600 EUR
Rendite bei 5% p.a. (konservativ) ~7.100 EUR → ~31.100 EUR
Rendite bei 9% p.a. (optimistisch) ~14.700 EUR → ~38.700 EUR

Natürlich ist vergangene Rendite keine Garantie. Aber der MSCI World hat in den letzten 30 Jahren durchschnittlich 7–8% pro Jahr gebracht — inklusive Crashs wie 2008 und 2020. Wer 10 Jahre durchhält, hat historisch gesehen nie Geld verloren.

Und wer klein anfängt? 50 EUR pro Monat bringen nach 10 Jahren rund 8.650 EUR (bei 7% Rendite) — davon über 2.650 EUR reine Rendite. Der Punkt ist nicht die Summe, sondern der Anfang.

Wo landen Saveback und Round-Up in diesem Bild?

Angenommen, du bezahlst zusätzlich 800 EUR pro Monat mit der Trade Republic Karte: 8 EUR Saveback plus durchschnittlich 15 EUR Round-Up. Das sind 23 EUR extra pro Monat, die automatisch in deinen Sparplan fließen. Nach 10 Jahren: rund 4.000 EUR zusätzliches Depotvolumen — allein aus Kartenzahlungen. Kein Aufwand, kein extra Geld überweisen.

Sparplan ändern, pausieren oder löschen

Alles geht direkt in der App — ohne Gebühren, ohne Wartezeit.

Sparplan ändern

Öffne den Sparplan über Profil → Sparpläne → gewünschten Sparplan auswählen → „Bearbeiten“. Du kannst Sparrate, Intervall und Ausführungstag ändern. Die Änderung greift ab der nächsten Ausführung.

Sparplan pausieren

Trade Republic bietet keine direkte Pause-Funktion. Der Workaround: Sparrate auf 1 EUR reduzieren. Der Sparplan bleibt aktiv, kostet dich aber praktisch nichts. Sobald du wieder richtig besparen willst, setzt du die Rate hoch. Bereits gekaufte Anteile bleiben im Depot.

Sparplan löschen

Unter „Bearbeiten“ → „Sparplan löschen“. Die bereits gekauften Anteile bleiben im Depot — du verlierst nichts. Nur die automatische Ausführung stoppt.

Wichtig für Saveback-Nutzer: Dein Sparplan muss mindestens 50 EUR pro Monat betragen, damit du weiterhin Saveback auf Kartenzahlungen erhältst. Löschst du den Sparplan, verfällt auch dein Saveback.

Steuern beim Sparplan: Freistellungsauftrag und Vorabpauschale

Zwei Steuerthemen, die du kennen solltest.

Freistellungsauftrag einrichten

Jeder hat 1.000 EUR Sparerpauschbetrag pro Jahr (2.000 EUR für Paare). Solange deine Kapitalerträge — Dividenden, Zinsen, realisierte Kursgewinne — darunter bleiben, zahlst du keine Steuer.

Den Freistellungsauftrag richtest du in der App ein unter Profil → Steuerdaten → Freistellungsauftrag. Wenn du bei mehreren Banken oder Brokern bist, verteile den Freibetrag entsprechend.

Tipp: Vergessen? Du kannst den Freistellungsauftrag bis 31. Dezember nachträglich einrichten. Trade Republic erstattet dann automatisch zu viel gezahlte Steuer für das laufende Jahr. Für vergangene Jahre brauchst du die Steuererklärung.

Vorabpauschale bei thesaurierenden ETFs

Thesaurierende ETFs schütten keine Dividenden aus, sondern reinvestieren sie. Trotzdem will das Finanzamt jedes Jahr seinen Anteil — über die Vorabpauschale.

So funktioniert’s: Im Januar berechnet Trade Republic die Vorabpauschale für das Vorjahr und bucht die Steuer automatisch vom Verrechnungskonto ab. Der Betrag ist meistens gering — bei 10.000 EUR Depotwert typisch 20–50 EUR Steuer.

Achtung: Wenn im Januar nicht genug Guthaben auf dem Verrechnungskonto liegt, kann Trade Republic die Steuer nicht abbuchen. Trade Republic fordert dich dann auf, Geld einzuzahlen. Halte im Januar etwas Cash bereit.

Mehr Details zu allen Steuerthemen findest du in unserem Steuer-Guide für Trade Republic.

Trade Republic Sparplan vs. Scalable Capital vs. ING

Sparplan-Vergleich Trade Republic Sparplan: Anleitung, Kosten, beste ETFs

Stand: Februar 2026
Trade Republic 0 EUR Sparplan, 2.500+ ETFs

Ab 1 EUR, LS Exchange

Scalable Capital 0 EUR Sparplan, 2.700+ ETFs

Ab 1 EUR, Gettex

ING 0 EUR Sparplan, 1.000+ ETFs

Ab 1 EUR, Xetra

Consorsbank 0 EUR (Auswahl), sonst 1,5%

Ab 10 EUR, verschiedene

Alle Angaben ohne Gewähr. Preise können sich jederzeit ändern.

Wann Trade Republic die beste Wahl ist

Du willst einen einfachen, kostenlosen Sparplan ohne Schnickschnack. Die App ist übersichtlich, die Einrichtung dauert 10 Minuten, und du hast nebenbei noch Saveback, Round-Up und 2% Zinsen auf Cash. Für reine Sparplan-Nutzer ist Trade Republic schwer zu schlagen.

Wann Scalable Capital besser ist

Du willst mehr Handelsplätze (Gettex + Xetra im kostenlosen Modell) oder tradest aktiver neben dem Sparplan. Die ETF-Auswahl ist mit 2.700+ marginal größer. Für reine Sparpläne nehmen sich die beiden wenig. Einen ausführlichen Vergleich beider Broker findest du in unserem Direktvergleich Trade Republic vs. Scalable Capital.

Wann ING besser ist

Du willst ein vollwertiges Girokonto plus Depot bei einer etablierten Direktbank. ING bietet kostenlosen Sparplan seit 2024 und hat einen telefonischen Kundenservice — den Trade Republic nicht hat. Die ETF-Auswahl ist kleiner, aber für die Standardwahl (MSCI World, S&P 500) reicht es.

Unser Fazit

Für Einsteiger, die „einfach anfangen“ wollen: Trade Republic. Für aktive Trader mit Sparplan: Scalable Capital. Für Vollbank-Komfort: ING. Alle drei sind für Sparpläne kostenlos — die Entscheidung hängt vom Drumherum ab, nicht von den Sparplan-Gebühren.

Häufige Fragen

Technisch reicht 1 EUR. Sinnvoll sind mindestens 25–50 EUR pro Monat, damit sich der Zinseszinseffekt bemerkbar macht. Wer 50 EUR monatlich investiert, hat nach 10 Jahren bei 7% Rendite rund 8.650 EUR — davon über 2.650 EUR allein aus Rendite.

Am gewählten Ausführungstag zwischen 9:00 und 17:30 Uhr über die LS Exchange (Hamburger Börse). Du kannst den Tag bei der Sparplan-Erstellung auswählen. Die Ausführung erfolgt während der Xetra-Handelszeiten für den bestmöglichen Kurs.

Ja. Trade Republic bietet neben ETF-Sparplänen auch Aktien- und Krypto-Sparpläne an — ebenfalls ab 1 EUR und kostenlos in der Ausführung. Du kannst also Apple, Tesla oder Bitcoin als Sparplan einrichten.

Bruchstücke (z.B. 3,7 Anteile eines ETFs) können nicht zu einem anderen Broker übertragen werden. Vor einem Depotübertrag musst du Bruchstücke verkaufen. Nur ganze Anteile werden übertragen. Das kann je nach Zeitpunkt ein kleiner Verlust oder Gewinn sein.

Ja. Die kostenlosen Sparpläne sind kein zeitlich begrenztes Angebot, sondern Teil des Geschäftsmodells. Trade Republic verdient an der Rückvergütung von LS Exchange (Payment for Order Flow) und am Spread — nicht an Sparplan-Gebühren.

Monatlich ist der Klassiker und für die meisten die richtige Wahl. Wöchentlich glättet den Einstiegskurs etwas stärker (Cost-Average-Effekt), quartalsweise reduziert Buchungen, hat aber weniger Glättung. Bei gleicher Jahressumme macht der Rhythmus langfristig keinen relevanten Renditeunterschied.

Saveback gibt dir 1% auf Kartenzahlungen als Sparplan-Investition zurück (max. 15 EUR/Monat). Round-Up rundet jede Kartenzahlung auf und investiert die Differenz. Beides ergänzt deinen regulären Sparplan. Voraussetzung für Saveback: mindestens 50 EUR/Monat Sparplanrate. Mehr dazu: Saveback und Round-Up.

Erst wenn du Anteile mit Gewinn verkaufst oder Dividenden erhältst. Solange du nur kaufst und hältst, fällt keine Steuer an — außer der jährlichen Vorabpauschale bei thesaurierenden ETFs (meistens ein kleiner Betrag). Richte auf jeden Fall einen Freistellungsauftrag ein (1.000 EUR/Jahr). Ausführlich erklärt in unserem Steuer-Guide.

Quellen und Transparenz

Transparenz-Hinweis: Dieser Artikel enthält Affiliate-Links. Wenn du über einen dieser Links ein Depot eröffnest, erhalten wir eine Provision. Am Preis ändert sich für dich nichts. Unsere Bewertungsmethodik findest du unter So bewerten wir.

Den vollständigen Trade Republic Test mit allen Scores findest du in unserem Trade Republic Testbericht.

Trade Republic Sparplan: Anleitung, Kosten, beste ETFs jetzt testen

Eröffne jetzt dein Konto und profitiere von allen Vorteilen.

zu Trade Republic
Zum Anbieter