Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze
- Vier Kinderkonten sind komplett kostenlos: DKB u18, ING Junior, Comdirect JuniorGiro und Commerzbank StartKonto. Keine Kontoführung, keine Kartengebühr, keine versteckten Kosten im Inland.
- DKB u18 ist der Testsieger bei versteckten Kosten: 0% Fremdwährungsgebühr, unbegrenzt Bargeld weltweit, kein Mindestgeldeingang.
- Comdirect ist die beste Wahl ohne Elternkonto-Pflicht: komplett kostenlos, Visa Debit plus Girocard, Bargeld einzahlen bei der Commerzbank möglich.
Ehrliche Nachteile:
- Neobanken wie N26, Revolut und bunq sind fürs Kind kostenlos, aber die Eltern brauchen ein eigenes Konto (bei bunq ab 3,99 EUR/Monat). Bei N26 kostet die physische Karte einmalig 10 EUR.
- Bling kostet ab 2,99 EUR/Monat und lohnt sich nur, wenn du die pädagogischen Features (Aufgabenplaner, Spartöpfe) aktiv nutzt.
Perfekt für dich, wenn du ein Kinderkonto ohne versteckte Kosten suchst und wissen willst, welche Konten wirklich komplett kostenlos sind.
Nicht ideal, wenn du gezielt pädagogische Spar-Features brauchst — dann lohnt sich ein Blick auf Bling trotz der Kosten.
Unser Urteil in einem Satz: DKB u18 bietet das beste Gesamtpaket unter den kostenlosen Kinderkonten, Comdirect ist die einfachste Wahl ohne Elternkonto-Pflicht.
Was „kostenlos“ beim Kinderkonto wirklich bedeutet
Wenn eine Bank „kostenlos“ schreibt, meint sie meistens: keine Kontoführungsgebühr und keine Kartengebühr. Das stimmt auch im Inland, im Euroraum, bei normaler Nutzung. Sobald du genauer hinschaust, gibt es allerdings Unterschiede.
Versteckte Kosten, die gerne vergessen werden:
Die Fremdwährungsgebühr trifft dich im Urlaub. Wenn dein Kind in der Türkei oder Schweden mit der Karte zahlt, berechnen manche Banken 1,75% bis 2,20% Aufschlag. Bei 200 EUR Urlaubsausgaben sind das bis zu 4,40 EUR pro Kind.
Bargeldabhebegebühren klingen bei einem kostenlosen Konto widersinnig. Bei der Comdirect sind aber nur drei Abhebungen pro Monat mit der Visa kostenlos. Danach werden 4,90 EUR pro Abhebung fällig. Die ING ist im Inland unproblematisch, außerhalb der Eurozone wird es dagegen teuer.
Die physische Karte kostet bei N26 einmalig 10 EUR. Bei allen anderen Anbietern ist sie kostenlos.
Dazu kommt eine indirekte Kosten-Falle: Einige Neobanken verlangen kein Geld fürs Kinderkonto, aber die Eltern müssen ein kostenpflichtiges Abo haben. Bei bunq Kids brauchst du ein Eltern-Abo ab 3,99 EUR pro Monat. Das Kinderkonto ist „kostenlos“, die Familie zahlt trotzdem.
Komplett kostenlose Kinderkonten im Vergleich
Diese vier Konten sind wirklich kostenlos. Ohne Sternchen, ohne Fußnote, ohne verstecktes Eltern-Abo.
Kostenlose Kinderkonten im Vergleich Kinderkonto kostenlos: Diese Konten kosten wirklich nichts
Stand: April 2026
0% Fremdwährung, Aktivkunde automatisch. Elternkonto Pflicht
2,20% Fremdwährung außerhalb Eurozone. Elternkonto Pflicht
1,75% Fremdwährung. Kein Elternkonto nötig
Keine Visa Debit. Konto läuft bis 27
Alle Angaben ohne Gewähr. Preise können sich jederzeit ändern.
DKB u18 ist der Testsieger: 0% Fremdwährungsgebühr weltweit, unbegrenzt kostenlos Bargeld abheben, Aktivkundenstatus ohne Mindestgeldeingang. Einziger Haken: Ein Elternteil muss DKB-Kunde sein.
ING Junior ist solide im Inland, wird im Ausland aber mit 2,20% Fremdwährungsgebühr teuer. Auch hier braucht ein Elternteil ein ING-Konto.
Comdirect JuniorGiro ist das einzige komplett kostenlose Kinderkonto ohne Elternkonto-Pflicht. Visa Debit plus Girocard, Bargeld einzahlen an Commerzbank-Automaten. Nachteil: 1,75% Fremdwährung.
Commerzbank StartKonto läuft bis 27 — länger als jedes andere Kinderkonto. Girocard inklusive, ab 14 Prepaid-Kreditkarte. Kein Visa Debit, Auslandseinsatz mit Gebühren.
Welches passt zu dir? Du oder dein Partner seid bereits DKB-Kunde? Dann DKB u18. Ihr seid bei keiner der Banken und wollt kein Elternkonto eröffnen? Comdirect JuniorGiro. Filialen und Bargeld einzahlen sind wichtig? Commerzbank StartKonto.
Kostenlose Konten mit den besten Extras
Kostenlos ist gut. Aber welches Konto bietet am meisten?
DKB u18 fürs Ausland. Beim Auslandseinsatz ist die DKB konkurrenzlos unter den kostenlosen Kinderkonten: 0% Fremdwährungsgebühr bei Kartenzahlung und Bargeldabhebung, weltweit, ohne Limit. Für Urlaub, Schüleraustausch oder das Auslandssemester später die beste Option. Mehr dazu in unserem Artikel Kinderkonto im Ausland.
Comdirect für Bargeld-Fans. Dein Kind bekommt Taschengeld bar von Oma? Oder jobbt und wird in bar bezahlt? Dann ist die Comdirect ideal: Bargeld einzahlen am Commerzbank-Automaten, Bargeld abheben an Cash-Group-Automaten (Commerzbank, Deutsche Bank, Postbank, HypoVereinsbank). Alles kostenlos.
Commerzbank für die lange Sicht. Das StartKonto läuft bis 27. Dein Kind eröffnet mit 10 ein Konto und nutzt es durch Schule, Ausbildung und Studium, ohne dass sich die IBAN ändert. Kein anderer Anbieter bietet diese Altersspanne.
Apple Pay und Google Pay: DKB, Comdirect und Commerzbank unterstützen beide ab 16 Jahren. Die ING ebenfalls. Jüngere Kinder bezahlen kontaktlos per NFC mit der physischen Karte.
Kostenlose Kinder-Debitkarten ohne Girokonto
Was, wenn du gar kein vollwertiges Girokonto willst, sondern nur eine Debitkarte fürs Taschengeld? Dann kommen die Neobanken ins Spiel, allerdings mit Einschränkungen.
N26 unter 18: Fast kostenlos. Die Kontoführung ist gratis, Kartenzahlung weltweit ohne Fremdwährungsgebühr auch. Die physische Karte kostet allerdings einmalig 10 EUR. Bargeld abheben zählt gegen das Limit des Elternkontos (3 bis 5 Abhebungen pro Monat je nach Eltern-Abo). Du brauchst selbst ein N26-Konto. Wer ohnehin N26 nutzt, hat hier eine gute Option. Das Elternkonto extra dafür eröffnen lohnt sich eher nicht.
Revolut Junior: Kostenlos im Basis-Abo. Im kostenlosen Standard-Abo der Eltern ist Revolut Junior inklusive. Kein Aufpreis für das Kinderkonto, keine Kartengebühr. Der Haken: Bargeld abheben ist auf 100 EUR pro Monat begrenzt (danach 2%). Am Wochenende fällt ein Währungsaufschlag von 1% an. Für den Alltag in Deutschland reicht das aus, im Ausland wird es aber schnell teuer. Details findest du in unserem Revolut Kinderkonto Test.
bunq Kids: Nur mit Eltern-Abo. Das Kinderkonto selbst kostet nichts. Du brauchst als Elternteil aber ein bunq-Abo ab 3,99 EUR pro Monat. Macht mindestens 47,88 EUR im Jahr für ein „kostenloses“ Kinderkonto. Nur sinnvoll, wenn du bunq ohnehin nutzt.
Was ist mit Bling? Bling ist bewusst kostenpflichtig: ab 2,99 EUR pro Monat (35,88 EUR im Jahr). Dazu kommen 2% Fremdwährungsgebühr und 9,99 EUR für eine Ersatzkarte. Wer Bling nur als Zahlungskarte nutzt, zahlt drauf. Der Aufpreis lohnt sich, wenn dein Kind die pädagogischen Features wirklich nutzt: Spartöpfe mit visuellen Zielen, der Aufgabenplaner („Zimmer aufräumen = 2 EUR“) und die spielerische Finanzbildung. Wie digitales Taschengeld per App im Detail funktioniert, haben wir separat aufgeschrieben. Gerade für Kinder unter 10, die noch kein echtes Girokonto brauchen, kann das sinnvoll sein. Sobald dein Kind älter wird und echte Bankfunktionen braucht, ist ein kostenloses Konto bei DKB oder Comdirect die bessere Wahl. Unser Guide Ab wann braucht mein Kind ein Konto? hilft bei der Entscheidung nach Alter.
Häufige Fragen
DKB u18, ING Junior, Comdirect JuniorGiro und Commerzbank StartKonto sind komplett kostenlos: keine Kontoführungsgebühr, keine Kartengebühr. Bei DKB und ING müssen die Eltern allerdings selbst Kunde sein. Comdirect und Commerzbank bieten Kinderkonten auch ohne Elternkonto an.
Ja, alle vier komplett kostenlosen Kinderkonten (DKB u18, ING Junior, Comdirect, Commerzbank) haben keinen Mindestgeldeingang. Beim DKB u18-Konto gilt sogar der Aktivkundenstatus automatisch. Beim Erwachsenenkonto brauchst du dafür 700 EUR monatlichen Geldeingang, beim Kinderkonto nicht.
Kommt drauf an, was du brauchst. Für reine Zahlungsfunktionen ist ein kostenloses Bankkonto klar besser: mehr Features, keine Kosten. Bling lohnt sich nur, wenn du die pädagogischen Extras aktiv nutzt (Spartöpfe, Aufgabenplaner, Echtzeit-Elternkontrolle). Welche Anbieter die beste Elternkontrolle per App bieten, zeigt unser Vergleich. Für Kinder unter 10 kann das sinnvoll sein, ab 12 überwiegen die Vorteile eines echten Girokontos.
Die DKB u18 ist die einzige kostenlose Kinderkarte mit 0% Fremdwährungsgebühr weltweit, bei Kartenzahlung und Bargeld. Alle anderen kostenlosen Konten berechnen im Ausland 1,75% bis 2,20%. Für Urlaub und Schüleraustausch deshalb die naheliegende Wahl.
Bei DKB und ING ja, mindestens ein Elternteil muss dort Kunde sein. Bei Comdirect und Commerzbank nicht. Bei den Neobanken (N26, Revolut, bunq) brauchst du ebenfalls ein eigenes Konto. Wer kein Zweitkonto eröffnen will: Comdirect ist die einfachste Wahl.
Im Inland kaum. Die Hauptunterschiede zeigen sich im Ausland: Fremdwährungsgebühren von 0% (DKB) bis 2,20% (ING) und Bargeldabhebegebühren außerhalb der Eurozone. Bei der Comdirect sind zudem nur drei Visa-Abhebungen pro Monat kostenlos, danach 4,90 EUR. Im normalen Alltag in Deutschland sind alle vier Konten aber wirklich komplett kostenlos.
Quellen
- DKB u18 Konditionen
- ING Junior Konto
- Comdirect JuniorGiro
- Commerzbank StartKonto
- Stiftung Warentest: Girokonten für Kinder und Jugendliche
Den vollständigen Kinderkonto Vergleich mit allen Anbietern findest du in unserem Kinderkonto Vergleich 2026. Einzelne Anbieter im Detail: Bling Card Test, Comdirect Kinderkonto und Kinderkonto im Ausland.
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