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Revolut bietet mit „Revolut Kids & Teens“ ein Kinderkonto ab 7 Jahren an — kostenlos, mit eigener App und Visa- oder Mastercard-Debitkarte. Klingt erstmal nach einem Volltreffer für Familien. Aber: Das Kinderkonto ist kein eigenständiges Konto, sondern ein Sub-Account im Eltern-Revolut. Und das hat Konsequenzen, die viele Tests verschweigen.
Wir schauen uns ehrlich an, was Revolut für unter 18-Jährige wirklich kann — und wo die Grenzen liegen.
Das Wichtigste in Kürze
- Im kostenlosen Standard-Tarif inklusive — für eine Familie mit einem Kind entstehen null Kosten.
- Starke Elternkontrolle mit Echtzeit-Push, Kategoriesperren und Ausgabelimits; 2,00 % Tagesgeld für Kinder.
- Top-bewertete Kinder-App (4,8 Sterne) mit Spartöpfen, Aufgaben und Google Pay.
Ehrliche Nachteile:
- Keine eigene IBAN — Großeltern oder Arbeitgeber können nicht direkt überweisen.
- Rechtlich gehört das Guthaben dem Elternteil; Konto-Sperre der Eltern betrifft auch das Kind.
Perfekt für dich, wenn du bereits Revolut-Nutzer bist und für ein Kind eine kostenlose Taschengeld-Lösung mit guter App suchst.
Nicht ideal, wenn dein Kind Geld überwiesen bekommen muss (Nebenjob, Großeltern) — dann braucht es eine eigene IBAN.
Unser Urteil in einem Satz: Revolut Kids & Teens ist das beste kostenlose Kinderkonto für bestehende Revolut-Familien — mit einem entscheidenden Vorbehalt: keine eigene IBAN.
Was ist Revolut für unter 18-Jährige?
Revolut Kids & Teens (früher „Revolut Junior“) ist kein eigenes Bankkonto für dein Kind. Es ist ein Sub-Account innerhalb deines Revolut-Kontos. Dein Kind bekommt eine Debitkarte auf Guthabenbasis und eine eigene App — aber keine eigene IBAN und keine eigene Vertragsbeziehung mit Revolut.
Das klingt nach einem Detail, hat aber weitreichende Folgen:
- Kein SEPA-Empfang: Großeltern, Tanten oder der Arbeitgeber beim Ferienjob können nicht direkt auf das Kinderkonto überweisen. Geld kommt nur per Revolut-Revtag, Payment-Link oder QR-Code an.
- Geld gehört dem Elternteil: Rechtlich ist das Guthaben auf dem Kinderkonto dein Geld, nicht das deines Kindes. Dein Kind hat keine eigenen Rechte aus dem Vertrag.
- Elternkonto-Abhängigkeit: Wird dein Revolut-Konto aus irgendeinem Grund gesperrt, ist das Kinderkonto ebenfalls betroffen.
Für jüngere Kinder (7-12), die hauptsächlich Taschengeld ausgeben, ist das kein Problem. Für Teenager ab 14-15, die vielleicht einen Nebenjob haben und Geld überwiesen bekommen müssen, wird die fehlende IBAN zum echten Hindernis. In dem Fall ist ein echtes Girokonto wie das DKB u18 die bessere Wahl.
Revolut selbst hat eine EZB-Vollbanklizenz (Litauen), ist in Deutschland BaFin-registriert und bietet Einlagensicherung bis 100.000 EUR über den litauischen Einlagensicherungsfonds.
Ja. Das Kinderkonto ist ein Sub-Account im Eltern-Revolut. Du brauchst mindestens den kostenlosen Standard-Tarif. Ohne eigenes Revolut-Konto gibt es kein Kinderkonto. Das ist ein Unterschied zu Bling, wo du kein Elternkonto beim gleichen Anbieter brauchst.
Was kostet das Revolut Kinderkonto?
Die gute Nachricht: Revolut Kids & Teens ist in jedem Tarif enthalten, auch im kostenlosen Standard. Es gibt keine Extra-Gebühr für das Kinderkonto selbst. Die Frage ist eher, wie viele Kinder du brauchst und welche Features du willst.
Gebühren Revolut Kinderkonto nach Tarif Revolut Kinderkonto: So funktioniert Revolut für unter 18-Jährige
Stand: März 2026
1 Kind inklusive
2 Kinder inklusive
2 Kinder inklusive
5 Kinder inklusive
5 Kinder inklusive
Alle Angaben ohne Gewähr. Preise können sich jederzeit ändern.
Für eine Familie mit einem Kind reicht der Standard-Tarif völlig. Du zahlst null Euro und bekommst trotzdem die Kinder-App, die Elternkontrolle und eine Debitkarte für dein Kind.
Wird es ab zwei Kindern teurer? Ja — dann brauchst du mindestens Plus für 3,99 EUR/Monat. Das sind 47,88 EUR im Jahr. Zum Vergleich: Bling kostet 2,99 EUR pro Kind pro Monat im Jahresabo — bei zwei Kindern also 71,76 EUR. Revolut ist hier günstiger, setzt aber ein eigenes Konto voraus.
Der wichtige Unterschied zwischen den Tarifen: Fremdwährung. Im Standard-Tarif zahlst du ab 500 EUR Umsatz pro Monat 0,5 % Fremdwährungsgebühr. Ab Premium gibt es keine Fremdwährungsgebühr mehr. Für den Familienurlaub außerhalb der Eurozone kann sich das Upgrade lohnen.
Features: App, Elternkontrolle, Limits
Die Kinder-App („Revolut — Teen Finance“ auf iOS, „Revolut — Kids & Teens“ auf Android) hat 4,8 von 5 Sternen im App Store. Jedes Kind braucht ein eigenes Smartphone.
Elternkontrolle: Hier ist Revolut gut aufgestellt. Du steuerst alles über deine Eltern-App:
- Ausgabelimits (täglich und monatlich einstellbar)
- Karte sofort sperren und entsperren
- Kategoriesperren: Online-Shopping, Glücksspiel, Alkohol einzeln abschaltbar
- Echtzeit-Push bei jeder Transaktion
- Co-Elternteil hinzufügen (ab Plus-Tarif)
Sparen: Revolut bietet ein Tagesgeldkonto für Kinder mit 2,00 % Zinsen p.a. — einheitlich in allen Tarifen, Zinsen werden täglich gutgeschrieben. Dazu kommen Spartöpfe („Spaces“) für individuelle Sparziele. Das ist mehr als N26 bietet (kein Tagesgeld für Kinder), aber weniger als Bling mit seinem pädagogischen Sparbaum-System.
Aufgaben („Earn“): Eltern können Aufgaben mit Geldbelohnung definieren — einmalig oder wiederkehrend. Kinder können sogar eigene Challenges anfragen. Ein nettes Feature, aber weniger ausgebaut als bei Bling.
Apple Pay / Google Pay: Google Pay funktioniert ohne Einschränkung. Apple Pay ist erst ab 16 Jahren verfügbar (Apple-Richtlinie). Für jüngere Kinder geht es über Family Sharing, das ist aber umständlich.
Die Limits, die du kennen solltest:
Das Revolut Kinderkonto hat enge Limits, die im Alltag relevant werden:
- Bargeld: Max. 120 EUR pro Tag, max. 3 Abhebungen täglich, max. 6 pro Woche. Kostenlos im Standard-Tarif: 100 EUR/Monat, danach 2 % Gebühr.
- Kartenzahlungen: Max. 15 Zahlungen pro Tag, max. 1.200 EUR Tagesausgaben.
- Einzahlungen: Max. 4.000 EUR pro Jahr.
- Kontostand: Max. 3.000 EUR.
15 Kartenzahlungen pro Tag klingt nach viel — aber für einen Teenager, der morgens Brötchen holt, mittags in der Mensa zahlt, nachmittags was im Laden kauft und abends online bestellt, kann das an einem Shoppingtag eng werden.
Revolut Kinderkonto einrichten: So geht’s
Die Einrichtung dauert etwa 10 Minuten über die Revolut-App der Eltern:
Revolut Kinderkonto einrichten
In der Revolut-App öffnen
Kind-Daten eingeben
Debitkarte bestellen
Kinder-App installieren
Geld aufladen und Kontrolle einrichten
Bis die physische Karte ankommt, kann dein Kind die virtuelle Karte sofort nutzen — für Online-Zahlungen oder Google Pay.
Was passiert mit 18? Dein Kind erhält in der App eine Aufforderung zur Migration auf ein eigenes Revolut-Konto. Guthaben und Spartöpfe werden übertragen, das Kind bekommt eine eigene IBAN. Migriert dein Kind nicht, geht das Guthaben zurück an die Eltern.
Revolut vs. N26 vs. Bling: Kinderkonto im Vergleich
Drei beliebte Optionen — grundverschieden im Ansatz:
Revolut ist ein guter Kompromiss aus Kosten und Features. Du zahlst nichts (Standard), bekommst eine solide Kinder-App mit Elternkontrolle und 2 % Tagesgeld. Der große Haken: keine eigene IBAN.
N26 hat den wichtigen Vorteil: eine eigene IBAN. Oma kann direkt überweisen, der Arbeitgeber beim Nebenjob auch. Dafür gibt es keine eigene Kinder-App (nur eine reduzierte Ansicht), kein Tagesgeld und 10 EUR Kartengebühr einmalig.
Bling geht einen anderen Weg: kein Elternkonto nötig, dafür Abo-Kosten ab 2,99 EUR/Monat. Die pädagogischen Features (Spartöpfe, Aufgaben, Sparbaum) sind stärker als bei Revolut. Auch Bling hat keine IBAN — aber das Aufladen per SEPA vom eigenen Bankkonto funktioniert unkompliziert.
Wenn dein Kind Geld von Dritten empfangen muss (Nebenjob, Großeltern per Überweisung), führt kein Weg an einem Konto mit eigener IBAN vorbei. Dann schau dir das DKB u18 an — komplett kostenlos, echtes Girokonto, weltweit gebührenfrei abheben.
Wer vor allem eine App-basierte Lösung für Taschengeld und Elternkontrolle sucht, ist bei Revolut (kostenlos) oder Bling (mehr Features) gut aufgehoben. Mehr dazu in unserem Vergleich der Kinderkonten mit App. Welches Konto sich für Reisen eignet, klären wir unter Kinderkonto im Ausland.
Häufige Fragen zum Revolut Kinderkonto
Revolut Kids & Teens ist im kostenlosen Standard-Tarif enthalten — für ein Kind. Du zahlst also 0 EUR. Ab zwei Kindern brauchst du mindestens Plus (3,99 EUR/Monat). Features wie keine Fremdwährungsgebühr gibt es erst ab Premium (7,99 EUR/Monat).
Nein. Das Revolut Kinderkonto hat keine eigene IBAN. Dein Kind kann kein Geld per SEPA-Überweisung empfangen. Geld kommt nur über Revolut-Revtag, Payment-Link oder QR-Code an. Für Teenager mit Nebenjob ist das ein echtes Problem — dann besser ein Konto mit eigener IBAN wie das DKB u18 oder N26 Kinderkonto wählen.
Im Standard-Tarif sind 100 EUR pro Monat kostenlos, danach fallen 2 % Gebühr an. Ab Plus/Premium sind es 150 EUR, ab Metal/Ultra 200 EUR. Täglich maximal 120 EUR, maximal 3 Abhebungen pro Tag und 6 pro Woche. Ältere Tests nennen niedrigere Limits (40 EUR/Monat) — die wurden inzwischen erhöht.
Kommt auf deinen Tarif an. Im Standard-Tarif sind Fremdwährungszahlungen bis 500 EUR pro Monat kostenlos, danach 0,5 %. Ab Premium gibt es keine Fremdwährungsgebühr. In der Eurozone fallen in keinem Tarif Gebühren an. Für den Familienurlaub außerhalb der Eurozone lohnt sich der Blick auf den Premium-Tarif.
Dein Kind erhält in der App eine Aufforderung zur Migration auf ein eigenes Revolut-Konto. Guthaben und Spartöpfe werden übertragen, es gibt eine neue eigene IBAN. Die alten Kinderkonto-Karten werden deaktiviert. Migriert dein Kind nicht, geht das restliche Guthaben an dich zurück.
Revolut hat die bessere Kinder-App (eigene App mit Spartöpfen und Aufgaben), 2 % Tagesgeld und keine Kartengebühr. N26 hat die eigene IBAN — dein Kind kann also Geld überwiesen bekommen (Großeltern, Nebenjob). N26 hat keine eigene Kinder-App, dafür starke automatische Kategoriesperren. Die entscheidende Frage: Braucht dein Kind eine eigene IBAN? Dann N26. Wenn nicht, bietet Revolut mehr Features.
Den vollständigen Kinderkonto Vergleich findest du in unserem Kinderkonto Vergleich 2026.
Alles zu Revolut als Neobank findest du in unserem Revolut Test.
Quellen und Transparenz
- Revolut: Konto für Kinder und Jugendliche von 7–17 Jahren
- Revolut: Features für Kinder und Jugendliche
- BaFin: Was ist bei Girokonten für Minderjährige zu beachten?
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