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4,00 % Tagesgeldzinsen klingen verlockend. Doch bei den meisten Banken ist der Spitzenzins nach wenigen Monaten vorbei, danach stürzt der Zins auf unter 1 % ab. Wer nicht rechtzeitig wechselt, verschenkt bares Geld.
Wir haben die aktuellen Tagesgeld-Angebote in Deutschland durchgerechnet: die Lockzinsen für Neukunden, aber vor allem die Dauerzinsen danach. Denn genau dort entscheidet sich, ob sich ein Angebot wirklich lohnt.
Das Ergebnis ist zweifach überraschend. Bei den klassischen Lockzins-Banken schlägt ein solider Dauerzins von 2,50 % am Ende sogar einen 3,40-%-Aktionszins, weil der nach wenigen Monaten einbricht. Den höchsten Zins bieten aktuell Chase und die Norisbank mit je 4,00 %, gefolgt von der Advanzia Bank mit 3,90 %. Die estnische Bigbank, lange der Spitzenreiter, hat ihren Aktionszins zum 21. Juli auf 3,25 % gesenkt und ist damit aus der Spitzengruppe gerutscht. Unter den Banken mit deutscher Einlagensicherung ist Chase die Ausnahme: 4,00 % in den ersten vier Monaten und danach immer noch 2,00 %, das schlägt über zwölf Monate fast alles.
In diesem Vergleich findest du die aktuellen Tagesgeld-Zinsen für Juli 2026, sortiert nach dem, was wirklich bei dir ankommt. Mit Rechenbeispielen für 10.000 und 50.000 €.
Zinssätze zuletzt geprüft am: 26. Juli 2026
EZB-Leitzins seit 17. Juni 2026 bei 2,25 %
Die EZB hat ihre Leitzinsen am 11. Juni 2026 angehoben. Der Einlagezinssatz steigt mit Wirkung zum 17. Juni 2026 auf 2,25 %. Das ist die neue Bezugsgröße für die Tagesgeld-Verzinsung in Europa: Ein Anbieter, der 2,25 % auf Cash zahlt, gibt den vollen EZB-Satz weiter. Trade Republic (2,25 %) und Scalable Capital (2,50 %) liegen auf oder über diesem neuen Niveau.
Tagesgeld-Zinsen aktuell: die besten Angebote im Überblick
Die folgende Tabelle zeigt die besten Tagesgeld-Angebote im Juli 2026. Die meisten dieser Zinsen gelten nur für Neukunden und sind auf wenige Monate befristet. Achte deshalb nicht nur auf die erste Spalte, sondern auch darauf, was nach der Aktion bleibt.
Top-Tagesgeld-Angebote Juli 2026
Alle Angaben ohne Gewähr. Preise können sich jederzeit ändern.
Die Tabelle teilt sich in zwei Welten: oben die Aktionszinsen, die nach wenigen Monaten verschwinden, unten die Dauerzinsen, die du als Bestandskunde tatsächlich bekommst. Die Sortierung nach Zinssatz ist deshalb irreführend, wenn du länger als drei Monate sparst. Die großen Ausnahmen sind Chase und Bigbank, weil bei beiden auch der Folgezins hoch bleibt (Chase 2,00 %, Bigbank 2,25 %), dazu gleich mehr.
Der durchschnittliche Tagesgeldzins liegt laut Biallo aktuell bei rund 1,5 % (Stand: April 2026). Mit Aktionszinsen gerechnet bei rund 2,7 %. Was Bestandskunden nach Ablauf der Aktion tatsächlich erhalten: im Schnitt nur etwas über 1,2 %.
Vorsicht: viele Spitzenzinsen sind nur kurz buchbar
Die DKB-Aktion mit 2,75 % p. a. auf neues Geld lief nur vom 01.04. bis 22.04.2026. Wer in diesem Fenster Geld an seine DKB-Tagesgeld-IBAN überwiesen hat, bekommt den Aktionszins bis 31.08.2026 (Cap 100.000 €). Für alle anderen gilt aktuell wieder der DKB-Standardzins von 1,00 % p. a. Generell gilt: Aktionszinsen sind Marketing und kein Versprechen. Prüfe vor der Eröffnung immer, wie lange der Zins läuft und was danach kommt.
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Scalable Capital
84 · Sehr gut
Trade Republic
85 · Sehr gut
bunq
72 · Gut
Openbank
79 · Gut
Chase, Norisbank und Bigbank: die Top-Angebote im Detail
Chase und die Norisbank stehen im Juli 2026 mit je 4,00 % an der Spitze, die Bigbank war es bis vor Kurzem. Alle drei funktionieren nach völlig unterschiedlichen Regeln.
Die Bigbank ist eine estnische Bank und war lange der Spitzenreiter im Zinsvergleich. Zum 21. Juli 2026 hat sie ihren Neukunden-Aktionszins allerdings von 4,05 auf 3,25 % gesenkt, garantiert für vier Monate, danach ein variabler Satz von derzeit 2,25 %. Damit ist sie aus der Spitzengruppe gefallen. Interessant bleibt sie trotzdem, denn der Folgezins liegt mit 2,25 % auf EZB-Niveau, während viele Wettbewerber nach der Aktion unter 1 % zahlen. Einen Mindestbetrag gibt es nicht, verzinst wird Guthaben bis 250.000 €. Zwei Punkte solltest du kennen: Deine Einlagen sichert der estnische Einlagensicherungsfonds bis 100.000 €, nicht die deutsche Einlagensicherung. Und weil Bigbank ein ausländischer Anbieter ist, führt die Bank keine Abgeltungsteuer automatisch ab. Du musst die Zinsen selbst in der Anlage KAP deiner Steuererklärung angeben.
Chase (Teil von J.P. Morgan) ist neu im deutschen Markt: 4,00 % für die ersten vier Monate, danach 2,00 % variabel. Das ist kein normaler Folgezins. Während andere Banken nach der Aktion auf unter 1 % zurückfallen, bleibt Chase mit 2,00 % auch danach konkurrenzfähig. Über ein ganzes Jahr gerechnet ist das das stärkste Angebot im Vergleich. Einen Mindest- oder Höchstbetrag kommuniziert Chase nicht offen, Voraussetzung sind Wohnsitz und Steuerpflicht in Deutschland.
Die Norisbank kehrt zum 01.07.2026 mit einer kräftigen Aktion zurück: 4,00 % p. a. fest bis zum 31.12.2026, also für ein halbes Jahr, auf bis zu 250.000 €. Der Haken steckt in den Bedingungen. Du musst gleichzeitig ein Girokonto eröffnen und über den Kontowechselservice mindestens drei Zahlungspartner umziehen. Nach Ende der Aktion fällt der Zins auf die Normalkondition von 0,75 %. Obendrauf gibt es aktuell eine 120-Euro-Prämie: Sie fließt, wenn du dich per Videolegitimation ausweist und über den Online-Kontowechselservice mindestens drei Zahlungspartner bis zum 30.11.2026 umziehst. Den Kontowechsel machst du für den Aktionszins sowieso, die Prämie kommt also einfach noch dazu.
Neukunden vs. Bestandskunden: der wahre Zins
Das ist das eigentliche Problem. Die Zinsen, die in Vergleichsportalen ganz oben stehen, gelten fast immer nur für Neukunden. Was danach kommt, steht im Kleingedruckten.
Aktionszins vs. Basiszins nach Ablauf
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Bei der ING fällt der Zins nach vier Monaten von 3,20 % auf 0,75 %, also fast 2,5 Prozentpunkte weniger. Bei der Consorsbank ist der Absturz mit 2,60 Prozentpunkten ähnlich heftig. Chase ist hier die Ausnahme: Der Zins fällt zwar auch, aber nur von 4,00 % auf 2,00 %, also auf ein Niveau, das viele Wettbewerber nicht einmal als Aktionszins bieten.
Für dich als Sparer bedeutet das: Bei den meisten Banken müsstest du alle paar Monate wechseln, um dauerhaft von den Aktionszinsen zu profitieren. Das sogenannte Zinshopping funktioniert, ist aber aufwändig. Konto eröffnen, Geld überweisen, Freistellungsauftrag einrichten, nach drei Monaten wieder kündigen.
Die Alternative: ein Konto mit solidem Dauerzins, bei dem du dich nicht alle Vierteljahre um einen Wechsel kümmern musst.
Neobanken im Tagesgeld-Vergleich
Neobanken setzen auf ein anderes Modell als klassische Direktbanken. Statt befristeter Aktionszinsen bieten die meisten einen festen Dauerzins, der sich am EZB-Leitzins orientiert.
Neobanken: Tagesgeld-Angebote im Vergleich
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Den höchsten Satz in der Tabelle zeigt Trading 212 mit 3,50 %, allerdings mit Haken: Der Zins läuft teils über Geldmarktfonds, und dieser Anteil ist nicht einlagengesichert. Wer klassisch einlagengesicherten Cash-Zins will, ist bei Scalable oder Trade Republic besser aufgehoben.
Scalable Capital liegt mit 2,50 % bei den einlagengesicherten Broker-Zinsen vorne. Der Zins ist variabel und an den EZB-Leitzins gekoppelt, aber nicht befristet. Da die EZB den Einlagezinssatz zum 17. Juni 2026 auf 2,25 % angehoben hat, bleibt Scalable Capital auch weiterhin der Dauerzins-Spitzenreiter unter den einlagengesicherten Brokern.
Trade Republic bietet 2,25 % auf das gesamte Guthaben. Keine Obergrenze, kein Mindestbetrag. Der Zins entspricht jetzt genau dem neuen EZB-Einlagezinssatz.
N26 staffelt die Zinsen nach Kontomodell. Nur mit dem teuren Metal-Abo (16,90 €/Monat) bekommst du bis zu 2,25 % (Bestandskunden; neue Metal-Konten 1,50 %). Im kostenlosen Standardkonto gibt es magere 0,25 %. Das lohnt sich nur, wenn du N26 ohnehin als Hauptkonto nutzt.
Achtung bei Vivid Money
Vivid bewirbt Zinsen von ca. 3,70 % über das sogenannte Pocket-Feature. Das ist allerdings kein Tagesgeld, sondern ein Geldmarktfonds. Dein Geld ist damit nicht durch die gesetzliche Einlagensicherung geschützt, sondern unterliegt dem Fondsrisiko. Für echtes Tagesgeld ist Vivid keine Option.
Direktbanken im Tagesgeld-Vergleich
Direktbanken wie ING, Comdirect und Consorsbank setzen auf ein anderes Modell: Aktionszinsen, um Neukunden anzulocken. Der reguläre Zins danach ist deutlich niedriger.
Das kann sich trotzdem lohnen, wenn du bereit bist, regelmäßig zu wechseln. Oder wenn du ohnehin ein Girokonto bei der Bank hast und den Aktionszins als netten Bonus mitnimmst.
Die Consorsbank lockt mit 3,40 % für fünf Monate, einem der höchsten reinen Aktionszinsen im Markt. Auf bis zu 1.000.000 €, was für größere Summen auf dem Papier attraktiv ist. Aber danach fällt der Zins auf 0,80 %. Für teilnehmende Bestandskunden gibt es zusätzlich einen Topzins von bis zu 2,20 % auf eine separate Tagesgeld-Komponente, der den Absturz teilweise abfedert.
Bei der ING sind es 3,20 % für vier Monate, danach 0,75 %. Wer ein erstes Extra-Konto eröffnet, sichert sich den Aktionszins, fällt danach aber auf den niedrigen Bestandszins zurück.
Die Bank of Scotland, die in Deutschland als Lloyds Bank GmbH firmiert, bietet 3,25 % für drei Monate mit deutscher Einlagensicherung. Nach der Aktion landet der Zins im Bereich von 1 %. Nicht schlecht, aber auch kein Grund zu bleiben.
Die DISTINGO Bank fällt aus dem Muster: Nach dem Aktionszins von 3,30 % landet der Dauerzins bei immerhin 1,95 %. Deutlich besser als bei ING oder Comdirect. Allerdings greift hier die französische Einlagensicherung (FGDR).
Eine Ausnahme unter den klassischen Banken ist die Ayvens Bank: 2,30 % unbefristet, ohne Bedingungen, mit Einlagensicherung. Wer das Zinshopping satthatte, bekommt hier den höchsten dauerhaften Zins ohne Auflagen, den wir aktuell finden.
Neu im deutschen Markt ist die BBVA, die spanische Großbank, die hier seit Kurzem als digitale Bank auftritt. Ihr Angebot funktioniert anders als klassisches Tagesgeld: Die 3,50 % gibt es nicht auf einem separaten Tagesgeldkonto, sondern als Guthabenzins auf dem kostenlosen BBVA-Girokonto, ähnlich wie bei Trade Republic. Der Satz gilt für Neukunden, die ab dem 1. Juli 2026 ein Konto eröffnen, für die ersten sechs Monate auf Guthaben bis 200.000 €. Danach greift ein variabler Zins von aktuell 2,25 %; mit monatlichem Gehalts- oder Renteneingang sind es 2,75 %. Die sechs Monate Laufzeit sind länger als bei den meisten Lockangeboten, und der Folgezins liegt auf EZB-Niveau statt im Keller. Noch ein wichtiger Punkt: Die Einlagensicherung läuft über den spanischen Fonds (FGD), nicht über die deutsche.
Tagesgeld mit Einlagensicherung aus Deutschland
Bei Tagesgeld geht es um Sicherheit. Dein Geld soll verfügbar sein und nicht von einer Bankenpleite bedroht werden. Die gesetzliche Einlagensicherung schützt in der EU bis zu 100.000 € pro Kunde und Bank.
In Deutschland kommt oft noch die freiwillige Einlagensicherung über den Bundesverband deutscher Banken (BdB) dazu. Die Consorsbank sichert beispielsweise bis zu 1.000.000 € ab, die ING bis zu 250.000 €.
Banken mit deutscher Einlagensicherung im Überblick: Chase, Norisbank, Consorsbank, ING, Comdirect, DKB, Trade Republic, Scalable Capital und die Bank of Scotland (als Lloyds Bank GmbH).
Die Advanzia Bank unterliegt der luxemburgischen Sicherung (FGDL), die DISTINGO Bank der französischen (FGDR), bunq der niederländischen, die BBVA der spanischen (FGD) und die Bigbank der estnischen (Tagatisfond). In allen drei Fällen gilt der EU-weite Schutz bis 100.000 €. Im Ernstfall kann die Auszahlung bei ausländischen Sicherungssystemen etwas länger dauern als bei einem deutschen Institut.
Wenn dir die Herkunft der Einlagensicherung wichtig ist, bist du bei den genannten deutschen Banken und Neobanken auf der sicheren Seite. Der Zins-Unterschied zu ausländischen Anbietern ist aktuell gering genug, dass du dafür kein Risiko eingehen musst.
Wie viel Zinsen bekomme ich auf mein Geld?
Konkrete Zahlen helfen mehr als Prozentsätze. Zwei Rechenbeispiele zeigen, wie sich Aktionszins und Dauerzins über 12 Monate auswirken.
Rechenbeispiel: 10.000 € über 12 Monate
10.000 € über 12 Monate: Aktionszins vs. Dauerzins
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Über zwölf Monate zählt der Folgezins mehr als der Lockzins: Vorn liegt jetzt Chase mit etwa 267 €, knapp vor Bigbank mit rund 258 €. Bei beiden verhindert der hohe Folgezins den üblichen Einbruch. Dahinter folgen die kürzere Norisbank-Aktion (ca. 238 €) und der stabile Trade-Republic-Dauerzins (225 €). Die Lockzins-Klassiker ING (ca. 157 €) und Consorsbank (ca. 188 €) landen trotz des auf dem Papier höheren Aktionszinses hinter dem stabilen Trade-Republic-Dauerzins; Consorsbank profitiert dabei von der auf fünf Monate verlängerten Aktion.
Rechenbeispiel: 50.000 € über 12 Monate
50.000 € über 12 Monate: was wirklich ankommt
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Bei 50.000 € liegt vorn weiter das aufwändige Zinshopping (ca. 1.478 € netto). Ganz ohne Zutun kommt Chase mit etwa 1.333 € am weitesten, gefolgt von Bigbank mit rund 1.292 € und der Norisbank. Trade Republic bringt stabile 1.125 €. ING liegt mit etwa 783 € darunter, weil der Zins nach vier Monaten einbricht; die auf fünf Monate verlängerte Consorsbank-Aktion kommt dagegen auf rund 940 € und rückt näher an Trade Republic heran.
Letztlich ist es eine Entscheidung über Aufwand: Willst du alle drei Monate ein neues Konto eröffnen, oder ist dir ein stabiler, hoher Zins ohne Kümmeraufwand lieber? Chase ist aktuell das einzige Angebot, das beides halbwegs unter einen Hut bringt.
Häufige Fragen
Den höchsten Aktionszins bieten im Juli 2026 Chase und die Norisbank mit je 4,00 % (Chase für vier Monate mit danach 2,00 %, die Norisbank fest bis Dezember 2026, allerdings mit Girokonto-Pflicht), gefolgt von der Advanzia Bank mit 3,90 %. Die estnische Bigbank hat ihren Zins zum 21. Juli auf 3,25 % gesenkt. Den höchsten Dauerzins ohne Befristung bietet unter den Neobrokern Scalable Capital mit 2,50 %, unter den klassischen Banken mit Einlagensicherung die Ayvens Bank mit 2,30 %.
Rechnerisch ja. Wer viermal im Jahr den Anbieter wechselt, kann bei 50.000 € rund 1.478 € netto erzielen. Praktisch bedeutet das aber jedes Quartal: neues Konto eröffnen, Freistellungsauftrag einrichten, Geld überweisen, altes Konto kündigen. Seit Chase mit 4,00 % und einem hohen Folgezins von 2,00 % am Markt ist, lohnt sich der Aufwand für viele Sparer kaum noch.
Innerhalb der EU gilt die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 € pro Kunde und Bank. Das betrifft auch Anbieter wie die DISTINGO Bank (Frankreich) oder Advanzia (Luxemburg). Im Ernstfall kann die Auszahlung bei ausländischen Sicherungssystemen etwas länger dauern als bei deutschen Instituten.
Bei klassischem Tagesgeld liegt dein Geld auf einem separaten Konto. Bei Trade Republic oder N26 wird das Guthaben auf dem Verrechnungskonto verzinst. Steuerlich und in Sachen Einlagensicherung gibt es keinen Unterschied. Praktisch ist die Guthaben-Verzinsung sogar einfacher, weil du kein Extra-Konto brauchst.
Wenn du Aktionszinsen mitnehmen willst, lohnt sich ein Wechsel alle drei bis vier Monate. Bequemer ist ein Konto mit stabilem Dauerzins (etwa Chase mit hohem Folgezins, Scalable Capital oder Trade Republic). Dort bleibst du einfach, ohne große Zinsverluste.
Ja. Variable Tagesgeldzinsen orientieren sich am EZB-Einlagezinssatz, der zum 17. Juni 2026 auf 2,25 % angehoben wurde (Beschluss vom 11. Juni 2026). Ein Anbieter mit 2,25 % Dauerzins (etwa Trade Republic) gibt den vollen EZB-Satz weiter. Höhere Aktionszinsen sind Marketing-Investitionen der Banken und nicht durch das Zinsumfeld gedeckt. Sobald die EZB senkt, fallen typischerweise auch die Dauerzinsen.
Quellen
- Chase Tagesgeld-Konditionen (chase.de), abgerufen am 18.06.2026
- Norisbank Tagesgeld-Aktion ab 01.07.2026 (norisbank.de), abgerufen am 18.06.2026
- BBVA Girokonto-Guthabenverzinsung, Aktion für Neukunden ab 01.07.2026 (bbva.de), abgerufen am 07.07.2026
- Finanztip Tagesgeld-Vergleich (u. a. Ayvens Bank 2,30 %), Stand 18.06.2026: finanztip.de/tagesgeld
- Biallo Tagesgeld-Index, Stand April 2026: biallo.de/tagesgeld
- Deutsche Bundesbank, Einlagensicherung: bundesbank.de
- Europäische Zentralbank, Leitzins-Entscheidungen 2025/2026: ecb.europa.eu
Wer genauer wissen will, wie Neobanken das Tagesgeld-Modell umsetzen und wo die Risiken liegen, findet mehr dazu in unserem Tagesgeld-Vergleich für Neobanken.
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