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N26 Kosten: Was du wirklich zahlst
N26 wirbt mit einem kostenlosen Girokonto. Stimmt fürs Standard-Konto. Aber sobald du öfter Bargeld abhebst, Spaces mit eigener IBAN brauchst oder ins Ausland reist, wird es teurer als gedacht.
Die eigentliche Frage ist: Welcher Tarif passt zu deinem Alltag? Zwischen 0 und 16,90 Euro im Monat liegen vier Tarife mit sehr unterschiedlichen Leistungen. Und bei manchen Posten — Bargeld einzahlen zum Beispiel — zahlen alle gleich drauf.
N26 Kosten: Das Wichtigste in Kürze
- N26 Standard ist kostenlos, aber mit 2 Gratisabhebungen pro Monat und 10 Euro für die physische Karte nicht wirklich gratis.
- Bargeld einzahlen kostet bei allen Tarifen 1,5 % (Cash26). Das ist eine der teuersten Regelungen am Markt.
- Kartenzahlungen im Ausland sind bei allen Tarifen kostenlos. Bargeld in Fremdwährung kostet bei Standard und Smart 1,7 %.
- Metal lohnt sich rechnerisch nur, wenn du den Tagesgeldzins (2,00 %) und die Versicherungen tatsächlich nutzt.
- Im Direktvergleich bietet C24 bei jedem Preispunkt mehr Leistung, außer bei Reiseversicherungen.
Was kostet N26? Die vier Tarife im Überblick
N26 hat vier Tarife: Standard, Smart, Go und Metal. Die Preisunterschiede sind das eine. Die unterschiedlichen Leistungen das andere.
Was sofort auffällt: Der Sprung von Standard zu Smart bringt vor allem Spaces mit eigener IBAN und eine kostenlose physische Karte. Go ist der Reisetarif mit weltweiten Gratisabhebungen und Versicherung. Metal kommt noch mit Tagesgeldzins (2,00 %), Handyversicherung, Lounge-Zugang und Priority Support dazu.
Echtzeit-Überweisungen kosten im Standard-Tarif übrigens 0,49 Euro pro Stück. Ab Smart sind sie kostenlos. SEPA-Überweisungen sind bei allen Tarifen gratis.
Kartengebühren: Physische Karte, Ersatzkarte, Virtual Cards
Im Standard-Tarif zahlst du 10 Euro einmalig für die physische Mastercard Debit. Bei Smart, Go und Metal ist sie im Monatspreis enthalten. Das klingt fair, aber wenn du den Standard-Tarif wählst und die Karte brauchst, sind das 10 Euro, die bei anderen Banken nicht anfallen.
Alle Tarife bekommen eine kostenlose virtuelle Karte, die sofort nach Kontoeröffnung in der App verfügbar ist. Zusätzliche Virtual Cards kosten im Standard-Tarif 2,59 Euro pro Stück. Bei Smart, Go und Metal kannst du bis zu 6 virtuelle Karten kostenlos nutzen, praktisch wenn du für Online-Shopping und Abos separate Karten anlegen willst.
Wichtig: N26 gibt ausschließlich Mastercard Debit aus. Keine Girocard, keine EC-Karte. Das funktioniert im Alltag fast überall, kann aber bei einzelnen Händlern oder Automaten in Deutschland zum Problem werden. Mehr dazu in unserem Artikel zur N26 Kreditkarte.
Bargeld abheben und einzahlen: Die echten Kosten
Bargeld ist der Posten, bei dem N26 am stärksten differenziert.
Bargeldgebühren im Überblick N26 Kosten: Alle Gebühren im Überblick
Stand: Mai 2026
Dann 2,00 € je Abhebung
Dann 2,00 € je Abhebung
Dann 2,00 € je Abhebung
Dann 2,00 € je Abhebung
Pro Abhebung
Weltweit
Alle Tarife, Mindestbetrag 50 €
Alle Angaben ohne Gewähr. Preise können sich jederzeit ändern.
Zwei Gratisabhebungen im Standard-Tarif klingen erstmal okay. Aber wenn du dreimal im Monat zum Automaten gehst, zahlst du beim dritten Mal schon 2 Euro. Bei vier Abhebungen sind es 4 Euro. Das summiert sich.
Cash26: Die Kostenfalle beim Einzahlen. Bargeld einzahlen kostet bei N26 pauschal 1,5 %, und zwar bei allen Tarifen, auch bei Metal. Das läuft über Cash26 bei teilnehmenden Einzelhändlern (REWE, Penny, dm). Mindestbetrag: 50 Euro. Wer 200 Euro einzahlt, zahlt 3 Euro Gebühr. Wer regelmäßig Bargeld aufs Konto bringen muss, ist bei N26 falsch aufgehoben. Zum Vergleich: Bei C24 kannst du kostenlos per Supermarkt einzahlen.
Tom, Bargeld-Nutzer (4x Abhebung + Einzahlung)
freelancer
8,50 EUR/Monat
Gesamt
Details zu Abhebungslimits und Alternativen findest du in unserem Artikel N26: Geld abheben und einzahlen.
N26 im Ausland: Fremdwährung und ATM-Gebühren
Beim Bezahlen im Ausland hat N26 einen klaren Vorteil: Kartenzahlungen in Fremdwährung sind bei allen vier Tarifen komplett kostenlos. N26 rechnet zum offiziellen Mastercard-Wechselkurs um, ohne eigenen Aufschlag. Das ist besser als bei den meisten Filialbanken, die 1,5 bis 2 Prozent draufschlagen.
Der Unterschied liegt beim Bargeld. Standard- und Smart-Kunden zahlen 1,7 Prozent auf jede Abhebung in Fremdwährung. Bei 200 Euro am ATM in Thailand sind das 3,40 Euro. Mit Go oder Metal hebst du weltweit kostenlos ab.
Lisa, Vielreisende (2 Wochen Südostasien)
reisender
0 EUR Gebühren
Gesamt
Für Auslandsüberweisungen nutzt N26 eine Wise-Integration. Du bekommst den Mid-Market-Kurs, zahlst aber die Wise-Gebühren (ca. 0,4–1,5 % je nach Währung). Das ist fair, aber kein Alleinstellungsmerkmal: Wise kannst du auch direkt nutzen.
Welcher N26 Tarif lohnt sich für wen?
Die Tarifwahl hängt hauptsächlich davon ab, wie oft du Bargeld abhebst, ob du regelmäßig ins Ausland reist und ob du Spaces mit eigener IBAN brauchst.
Standard (0 €) reicht, wenn du fast nur mit Karte zahlst und selten Bargeld brauchst. Für ein reines Digital-Konto zum Testen ist es in Ordnung.
Smart (4,90 €) lohnt sich, wenn du Spaces mit eigener IBAN für dein Budget-System brauchst. 3 statt 2 Gratisabhebungen sind nett, aber allein kein Argument für 4,90 Euro im Monat.
Go (9,90 €) ist der sinnvollste Tarif für Reisende. Weltweit kostenlos Bargeld abheben, die Allianz-Reiseversicherung und 5 Gratisabhebungen im Inland: das kann sich schon bei einem Urlaub pro Jahr rechnen, wenn du sonst eine separate Reiseversicherung bezahlen müsstest.
Metal (16,90 €) rechnet sich nur mit einem bestimmten Profil: Du nutzt den 2,00-Prozent-Tagesgeldzins aktiv (bei 10.000 Euro Guthaben sind das 200 Euro Zinsen im Jahr), brauchst die Handyversicherung und schätzt den Lounge-Zugang. Rein über die Kontofeatures allein lohnt sich Metal selten.
Weitere Kosten, die du kennen solltest
Neben den Tarif- und Bargeldgebühren gibt es noch ein paar Posten, die nicht sofort auffallen:
- Dispo: 13,4 % p.a. (bis 15.000 Euro), marktüblich, aber teuer. Vermeide den Dispo, wenn möglich.
- Depot: Seit Januar 2025 kostenlos, Trades ebenfalls 0 Euro. Mehr dazu im N26 Depot Artikel.
- Krypto: 1,5 %/2,5 % Spread (Standard), 1,0 %/2,0 % (Metal). Deutlich teurer als bei spezialisierten Krypto-Börsen.
- Tagesgeld: 0,25 % (Standard/Smart), 0,55 % (Go), 2,00 % (Metal). Details im N26 Tagesgeld Überblick.
- Inaktivitätsgebühr: keine. Kontoauflösung ebenfalls kostenlos.
N26 vs. C24 vs. Revolut: Was bekommst du für dein Geld?
Preise allein sagen wenig. Was du für denselben Betrag bekommst, ist das Entscheidende. Hier der direkte Vergleich in drei Preisklassen.
Kostenlose Tarife im Vergleich
Alle Angaben ohne Gewähr. Preise können sich jederzeit ändern.
Bei 0 Euro im Monat liegt C24 vorn: mehr Gratisabhebungen, Girocard inklusive, höherer Tagesgeldzins und Mini-Cashback. N26 Standard ist das spartanischere Konto.
~10-Euro-Tarife im Vergleich
Alle Angaben ohne Gewähr. Preise können sich jederzeit ändern.
In der 10-Euro-Klasse wird es interessant: C24 Max hat 20 Gratisabhebungen und 1 % Cashback, aber keine Reiseversicherung. Revolut Premium bietet eine Reiseversicherung und ist 2 Euro günstiger. N26 Go liegt dazwischen. Die Allianz-Reiseversicherung ist solide, aber das Gesamtpaket ist nicht das stärkste.
Beim Premium-Vergleich: N26 Metal (16,90 €) konkurriert mit Revolut Metal (13,99 €). Revolut ist 3 Euro günstiger und bietet Cashback. N26 kontert mit dem höheren Tagesgeldzins (2,00 % vs. variabel) und der Handyversicherung.
Den vollständigen Vergleich findest du in unseren Testberichten zu C24 und Revolut.
Häufige Fragen
N26 Standard ist kostenlos. Smart kostet 4,90 €/Monat, Go 9,90 €/Monat und Metal 16,90 €/Monat. Dazu kommen je nach Nutzung Gebühren für Bargeldabhebungen (2 € pro Abhebung über dem Freilimit) und Bargeldeinzahlungen (1,5 % über Cash26).
Der Standard-Tarif hat keine Grundgebühr, aber versteckte Kosten: Die physische Karte kostet 10 Euro, Echtzeit-Überweisungen 0,49 Euro und du bekommst nur 2 Gratisabhebungen pro Monat. Für ein kostenloses Girokonto mit mehr Leistung ist C24 Smart die bessere Wahl.
Bargeld einzahlen kostet bei allen N26-Tarifen pauschal 1,5 % des Betrags über Cash26 (REWE, Penny, dm). Mindestbetrag: 50 Euro. Bei 200 Euro Einzahlung zahlst du 3 Euro Gebühr. Eine kostenlose Einzahlung gibt es bei N26 nicht, das gilt auch für den teuersten Metal-Tarif.
Metal lohnt sich, wenn du den 2,00-Prozent-Tagesgeldzins nutzt, die Handyversicherung (bis 2.000 €) brauchst und regelmäßig reist. Bei 10.000 Euro auf dem Tagesgeld bekommst du 200 Euro Zinsen im Jahr. Zusammen mit der Reise- und Handyversicherung kann sich Metal rechnen. Nur für die Edelstahlkarte und 8 Gratisabhebungen ist es zu teuer.
Kartenzahlungen in Fremdwährung sind bei allen N26-Tarifen kostenlos (Mastercard-Wechselkurs ohne Aufschlag). Bargeld abheben in Fremdwährung kostet bei Standard und Smart 1,7 %. Go- und Metal-Kunden heben weltweit kostenlos ab. Auslandsüberweisungen laufen über eine Wise-Integration mit Gebühren von ca. 0,4–1,5 %.
Das hängt von deiner Nutzung ab. Für den Alltag ohne Bargeld reicht Standard. Für Reisende ist Go der sinnvollste Tarif mit weltweiten Gratisabhebungen und Reiseversicherung. Smart lohnt sich vor allem wegen der Spaces mit eigener IBAN. Metal rechnet sich nur, wenn du den hohen Tagesgeldzins und die Versicherungen aktiv nutzt.
Quellen
- N26 Konten vergleichen — offizielle Tarifübersicht
- N26 Dispokredit — Konditionen
- N26 Mastercard — Kartenübersicht
- Finanzfluss: N26 Girokonto im Check
Den vollständigen N26 Test mit Score und Praxisbewertung findest du in unserem N26 Testbericht.
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