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Was ist FYRST? Die Neobank mit Deutsche-Bank-Rückendeckung
Du willst ein digitales Geschäftskonto, aber ganz ohne Filiale fühlt sich das komisch an? Genau für diese Lücke gibt es FYRST. Das Fintech gehört zur DB Privat- und Firmenkundenbank AG und damit direkt zum Deutsche-Bank-Konzern. Gegründet 2019, richtet sich FYRST gezielt an Gründer, Freiberufler und kleine Unternehmen.
Das Konzept: Du bekommst eine moderne App mit schlanker Kontoführung, hast aber gleichzeitig Zugang zu 600 Postbank-Filialen und über 7.000 Cash-Group-Geldautomaten. Diese Kombination aus digital und Filiale bietet kein anderer Anbieter in Deutschland.
Das Wichtigste in Kürze
- Deutsche-Bank-Infrastruktur: 600 Postbank-Filialen, 7.000+ Cash-Group-Automaten, Bargeld einzahlen möglich
- Zwei Karten inklusive: Girocard für Deutschland und Debit Mastercard für Apple/Google Pay und international
- Gründerkonto: 12 Monate auf Complete-Niveau kostenlos, inklusive DATEV-Anbindung
Ehrliche Nachteile:
- DATEV kostet 5 Euro/Monat extra, bei Finom und Qonto in höheren Tarifen inklusive
- Onboarding nicht komplett digital: Zugangsdaten kommen per Brief
Perfekt für dich, wenn du ein digitales Konto mit echter Filial-Backup-Infrastruktur brauchst oder regelmäßig Bargeld einzahlst.
Nicht ideal, wenn du DATEV-Integration ohne Aufpreis willst oder reinen Online-Betrieb ohne Filialbedarf hast.
Unser Urteil in einem Satz: FYRST ist das einzige Neobank-Geschäftskonto mit echter Filial-Infrastruktur, für bargeldintensive Branchen eine echte Alternative.
Anbieter in diesem Artikel
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FYRST
72 · Gut
Tarife: FYRST Base, Complete und Premium
FYRST hat drei Tarife. Der Einstieg ist kostenlos, aber die Details lohnen einen genauen Blick.
FYRST Tarifvergleich: Base, Complete, Premium
Alle Angaben ohne Gewähr. Preise können sich jederzeit ändern.
*Wichtig: FYRST Base ist nur für Freiberufler und Einzelunternehmer dauerhaft kostenlos. Wer eine GmbH, UG oder andere juristische Person führt, zahlt nach den ersten 6 Monaten 6 EUR pro Monat.
Gründerkonto: 1 Jahr komplett kostenlos
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Wer gerade gründet, bekommt das Gründerkonto auf Complete-Niveau für 12 Monate kostenlos. Das schließt 75 Buchungen pro Monat und die DATEV-Anbindung ein. Danach wechselst du automatisch in den gewählten Tarif.
50 Buchungen im Base-Tarif klingen wenig, reichen aber für viele Solo-Selbstständige aus. Rechne kurz: Miete, Versicherung, Telefon, ein paar Eingangsrechnungen und Kundenzahlungen. Wer regelmäßig mehr als 50 Transaktionen hat, fährt mit Complete besser, weil die Zusatzkosten pro Buchung dort deutlich niedriger sind (0,08 EUR statt 0,19 EUR).
Karten: Girocard und Debit Mastercard inklusive
Das ist der größte Unterschied zu Finom, Qonto oder Kontist. Bei FYRST bekommst du zwei Karten kostenlos dazu: die FYRST Card (Girocard) und die FYRST Card Plus (Debit Mastercard).
Die Girocard funktioniert an allen 7.000 Cash-Group-Automaten (Deutsche Bank, Commerzbank, Postbank, HypoVereinsbank) kostenlos. Viele deutsche Händler, Ärzte und Behörden akzeptieren außerdem ausschließlich Girocard. Das ist im Alltag ein echter Vorteil, den reine Neobanken nicht bieten können.
Die Debit Mastercard ergänzt das: Apple Pay, Google Pay und internationale Zahlungen laufen darüber. Im Ausland zahlst du allerdings eine Fremdwährungsgebühr.
Kurzfassung: Deutschland mit Girocard, international mit Mastercard. Kein anderes Geschäftskonto-Fintech bietet diese Kombination im Standardpaket.
DATEV und Buchhaltung
FYRST bietet eine direkte DATEV-Anbindung. Dein Steuerberater bekommt Lesezugang in Echtzeit und kann Buchungen direkt übernehmen, ohne CSV-Export oder manuellen Abgleich. Das spart dir Zeit und deinem Steuerberater Nerven.
Der Haken: DATEV kostet 5 EUR pro Monat extra. Bei Finom ist die DATEV-Integration in allen Tarifen inklusive, bei Qonto ebenfalls. Das ist ein Punkt, an dem FYRST teurer wird als die Konkurrenz.
Wer ohne DATEV arbeitet und stattdessen Lexoffice oder sevDesk nutzt, läuft die Anbindung über den normalen Bankdaten-Import. Das funktioniert, ist aber keine native Integration.
DATEV-Kosten einplanen
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Wenn du einen Steuerberater mit DATEV hast, rechne die 5 EUR pro Monat in deine Gesamtkosten ein. Bei FYRST Base plus DATEV landest du bei 5 EUR/Monat (Freiberufler) bzw. 11 EUR/Monat (GmbH nach 6 Monaten). Beim Gründerkonto ist DATEV im ersten Jahr inklusive.
Deutsche-Bank-Infrastruktur: Filialnetz als Backup
Als Deutsche-Bank-Tochter hat FYRST Zugang zu einer Infrastruktur, die kein Fintech sonst bieten kann.
Bargeld einzahlen und abheben funktioniert an 600 Postbank-Filialen und 4.000 Deutsche-Post-Standorten. Abheben geht kostenlos an den 7.000 Cash-Group-Automaten. Für Selbstständige mit Bargeschäft (Gastro, Einzelhandel, Handwerk) ist das ein echtes Argument.
FYRST akzeptiert außerdem alle gängigen Rechtsformen: Freiberufler, Einzelunternehmer, GmbH, UG (auch in Gründung), GbR, OHG, KG, AG, eK, eG, PartG und e.V. Diese Breite findest du sonst nur bei Finom und Qonto.
Die Einlagensicherung läuft über die Deutsche Bank. Das bedeutet gesetzliche Absicherung bis 100.000 EUR plus freiwillige Einlagensicherung des Bundesverbandes deutscher Banken. Das ist deutlich mehr als die meisten Neobanken bieten.
Vorteile und Nachteile
Ein Punkt, der in Bewertungen immer wieder auftaucht: Das Onboarding ist nicht komplett digital. Die Zugangsdaten werden per Brief verschickt. Das passt nicht zum digitalen Anspruch und kostet ein paar Tage extra. Bei Trustpilot liegt FYRST bei 4,2 von 5 Sternen (über 2.200 Bewertungen). Die GmbH-Eröffnung dauert laut mehreren Berichten nur 2 Tage, der Support wird als schnell gelobt. Rund 30 % der Bewertungen sind Ein-Stern-Bewertungen, oft wegen technischer Probleme bei Überweisungen.
Häufige Fragen
Für Freiberufler und Einzelunternehmer: ja, dauerhaft 0 EUR Grundgebühr. Für juristische Personen (GmbH, UG, GbR) ist Base nur die ersten 6 Monate kostenlos, danach fallen 6 EUR pro Monat an. In beiden Fällen sind 50 Buchungen und beide Karten inklusive.
FYRST ist eine Marke der DB Privat- und Firmenkundenbank AG und damit eine hundertprozentige Tochter im Deutsche-Bank-Konzern. Das bedeutet deutsche Einlagensicherung, Zugang zum Cash-Group-Automatennetz und Postbank-Filialen für Bargeschäfte.
Ja. Du bekommst eine Girocard (FYRST Card) und eine Debit Mastercard (FYRST Card Plus). Beide sind in allen Tarifen kostenlos. Die Girocard nutzt du an deutschen Automaten und im stationären Handel, die Mastercard für Apple Pay, Google Pay und internationale Zahlungen.
Nicht direkt. FYRST-Kunden nutzen die Postbank-Filialen (600 Standorte) und Deutsche-Post-Standorte (4.000) für Bargeld. Am Geldautomaten funktioniert die Girocard kostenlos an allen 7.000 Cash-Group-Automaten (Deutsche Bank, Commerzbank, Postbank, HypoVereinsbank).
Die DATEV-Anbindung ist eine direkte Schnittstelle. Dein Steuerberater sieht alle Buchungen in Echtzeit und kann sie direkt übernehmen. Allerdings kostet das Modul 5 EUR pro Monat extra. Beim Gründerkonto ist DATEV im ersten Jahr inklusive.
FYRST ist die beste Wahl, wenn du Bargeld brauchst (Girocard, Postbank-Filialen), wenn du Wert auf deutsche Bankinfrastruktur legst oder wenn du eine seltene Rechtsform hast. Finom und Qonto sind stärker bei DATEV (inklusive) und Buchhaltungs-Features. Reine Online-Freelancer fahren dort oft günstiger.
Quellen
- FYRST Kontoübersicht und Tarifvergleich (fyrst.de)
- FYRST Gründerkonto (fyrst.de)
- FYRST Erfahrungen auf Trustpilot (4,2/5, Stand April 2026)
Den vollständigen FYRST Test mit Score und Praxisbewertung findest du in unserem FYRST Testbericht.
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