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Was ist Qonto?
Dein Unternehmen wächst, du brauchst Karten für Mitarbeiter, Ausgabenlimits pro Person, einen sauberen DATEV-Export und am besten ein Konto, das nicht bei jeder neuen Anforderung an seine Grenzen stößt. Genau dafür wurde Qonto gebaut.
Qonto ist eine französische Neobank (Qonto SAS, Sitz Paris), die 2017 gegründet wurde und mittlerweile über 600.000 Geschäftskunden in Europa bedient. In Deutschland arbeitet Qonto mit der Olinda SAS als Zahlungsinstitut (Lizenz Banque de France) und bietet deutsche IBANs (DE) über die Partnerbanken Crédit Mutuel Arkéa, Rothschild Martin Maurel und Natixis. Deine Einlagen sind über die französische Einlagensicherung (FGDR) bis 100.000 Euro geschützt.
Was Qonto von vielen Wettbewerbern unterscheidet: Die Tarife skalieren vom 9-Euro-Einstieg bis zum Enterprise-Konto mit 200 Nutzern. Ob du als Freelancer startest oder ein 50-Personen-Team verwaltest, du bleibst beim selben Anbieter.
Das Wichtigste in Kürze
- Sechs Tarife in zwei Linien: Freelancer (Basic 9 Euro, Smart 19 Euro, Premium 39 Euro) und Teams (Essential 49 Euro, Business 109 Euro, Enterprise 199 Euro). Alle Preise netto pro Monat.
- Einstieg ist Basic für 9 Euro netto: 30 Transaktionen inklusive, danach 0,20 Euro pro zusätzlicher Transaktion. Der im Frühjahr 2026 zeitweise kostenlose Starter-Tarif ist auf der Qonto-Preisseite aktuell nicht mehr buchbar (Stand: August 2026).
- DATEV vierfach zertifiziert, inklusive RZ-Bankinfo. Das bedeutet: vollautomatischer Push der Bankdaten ins DATEV-Rechenzentrum deines Steuerberaters.
- Mastercard Debit. Deutsche IBAN. Alle Rechtsformen außer PartG.
- Stammkapitaleinzahlung für GmbH/UG möglich, Bestätigung innerhalb von 24 Stunden.
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Qonto
77 · Gut
Qonto Tarife: Basic bis Enterprise
Qonto unterscheidet zwischen Freelancer-Tarifen (für Einzelpersonen) und Team-Tarifen (für Unternehmen mit mehreren Nutzern). Das ist sinnvoll, weil die Anforderungen grundverschieden sind.
Qonto Freelancer-Tarife im Vergleich Qonto Geschäftskonto Test 2026: Die Business-Bank aus Frankreich im Check
Stand: September 2026
Smart
19 Euro
60
0,20 Euro
1
3
Ja
Alle
Alle Angaben ohne Gewähr. Preise können sich jederzeit ändern.
Alle Preise netto. Für Freelancer ohne Vorsteuerabzug: Basic kostet 10,71 Euro brutto, Smart 22,61 Euro, Premium 46,41 Euro.
Was aus dem kostenlosen Starter-Tarif wurde
Qonto hat im April 2026 kurzzeitig einen kostenlosen Starter-Tarif eingeführt: 5 Transaktionen pro Monat inklusive, eine virtuelle Mastercard, keine physische Karte, keine Rechnungserstellung. Auf der aktuellen Qonto-Preisseite (Stand: August 2026) ist dieser Starter-Tarif nicht mehr wählbar. Der Einstieg ist inzwischen wieder Basic für 9 Euro netto im Monat mit 30 Transaktionen inklusive.
Basic (9 Euro netto, 30 Transaktionen inklusive) ist im Vergleich zu kleinteiligen Pay-per-Use-Modellen wie Finom Solo (3 Überweisungen frei, danach 0,30 Euro pro Transaktion) oft die planbarere Wahl, sobald du regelmäßig mehr als ein paar Buchungen im Monat hast.
Team-Tarife: Essential, Business, Enterprise
Für Unternehmen mit mehreren Mitarbeitern gibt es drei Team-Tarife. Der wesentliche Unterschied zu den Freelancer-Tarifen: Du bekommst Multi-User-Zugang, ein 5-Rollen-Konzept (Owner, Admin, Manager, Employee, Accountant) und Approval-Workflows für Ausgaben.
Essential (49 Euro netto) startet mit 5 Nutzern, 100 Transaktionen und 5 physischen Karten. Business (109 Euro) bietet 10 Nutzer, 500 Transaktionen und erweiterte Ausgabenlimits. Enterprise (199 Euro) ist für größere Teams mit bis zu 200 Nutzern und unbegrenzten virtuellen Karten gedacht.
Ausgabenmanagement für Teams
Hier spielt Qonto seine Stärke aus. Das Ausgabenmanagement ist kein nachträgliches Feature, sondern der Kern des Produkts für Team-Tarife.
Jeder Mitarbeiter bekommt eine eigene Karte (physisch oder virtuell) mit individuellem Limit. Du kannst festlegen: Maximalbetrag pro Transaktion, monatliches Budget, Kategorien (z.B. nur Software-Abos, keine Reisekosten). Überschreitet jemand das Limit, wird die Zahlung abgelehnt.
Der Approval-Workflow funktioniert so: Ein Mitarbeiter reicht eine Ausgabe ein, sein Manager genehmigt per App, die Zahlung wird freigegeben. Alles dokumentiert, alles nachvollziehbar. Das klingt nach Konzern-Feature, ist aber gerade für 5-bis-20-Personen-Teams Gold wert, weil es das endlose „Kannst du mir kurz die Kreditkarte geben?“ ablöst.
Belege werden per Foto erfasst und automatisch der Transaktion zugeordnet. Die Erkennung funktioniert gut, auch bei handschriftlichen Quittungen. Fehlende Belege werden per Push-Nachricht angemahnt.
Buchhaltung: DATEV, Lexware Office, sevDesk
Qonto ist vierfach DATEV-zertifiziert. Das klingt nach Marketing, ist aber relevant: Die Zertifizierung umfasst DATEV Unternehmen online, DATEV Rechnungswesen, DATEV Mittelstand Faktura und DATEV RZ-Bankinfo.
RZ-Bankinfo ist der entscheidende Punkt. Damit werden deine Bankdaten vollautomatisch ins DATEV-Rechenzentrum deines Steuerberaters gepusht. Kein manueller Export, kein CSV-Import, keine FinAPI-Zwischenschicht. Dein Steuerberater öffnet morgens DATEV und hat deine aktuellen Kontobewegungen da.
Zum Vergleich: Finom bietet DATEV nur über FinAPI (Pull-Verfahren, der Steuerberater muss aktiv abrufen). Kontist hat DATEV nur im teuersten Plus-Tarif (25 Euro netto). Qonto bietet die DATEV-Integration in allen Tarifen.
Neben DATEV sind Lexware Office und sevDesk direkt angebunden. Kontobewegungen werden in Echtzeit synchronisiert, Belege zugeordnet, Kategorien übernommen. Für Freelancer ohne Steuerberater mit DATEV ist das die pragmatische Lösung.
Welche Rechtsformen akzeptiert Qonto?
Qonto akzeptiert: Einzelunternehmen, Freiberufler, GmbH, UG (haftungsbeschränkt), GbR, OHG, KG und AG. Nicht möglich: Partnerschaftsgesellschaften (PartG). Für Anwaltskanzleien oder Arztpraxen in Partnerschaftsform ist Finom die Alternative (akzeptiert PartG).
Karten und Limits
Qonto setzt auf Mastercard Debit. Ab Basic bekommst du eine physische Karte. Die Premium-Karte ist eine Metal Card, optisch hochwertiger, aber funktional identisch.
Virtuelle Karten lassen sich in Sekunden erstellen. Praktisch für Online-Abos: Du erstellst eine virtuelle Karte mit einem Limit von 50 Euro für dein Hosting, eine mit 200 Euro für Werbeanzeigen. Falls eine Karte kompromittiert wird, sperrst du nur die eine, nicht dein gesamtes Konto.
In den Team-Tarifen können Manager ihren Mitarbeitern Karten mit individuellen Limits zuweisen. Das 5-Rollen-Konzept bestimmt, wer Karten erstellen, Limits ändern und Zahlungen genehmigen darf. Apple Pay und Google Pay werden unterstützt.
Deutsche IBAN und Einlagensicherung
Du bekommst eine deutsche IBAN (DE), obwohl Qonto ein französisches Unternehmen ist. Die Kontoführung läuft über die Partnerbanken Crédit Mutuel Arkéa, Rothschild Martin Maurel und Natixis. Die Einlagensicherung greift über den französischen Einlagensicherungsfonds FGDR bis 100.000 Euro.
Im Alltag macht die französische statt deutscher Einlagensicherung keinen Unterschied: Beides sind EU-Systeme mit identischem Schutz bis 100.000 Euro. Die deutsche IBAN stellt sicher, dass Lastschriften, Gehaltszahlungen und Finanzamt-Überweisungen reibungslos funktionieren.
Für GmbH- und UG-Gründer besonders relevant: Qonto ermöglicht die Einzahlung des Stammkapitals direkt aufs Geschäftskonto. Die Bestätigung für den Notar bekommst du innerhalb von 24 Stunden. Damit sparst du dir das Notaranderkonto bei einer Filialbank.
Qonto Investments: Liquidität verzinsen
Seit 2026 bietet Qonto eine Funktion, die für Unternehmen mit Liquiditätsüberschuss interessant sein kann: Über Qonto Investments lässt sich überschüssiges Firmenkapital direkt in der Banking-App in kurzfristige Geldmarktfonds anlegen. Der Einstieg beginnt ab 1 Euro, die Obergrenze liegt bei 1,5 Mio. Euro. Wenn du die Mittel wieder brauchst, sind sie in der Regel innerhalb von 1 bis 3 Werktagen verfügbar.
Die Funktion ist ab dem Tarif Solo Smart zugänglich, im günstigeren Basic-Tarif ist sie nicht enthalten. Zwei Zahlen sind hier zu unterscheiden: Die reguläre Rendite beträgt 1,16 % p.a. im Smart-Tarif und 1,36 % p.a. im Premium-Tarif. Für Neukunden gibt es zusätzlich einen befristeten Bonus von 3 % auf die erste Investition bis 100.000 Euro, gültig für die ersten drei Monate. Damit steigt die Anfangsrendite auf 4,16 % (Smart) bzw. 4,36 % (Premium) p.a. Nach Ablauf der drei Monate gilt wieder der reguläre Satz.
**Kein Fixzins, keine Garantie:** Da das Geld in Geldmarktfonds fließt, ist die Rendite variabel und marktabhängig. Die Fondsanteile werden bei der Société Générale verwahrt, ein Teil der Gelder liegt bei Partnerbanken wie Crédit Mutuel Arkéa und Natixis. Abgesichert sind Einlagen über den französischen Einlagensicherungsfonds FGDR bis 100.000 Euro je Bank.
Kurz gesagt: Qonto Investments ist kein Tagesgeldkonto mit garantiertem Zins, sondern eine bequeme Möglichkeit, Betriebskapital, das gerade nicht gebraucht wird, renditeorientiert zu parken. Wer regelmäßig größere Beträge auf dem Geschäftskonto liegen hat, sollte sich die Funktion ansehen. Wer Planungssicherheit durch einen festen Zins braucht, ist mit einem separaten Festgeldkonto besser bedient.
Vorteile und Nachteile
Häufige Fragen
Nein. Qonto hat im April 2026 kurzzeitig einen kostenlosen Starter-Tarif mit 5 Transaktionen inklusive angeboten. Auf der aktuellen Qonto-Preisseite (Stand: August 2026) ist der Starter-Tarif nicht mehr wählbar. Der Einstieg ist inzwischen Basic für 9 Euro netto mit 30 Transaktionen inklusive, danach 0,20 Euro pro zusätzlicher Transaktion.
Qonto hat die stärkere DATEV-Integration (vierfach zertifiziert, inkl. RZ-Bankinfo) und bessere Team-Features (5-Rollen-Konzept, Approval-Workflows). Finom punktet bei Rechnungserstellung (in allen Tarifen), Cashback (bis 3 %) und akzeptiert auch PartG als Rechtsform. Für Solo-Freelancer ist Finom oft praktikabler, für wachsende Teams Qonto. Mehr Details im Finom vs. Qonto Vergleich.
Ja. Qonto ermöglicht die Stammkapitaleinzahlung direkt aufs Geschäftskonto. Die schriftliche Bestätigung für deinen Notar bekommst du innerhalb von 24 Stunden. Du sparst dir damit ein separates Notaranderkonto bei einer Filialbank. Das funktioniert für GmbH und UG (haftungsbeschränkt).
Qonto ist vierfach DATEV-zertifiziert. Das wichtigste Feature ist RZ-Bankinfo: Deine Kontobewegungen werden vollautomatisch ins DATEV-Rechenzentrum deines Steuerberaters gepusht. Kein manueller Export, kein CSV-Import nötig. Die DATEV-Integration ist in allen Tarifen verfügbar, auch im günstigsten Basic-Tarif.
Ja. Deine Einlagen sind über den französischen Einlagensicherungsfonds FGDR bis 100.000 Euro geschützt. Das ist ein EU-weites System mit identischem Schutzniveau wie die deutsche Einlagensicherung. Du bekommst eine deutsche IBAN (DE), alle Überweisungen und Lastschriften funktionieren wie bei einer deutschen Bank.
Für die meisten Solo-Selbstständigen mit bis zu 30 Transaktionen im Monat: Basic (9 Euro). Wenn du Rechnungen direkt in Qonto schreiben willst: Smart (19 Euro). Für Teams ab 3 Personen mit Ausgabenmanagement: Essential (49 Euro). Business und Enterprise sind für Unternehmen mit 10 bis 200 Nutzern.
Quellen
- Qonto Preise und Tarife (Stand: August 2026, Starter-Tarif nicht mehr buchbar)
- Qonto Bewertungen auf Trustpilot (4,8/5, 53.000 Bewertungen)
Den vollständigen Qonto Test mit Score und Praxisbewertung findest du in unserem Qonto Testbericht.
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