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Was ist Qonto?
Dein Unternehmen wächst, du brauchst Karten für Mitarbeiter, Ausgabenlimits pro Person, einen sauberen DATEV-Export und am besten ein Konto, das nicht bei jeder neuen Anforderung an seine Grenzen stößt. Genau dafür wurde Qonto gebaut.
Qonto ist eine französische Neobank (Qonto SAS, Sitz Paris), die 2017 gegründet wurde und mittlerweile über 600.000 Geschäftskunden in Europa bedient. In Deutschland arbeitet Qonto mit der Olinda SAS als Zahlungsinstitut (Lizenz Banque de France) und bietet deutsche IBANs (DE) über die Partnerbank Swan. Deine Einlagen sind über die französische Einlagensicherung (FGDR) bis 100.000 Euro geschützt.
Was Qonto von vielen Wettbewerbern unterscheidet: Die Tarife skalieren vom kostenlosen Einstieg bis zum Enterprise-Konto mit 200 Nutzern. Ob du als Freelancer startest oder ein 50-Personen-Team verwaltest, du bleibst beim selben Anbieter.
Das Wichtigste in Kürze
- Sieben Tarife in zwei Linien: Freelancer (Starter 0 Euro, Basic 9 Euro, Smart 19 Euro, Premium 39 Euro) und Teams (Essential 49 Euro, Business 99 Euro, Enterprise 199 Euro). Alle Preise netto pro Monat.
- Starter seit April 2026 kostenlos: 5 Transaktionen inklusive, danach Pay-as-you-go (0,20 Euro pro Transaktion). Ideal zum Testen.
- DATEV vierfach zertifiziert, inklusive RZ-Bankinfo. Das bedeutet: vollautomatischer Push der Bankdaten ins DATEV-Rechenzentrum deines Steuerberaters.
- Mastercard Debit. Deutsche IBAN. Alle Rechtsformen außer PartG.
- Stammkapitaleinzahlung für GmbH/UG möglich, Bestätigung innerhalb von 24 Stunden.
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Qonto
77 · Gut
Qonto Tarife: Starter bis Enterprise
Qonto unterscheidet zwischen Freelancer-Tarifen (für Einzelpersonen) und Team-Tarifen (für Unternehmen mit mehreren Nutzern). Das ist sinnvoll, weil die Anforderungen grundverschieden sind.
Qonto Freelancer-Tarife im Vergleich Qonto Geschäftskonto Test 2026: Die Business-Bank aus Frankreich im Check
Stand: April 2026
Basic
9 Euro
30
0,20 Euro
1
1
Nein
Alle
Alle Angaben ohne Gewähr. Preise können sich jederzeit ändern.
Alle Preise netto. Für Freelancer ohne Vorsteuerabzug: Starter bleibt kostenlos, Basic kostet 10,71 Euro brutto, Smart 22,61 Euro, Premium 46,41 Euro.
Der neue Starter-Tarif (seit April 2026)
Der Starter ist Qontos Antwort auf Finom Solo und N26 Business: ein komplett kostenloses Geschäftskonto. Du bekommst 5 Transaktionen pro Monat inklusive, eine virtuelle Mastercard und Zugang zur Qonto-App. Jede weitere Transaktion kostet 0,20 Euro.
Bei 20 Transaktionen im Monat zahlst du also 3 Euro (15 Transaktionen mal 0,20 Euro). Das ist günstiger als Finom Solo (3 Überweisungen frei, dann 0,30 Euro), solange du unter 50 Transaktionen bleibst. Ab da wird der Basic-Tarif für 9 Euro günstiger.
Der Starter eignet sich zum Ausprobieren oder für Gründer, die gerade erst loslegen. Keine physische Karte, keine Rechnungserstellung, aber ein vollwertiges Geschäftskonto mit deutscher IBAN.
Team-Tarife: Essential, Business, Enterprise
Für Unternehmen mit mehreren Mitarbeitern gibt es drei Team-Tarife. Der wesentliche Unterschied zu den Freelancer-Tarifen: Du bekommst Multi-User-Zugang, ein 5-Rollen-Konzept (Owner, Admin, Manager, Employee, Accountant) und Approval-Workflows für Ausgaben.
Essential (49 Euro netto) startet mit 5 Nutzern, 100 Transaktionen und 5 physischen Karten. Business (99 Euro) bietet 10 Nutzer, 300 Transaktionen und erweiterte Ausgabenlimits. Enterprise (199 Euro) ist für größere Teams mit bis zu 200 Nutzern und unbegrenzten virtuellen Karten gedacht.
Ausgabenmanagement für Teams
Hier spielt Qonto seine Stärke aus. Das Ausgabenmanagement ist kein nachträgliches Feature, sondern der Kern des Produkts für Team-Tarife.
Jeder Mitarbeiter bekommt eine eigene Karte (physisch oder virtuell) mit individuellem Limit. Du kannst festlegen: Maximalbetrag pro Transaktion, monatliches Budget, Kategorien (z.B. nur Software-Abos, keine Reisekosten). Überschreitet jemand das Limit, wird die Zahlung abgelehnt.
Der Approval-Workflow funktioniert so: Ein Mitarbeiter reicht eine Ausgabe ein, sein Manager genehmigt per App, die Zahlung wird freigegeben. Alles dokumentiert, alles nachvollziehbar. Das klingt nach Konzern-Feature, ist aber gerade für 5-bis-20-Personen-Teams Gold wert, weil es das endlose „Kannst du mir kurz die Kreditkarte geben?“ ablöst.
Belege werden per Foto erfasst und automatisch der Transaktion zugeordnet. Die Erkennung funktioniert gut, auch bei handschriftlichen Quittungen. Fehlende Belege werden per Push-Nachricht angemahnt.
Buchhaltung: DATEV, lexoffice, sevDesk
Qonto ist vierfach DATEV-zertifiziert. Das klingt nach Marketing, ist aber relevant: Die Zertifizierung umfasst DATEV Unternehmen online, DATEV Rechnungswesen, DATEV Mittelstand Faktura und DATEV RZ-Bankinfo.
RZ-Bankinfo ist der entscheidende Punkt. Damit werden deine Bankdaten vollautomatisch ins DATEV-Rechenzentrum deines Steuerberaters gepusht. Kein manueller Export, kein CSV-Import, keine FinAPI-Zwischenschicht. Dein Steuerberater öffnet morgens DATEV und hat deine aktuellen Kontobewegungen da.
Zum Vergleich: Finom bietet DATEV nur über FinAPI (Pull-Verfahren, der Steuerberater muss aktiv abrufen). Kontist hat DATEV nur im teuersten Plus-Tarif (25 Euro netto). Qonto bietet die DATEV-Integration in allen Tarifen.
Neben DATEV sind lexoffice und sevDesk direkt angebunden. Kontobewegungen werden in Echtzeit synchronisiert, Belege zugeordnet, Kategorien übernommen. Für Freelancer ohne Steuerberater mit DATEV ist das die pragmatische Lösung.
Welche Rechtsformen akzeptiert Qonto?
Qonto akzeptiert: Einzelunternehmen, Freiberufler, GmbH, UG (haftungsbeschränkt), GbR, OHG, KG und AG. Nicht möglich: Partnerschaftsgesellschaften (PartG). Für Anwaltskanzleien oder Arztpraxen in Partnerschaftsform ist Finom die Alternative (akzeptiert PartG).
Karten und Limits
Qonto setzt auf Mastercard Debit. Im Starter-Tarif bekommst du nur eine virtuelle Karte, ab Basic eine physische. Die Premium-Karte ist eine Metal Card, optisch hochwertiger, aber funktional identisch.
Virtuelle Karten lassen sich in Sekunden erstellen. Praktisch für Online-Abos: Du erstellst eine virtuelle Karte mit einem Limit von 50 Euro für dein Hosting, eine mit 200 Euro für Werbeanzeigen. Falls eine Karte kompromittiert wird, sperrst du nur die eine, nicht dein gesamtes Konto.
In den Team-Tarifen können Manager ihren Mitarbeitern Karten mit individuellen Limits zuweisen. Das 5-Rollen-Konzept bestimmt, wer Karten erstellen, Limits ändern und Zahlungen genehmigen darf. Apple Pay und Google Pay werden unterstützt.
Deutsche IBAN und Einlagensicherung
Du bekommst eine deutsche IBAN (DE), obwohl Qonto ein französisches Unternehmen ist. Die Kontoführung läuft über die Partnerbank Swan. Die Einlagensicherung greift über den französischen Einlagensicherungsfonds FGDR bis 100.000 Euro.
Im Alltag macht die französische statt deutscher Einlagensicherung keinen Unterschied: Beides sind EU-Systeme mit identischem Schutz bis 100.000 Euro. Die deutsche IBAN stellt sicher, dass Lastschriften, Gehaltszahlungen und Finanzamt-Überweisungen reibungslos funktionieren.
Für GmbH- und UG-Gründer besonders relevant: Qonto ermöglicht die Einzahlung des Stammkapitals direkt aufs Geschäftskonto. Die Bestätigung für den Notar bekommst du innerhalb von 24 Stunden. Damit sparst du dir das Notaranderkonto bei einer Filialbank.
Vorteile und Nachteile
Häufige Fragen
Ja, der Starter-Tarif kostet seit April 2026 dauerhaft 0 Euro pro Monat. Du bekommst 5 Transaktionen inklusive und eine virtuelle Mastercard. Jede weitere Transaktion kostet 0,20 Euro. Bei 20 Transaktionen zahlst du also 3 Euro im Monat. Ab etwa 50 Transaktionen wird der Basic-Tarif (9 Euro netto) günstiger.
Qonto hat die stärkere DATEV-Integration (vierfach zertifiziert, inkl. RZ-Bankinfo) und bessere Team-Features (5-Rollen-Konzept, Approval-Workflows). Finom punktet bei Rechnungserstellung (in allen Tarifen), Cashback (bis 3 %) und akzeptiert auch PartG als Rechtsform. Für Solo-Freelancer ist Finom oft praktikabler, für wachsende Teams Qonto. Mehr Details im Finom vs. Qonto Vergleich.
Ja. Qonto ermöglicht die Stammkapitaleinzahlung direkt aufs Geschäftskonto. Die schriftliche Bestätigung für deinen Notar bekommst du innerhalb von 24 Stunden. Du sparst dir damit ein separates Notaranderkonto bei einer Filialbank. Das funktioniert für GmbH und UG (haftungsbeschränkt).
Qonto ist vierfach DATEV-zertifiziert. Das wichtigste Feature ist RZ-Bankinfo: Deine Kontobewegungen werden vollautomatisch ins DATEV-Rechenzentrum deines Steuerberaters gepusht. Kein manueller Export, kein CSV-Import nötig. Die DATEV-Integration ist in allen Tarifen verfügbar, auch im kostenlosen Starter.
Ja. Deine Einlagen sind über den französischen Einlagensicherungsfonds FGDR bis 100.000 Euro geschützt. Das ist ein EU-weites System mit identischem Schutzniveau wie die deutsche Einlagensicherung. Du bekommst eine deutsche IBAN (DE), alle Überweisungen und Lastschriften funktionieren wie bei einer deutschen Bank.
Als Freelancer mit wenigen Buchungen: Starter (kostenlos). Bei regelmäßigem Geschäftsbetrieb mit 20 bis 30 Transaktionen: Basic (9 Euro). Wenn du Rechnungen direkt in Qonto schreiben willst: Smart (19 Euro). Für Teams ab 3 Personen mit Ausgabenmanagement: Essential (49 Euro). Business und Enterprise sind für Unternehmen mit 10 bis 200 Nutzern.
Quellen
- Qonto Preise und Tarife (Stand: April 2026, Starter-Tarif seit April 2026)
- Qonto Bewertungen auf Trustpilot (4,8/5, 53.000 Bewertungen)
Den vollständigen Qonto Test mit Score und Praxisbewertung findest du in unserem Qonto Testbericht.
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