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Smartphone mit Banking-App neben einem Sparglas voller Euro-Münzen, aus dem eine junge Pflanze wächst: Symbolbild für das Altersvorsorgedepot
Ratgeber

N26 Altersvorsorgedepot: Gibt es (noch) nicht, das sind die Alternativen

· Tobias Rehermann · 11 Min. Lesezeit
Zum N26 Testbericht
Smartphone mit Banking-App neben einem Sparglas voller Euro-Münzen, aus dem eine junge Pflanze wächst: Symbolbild für das Altersvorsorgedepot

Du suchst das Altersvorsorgedepot bei N26 und findest nichts Konkretes. In der App gibt es kein Produkt und keine Landingpage dazu. Eine Warteliste? Fehlanzeige. Das liegt nicht an dir und auch nicht an deiner Suchanfrage.

Kurze Antwort vorweg: N26 hat bis heute kein Altersvorsorgedepot angekündigt. Wir haben dafür am 7. August 2026 das Pressearchiv von N26 durchgesehen, dazu den Blog, die Finanzpresse und vier unabhängige Vergleichsseiten zum Thema. Diese Vergleichsseiten listen zwischen sieben und sechzehn Anbieter. N26 steht auf keiner davon.

Was es stattdessen gibt: eine Handvoll Broker, die schon deutlich weiter sind, und ein paar Dinge, die du als N26-Kunde jetzt trotzdem sinnvoll erledigen kannst. Genau darum geht es hier. Stand August 2026, wir aktualisieren bis zum Start.

Das Wichtigste in Kürze

  • N26 bietet kein Altersvorsorgedepot an und hat auch keines angekündigt. Keine Produktseite, keine Warteliste, kein Termin.
  • N26 hat 2025 einen Branchen-Appell mitunterzeichnet, der die Reform politisch unterstützt. Das ist Lobbyarbeit, keine Produktankündigung.
  • Konkrete Konditionen hat bisher nur Scalable Capital genannt. Trade Republic hat die Absicht bestätigt, aber keine Zahl. finanzen.net Zero nimmt Vormerkungen entgegen.
  • Die Förderung selbst ist bei jedem Anbieter gleich: bis zu 540 Euro Grundzulage im Jahr, 300 Euro je Kind, einmalig 200 Euro für Berufseinsteiger.
  • Start ist der 1. Januar 2027. Ausgezahlt wird frühestens ab 65.

Die kurze Antwort: Bei N26 gibt es kein Altersvorsorgedepot

Fangen wir mit dem an, was belastbar ist, und das ist in diesem Fall eine Abwesenheit.

Stand 7. August 2026 gibt es bei N26 weder ein Altersvorsorgedepot noch eine Ankündigung dafür, und das ist kein Nachteil: Du kannst dich trotzdem vorbereiten.

Das ist eine Negativ-Aussage, deshalb sagen wir dazu, wie wir sie geprüft haben. Im N26-Pressearchiv von Dezember 2025 bis Juli 2026 taucht das Thema Altersvorsorge nicht auf. Im N26-Blog ebenfalls nicht. Und in den einschlägigen Anbieter-Übersichten zum Altersvorsorgedepot, die zwischen sieben und sechzehn Namen führen, fehlt N26 durchgehend.

Der Punkt: Wenn du auf einer Seite landest, die dir eine N26-Warteliste anbietet, kommt die nicht von N26.

Was N26 zum Thema Altersvorsorge wirklich gesagt hat

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Ganz stumm ist N26 nicht geblieben, und das führt regelmäßig zu Verwechslungen.

2025 haben über 30 deutsche Fintechs einen gemeinsamen Appell an die Politik unterzeichnet, überschrieben mit der Forderung, Frühstart-Rente und Altersvorsorgedepot jetzt gemeinsam umzusetzen. N26 war dabei, unter anderem mit CEO Valentin Stalf. Das Papier fand seinen Weg in die Wirtschaftspresse und wird seitdem gelegentlich als N26-Einstieg ins Thema gelesen.

„N26 unterstützt die Reform öffentlich, hat aber kein eigenes Produkt angekündigt.“

Kurz gesagt: N26 unterstützt die Reform öffentlich, hat aber kein eigenes Produkt angekündigt. Beides gleichzeitig ist völlig normal. Ein Anbieter kann eine gesetzliche Neuerung gut finden, ohne selbst zu liefern.

Zum Vorgänger Riester gibt es übrigens keinen Hinweis, dass N26 dort je etwas im Angebot hatte. Ein Altersvorsorgedepot wäre für die Bank also kein Comeback in ein bekanntes Feld, sondern ein Einstieg von null.

Das Altersvorsorgedepot in drei Minuten

Damit du die Alternativen einordnen kannst, hier die Eckwerte. Die stehen seit dem 8. Mai 2026 fest, an dem Tag hat der Bundesrat zugestimmt.

Das Altersvorsorgedepot ist der Nachfolger von Riester und startet am 1. Januar 2027. Bestehende Riester-Verträge laufen mit Bestandsschutz weiter, du musst also nichts kündigen.

Die Grundzulage läuft in zwei Stufen. Für jeden Euro bis 360 Euro im Jahr legt der Staat 50 Cent drauf, für die nächsten bis zu 1.440 Euro sind es 25 Cent pro Euro. Macht maximal 540 Euro im Jahr.

Dazu kommen zwei Extras: 300 Euro je Kind, erreicht schon bei 300 Euro Eigenbeitrag je Kind, und einmalig 200 Euro, wenn du zu Beginn des Beitragsjahres noch keine 25 bist. Der Trick bei der Kinderzulage: Derselbe Eigenbeitrag zählt parallel für die Grundzulage und für jedes Kind. Eine Familie mit zwei Kindern holt mit 360 Euro Eigenbeitrag bereits 780 Euro Zulage.

Miriam ist 34, hat keine Kinder und will die Grundzulage voll ausschöpfen. Dafür zahlt sie 150 Euro monatlich ein, also 1.800 Euro im Jahr.

Ohne Kinder, 150 Euro im Monat

2.340 Euro nach dem ersten Jahr

Gesamt

Eigenbeitrag im Jahr 1.800 Euro
Erste Stufe (360 Euro mal 50 Prozent) 180 Euro Zulage
Zweite Stufe (1.440 Euro mal 25 Prozent) 360 Euro Zulage
Zulage gesamt 540 Euro
Im Depot nach dem ersten Jahr 2.340 Euro

Auf 1.800 Euro eigenes Geld kommen 540 Euro vom Staat. Wer weniger einzahlt, bekommt anteilig weniger. Wer mehr einzahlt, bekommt keine zusätzliche Zulage mehr.

Was du dafür in Kauf nimmst

Das Geld ist lange gebunden. Die Auszahlungsphase beginnt frühestens mit Vollendung des 65. Lebensjahres, so steht es in den FAQ des Bundesfinanzministeriums. Die oft zitierte 62 stammt aus der alten Riester-Welt.

Ausgezahlt wird als Leibrente oder als Auszahlungsplan mindestens bis 85, dazu sind bis zu 30 Prozent als Einmalbetrag zu Rentenbeginn möglich.

Steuerlich gilt: Der geförderte Anteil wird in der Rente voll versteuert, beim ungeförderten Anteil nur die halben Erträge. Während der Ansparphase fällt keine Vorabpauschale an.

Krypto ist im Altersvorsorgedepot ausgeschlossen

Falls du bei N26 Krypto handelst und dich fragst, ob das in ein gefördertes Depot passt: nein. Kryptowerte sind im Altersvorsorgedepot gesetzlich ausgeschlossen. Das gilt bei jedem Anbieter, unabhängig davon, was er in seinem regulären Depot erlaubt.

Zum viel zitierten Kostendeckel von 1,0 Prozent noch ein Hinweis: Der gilt nur für das staatliche Standarddepot, ein schlichtes Pflichtprodukt aus zwei Fonds. Für individuelle Varianten gilt er nicht. Zertifiziert werden die Produkte übrigens vom Bundeszentralamt für Steuern, und dieses Verfahren startet erst im Herbst 2026.

Diese Anbieter haben das Altersvorsorgedepot angekündigt

Jetzt zu den Alternativen. Wir sortieren nach einem einzigen Kriterium: Liegen belastbare Konditionen vor oder nicht?

Anbieter-Status im August 2026

N26
Stand August 2026 keine Ankündigung
Konkrete Konditionen? nein
Scalable Capital
Stand August 2026 angekündigt im Frühjahr 2026
Konkrete Konditionen? ja: 1 Euro Mindestrate, kostenlose ETF-Sparpläne, 2,50 Prozent Cash-Zins (variabel)
Trade Republic
Stand August 2026 Absicht bestätigt
Konkrete Konditionen? nein: keine Produktseite, keine Preise
finanzen.net Zero
Stand August 2026 angekündigt, Vormerkung offen
Konkrete Konditionen? teilweise: Sparrate ab 10 Euro im Monat
DKB, ING, comdirect, Consorsbank, Smartbroker+, Oskar
Stand August 2026 angekündigt
Konkrete Konditionen? nein, keine Details
S Broker
Stand August 2026 vage Absichtsbekundung
Konkrete Konditionen? nein

Alle Angaben ohne Gewähr. Preise können sich jederzeit ändern.

Scalable Capital ist bislang der einzige Anbieter mit echten Zahlen. Was dort zugesagt ist und was noch fehlt, haben wir im Scalable Capital Altersvorsorgedepot aufgeschlüsselt.

Bei Trade Republic ist die Absicht bestätigt, mehr aber nicht. Kursierende Kostenangaben stammen von Vergleichsportalen, nicht von der Bank. finanzen.net Zero hat eine Produktseite samt Vormerkung und nennt zumindest eine Mindestrate. Den Gesamtüberblick liefert unser Altersvorsorgedepot bei Neo-Brokern.

„Kursierende Kostenangaben stammen von Vergleichsportalen, nicht von der Bank.“

Vormerkungen sind keine Verträge

Wo es Wartelisten gibt, sichern sie dir keinen Platz und keinen Preis. Du hinterlässt eine Kontaktadresse und bekommst eine Nachricht zum Start. Ein Konto eröffnet das nicht, reserviert wird auch nichts. Eine Konditionszusage gibt es damit erst recht nicht. Sinnvoll, um informiert zu bleiben. Kein Grund, sich schon jetzt auf einen Anbieter festzulegen.

Was du als N26-Kunde jetzt tun kannst

Ohne N26-Produkt brauchst du eine andere Strategie. Die gute Nachricht: Vorbereitet sein kostet dich nichts und legt dich auf niemanden fest.

In fünf Schritten startklar für Januar 2027

0 EUR
1

Sparrate festlegen

150 Euro im Monat holen die volle Grundzulage. Mit Kindern reichen 25 Euro im Monat, um die 300-Euro-Schwelle je Kind zu erreichen.
2

Notgroschen abtrennen

Das Geld im Altersvorsorgedepot ist bis 65 gebunden, ein Zugriff dazwischen kostet dich die Förderung.
3

Riester-Vertrag nicht vorschnell kündigen

Er hat Bestandsschutz, ein späterer Wechsel ist ohne Rückzahlung der Förderung möglich.
4

Identifizierung vorab erledigen

Wenn du bei einem anderen Anbieter starten willst, erledige die Identifizierung schon jetzt. Zum Produktstart sind Neuanmeldungen erfahrungsgemäß am zähsten.
5

Erst entscheiden, wenn Preise vorliegen

Die Zertifizierung beim Bundeszentralamt für Steuern startet im Herbst 2026, davor gibt es kaum belastbare Angaben.

Bei N26 bleiben und ungefördert weitersparen?

Geht, ist aber eine andere Sache. N26 hat Aktien- und ETF-Handel in der App, und für regelmäßiges Sparen ist das brauchbar.

N26: Konditionen ohne Förderung N26 Altersvorsorgedepot: Gibt es (noch) nicht, das sind die Alternativen

Stand: August 2026
Sparpläne auf Aktien und ETFs kostenlos
Einzelorder 0,90 Euro (gilt laut N26 aktuell, für Bestandskunden spätestens ab dem 2. September)
Freikontingent Standard und Smart: keines. Go: 3 Gratis-Trades im Monat. Metal: 10
Mindestorder 1 Euro
Krypto über 300 Coins, 1,5 Prozent bei Bitcoin, 2,5 Prozent bei anderen Coins (Metal 1 und 2 Prozent)
Kontomodelle Standard 0 Euro, Smart 4,90 Euro, Go 9,90 Euro, Metal 16,90 Euro im Monat
Einlagensicherung 100.000 Euro über die deutsche gesetzliche Einlagensicherung

Alle Angaben ohne Gewähr. Preise können sich jederzeit ändern.

Der Unterschied zum Altersvorsorgedepot ist nicht die App, sondern die Zulage. Ein kostenloser ETF-Sparplan bei N26 bleibt ein normales Depot: flexibel, jederzeit verfügbar, aber ohne die 540 Euro vom Staat und mit laufender Besteuerung der Erträge.

„Der Unterschied zum Altersvorsorgedepot ist nicht die App, sondern die Zulage.“

Beides parallel zu fahren, ist eine gängige Aufteilung: das geförderte Depot für die Rente, ein freies Depot für alles, was du früher brauchst. Dafür musst du N26 nicht verlassen.

Zieht N26 nach?

Ehrliche Antwort: Das ist offen.

Für einen Einstieg spricht, dass das Altersvorsorgedepot im Kern ein Sparplandepot mit Förderlogik ist und N26 Sparpläne bereits kostenlos anbietet. Die Infrastruktur wäre nicht bei null.

Dagegen spricht die Faktenlage: Eine Ankündigung gibt es nicht, einen Termin auch nicht, und auch sonst deutet nichts in diese Richtung. Dazu kommt ein Muster, das man kennen sollte, ohne daraus eine Prognose zu bauen: N26 hat in der Vergangenheit angekündigte Produkterweiterungen nicht immer umgesetzt. Die um 2021 und 2022 angekündigten Versicherungsprodukte etwa sind nie beim Kunden angekommen.

Kurz gesagt: Wer 2027 mit der Förderung starten will, plant besser nicht mit N26. Sollte sich etwas ändern, steht es hier.

Häufige Fragen

Nein. Stand August 2026 hat N26 weder ein Altersvorsorgedepot noch eine Produktseite oder eine Warteliste dazu. Auch eine Ankündigung, das Produkt zum Start am 1. Januar 2027 anbieten zu wollen, liegt nicht vor. In den gängigen Anbieter-Übersichten zum Thema taucht N26 nicht auf.

Ja, aber ohne staatliche Förderung. N26 bietet Aktien- und ETF-Sparpläne kostenlos an, Einzelorder kosten 0,90 Euro (gilt laut N26 aktuell, für Bestandskunden spätestens ab dem 2. September). Das ist ein normales Depot: flexibel und jederzeit verfügbar, aber ohne Zulagen und mit laufender Besteuerung der Erträge.

Bislang nur Scalable Capital. Genannt sind eine Mindestrate von 1 Euro, kostenlose ETF-Sparpläne und ein variabler Cash-Zins von 2,50 Prozent auf nicht investiertes Guthaben. finanzen.net Zero nennt immerhin eine Sparrate ab 10 Euro im Monat. Trade Republic, DKB, ING, comdirect, Consorsbank, Smartbroker+ und Oskar haben angekündigt, aber keine Preise veröffentlicht.

Dafür gibt es keinen Hinweis. Riester-Produkte tauchen weder im aktuellen Angebot noch in der Produkthistorie von N26 auf. Ein Altersvorsorgedepot wäre für die Bank also kein Wiedereinstieg, sondern ein neues Feld.

Frühestens mit Vollendung des 65. Lebensjahres, so steht es in den FAQ des Bundesfinanzministeriums. Früher geht es nur, wenn du bereits gesetzliche Altersrente beziehst. Ausgezahlt wird als Leibrente oder als Auszahlungsplan mindestens bis 85, dazu sind bis zu 30 Prozent als Einmalbetrag zu Rentenbeginn möglich.

Das musst du nicht. Ein Altersvorsorgedepot lässt sich bei einem anderen Anbieter führen, während Girokonto und freies Depot bei N26 bleiben. Sinnvoll ist eher die umgekehrte Reihenfolge: erst die Sparrate festlegen, dann die Konditionen der Anbieter vergleichen, sobald sie vorliegen.

Quellen

Stand dieser Seite: August 2026. Sollte N26 ein Altersvorsorgedepot ankündigen, ergänzen wir es hier, und zwar mit dem Datum der Ankündigung. Wie sich N26 heute bei Konto, Karte, Sparplänen und Gebühren schlägt, liest du im vollständigen N26 Testbericht.

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Anonym: Ich sehe nicht, wer abonniert. Jederzeit still wieder weg.

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