Inhaltsverzeichnis

Irgendwo hast du gelesen, dass ab 2027 das Altersvorsorgedepot kommt. Bis zu 540 Euro Zulage im Jahr, ETFs statt Garantiezins, endlich eine Riester-Nachfolge, die nicht nach Aktenordner klingt.
Dann öffnest du deine Broker-App und suchst danach. Nichts. Kein Button, kein Antrag, nicht mal ein Hinweis.
Das ist gerade völlig normal. Das Gesetz steht, der Starttermin steht, die Produkte gibt es noch nicht. Was es schon gibt, sind Ankündigungen: manche offiziell und mit Zahlen, andere nur als Absichtserklärung, wieder andere schlicht ausgedacht von Vergleichsseiten, die schneller sein wollten als die Anbieter selbst.
Genau das sortieren wir hier. Stand August 2026, und wir aktualisieren diese Seite bis zum Start.
Altersvorsorgedepot 2027: das Wichtigste in Kürze
- Start ist der 1. Januar 2027. Der Bundesrat hat die Reform am 8. Mai 2026 beschlossen, der Termin steht.
- Am weitesten ist Scalable Capital: Produktseite online, ETF-Sparpläne ab 1 Euro, 2,50 % p.a. auf nicht investiertes Guthaben.
- Trade Republic hat das Altersvorsorgedepot bestätigt, nennt aber noch keine einzige Kondition. Und es gibt dort keine Warteliste, egal was andere Seiten schreiben.
- Vormerken kannst du dich bei finanzen.net Zero und Oskar. ING und DKB sammeln über Infoseite und Newsletter.
- Die Zulage: bis zu 540 Euro im Jahr, dazu 300 Euro je Kind und einmalig 200 Euro, wenn du zu Jahresbeginn noch keine 25 bist.
- Der Kostendeckel von 1,0 % gilt nur fürs gesetzliche Standarddepot. Und dein Geld ist bis 65 gebunden.
Das Altersvorsorgedepot in 3 Minuten
Stell dir ein normales ETF-Depot vor. Gleiche Sparpläne, gleiche Fonds, gleiche App. Der Unterschied: Der Staat legt jedes Jahr Geld obendrauf, und dafür kommst du erst im Rentenalter wieder ran.
Kurz gesagt: Du tauschst Flexibilität gegen Förderung. Alles andere sind Details.
Der Zeitplan war zügig. Kabinettsbeschluss am 17. Dezember 2025, Bundestag am 27. März 2026, Bundesrat am 8. Mai 2026. Verkauft werden darf ab dem 1. Januar 2027. Vorher muss jedes Produkt noch durch eine Zertifizierung beim Bundeszentralamt für Steuern, nicht bei der BaFin. Dieses Verfahren startet erst im Herbst 2026.
Vor dem 1. Januar 2027 kann dir kein Anbieter ein Altersvorsorgedepot verkaufen. Alles, was es heute gibt, sind Vormerklisten und Newsletter.
Wer einzahlen darf und wann du ans Geld kommst
Förderberechtigt sind rentenversicherungspflichtige Arbeitnehmer, neu auch Selbstständige und Freiberufler nach Paragraf 15 und 18 EStG. Beamte können mit Einwilligung mitmachen. Krypto ist gesetzlich ausgeschlossen, Coins und Bitcoin-ETPs lassen sich hier also nicht besparen.
Beim Auszahlungsalter stolpern gerade viele Artikel. Die Auszahlungsphase beginnt frühestens mit Vollendung des 65. Lebensjahres, so steht es wörtlich in den FAQ des Bundesfinanzministeriums. Die oft genannte 62 stammt aus dem Riester-Kosmos. Einzige Ausnahme ist ein früherer gesetzlicher Rentenbezug.
Dann bekommst du entweder eine lebenslange Leibrente oder einen Auszahlungsplan, der mindestens bis 85 läuft. Bis zu 30 Prozent darfst du dir zu Rentenbeginn auf einen Schlag auszahlen lassen. Wer vorher rangeht, zahlt Zulagen und Steuervorteile zurück, die Erträge bleiben. Nicht schädlich ist die Verwendung für eine selbstgenutzte Immobilie, inklusive Tilgung, energetischer Sanierung und altersgerechtem Umbau.
Steuern und dein alter Riester-Vertrag
In der Ansparphase passiert steuerlich nichts: keine Abgeltungssteuer, kein Soli, keine Vorabpauschale. Auch Umschichten und Rebalancing bleiben steuerneutral.
In der Rente macht der Fiskus einen Unterschied. Den geförderten Teil, also alles bis 1.800 Euro Eigenbeitrag im Jahr, besteuert er nachgelagert voll mit deinem persönlichen Steuersatz. Obendrauf darfst du bis zu 5.040 Euro ungefördert einzahlen, zusammen also 6.840 Euro. Bei diesem ungeförderten Teil sind nur die Erträge steuerpflichtig, und davon auch nur die Hälfte.
Dein Riester-Vertrag bleibt bestehen, niemand zwingt dich zur Umwandlung. Ab 2027 sind lediglich keine Neuabschlüsse mehr möglich. Ein Wechsel ins Altersvorsorgedepot geht ohne Rückzahlung der bisherigen Förderung.
So viel Förderung bekommst du wirklich
Die Zulage läuft in zwei Stufen. Für jeden eingezahlten Euro bis 360 Euro gibt es 50 Cent. Für weitere bis zu 1.440 Euro gibt es 25 Cent pro Euro.
Der Punkt: Die vollen 540 Euro bekommst du nur bei 1.800 Euro Eigenbeitrag im Jahr, also 150 Euro im Monat. Wer weniger einzahlt, bekommt anteilig weniger. Die Schlagzeile „der Staat schenkt dir 540 Euro“ stimmt also nur für einen ganz bestimmten Fall.
Dazu kommen zwei Extras. Für jedes Kind mit Kindergeldanspruch gibt es 100 Prozent auf jeden eingezahlten Euro, maximal 300 Euro je Kind, erreicht bei 300 Euro Eigenbeitrag. Der Clou daran: Derselbe Beitrag zählt gleichzeitig für die Grundzulage und für alle Kinder, es gibt keine separate Schwelle je Kind. Standardmäßig läuft die Kinderzulage auf die Mutter, per gemeinsamem Antrag lässt sie sich umwidmen. Wer zusätzlich für den Nachwuchs anlegen will, findet Optionen im Kinderdepot-Vergleich. Das zweite Extra ist der Berufseinsteigerbonus: einmalig 200 Euro für alle, die zu Beginn des Beitragsjahres das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.
Drei Fälle, komplett durchgerechnet
Single, 150 Euro im Monat. Macht 1.800 Euro im Jahr. Die ersten 360 Euro bringen 50 Prozent, also 180 Euro. Die restlichen 1.440 Euro bringen 25 Prozent, also 360 Euro. Summe: 540 Euro Zulage. Nach dem ersten Jahr liegen 2.340 Euro im Depot.
Elternteil mit zwei Kindern, 30 Euro im Monat. Macht 360 Euro im Jahr. Grundzulage: 360 mal 50 Prozent, also 180 Euro. Kinderzulage: 360 Euro liegen über der 300-Euro-Schwelle, also volle 300 Euro je Kind, zusammen 600 Euro. Summe: 780 Euro Zulage auf 360 Euro eigenes Geld.
„780 Euro Zulage auf 360 Euro Eigenbeitrag: Das ist der stärkste Fall der ganzen Reform, und ausgerechnet der braucht am wenigsten Geld.“
Berufseinsteiger mit 23, 50 Euro im Monat. Macht 600 Euro im Jahr. Die ersten 360 Euro bringen 180 Euro, die restlichen 240 Euro bringen 60 Euro. Summe: 240 Euro Zulage plus einmalig 200 Euro Bonus. Im ersten Jahr landen 1.040 Euro im Depot.
Förderung und Depotstand nach Jahr 1: die drei Beispiele im Vergleich
Alle Angaben ohne Gewähr. Preise können sich jederzeit ändern.
Eigenbeitrag und Zulage lassen sich außerdem als Sonderausgaben absetzen, maximal 2.340 Euro. Das Finanzamt prüft automatisch, was für dich günstiger ist. Spürbar wird dieser Effekt meist erst ab rund 35 Prozent Grenzsteuersatz. Es ist eine zusätzliche Möglichkeit, kein Betrag, mit dem du fest rechnen solltest.
Diese Broker haben ein Altersvorsorgedepot angekündigt
Hier wird es unübersichtlich, weil viele Vergleichsseiten Ankündigung, Gerücht und eigene Schätzung in einen Topf werfen. Wir trennen strikt: Was hat der Anbieter selbst gesagt, und was kursiert nur irgendwo im Netz?
Altersvorsorgedepot: Anbieter-Status im August 2026
Alle Angaben ohne Gewähr. Preise können sich jederzeit ändern.
Zwei Namen tauchen in Listen auf, gehören dort aber nicht hin. Zu justTRADE gibt es bislang nur einen Ratgeber-Artikel, kein eigenes Produkt. Bitpanda steht in Aggregator-Listen, ohne dass eine offizielle Ankündigung das deckt. Da Krypto im Altersvorsorgedepot ausgeschlossen ist, wäre das ohnehin ein überraschender Schritt.
Vorsicht bei konkreten Kostenangaben im Netz
Zu DKB kursieren 0,15 %, zu ING 0,20 %, zu Trade Republic „unter 0,5 % p.a.“. Keine dieser Zahlen stammt von den Anbietern selbst, sie stehen ausschließlich auf Vergleichs- und Rechnerseiten. Behandle sie als Schätzung, nicht als Preisblatt. Sobald offizielle Konditionen vorliegen, findest du sie hier.
„Eine Ankündigung ist kein Preisblatt. Wer heute schon exakte Kosten nennt, hat sie meistens geschätzt.“
Scalable Capital: aktuell der Vorreiter
Scalable Capital hat sich im Frühjahr 2026 als erster großer Neo-Broker positioniert und ist bis heute der einzige mit einer echten Produktseite, auf der Konditionen stehen.
Bestätigt sind ETF-Sparpläne ab 1 Euro, 2,50 Prozent Zinsen pro Jahr auf nicht investiertes Guthaben und die 30-Prozent-Einmalauszahlung zu Rentenbeginn. Der Cash-Zins ist variabel, kann sich bis 2027 also noch bewegen. Angepeilt ist der Start zum 1. Januar 2027.
Offen sind ausgerechnet die Punkte, die über die Gesamtkosten entscheiden: Depotgebühr, Ordergebühren und die tatsächliche ETF-Auswahl. Die vielzitierten „über 2.000 ETFs“ stehen bisher nur in Medienberichten.
Alle Details dazu: Scalable Capital Altersvorsorgedepot. Wie der Broker abseits der Altersvorsorge abschneidet, steht im Scalable Capital Testbericht.
Trade Republic: angekündigt, aber ohne Details
Trade Republic hat im April 2026 bestätigt, ein Altersvorsorgedepot anzubieten, und einen Zulassungsantrag bei der BaFin gestellt. Ziel ist ebenfalls der 1. Januar 2027.
Damit endet die Faktenlage. Es gibt Stand August 2026 weder eine Produktseite noch eine Warteliste bei Trade Republic. Wenn du irgendwo liest, du könntest dich dort schon vormerken lassen, ist das falsch.
Auch die Zahl „unter 0,5 Prozent pro Jahr“ macht die Runde. Sie stammt aus Einschätzungen von Vergleichsportalen, nicht von Trade Republic. Wir führen sie nur auf, damit du sie einordnen kannst, wenn sie dir begegnet.
Den kompletten Stand haben wir hier gesammelt: Trade Republic Altersvorsorgedepot. Den Broker-Test findest du im Trade Republic Testbericht.
Direktbanken, Sparkassen und die Robos
finanzen.net Zero ist beim Konkretisierungsgrad direkt hinter Scalable. Die Vormerkung ist kostenlos und schon offen. Zugesagt sind keine Depotgebühr, keine Ordergebühren bei Sparplänen und keine Mindestsparrate. Als Standardvorschlag sieht finanzen.net Zero einen hauseigenen MSCI-World-ETF von Amundi vor.
Smartbroker+ nennt bereits die Produktpalette: ETFs und Fonds bis Risikoklasse 5 sowie EU-Staatsanleihen. Eine echte Warteliste gibt es nicht, nur einen Newsletter.
Oskar geht den Robo-Weg. Statt eigener ETF-Auswahl bekommst du ein fertiges Portfolio mit automatischem Rebalancing, die Warteliste ist offen. Interessant für alle, die sich nicht selbst um die Fondsauswahl kümmern wollen.
Bei den Direktbanken sind DKB und ING am sichtbarsten. Die DKB hat schon einen Zulagen-Rechner online und nennt den 1. Januar 2027 als Start, die ING erklärt die Fördermechanik ausführlich und verweist auf eine Warteliste. comdirect und Consorsbank haben Seiten aufgesetzt, aber noch keine belastbaren Konditionen darauf. Bei S Broker und den Sparkassen bleibt es bislang bei einer allgemeinen Positionierung. Und zu N26 ist uns keine Ankündigung bekannt.
Der 1-Prozent-Kostendeckel und was er wirklich abdeckt
In fast jedem Artikel zur Reform steht, die Kosten seien auf 1,0 Prozent gedeckelt. Das stimmt, aber nur für ein einziges Produkt.
Gemeint ist das gesetzliche Standarddepot: ein Zwei-Fonds-Produkt aus einem sicherheitsorientierten Fonds (Risikoklasse 1 bis 2) und einem renditeorientierten (Risikoklasse 3 bis 5). Nur Bausparkassen sind davon ausgenommen, alle anderen Anbieter müssen es führen. Wer es nicht selbst stemmt, darf es über eine Kooperation abbilden.
„Der Ein-Prozent-Deckel ist kein Verbraucherschutz für alle Altersvorsorgedepots, sondern nur für eines davon.“
Individuelle und Premium-Varianten fallen nicht darunter. Die Verbraucherzentrale rechnet dort mit Effektivkosten zwischen 1,5 und 2,5 Prozent pro Jahr und warnt vor einer Verkaufswelle rund um den Start. Zur Einordnung: Der Verbraucherzentrale Bundesverband hatte 0,5 Prozent gefordert, die Versicherungsseite 1,5 Prozent. Herausgekommen ist der Kompromiss bei 1,0 Prozent.
Zwei Dinge solltest du beim Abschluss deshalb gezielt abfragen. Erstens die Effektivkosten pro Jahr, samt der Frage, ob du gerade das Standarddepot oder eine individuelle Variante vor dir hast. Zweitens die Wohn-Verwendung: Die Möglichkeit, das Kapital für eine selbstgenutzte Immobilie einzusetzen, ist nicht mehr zwingender Bestandteil jedes Vertrags.
Besser als ein freier ETF-Sparplan?
Kommt darauf an, wie viel Zulage du bekommst. Die Förderung wirkt wie eine Sofortrendite auf deinen Beitrag, im Extremfall über 200 Prozent wie beim Elternteil-Beispiel oben. Dagegen steht der Kostenunterschied: Ein breiter ETF im freien Depot kostet rund 0,2 Prozent laufend, das Standarddepot bis zu 1,0 Prozent. Eine viel zitierte Modellrechnung von zendepot kommt über 40 Jahre auf rund 65.000 Euro Differenz, allerdings mit angenommenen Werten. Als Ordnungsgröße taugt sie, als Prognose für deinen Fall nicht.
Faustregel: Je mehr Kinderzulagen und je jünger du bist, desto klarer gewinnt das Altersvorsorgedepot. Je weiter dein Beitrag über 1.800 Euro hinausgeht, desto stärker fallen die laufenden Kosten ins Gewicht. Drei Nachteile bleiben unabhängig vom Rechenweg: die Bindung bis 65, kein Zugriff im Notfall und keine Beitragsgarantie.
Was noch unsicher ist: das staatliche Standardprodukt wackelt
Neben den privaten Anbietern sollte es ein staatlich organisiertes Standardprodukt geben, quasi als Rückfalloption für alle, die sich nicht durch Anbieterlisten arbeiten wollen. Genau das droht den Starttermin zu verpassen: Berichte von biallo (17. Juli 2026) und cash-online beschreiben eine ungeklärte Trägerfrage zwischen Bundesbank und Kenfo sowie fehlende Infrastruktur.
Wichtig zur Einordnung
Die Verzögerung betrifft ausschließlich das staatlich organisierte Standardprodukt. Die Starttermine von Scalable Capital, finanzen.net Zero, DKB und den übrigen privaten Anbietern hängen nicht daran. Wer ohnehin bei einem Broker abschließen will, ist von dieser Frage nicht betroffen.
Zwei weitere Punkte sind noch nicht endgültig geklärt. Der Gesetzgeber sieht einen Anbieterwechsel vor, ähnlich wie bei Riester, doch Fristen und mögliche Kosten sind bislang unbeziffert. Und im Erbfall gilt nach aktuellem Kenntnisstand: Überträgt der Ehepartner das Guthaben auf sein eigenes Altersvorsorgedepot, bleibt die Förderung erhalten. Bei anderen Erben gehen Zulagen und Steuervorteile zurück, die Erträge bleiben.
Warteliste, Vormerkung und was jetzt sinnvoll ist
Eine Vormerkung ist kein Vertrag und verpflichtet dich zu nichts. Sie sorgt in der Regel nur dafür, dass du eine Mail bekommst, wenn es losgeht. Ein bisschen Vorbereitung lohnt sich trotzdem, weil die ersten Januarwochen 2027 erfahrungsgemäß chaotisch werden.
Deine Checkliste bis Januar 2027
Bei offenen Wartelisten vormerken
Beitrag durchrechnen
Riester-Vertrag laufen lassen
Konto und Identifizierung vorbereiten
Standarddepot-Variante klären
Was du dir sparen kannst: dich von Frühbucher-Aktionen treiben lassen. Solange die Konditionen der meisten Anbieter offen sind, lässt sich kein sinnvoller Kostenvergleich anstellen. Die Zulage bekommst du am 2. Januar 2027 genauso wie an einem Vormerktag im August 2026.
Häufige Fragen
Aktuell nirgendwo. Die Produkte müssen erst vom Bundeszentralamt für Steuern zertifiziert werden, dieses Verfahren startet im Herbst 2026. Verkauft werden darf ab dem 1. Januar 2027. Am weitesten sind Scalable Capital, finanzen.net Zero und die DKB.
Ja, aber nicht überall. Offene Vormerkungen gibt es bei finanzen.net Zero und Oskar, die ING verweist ebenfalls auf eine Warteliste. DKB und Smartbroker+ arbeiten mit Newslettern. Bei Trade Republic gibt es Stand August 2026 keine Warteliste.
Trade Republic hat im April 2026 bestätigt, ein Altersvorsorgedepot anzubieten, und einen Zulassungsantrag bei der BaFin gestellt. Ziel ist der 1. Januar 2027. Konditionen und Kosten hat der Broker bisher offengelassen. Details: Trade Republic Altersvorsorgedepot.
Für das gesetzliche Standarddepot gilt ein Deckel von 1,0 Prozent Effektivkosten pro Jahr. Individuelle oder Premium-Varianten sind nicht gedeckelt, die Verbraucherzentrale rechnet dort mit 1,5 bis 2,5 Prozent. Konkrete Preislisten einzelner Broker folgen erst mit dem Produktstart. Zahlen wie 0,15 oder 0,20 Prozent stammen von Vergleichsseiten, nicht von den Anbietern.
Frühestens mit Vollendung des 65. Lebensjahres, so steht es in den FAQ des Bundesfinanzministeriums. Eine Ausnahme gibt es nur, wenn du schon vorher eine gesetzliche Altersrente beziehst. Ausgezahlt wird als Leibrente oder als Auszahlungsplan bis mindestens 85, bis zu 30 Prozent darfst du dir zu Rentenbeginn auf einmal auszahlen lassen.
Dazu ist uns keine Ankündigung bekannt. N26 hat weder eine Produktseite noch eine Warteliste noch eine Mitteilung zum Altersvorsorgedepot veröffentlicht. Sollte sich das ändern, aktualisieren wir diese Seite.
Quellen
- Bundesfinanzministerium: FAQ zur Reform der privaten Altersvorsorge (Zulagen, Auszahlungsphase, Besteuerung)
- Bundesregierung: Reform der privaten Altersvorsorge
- Deutscher Bundestag: Beschluss vom 27. März 2026
- Scalable Capital: Altersvorsorgedepot
- finanzen.net Zero: Altersvorsorgedepot Vormerkung
- Verbraucherzentrale: Einschätzung zum Altersvorsorgedepot
- biallo: Bericht zur Verzögerung des staatlichen Standardprodukts (17. Juli 2026)
Stand dieser Übersicht: August 2026. Sobald ein Anbieter offizielle Konditionen nennt oder eine Warteliste öffnet, aktualisieren wir die Tabelle. Die Detailseiten zu den beiden größten Neo-Brokern findest du hier: Scalable Capital Altersvorsorgedepot und Trade Republic Altersvorsorgedepot.
Transparenz-Hinweis: neuebanken.de finanziert sich über Affiliate-Links. Wenn du über unsere Links ein Konto eröffnest, erhalten wir eventuell eine Vergütung. Am Preis ändert sich für dich nichts. Unsere Bewertungsmethodik findest du unter So bewerten wir.