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Eine Hand hält in einem hellen Wohnzimmer ein Smartphone mit der Trade-Republic-App: der SpaceX-Börsengang mit Position 500,00 Euro und Start am 12. Juni
Hintergründe

SpaceX-IPO bei Trade Republic: mein Selbstversuch mit 500 Euro

· Tobias Rehermann · 6 Min. Lesezeit
Eine Hand hält in einem hellen Wohnzimmer ein Smartphone mit der Trade-Republic-App: der SpaceX-Börsengang mit Position 500,00 Euro und Start am 12. Juni

Das Wichtigste in Kürze

  • Ich habe beim SpaceX-Börsengang über Trade Republic mitgezeichnet, bewusst mit nur 500 Euro.
  • Warum so wenig: Bei einem so stark nachgefragten IPO ist die Zuteilung unsicher, und ich wollte kein Klumpenrisiko im Depot.
  • Die Zeichnung war in der App in zwei Minuten erledigt, kostet 1 Euro und reserviert den vollen Betrag.
  • Wie viel von den 500 Euro tatsächlich durchkommt, erfahre ich rund um den 12. Juni. Das echte Ergebnis ergänze ich dann hier.

Warum ich beim größten Börsengang des Jahres mitmache

Als Trade Republic ankündigte, dass Privatanleger den SpaceX-Börsengang direkt in der App zeichnen können, war meine erste Reaktion ehrlich gesagt gemischt. Die Neugier war da: An einem IPO dieser Größe kommt man als Kleinanleger sonst nie heran, das war jahrelang institutionellen Investoren vorbehalten. Gleichzeitig bleibt die nüchterne Erfahrung, dass „größter Börsengang aller Zeiten“ vor allem eine Schlagzeile ist und kein Renditeversprechen.

Ich wollte es trotzdem ausprobieren, aber als kontrollierten Selbstversuch, nicht als Wette aufs schnelle Geld. Wie läuft so eine Zeichnung wirklich ab, was kostet sie tatsächlich, und was bekommt man am Ende heraus? Die technischen Details hatten wir vorab schon im Ratgeber zum SpaceX-IPO bei Trade Republic zusammengetragen. Jetzt teste ich es mit echtem Geld. Wenn du Trade Republic noch nicht kennst, gibt dir unser Trade-Republic-Test den Gesamtüberblick.

Warum nur 500 Euro

Mein wichtigster Entschluss stand vor der ersten Order: 500 Euro, mehr nicht. Das hat zwei Gründe, und beide haben mit Disziplin zu tun, nicht mit fehlender Überzeugung.

Erstens die Zuteilung. SpaceX ist absurd stark nachgefragt, eine deutliche Überzeichnung ist fast sicher. Die Aktien werden dann pro rata verteilt, ich bekomme also voraussichtlich nur einen Bruchteil meiner gezeichneten Summe. Zweitens, und das ist der Punkt, den viele unterschätzen: Wer taktisch hoch zeichnet, um trotz Kürzung genug zu bekommen, riskiert bei schwächerer Nachfrage eine ungewollte Vollzuteilung. Dann stecken plötzlich mehrere Tausend Euro in einer einzigen, sehr hoch bewerteten Aktie. Genau dieses Klumpenrisiko wollte ich ausschließen.

500 Euro sind für mich ein Betrag, den ich auch bei voller Zuteilung bewusst in diese eine Aktie stecken würde, ohne dass mein Depot aus dem Gleichgewicht gerät. Deine Grenze kann anders liegen, die Logik dahinter gilt aber für jeden: Zeichne nur, was du im schlimmsten Fall wirklich investieren willst.

500 €

von mir bei Trade Republic in den SpaceX-IPO gezeichnet

Quelle: eigene Order, Juni 2026

So lief die Zeichnung in der App ab

Der eigentliche Vorgang war unspektakulär, und ich meine das als Kompliment. In der Trade-Republic-App tauchte der SpaceX-Börsengang als eigener Bereich auf. Ich habe meinen Wunschbetrag von 500 Euro eingegeben, die Hinweise zur pro-rata-Zuteilung bestätigt und die Order abgeschickt. Kostenpunkt: 1 Euro Abwicklungspauschale, wie beim normalen Handel auch.

Screenshot der Trade-Republic-App: SpaceX-IPO mit Position 500,00 Euro und Start am 12. Juni
Mein SpaceX-IPO in der Trade-Republic-App: Position 500,00 Euro, Start am 12. Juni. Quelle: eigener Screenshot

Was man wissen muss: Die 500 Euro werden nicht sofort abgebucht, sondern als Betrag reserviert. Sie müssen während der Zeichnungsfrist als freie Liquidität auf dem Konto liegen. Das Geld ist bis zur Zuteilung blockiert, ich kann in diesem Fenster nicht anders darüber verfügen. Tatsächlich abgebucht wird am Ende nur der Teil, der meiner echten Zuteilung entspricht, der Rest wird wieder freigegeben.

Die Zuteilung: was jetzt noch aussteht (und wo ich weiterberichte)

Der interessanteste Teil kommt erst noch. Wann genau der Zuteilungsbescheid kommt und über welchen Kanal, hat Trade Republic bei meiner Zeichnung noch nicht final kommuniziert. Erwartet wird er rund um die Preisfestsetzung und den ersten Handelstag, also etwa am 11. bis 12. Juni. Bei der erwartbaren Überzeichnung rechne ich eher mit einem kleinen Bruchteil als mit der vollen Summe.

Sobald mein Bescheid da ist, ergänze ich an dieser Stelle die echten Zahlen: wie viele Anteile ich von den 500 Euro tatsächlich bekommen habe, wann und wie der Bescheid kam, wann der nicht zugeteilte Rest wieder frei war und wie der Eröffnungskurs zum Ausgabepreis von rund 135 US-Dollar steht. Warum Trade Republic den Primärmarkt überhaupt jetzt öffnet, ordnen wir im Hintergrund zur IPO-Öffnung ein.

Update folgt nach der Zuteilung

Dieser Selbstversuch läuft noch. Ich aktualisiere den Beitrag, sobald meine SpaceX-Zuteilung eingebucht ist (rund um den 12. Juni 2026), mit den echten Zahlen und einem Screenshot aus meinem Depot. Schau also gern wieder vorbei.


Vorteile

  • Zugang zu einem IPO, der sonst institutionellen Anlegern vorbehalten ist
  • Zeichnung in der App in unter zwei Minuten, nur 1 Euro Gebühr
  • Volle Kontrolle über den Einsatz, kein Mindestbetrag-Zwang

Nachteile

  • Geld ist während der Zeichnungsfrist blockiert, Zuteilung ungewiss
  • Bei Überzeichnung nur ein Bruchteil oder gar nichts
  • Den genauen Zeitpunkt des Zuteilungsbescheids nennt Trade Republic nicht vorab, man muss abwarten

Mein Zwischenfazit

Die Zeichnung selbst ist erfreulich unkompliziert und mit 1 Euro günstig. Der eigentliche Knackpunkt ist die unsichere Zuteilung und die blockierte Liquidität. Dass ich bei 500 Euro geblieben bin, fühlt sich richtig an: Das Experiment bleibt kalkulierbar, egal wie viel am Ende durchkommt. Ob sich der Aufwand für die tatsächlich zugeteilte Menge gelohnt hat, kann ich erst nach dem 12. Juni ehrlich beantworten. Genau das liefere ich hier nach.

Was ich dir rate, wenn du beim nächsten IPO mitzeichnen willst

Eines kann ich schon vor dem Ergebnis sagen, weil es unabhängig von meiner Zuteilung gilt: Behandle eine IPO-Zeichnung wie eine kleine, bewusst begrenzte Beimischung, nicht wie einen Lottoschein. Lege vorher fest, welchen Betrag du im Fall der vollen Zuteilung wirklich in diese eine Aktie stecken willst, und zeichne exakt diesen. Halte die reservierte Summe im Zeichnungsfenster frei verfügbar und plane sie nicht für etwas anderes ein. Und lass dich von einem prominenten Namen nicht zu einem hektischen Nachkauf am ersten Handelstag treiben, der Eröffnungskurs liegt bei Hype-IPOs oft deutlich über dem Ausgabepreis.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ich habe den SpaceX-IPO mit 500 Euro als kontrollierten Selbstversuch gezeichnet, nicht als Wette.
  • Die Zeichnung ist einfach und günstig, der entscheidende Punkt ist die unsichere, pro-rata-Zuteilung.
  • Das tatsächliche Zuteilungsergebnis ergänze ich nach dem 12. Juni an dieser Stelle.
  • Wichtigste Regel: nur so viel zeichnen, wie du im Fall der vollen Zuteilung bewusst investieren willst.

Quellen

  1. neuebanken.de: SpaceX-IPO bei Trade Republic zeichnen (Ratgeber)
  2. neuebanken.de: Trade Republic öffnet IPOs für alle (Hintergrund)
  3. Trade Republic: offizielle Website

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