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Eine Hand hält in einem hellen Wohnzimmer ein Smartphone mit der Trade-Republic-App: der SpaceX-Börsengang mit Position 500,00 Euro und Start am 12. Juni
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SpaceX-IPO bei Trade Republic: mein Selbstversuch mit 500 Euro

· Tobias Rehermann · 13 Min. Lesezeit
Eine Hand hält in einem hellen Wohnzimmer ein Smartphone mit der Trade-Republic-App: der SpaceX-Börsengang mit Position 500,00 Euro und Start am 12. Juni

Das Wichtigste in Kürze

  • Ich habe beim SpaceX-Börsengang über Trade Republic mitgezeichnet, bewusst mit nur 500 Euro.
  • Warum so wenig: Bei einem so stark nachgefragten IPO ist die Zuteilung unsicher, und ich wollte kein Klumpenrisiko im Depot.
  • Die Zeichnung war in der App in zwei Minuten erledigt, kostet 1 Euro und reserviert den vollen Betrag.
  • Das Ergebnis ist da: Von meinen 500 Euro kamen 64,66 Euro zum Einsatz, gut eine halbe SpaceX-Aktie, der Rest wurde erstattet.

Heute ist der Tag: Der SpaceX-IPO ist gepreist

Kurzes Update direkt vorweg, denn seit gestern hat sich viel getan: Der Börsengang ist durch die Preisfestlegung. SpaceX wurde zum Festpreis von 135 US-Dollar je Aktie an den Markt gebracht, dieser Preis hielt trotz der enormen Nachfrage. Der erste Handelstag ist heute, der 12. Juni. Und die Zuteilung ist inzwischen eingebucht: Von meinen gezeichneten 500 Euro wurden 64,66 Euro tatsächlich investiert, der große Rest wurde erstattet. Die genaue Aufschlüsselung steht weiter unten.

Der Handel mit der Aktie soll heute unter dem Ticker SPCX an der Nasdaq beginnen. Als Trade-Republic-Kunde handle ich allerdings nicht direkt an der Nasdaq, sondern über die LS Exchange (Lang & Schwarz). Inzwischen ist der Handel gelaufen: Die Aktie eröffnete mit einem Sprung, markierte im Tagesverlauf ein Hoch um 154 Euro und stand am Abend des 12. Juni bei rund 140 Euro, gut 20 Prozent über dem Ausgabepreis von umgerechnet etwa 117 Euro.

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Als Trade Republic ankündigte, dass Privatanleger den SpaceX-Börsengang direkt in der App zeichnen können, war meine erste Reaktion ehrlich gesagt gemischt. Die Neugier war da: An einem IPO dieser Größe kommt man als Kleinanleger sonst nie heran, das war jahrelang institutionellen Investoren vorbehalten. Gleichzeitig bleibt meine nüchterne Einschätzung, dass „größter Börsengang aller Zeiten“ vor allem eine Schlagzeile ist und kein Renditeversprechen. Inzwischen ist die Dimension allerdings bestätigt: Mit rund 75 Milliarden US-Dollar Emissionserlös ist es tatsächlich der größte Börsengang der Geschichte und übertrifft sogar Saudi Aramco aus dem Jahr 2019.

Ich wollte es trotzdem ausprobieren, aber als kontrollierten Selbstversuch, nicht als Wette aufs schnelle Geld. Wie läuft so eine Zeichnung wirklich ab, was kostet sie tatsächlich, und was bekommt man am Ende heraus? Die technischen Details hatten wir vorab schon im Ratgeber zum SpaceX-IPO bei Trade Republic zusammengetragen. Jetzt teste ich es mit echtem Geld. Wenn du Trade Republic noch nicht kennst, gibt dir unser Trade-Republic-Test den Gesamtüberblick. Welche anderen Broker SpaceX zeichnen lassen und wie sie preislich abschneiden, zeigt unser SpaceX-Broker-Vergleich.

Warum nur 500 Euro

Mein wichtigster Entschluss stand vor der ersten Order: 500 Euro, mehr nicht. Dahinter stecken zwei Gründe, die beide mit Disziplin zu tun haben, nicht mit fehlender Überzeugung.

Erstens die Zuteilung. SpaceX ist so stark nachgefragt, dass eine deutliche Überzeichnung fast sicher ist. Die Aktien werden dann pro rata verteilt, ich bekomme also voraussichtlich nur einen Bruchteil meiner gezeichneten Summe. Zweitens, und das ist der Punkt, den viele unterschätzen: Wer taktisch hoch zeichnet, um trotz Kürzung genug zu bekommen, riskiert bei schwächerer Nachfrage eine ungewollte Vollzuteilung. Dann stecken plötzlich mehrere Tausend Euro in einer einzigen, sehr hoch bewerteten Aktie. Genau dieses Klumpenrisiko wollte ich ausschließen.

500 Euro sind für mich ein Betrag, den ich auch bei voller Zuteilung bewusst in diese eine Aktie stecken würde, ohne dass mein Depot aus dem Gleichgewicht gerät. Deine Grenze kann anders liegen, die Logik dahinter gilt aber für jeden: Zeichne nur, was du im schlimmsten Fall wirklich investieren willst.

500 €

von mir bei Trade Republic in den SpaceX-IPO gezeichnet

Quelle: eigene Order, Juni 2026

So lief die Zeichnung in der App ab

Der eigentliche Vorgang war unspektakulär, und ich meine das als Kompliment. In der Trade-Republic-App tauchte der SpaceX-Börsengang als eigener Bereich auf. Ich habe meinen Wunschbetrag von 500 Euro eingegeben, die Hinweise zur pro-rata-Zuteilung bestätigt und die Order abgeschickt. Kostenpunkt: 1 Euro Abwicklungspauschale, wie beim normalen Handel auch.

Screenshot der Trade-Republic-App: SpaceX-IPO mit Position 500,00 Euro und Start am 12. Juni
SpaceX-IPO in der Trade-Republic-App: Position 500,00 Euro, Handelsstart 12. Juni. Quelle: eigener Screenshot

Was man wissen muss: Die 500 Euro werden nicht sofort abgebucht, sondern als Betrag reserviert. Sie müssen während der Zeichnungsfrist als freie Liquidität auf dem Konto liegen. Das Geld ist bis zur Zuteilung blockiert, ich kann in diesem Fenster nicht anders darüber verfügen. Tatsächlich abgebucht wird am Ende nur der Teil, der meiner echten Zuteilung entspricht, der Rest wird wieder freigegeben.

Die Zuteilung: das kam real heraus

Der interessanteste Teil läuft genau jetzt. So sieht der Fahrplan in meiner Trade-Republic-App aus: Die Zeichnungsphase ist seit dem 11. Juni um 12:00 Uhr beendet. Preisfestlegung und Zuteilung laufen heute, am 12. Juni. Das individuelle Zuteilungsergebnis erwartet die App für heute Vormittag, eingebucht ist es bei mir aber noch nicht. Der Handel startet laut App voraussichtlich gegen 22:00 Uhr. Bei der erwartbaren Überzeichnung rechne ich weiterhin eher mit einem kleinen Bruchteil als mit der vollen Summe. Auf Deal-Ebene wurde der Anteil für Privatanleger laut Medienberichten zwischenzeitlich gekürzt, das betrifft aber die Größe des Privatanleger-Topfes insgesamt, nicht meine persönliche Zuteilungsquote.

Wie wenig das real bedeutet, rechne ich mir lieber vorher ehrlich aus, als mich hinterher zu wundern. Eine SpaceX-Aktie kostet zum Festpreis 135 US-Dollar, also rund 125 Euro. Bei voller Zuteilung wären das mit meinen 500 Euro knapp vier Aktien. Nur: voll zugeteilt wird bei diesem Andrang niemand. Der Börsengang ist drei- bis vierfach überzeichnet, und ganz Europa bekommt nur etwa zehn Prozent der neuen Aktien. In diese schmale Tranche drängen die Kunden gleich mehrerer Broker gleichzeitig.

Realistisch rechne ich also mit einem Bruchteil einer einzigen Aktie. Mein ehrlicher Erwartungswert liegt bei einer viertel bis halben Aktie, sprich ungefähr 30 bis 65 Euro von den 500, die ich eingesetzt habe. Läuft die Zuteilung für Privatanleger besonders knapp, kann es auch nur eine Zehntelaktie sein, dann reden wir über 10 bis 15 Euro. Der große Rest meiner 500 Euro kommt also voraussichtlich gar nicht zum Einsatz und wird nach der Zuteilung einfach wieder freigegeben. Das war meine Vorab-Erwartung, und sie ist fast punktgenau aufgegangen, die echten Zahlen direkt darunter. Und falls du dich fragst, was am anderen Ende der Skala passiert, wenn jemand nicht 500, sondern 250.000 Euro all-in geht: das habe ich in meinem 250.000-Euro-Gedankenexperiment kalt durchgerechnet.

So sieht mein echtes Ergebnis aus: Von meinen gezeichneten 500 Euro wurden am Ende nur 64,66 Euro tatsächlich investiert, der Rest, rund 434 Euro, wurde umgehend wieder freigegeben. Dafür liegen jetzt 0,553783 SpaceX-Aktien in meinem Depot, zugeteilt zum Ausgabepreis von 135 US-Dollar je Aktie, in Euro rund 116,76 Euro. Plus 1 Euro Abwicklungsgebühr macht das eine Gesamtbelastung von 65,66 Euro. Damit kamen von meinem Einsatz nur rund 13 Prozent zum Zug, genau die pro-rata-Logik, mit der ich gerechnet hatte. Und inzwischen steht auch der erste Kurs: Meine Position über 64,66 Euro ist mit dem Kursplus auf rund 77,71 Euro gestiegen, ein Buchgewinn von gut 12 Euro oder 18 Prozent auf meine Gesamtkosten (auf den reinen Aktienkurs gerechnet plus 20 Prozent). Verkauft habe ich nichts, das ist erst ein Wert auf dem Papier. Warum Trade Republic den Primärmarkt überhaupt öffnet, ordnen wir im Hintergrund zur IPO-Öffnung ein.

64,66 €

von meinen gezeichneten 500 Euro tatsächlich in SpaceX investiert (0,553783 Aktien), Rest erstattet

Quelle: eigene Trade-Republic-Zuteilung, 12. Juni 2026

„Von 500 Euro kamen 64,66 Euro zum Einsatz, nur rund 13 Prozent. Genau die pro-rata-Logik, mit der ich gerechnet hatte.“

Mein Zuteilungs-Ergebnis (12. Juni)

Gezeichnet 500 Euro, investiert 64,66 Euro: Ich habe 0,553783 SpaceX-Aktien zum Ausgabepreis von 135 US-Dollar (rund 116,76 Euro) bekommen, plus 1 Euro Gebühr. Rund 434 Euro wurden erstattet. Es kamen also nur etwa 13 Prozent meines Einsatzes zum Zug, genau die pro-rata-Logik, mit der ich gerechnet hatte. Am ersten Handelstag legte die Aktie rund 20 Prozent zu, meine Position steht damit bei etwa 77,71 Euro (plus 18 Prozent), ein Buchgewinn von gut 12 Euro.


Vorteile

  • Zugang zu einem IPO, der sonst institutionellen Anlegern vorbehalten ist
  • Zeichnung in der App in unter zwei Minuten, nur 1 Euro Gebühr
  • Volle Kontrolle über den Einsatz, kein Mindestbetrag-Zwang

Nachteile

  • Geld ist während der Zeichnungsfrist blockiert, Zuteilung ungewiss
  • Bei Überzeichnung nur ein Bruchteil oder gar nichts
  • Den genauen Zeitpunkt von Zuteilungsbescheid und erstem Kurs nennt Trade Republic nur als Voraussage, man muss abwarten

Mein Fazit nach der Zuteilung

Die Zeichnung selbst ist unkompliziert und mit 1 Euro günstig. Der eigentliche Knackpunkt ist die unsichere Zuteilung und die blockierte Liquidität. Dass ich bei 500 Euro geblieben bin, fühlt sich richtig an: Ich weiß genau, womit ich umgehe, egal wie viel am Ende durchkommt. Jetzt ist auch die Zuteilung da: gut eine halbe Aktie für 64,66 Euro, der Rest meiner 500 Euro ist wieder frei. Der erste Handelstag lief gut, plus 20 Prozent, meine 64,66 Euro stehen jetzt bei rund 77,71 Euro. Schön, aber ehrlich gesagt nebensächlich: Bei dieser kleinen Menge sind das gut 12 Euro Buchgewinn. Ob sich der Aufwand wirklich lohnt, entscheidet sich ohnehin nicht am ersten Tag, sondern über die Jahre.

Update vom 15. Juni: Jetzt läuft mein SpaceX-Sparplan

Seit der Zuteilung hat sich eine Sache konkret geändert. Was beim Börsenstart noch bei keinem Broker ging, ist jetzt möglich: Trade Republic hat die SpaceX-Aktie sparplanfähig gemacht. Ich habe heute Morgen direkt einen Sparplan eingerichtet, 50 Euro pro Woche, automatisch aus meinem Cash-Guthaben, Ausführung kostenfrei, erste Rate ab dem 16. Juni.

Screenshot der Trade-Republic-App: SpaceX-Sparplan, 50 Euro wöchentlich, Zahlung Cash, Gebühr kostenfrei, ab dem 16. Juni
Mein eingerichteter SpaceX-Sparplan in der Trade-Republic-App: 50 Euro wöchentlich, Asset SpaceX, Gebühr kostenfrei. Quelle: eigener Screenshot, 15. Juni 2026

Für mich ist das der wichtigere Schritt nach der IPO-Woche. Die Zuteilung war ein winziger Bruchteil, gut eine halbe Aktie. Über den Sparplan baue ich die Position jetzt ruhig und automatisch weiter aus, ohne auf den perfekten Einstiegstag zu schielen. Belegt sind inzwischen Trade Republic und Scalable Capital, weitere dürften nachziehen, falls sie SPCX nicht ohnehin schon anbieten. Welche Wege es genau gibt, direkt über die Aktie oder breiter gestreut über einen ETF, steht in SpaceX-Aktie per Sparplan kaufen. Wie die Freischaltung konkret aussieht, habe ich im Beitrag Trade Republic schaltet den SpaceX-Sparplan frei festgehalten.

Update vom 16. Juni: Wo meine SpaceX-Position jetzt steht

Vierter Handelstag, Zeit für einen nüchternen Blick ins Depot. Die SpaceX-Aktie ist nach dem ersten Handelstag nicht abgesackt, wie man das von vielen IPOs kennt, sondern hat weiter zugelegt. In meiner Trade-Republic-App steht der Kurs jetzt bei 177,70 Euro, also rund 52 Prozent über dem Ausgabepreis von etwa 117 Euro. Der Wochenchart zeigt den ganzen Weg seit dem Börsenstart: stetig nach oben, in der Spitze über 185 Euro, aktuell wieder etwas darunter. Über die Woche steht ein Plus von rund 27 Prozent.

Meine Position zeigt die App mit 98,41 Euro, ein Plus von 49,87 Prozent auf meine Gesamtkosten von 65,66 Euro. Klingt spektakulär, aber genau das war von Anfang an der Punkt: In Euro sind das knapp 33 Euro Buchgewinn. Der Dämpfer kommt nicht vom Kurs, sondern von der winzigen Zuteilung. Eine gut halbe Aktie wirft eben auch bei plus 50 Prozent keinen großen Betrag ab. Verkauft habe ich weiterhin nichts, das ist ein Wert auf dem Papier.

Trade-Republic-App am 16. Juni: SpaceX-Aktie bei 177,70 Euro, meine Position 98,41 Euro, Performance plus 49,87 Prozent, Wochenchart vom 12. bis 16. Juni
Mein SpaceX-Stand am 16. Juni in der Trade-Republic-App: Kurs 177,70 Euro, Position 98,41 Euro, plus 49,87 Prozent. Quelle: eigener Screenshot, 16. Juni 2026

Mein Stand am 16. Juni (vierter Handelstag)

SpaceX steht bei 177,70 Euro, rund 52 Prozent über dem Ausgabepreis. Meine 0,553783 Aktien sind damit 98,41 Euro wert, ein Buchgewinn von knapp 33 Euro oder 49,87 Prozent auf meine Gesamtkosten von 65,66 Euro. Großer Prozentsprung, kleiner Eurobetrag, genau wegen der kleinen Zuteilung. Parallel ist heute die erste Rate meines wöchentlichen Sparplans gelaufen.

Update vom 23. Juni: Der Höhenflug ist durch

Ehrlich, wie immer: Der Sprung von neulich ist wieder weg. Am 16. Juni stand meine IPO-Position noch bei knapp 50 Prozent im Plus, inzwischen sind es noch rund 20 Prozent. Die Aktie ist zwischenzeitlich bis auf etwa 131 Euro gefallen (22. Juni) und steht jetzt bei 142,80 Euro, der komplette Anfangsgewinn war kurz verpufft. Mich überrascht das nicht, ein Hype-Start konsolidiert fast immer. Den eigentlichen Aufbau übernimmt sowieso mein wöchentlicher Sparplan, der ganz automatisch oben wie unten kauft. Wie sich dieses Auf und Ab in meiner Kaufhistorie auszahlt, zeige ich laufend im SpaceX-Sparplan-Selbstversuch.

Update vom 25. Juni: SpaceX begibt seine erste Anleihe, der Kurs kommt zurück

Zwei Wochen nach dem Börsenstart hat SpaceX zum ersten Mal frisches Geld am Anleihemarkt eingesammelt, und zwar in einer Größenordnung, die zum Rest der Geschichte passt. Am 23. Juni preiste das Unternehmen eine Anleihe über 25 Milliarden US-Dollar, aufgeteilt auf fünf Tranchen mit Laufzeiten von 2031 bis 2056 und Kupons zwischen 5,35 und 6,65 Prozent. Geplant waren ursprünglich 20 Milliarden, die Nachfrage lag bei rund 89 Milliarden, also wurde aufgestockt. Mit dem Geld zahlt SpaceX vor allem einen Brückenkredit zurück.

Für mich als kleinen SPCX-Aktionär ist dabei eine Unterscheidung wichtig, die in den Schlagzeilen gern untergeht: Eine Anleihe ist Fremdkapital, keine neuen Aktien. Privatanleger können diese Papiere nicht über Trade Republic zeichnen, das war ein rein institutionelles Geschäft. An meiner halben Aktie ändert die Anleihe direkt nichts. Sie ist eher ein Stimmungssignal: Große Investoren leihen SpaceX zweistellige Milliardenbeträge, und gleichzeitig kommt die Aktie nach ihrem steilen Start spürbar zurück.

Genau das ist passiert. Nach dem Allzeithoch von 225,64 US-Dollar am 16. Juni ist SPCX bis auf rund 147 Dollar gefallen und steht jetzt bei etwa 154 Dollar. Wichtig zur Einordnung, weil das schnell falsch erzählt wird: Der Kurs liegt damit immer noch rund 14 Prozent über dem Ausgabepreis von 135 Dollar, nicht darunter. Der Rücksetzer geht vom Hoch weg, nicht unter den IPO-Preis. Deshalb baue ich meine Position weiter still über den wöchentlichen Sparplan auf, der oben wie unten kauft, statt auf einen einzelnen Kurs zu starren. Ein Hype-Start, der sich beruhigt, ist normal und kein Grund für Aktionismus.

Du hast jetzt ein Depot, das Neuemissionen kann. Und sonst?

Nach der Zeichnung lohnt der nüchterne Blick aufs große Ganze: Wo liegt dein restliches Geld, und passt dein Anbieter auch jenseits dieses einen IPO zu dir? Einen Überblick über starke Neobanken und Konten gibt unser Neobank-Vergleich, und welcher Broker langfristig zu deiner Strategie passt, zeigt der Broker-Vergleich.

Was ich dir rate, wenn du beim nächsten IPO mitzeichnen willst

Eines kann ich schon vor dem Ergebnis sagen, weil es unabhängig von meiner Zuteilung gilt: Behandle eine IPO-Zeichnung wie eine kleine, bewusst begrenzte Beimischung, nicht wie einen Lottoschein. Lege vorher fest, welchen Betrag du im Fall der vollen Zuteilung wirklich in diese eine Aktie stecken willst, und zeichne exakt diesen. Halte die reservierte Summe im Zeichnungsfenster frei verfügbar und plane sie nicht für etwas anderes ein. Und lass dich von einem prominenten Namen nicht zu einem hektischen Nachkauf am ersten Handelstag treiben, der Eröffnungskurs liegt bei Hype-IPOs oft deutlich über dem Ausgabepreis.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ich habe den SpaceX-IPO mit 500 Euro als kontrollierten Selbstversuch gezeichnet, nicht als Wette.
  • Die Zeichnung ist einfach und günstig, der entscheidende Punkt ist die unsichere, pro-rata-Zuteilung.
  • Zum Festpreis von 135 US-Dollar zugeteilt: 0,553783 Aktien für 64,66 Euro, also rund 13 Prozent meiner gezeichneten 500 Euro.
  • Wichtigste Regel: nur so viel zeichnen, wie du im Fall der vollen Zuteilung bewusst investieren willst.

Wie es nach der Zuteilung weitergeht: Was meine Mini-Zuteilung für die langfristige Strategie heißt, dröseln wir in der Serie auf: beim IPO leer ausgegangen, was jetzt, SpaceX per Sparplan kaufen und IPO-Hype gegen Zeit im Markt.

Quellen

  1. neuebanken.de: SpaceX-IPO bei Trade Republic zeichnen (Ratgeber)
  2. neuebanken.de: Trade Republic öffnet IPOs für alle (Hintergrund)
  3. Trade Republic: offizielle Website
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