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Der größte Börsengang der Geschichte ist gepreist, und heute startet der Handel. Eine Frage erreicht uns dabei am häufigsten: Über welchen Anbieter kommt man als Privatanleger in Deutschland an die SpaceX-Aktie? Die Antwort hängt davon ab, in welcher Phase wir gerade sind. Die Zeichnung zum Festpreis von 135 US-Dollar ist seit gestern Mittag, 11. Juni, 12 Uhr, beendet. Wer reinkam, hat zu genau diesem Festpreis gezeichnet. Wer nicht gezeichnet hat, kauft SPCX ab heute, 12. Juni, schlicht als Aktie am Markt, sobald der erste Kurs steht. Beides läuft technisch völlig anders, und genau hier entstehen gerade die meisten Missverständnisse.
Update vom 12. Juni, abends: Der Handel ist gelaufen. Die SpaceX-Aktie eröffnete mit einem Sprung, markierte ein Tageshoch um 154 Euro und stand am Abend bei rund 140 Euro, gut 20 Prozent über dem Ausgabepreis von umgerechnet etwa 117 Euro. Wer zugeteilt wurde, liegt damit im Plus; der nicht zugeteilte Teil der Zeichnung wurde erstattet.
Wir haben uns die vier Anbieter angesehen, die deutschen Privatkunden eine direkte Zeichnung ermöglicht haben, und abgegrenzt, welche Broker das nicht tun. Die Daten stammen aus dem BaFin-gebilligten EU-Prospekt vom 5. Juni, den Konditionsseiten der Anbieter und unserem Preflight. Erfundene Zuteilungsquoten oder Eröffnungskurse findest du hier nicht. Die gibt es schlicht noch nicht.
Das Wichtigste in Kürze
- Der IPO ist gepreist: 135 US-Dollar fix je Class-A-Aktie, unverändert trotz hoher Nachfrage. Mit rund 75 Milliarden US-Dollar Erlös ist es der größte Börsengang der Geschichte und schlägt Saudi Aramco von 2019.
- Die Zeichnung ist beendet (gestern, 11. Juni, 12 Uhr). Wer zugeteilt bekommt, zahlt den Festpreis von 135 US-Dollar. Die Zuteilung läuft heute, das individuelle Ergebnis wird für heute Vormittag erwartet, ist aber noch nicht eingebucht.
- Der Handel startet heute, 12. Juni, unter dem Ticker SPCX an der Nasdaq. Laut Trade-Republic-App soll das Trading voraussichtlich gegen 22:00 Uhr (MESZ) losgehen. Die Nasdaq-Session öffnet bereits um 15:30 Uhr, der erste tatsächliche Kurs fällt aber später und ist nicht fix terminiert.
- Vier Anbieter ließen deutsche Privatkunden direkt zeichnen: Trade Republic (1 € pauschal bei Zuteilung), ING (4,90 € + 0,25 %), comdirect (4,90 € + 0,25 %) und Revolut (Zugang ja, Gebühren nicht genannt).
- Keine Zeichnung boten Scalable Capital, Smartbroker+, Bitpanda und DEGIRO. Dort geht ab heute nur der Sekundärhandel.
- Es handelt sich um die echte Class-A-Aktie (ISIN US84615Q1031), kein Token und kein Tracking-Produkt. Wegen aktiver Betrugsmaschen: nur über regulierte Broker.
Worum es bei der Zeichnung ging
SpaceX geht heute, am 12. Juni, an die Börse, mit echten Class-A-Stammaktien des Mutterkonzerns Space Exploration Technologies Corp. Das ist relevant, weil im Umfeld solcher Hype-IPOs gern alles Mögliche als „SpaceX-Beteiligung“ verkauft wird. Was du über die hier genannten Broker bekommst, basiert auf der SEC-Registrierung (S-1/A) und einem von der BaFin gebilligten EU-Prospekt vom 5. Juni. Der Ticker lautet SPCX, die ISIN US84615Q1031, die WKN A42D4F.
Bei der Zeichnung hast du vor dem ersten Handelstag eine Order zum Festpreis von 135 US-Dollar abgegeben. Bei einer Zuteilung gehört dir die Aktie zu genau diesem Preis, unabhängig davon, wo der Kurs heute startet. Untypisch war dabei der feste Ausgabepreis statt einer Bookbuilding-Spanne, und dieser Preis hielt trotz der enormen Nachfrage. Der Deal war nach Marktangaben rund dreieinhalb- bis vierfach überzeichnet, die Gesamtnachfrage lag über 250 Milliarden US-Dollar. Eine Vollzuteilung ist damit unwahrscheinlich. Die Zuteilungsmitteilung pro Investor wird für heute Vormittag erwartet und ist noch nicht eingebucht. Wer auf einen bestimmten Zuteilungsbetrag zählt, kann das nicht sicher einkalkulieren.
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Trade Republic
85 · Sehr gut
Der größte Börsengang der Geschichte
Die Dimension ist außergewöhnlich. Bei 555.555.555 ausgegebenen Class-A-Aktien zum Festpreis von 135 US-Dollar liegt der Bruttoerlös bei rund 75 Milliarden US-Dollar. Damit löst SpaceX Saudi Aramco (2019) als größten Börsengang der Geschichte ab. Die Bewertung des Unternehmens steigt auf etwa 1,77 Billionen US-Dollar, was SpaceX direkt unter die zehn wertvollsten börsennotierten Firmen weltweit hebt.
Trotz dieser Größe blieb der Festpreis stabil. Statt die Spanne nach oben anzupassen, wie es bei dieser Überzeichnung üblich wäre, blieb es bei 135 US-Dollar. Das ist eine bewusste Entscheidung der Konsortialbanken und sorgt dafür, dass alle Zeichner zum selben Kurs einsteigen, sofern sie eine Zuteilung erhalten.
Der Broker-Vergleich: Wer ließ zeichnen, zu welchem Preis?
Vier Anbieter ermöglichten deutschen Privatkunden eine direkte Zeichnung. Die Unterschiede lagen bei den Kosten und beim Zugang. Trade Republic war deutlich günstiger als die Alternativen, ING brachte als EU-Konsortialbank einen strukturellen Vorteil mit.
SpaceX zeichnen: Konditionen der vier Anbieter (Stand 12.06.2026)
Alle Angaben ohne Gewähr. Preise können sich jederzeit ändern.
Trade Republic verlangte eine Pauschale von einem Euro, und zwar nur dann, wenn dir tatsächlich Aktien zugeteilt werden. Die Abrechnung läuft pro rata über die App, einen Mindestanlagebetrag nennt der Anbieter nicht. Für Kleinbeträge war das konkurrenzlos günstig. Mehr zum Ablauf findest du in unserem Ratgeber zur SpaceX-Zeichnung bei Trade Republic und im Selbstversuch mit 500 Euro.
ING kostete 4,90 Euro plus 0,25 Prozent vom Kurswert, gedeckelt bei 69,90 Euro, dazu 0,25 Prozent für die Währungsumrechnung. Auch hier fallen Gebühren nur bei Zuteilung an, gezeichnet wurde ab einer Aktie. Der eigentliche Vorteil ist struktureller Natur: ING ist im Prospekt als EU-Konsortialbank (Co-Manager) gelistet, was einen bevorzugten Zugang zur Tranche bedeutet.
comdirect lag mit 4,90 Euro plus 0,25 Prozent (max. 69,90 Euro) weitgehend gleichauf mit der ING. Die Teilnahme lief über das Commerzbank-Konsortium.
Zuteilung läuft heute. Die Zeichnungsphase ist seit gestern, 11. Juni, 12 Uhr, beendet. Die Preisfestlegung und Zuteilung erfolgen heute, 12. Juni. Laut Trade-Republic-App wird das individuelle Zuteilungsergebnis voraussichtlich für heute Vormittag erwartet, eingebucht ist es noch nicht. Den Festpreis von 135 US-Dollar zahlt nur, wem tatsächlich Aktien zugeteilt werden, und das pro rata. Wer keine Zuteilung bekommt, kann ab heute am Markt zum dann gültigen Kurs kaufen.
Revolut war der Sonderfall. Der Zugang zur Zeichnung war in der App bestätigt, die genauen Gebühren und die Frist hat das Unternehmen aber nicht mitgeteilt. Wir tragen hier keine Zahlen nach, die sich nicht belegen lassen. Wenn du Revolut nutzt, ist ein Blick in die App die einzige verlässliche Quelle. Den Anbieter selbst beleuchten wir auf unserer Revolut-Übersicht.
Diese Broker bieten keine Zeichnung an
Hier kursieren online besonders viele Fehlinformationen. Mehrere große Anbieter boten keine Zeichnung an. Das ist kein Datenloch, sondern positiv belegt.
Nur Sekundärhandel ab heute (12.06.), keine Zeichnung:
- Scalable Capital bot keine Vorab-Zeichnung. Der Handel von SPCX ist erst ab heute, dem 12. Juni, am Markt zum Marktpreis möglich.
- Smartbroker+ ebenfalls keine Zeichnung, nur Sekundärhandel ab heute.
- Bitpanda ermöglichte keine IPO-Zeichnung zum Ausgabepreis, sondern nur den Handel nach dem Handelsstart.
- DEGIRO schließt das laut eigenem Helpdesk ausdrücklich aus: Die Teilnahme an einem IPO eines US-Unternehmens kann der Broker nicht ermöglichen. Manche Vergleichsseiten listen DEGIRO trotzdem als Zeichnungs-Broker. Das verwechselt die spätere Handelbarkeit mit der Zeichnung. Die Primärquelle ist eindeutig: nein.
Wer also bei Scalable Capital oder DEGIRO auf eine Zeichnungs-Order gewartet hat, suchte vergeblich. Das war keine technische Panne, sondern eine bewusste Entscheidung dieser Anbieter. Den Neobroker selbst behandeln wir auf unserer Scalable-Capital-Übersicht.
Ab heute: SpaceX wird eine ganz normale Aktie
Für alle, die nicht gezeichnet haben oder keine Zuteilung bekommen: Die Zeichnung war der Weg vor dem Handelsstart. Ab heute, dem 12. Juni, wird SPCX unter dem Ticker SPCX an der Nasdaq notiert. Du brauchst dann keinen der vier Zeichnungs-Broker mehr. Über jeden US-fähigen Broker, der Nasdaq-Werte führt, kommst du an die Aktie, sobald der erste Kurs gestellt ist.
Beim Timing lohnt eine ehrliche Einordnung. Die Nasdaq-Session öffnet heute um 15:30 Uhr MESZ (9:30 Uhr Ortszeit New York). Der erste tatsächliche Kurs entsteht aber erst über den sogenannten Opening Cross und kann sich damit um Stunden verzögern, weil Angebot und Nachfrage bei einem solchen IPO erst zusammenfinden müssen. Einen fixen Zeitpunkt für die Erstnotiz gibt es nicht. Die Trade-Republic-App zeigt dazu einen Countdown und nennt als Handelsstart „voraussichtlich“ einen Zeitpunkt gegen 22:00 Uhr (MESZ), formuliert als „Trading startet voraussichtlich bald“. Das ist eine App-Anzeige, kein börslich bestätigter Termin. Wichtig zu wissen: Trade-Republic-Kunden handeln nicht direkt an der Nasdaq, sondern über die LS Exchange (Lang & Schwarz).
Der wesentliche Unterschied zur Zeichnung: Du kaufst dann nicht mehr zum Festpreis von 135 US-Dollar, sondern zum aktuellen Marktpreis. Der kann darüber oder darunter liegen. Damit fällt auch der Zuteilungs-Mechanismus weg, du bekommst so viele Aktien, wie du zum Marktkurs orderst. Für alle, die nicht zur Zeichnung kamen, ist das ab heute der einzige Weg: kein Wettrennen gegen eine Frist, keine Unsicherheit über die Zuteilung, dafür der Preis, den der Markt dann aufruft.
Echte Aktie, kein Token: Über die hier genannten regulierten Broker bekommst du die echte SpaceX-Class-A-Aktie (ISIN US84615Q1031). Davon abzugrenzen sind tokenisierte Konstrukte wie das SPCXx von Kraken oder Pre-IPO-Perpetuals einzelner Krypto-Börsen. Das sind eigene Produkte mit eigenem Risikoprofil und nicht dasselbe wie die Nasdaq-Aktie.
Vorsicht vor Betrugsmaschen
Rund um diesen IPO laufen aktive Scam-Maschen, und die BaFin hat ausdrücklich gewarnt. Ein Anbieter namens ImperionFinance (London) hat Ende Mai Opfer angesprochen, die zuvor angebliche „Starlink-Aktien“ gekauft hatten, und ihnen einen „Tausch“ in SpaceX-Aktien gegen Gebühr angeboten. Ohne Erlaubnis, ohne gebilligten Prospekt. Die Masche nutzt gezielt die Verwechslung zwischen Starlink und SpaceX aus.
SpaceX kaufst du nur über einen regulierten, dir bekannten Broker, niemals über unaufgefordert eingehende Angebote, dubiose „Tausch“-Aktionen oder Telefonanrufe. Ein echter Börsengang läuft über deine bestehende Depot-App, nicht über eine fremde Plattform, die dich kontaktiert.
Das Risiko nicht ausblenden
Ob du gezeichnet hast oder ab heute am Markt kaufst: Dieser IPO bringt ein erhöhtes Risiko mit. Der Free Float liegt unter fünf Prozent, weil Elon Musk über Class-B-Aktien rund 85 Prozent der Stimmrechte hält. Wenig frei handelbares Material plus hohe Nachfrage sorgt für starke Kursausschläge. Franco Granda von PitchBook rechnet in den ersten Handelstagen mit einer Volatilität von 20 bis 30 Prozent.
Auch bei der Bewertung gehen die Meinungen auseinander. Nicolas Owens von Morningstar taxiert den fairen Wert auf rund 780 Milliarden US-Dollar, also auf deutlich weniger als die nun erreichte Marktkapitalisierung. Als warnendes Beispiel taugt der Börsengang von Deliveroo 2021: Auch dort gab es eine große Retail-Tranche, und am ersten Handelstag stand die Aktie rund 30 Prozent im Minus. Bei SpaceX muss das nicht so laufen, aber ein gefeierter Name ist kein Garant für einen guten Einstieg.
Wenn du tiefer in die Mechanik der neuen IPO-Funktion einsteigen willst, lohnt unser Feature dazu, warum Trade Republic jetzt Neuemissionen für alle öffnet.
Häufige Fragen
Trade Republic, mit deutlichem Abstand. Dort fiel nur eine Pauschale von einem Euro an, und zwar ausschließlich bei einer Zuteilung. ING und comdirect verlangten jeweils 4,90 Euro plus 0,25 Prozent vom Kurswert (maximal 69,90 Euro), bei ING zusätzlich 0,25 Prozent für die Währungsumrechnung. Für kleine Zeichnungsbeträge war Trade Republic damit die mit Abstand sparsamste Variante. Bei größeren Ordern relativierte sich der Unterschied durch die Deckelung bei ING und comdirect etwas. Die Zeichnungsphase ist seit dem 11. Juni, 12 Uhr, beendet.
Ja, und für alle, die nicht gezeichnet haben oder keine Zuteilung bekommen, ist das ab heute der einzige Weg. Ab dem 12. Juni ist SPCX (ISIN US84615Q1031) unter dem Ticker SPCX an der Nasdaq notiert und über US-fähige Broker handelbar, sobald der erste Kurs steht. Du brauchst dafür keinen der vier Zeichnungs-Broker. Der einzige Unterschied: Du kaufst zum aktuellen Marktpreis, nicht mehr zum Festpreis von 135 US-Dollar. Eine Zuteilung gibt es dann nicht mehr, du bekommst so viele Aktien, wie du orderst.
Der Handel startet heute, am 12. Juni. Die Nasdaq-Session öffnet um 15:30 Uhr MESZ, der erste tatsächliche Kurs (Opening Cross) fällt aber später und ist nicht fix terminiert, er kann sich um Stunden verzögern. Die Trade-Republic-App zeigt dazu einen Countdown und nennt den Handelsstart „voraussichtlich“ gegen 22:00 Uhr (MESZ). Das ist eine App-Anzeige und kein börslich bestätigter Termin. Trade-Republic-Kunden handeln dabei nicht direkt an der Nasdaq, sondern über die LS Exchange (Lang & Schwarz).
Nein, beide nicht. Scalable Capital, Smartbroker+ und Bitpanda boten keine Vorab-Zeichnung, sondern nur den Sekundärhandel ab dem 12. Juni. DEGIRO schließt die Teilnahme an einem US-IPO laut eigenem Helpdesk ausdrücklich aus. Einige Vergleichsseiten listen DEGIRO trotzdem als Zeichnungs-Broker, das verwechselt aber die spätere Handelbarkeit der Aktie mit der Zeichnung. Wer dort zeichnen wollte, hatte keine Möglichkeit dazu.
Es ist die echte Class-A-Stammaktie der Space Exploration Technologies Corp., belegt durch die SEC-Registrierung und einen von der BaFin gebilligten EU-Prospekt vom 5. Juni. Kein Token, kein SPV, kein Tracking-Stock. Davon zu trennen sind tokenisierte Produkte wie das SPCXx von Kraken oder Krypto-Perpetuals, die separat laufen und nicht dasselbe sind wie die Nasdaq-Aktie. Bei den vier hier genannten regulierten Brokern erhältst du das Original.
Nach dem Börsengang weiterlesen: Wie du jetzt langfristig dabei bist, statt nur den Handelsstart zu erwischen, zeigt unsere Serie: beim IPO leer ausgegangen, was jetzt, SpaceX per Sparplan kaufen und IPO-Hype gegen Zeit im Markt. Brandaktuell dazu: Trade Republic hat den SpaceX-Sparplan freigeschaltet.
Hinweis: Dieser Beitrag ist eine redaktionelle Einordnung und keine Anlageberatung oder Kaufempfehlung. Ein Börsengang mit hoher Überzeichnung und geringem Free Float ist besonders schwankungsanfällig. Triff deine Entscheidung auf Basis deiner eigenen Situation und ziehe im Zweifel unabhängigen Rat hinzu. Alle Konditionen, Fristen und Zeitangaben geben den Stand vom 12. Juni 2026 wieder und können sich geändert haben. Der genannte Handelsstart gegen 22:00 Uhr ist eine Anzeige der Trade-Republic-App und kein börslich bestätigter Termin.
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