Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze
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Wero ist die europäische Bezahl-App der Banken: Geld senden in Echtzeit per Handynummer, ganz ohne PayPal oder Kreditkarte
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Rund 56 Millionen Menschen nutzen Wero bereits (Stand August 2026), nach 14 Millionen Ende 2024
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Bei fast allen großen deutschen Banken ist Wero schon aktiv: Sparkasse, Volksbanken, ING, Deutsche Bank, Postbank, Revolut und viele mehr
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N26 ist seit August 2026 dabei, zunächst in Deutschland und Frankreich. Trade Republic, DKB, comdirect und C24 bieten Wero bislang nicht an
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Der Handel zieht nach: Decathlon, Lidl und seit Ende August auch dm nehmen Wero im Onlineshop an, an der Ladenkasse ist Wero aber noch am Anfang
Visa, Mastercard, PayPal: alles amerikanische Infrastruktur. Wero ist der europäische Gegenentwurf. Seit Juli 2024 läuft die App der European Payments Initiative (EPI), und sie ist schneller gewachsen als viele erwartet haben. Rund 56 Millionen Menschen haben sich registriert.
Für die meisten stellt sich trotzdem nur eine Frage: Ist meine Bank schon dabei, und wie richte ich das ein? Genau das beantwortet dieser Artikel. Du siehst, welche Banken Wero heute anbieten, wie du es aktivierst, was es kann und wo es noch fehlt.
Stand August 2026: Wero läuft bei fast allen großen deutschen Banken, seit August auch bei N26. Trade Republic und DKB sind nicht dabei.
Was ist Wero?
Wero ist ein digitales Bezahlsystem der European Payments Initiative (EPI), einem Zusammenschluss europäischer Banken und Zahlungsdienstleister. Das Ziel: Zahlungen direkt über die europäische SEPA-Infrastruktur abwickeln, ohne Visa, Mastercard oder PayPal als Mittelsmann.
Die Idee dahinter: Statt über eine externe Plattform läuft das Geld von Bank zu Bank, in Echtzeit. Deine Daten bleiben in Europa.
Wero löst dabei die alten nationalen Systeme ab: Giropay in Deutschland, Paylib in Frankreich, Payconiq in Belgien und Luxemburg sowie iDEAL in den Niederlanden.
Registrierte Wero-Nutzer in Europa (Stand August 2026, nach 14 Mio. Ende 2024)
Quelle: EPI Company
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N26
83 · Sehr gut
Revolut
81 · Sehr gut
bunq
72 · Gut
Welche Banken bieten Wero an? (Stand September 2026)
Das ist die Frage, die fast alle stellen. Wer bei einer der großen Filial- oder Direktbanken ist, hat Wero höchstwahrscheinlich schon in der Banking-App, oft ohne es zu merken.
Bei diesen Banken ist Wero bereits aktiv:
- Sparkassen (über den DSGV)
- Volksbanken und Raiffeisenbanken (über die DZ Bank)
- Deutsche Bank, Postbank und Norisbank
- ING Deutschland
- Revolut und Nickel
- BBBank, BW Bank, PSD Banken, Sparda-Banken, Edekabank und MLP
- Kirchen- und Werte-Banken wie GLS, EthikBank, Evangelische Bank, Pax-Bank und KD-Bank
Die eigentliche Frage ist nicht, was Wero kann, sondern ob deine Bank schon mitmacht. Bei den meisten lautet die Antwort: ja.
Neu dabei: N26 hat Wero im August 2026 gestartet, zunächst für berechtigte Kunden in Deutschland und Frankreich. Seit dem 19. August 2026 ist auch bunq in Deutschland dabei, nach dem Start in Frankreich und Belgien. Die Freischaltung läuft dort schrittweise, es kann also sein, dass du die Funktion noch nicht in deiner App siehst.
Aktuell nicht dabei: Wer bei einer dieser Banken ist, kann Wero vorerst nicht nutzen.
Wero-Status bei beliebten Banken (Stand August 2026)
Alle Angaben ohne Gewähr. Preise können sich jederzeit ändern.
15 Euro Cashback: die Aktion bis zum 9. November
Seit dem 15. September 2026 zahlt EPI Wero-Neulingen ein Cashback: 5 Euro für die erste Zahlung, 10 Euro für die zweite. Die Aktion läuft bis zum 9. November 2026 und kann vorher enden.
Die Bedingungen sind überschaubar. Du brauchst einen Wohnsitz in Deutschland, ein Konto bei einer teilnehmenden Bank und darfst Wero vorher noch nie genutzt haben. Als Transaktion zählt beides: online in einem Shop bezahlen oder Geld an Freunde und Familie senden. Das Guthaben kommt automatisch aufs Konto, einreichen musst du nichts.
Wer bei der DKB, bei Trade Republic oder der C24 Bank ist, bleibt außen vor. EPI beantwortet die Frage, ob auch Kunden ohne Wero-Bank teilnehmen können, mit einem klaren Nein.
Alle Bedingungen im Detail stehen in unserem Beitrag Wero Cashback: 15 Euro für zwei Mini-Zahlungen. Dort steht auch, warum ein Cent pro Zahlung reicht und welche Wero-Bank bei der Aktion trotzdem leer ausgeht.
Hat Trade Republic Wero?
Kurze Antwort: nein. Trade Republic gehört nicht zur European Payments Initiative und bietet Wero bislang nicht an. Eine Ankündigung gibt es ebenfalls nicht. Wer bei Trade Republic Geld an Freunde schicken will, braucht weiterhin eine klassische Überweisung oder PayPal. Mehr dazu in unserem Ratgeber Hat Trade Republic Wero?.
Was ist mit DKB, comdirect und C24?
Auch hier ist Wero Stand August 2026 nicht verfügbar. Die DKB taucht nicht in der offiziellen Bankauswahl von Wero auf, ebenso wenig die Commerzbank-Tochter comdirect oder die C24 Bank. Ob und wann diese Häuser folgen, ist offen. Die DKB selbst sagt, eine finale Entscheidung sei bislang gar nicht getroffen. Die Details dazu stehen in unserem Beitrag Hat die DKB Wero?. Die C24 Bank hat sich im Juli 2026 wenigstens geäußert: Sie konzentriere sich derzeit auf andere strategische Prioritäten, nenne deshalb keinen Zeitplan, behalte sich eine spätere Einführung aber ausdrücklich vor. Die Einzelheiten dazu stehen in unserem Beitrag Hat C24 Wero?.
Wie aktiviere ich Wero?
Wero ist kein separates Konto und meistens keine eigene App. Es steckt direkt in der Banking-App deiner Bank. So gehst du vor:
- Öffne die App deiner Bank und suche nach dem Menüpunkt „Wero“ oder „Geld senden“.
- Verknüpfe deine Handynummer mit deinem Girokonto. Diese Nummer ist künftig deine Wero-Adresse.
- Bestätige die Einrichtung mit deiner üblichen Banking-Freigabe, etwa per App-Freigabe oder TAN.
- Fertig. Ab jetzt kannst du Geld an jede Handynummer senden, die ebenfalls bei Wero registriert ist.
Bei einigen Banken läuft Wero auch über die separate Wero-App. Welcher Weg gilt, hängt von deiner Bank ab. Norisbank, Sparkasse und Co. binden Wero direkt ins Online-Banking ein. Die norisbank hat ihre Wero-Anbindung Anfang August 2026 gestartet, nach Deutsche Bank und Postbank als drittes Haus der Gruppe. Wero wird dort direkt mit dem Girokonto verknüpft, ohne separates Aufladen.
Was kann Wero schon, was noch nicht?
Wero wird schrittweise ausgebaut. Hier ist der aktuelle Stand:
Geld an Freunde senden: läuft
Das Kernstück funktioniert zuverlässig. Du sendest Geld in Sekunden per Handynummer oder QR-Code, direkt von Konto zu Konto. Ob die andere Person bei der Sparkasse, der ING oder Revolut ist: Solange beide Wero nutzen, kommt das Geld sofort an. Für viele Alltagssituationen braucht man damit keine separate App mehr.
Im Onlineshop bezahlen: nimmt Fahrt auf
Hier bewegt sich gerade am meisten. Die Technik steht: Große Zahlungsabwickler wie Nexi, Nuvei, Worldline, Unzer und PAYONE haben Wero angebunden, Händler könnten es also einbauen. Erste Shops akzeptieren Wero seit Ende 2024, darunter Europas größte Ticketing-Plattform.
Im Juni 2026 kam der erste größere Schritt: Die ING Deutschland hat Wero als Bezahlmethode im Onlineshop freigeschaltet. ING-Kunden können damit bereits bei Eventim im Netz mit Wero zahlen. Im Juli 2026 kam dann der Sprung in den Alltag: Seit dem 21. Juli kannst du im Decathlon-Onlineshop mit Wero bezahlen, Deutschland ist dabei der erste Markt der gesamten Decathlon-Gruppe. Kurz darauf zog Lidl nach und ist nach eigenen Angaben der erste große Lebensmittelhändler in Deutschland, der Wero im Online-Handel anbietet. Seit dem 25. August 2026 ist auch dm dabei: Im Onlineshop der Drogeriekette steht Wero jetzt neben PayPal, Klarna und Apple Pay zur Auswahl. Dazu kommen unter anderem expert, Teufel, Baur, Fahrrad.de und CEWE. IKEA Deutschland, Rossmann und Hornbach sind als nächste Händler angekündigt. Rund 600.000 ING-Kunden haben Wero laut Bank schon für Zahlungen aktiviert, eine der höchsten Aktivierungsquoten im deutschen Markt.
Der Haken: Die ganz großen deutschen Onlinehändler bieten Wero weiterhin nicht an. Die Lücke wird kleiner, geschlossen ist sie aber noch lange nicht.
An der Ladenkasse: kommt erst
Bezahlen im Laden ist noch Zukunftsmusik. QR-Code-Zahlungen an der Kasse sind für 2026 geplant, kontaktloses Tippen per NFC, wie man es von Apple Pay kennt, erst für 2027.
Wero gegen PayPal, Apple Pay und Co.
Wero im Vergleich
Alle Angaben ohne Gewähr. Preise können sich jederzeit ändern.
Der Punkt: PayPals Stärken liegen nicht beim Geld-Senden, sondern bei der breiten Shop-Akzeptanz, dem Käuferschutz und Extras wie Ratenzahlung. Genau dort muss Wero noch liefern.
N26 und Wero: Was sich ändert
Im Dezember 2025 hat N26 die Partnerschaft mit EPI bekannt gegeben. Seit August 2026 ist Wero nun tatsächlich in der N26-App angekommen, zunächst für berechtigte Kunden in Deutschland und Frankreich. Weitere Märkte sollen schrittweise folgen. Du schickst Geld in Echtzeit an eine Telefonnummer oder E-Mail-Adresse, ohne IBAN. Das Geld ist laut N26 in unter zehn Sekunden da. Empfangen können auch Menschen ohne N26-Konto, sofern ihre Bank bei Wero mitmacht.
Wichtig: Wero ersetzt nicht deine N26-Karte. Du zahlst weiter mit deiner Mastercard Debit. Wero ist eine zusätzliche Option, vor allem für Zahlungen an Freunde und perspektivisch im Onlineshop.
Der Start erfolgt voraussichtlich mit dem Geld-Senden zwischen Privatpersonen. Online-Zahlungen und später das Bezahlen an der Kasse sollen folgen.
Lohnt sich Wero schon?
Vorteile
- Geld an Freunde kommt in Sekunden an, direkt aufs Bankkonto
- Schon bei fast allen großen deutschen Banken aktiv
- Keine separate App nötig, Wero steckt in deiner Banking-App
- Deine Zahlungsdaten bleiben in Europa, nicht bei US-Konzernen
- Für dich als Nutzer kostenlos
Nachteile
- Im Onlineshop erst bei einem Teil der Händler nutzbar, die größten Shops fehlen weiter
- Kein Käuferschutz wie bei PayPal
- Keine Ratenzahlung oder Später-zahlen-Option
- Trade Republic, DKB, comdirect und C24 sind noch nicht dabei
- Bezahlen an der Kasse startet frühestens 2026
Fazit
Wero hat den ersten Teil seiner Mission hinter sich: Das Geld-Senden zwischen Freunden funktioniert, ist schnell und bei den meisten deutschen Banken bereits eingebaut. Mit rund 56 Millionen Nutzern ist die App kein Experiment mehr.
Die schwierigere Hälfte hat gerade begonnen. Mit Decathlon, Lidl und dm akzeptieren die ersten bekannten Handelsketten Wero im Onlineshop, die Ladenkasse fehlt aber weiterhin. Bis dahin ist Wero im Alltag vor allem die bessere Überweisung. In den nächsten Monaten zeigt sich, ob aus dem starken Nutzer-Start auch eine breite Akzeptanz im Handel wird.
Wenn du wissen willst, wie Wero ins größere Bild des europäischen Zahlungsverkehrs passt, lies auch unseren Ratgeber zum digitalen Euro.
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