Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze
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Wero ist die europäische Bezahl-App der Banken: Geld senden in Echtzeit per Handynummer, ganz ohne PayPal oder Kreditkarte
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Über 50 Millionen Menschen nutzen Wero bereits (Stand Anfang 2026), nach 14 Millionen Ende 2024
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Bei fast allen großen deutschen Banken ist Wero schon aktiv: Sparkasse, Volksbanken, ING, Deutsche Bank, Postbank, Revolut und viele mehr
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N26 steigt in der zweiten Jahreshälfte 2026 ein. Trade Republic, DKB, comdirect und C24 bieten Wero bislang nicht an
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Der Handel zieht nach: Seit Juli 2026 sind erste große Onlineshops wie Decathlon und Lidl dabei, an der Ladenkasse ist Wero aber noch am Anfang
Visa, Mastercard, PayPal: alles amerikanische Infrastruktur. Wero ist der europäische Gegenentwurf. Seit Juli 2024 läuft die App der European Payments Initiative (EPI), und sie ist schneller gewachsen als viele erwartet haben. Über 50 Millionen Menschen haben sich registriert.
Für die meisten stellt sich trotzdem nur eine Frage: Ist meine Bank schon dabei, und wie richte ich das ein? Genau das beantwortet dieser Artikel. Du siehst, welche Banken Wero heute anbieten, wie du es aktivierst, was es kann und wo es noch fehlt.
Stand Mitte 2026: Wero läuft bei fast allen großen deutschen Banken. N26 folgt in der zweiten Jahreshälfte, Trade Republic und DKB sind nicht dabei.
Was ist Wero?
Wero ist ein digitales Bezahlsystem der European Payments Initiative (EPI), einem Zusammenschluss europäischer Banken und Zahlungsdienstleister. Das Ziel: Zahlungen direkt über die europäische SEPA-Infrastruktur abwickeln, ohne Visa, Mastercard oder PayPal als Mittelsmann.
Die Idee dahinter: Statt über eine externe Plattform läuft das Geld von Bank zu Bank, in Echtzeit. Deine Daten bleiben in Europa.
Wero löst dabei die alten nationalen Systeme ab: Giropay in Deutschland, Paylib in Frankreich, Payconiq in Belgien und Luxemburg sowie iDEAL in den Niederlanden.
Registrierte Wero-Nutzer in Europa (Stand Anfang 2026, nach 14 Mio. Ende 2024)
Quelle: EPI Company
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N26
83 · Sehr gut
Revolut
81 · Sehr gut
bunq
72 · Gut
Welche Banken bieten Wero an? (Stand Juni 2026)
Das ist die Frage, die fast alle stellen. Wer bei einer der großen Filial- oder Direktbanken ist, hat Wero höchstwahrscheinlich schon in der Banking-App, oft ohne es zu merken.
Bei diesen Banken ist Wero bereits aktiv:
- Sparkassen (über den DSGV)
- Volksbanken und Raiffeisenbanken (über die DZ Bank)
- Deutsche Bank, Postbank und Norisbank
- ING Deutschland
- Revolut und Nickel
- BBBank, BW Bank, PSD Banken, Sparda-Banken, Edekabank und MLP
- Kirchen- und Werte-Banken wie GLS, EthikBank, Evangelische Bank, Pax-Bank und KD-Bank
Die eigentliche Frage ist nicht, was Wero kann, sondern ob deine Bank schon mitmacht. Bei den meisten lautet die Antwort: ja.
Kommt noch: N26 hat den Beitritt für die zweite Jahreshälfte 2026 angekündigt. Auch bunq ist EPI-Mitglied, taucht in der deutschen Bankauswahl aber noch nicht auf.
Aktuell nicht dabei: Wer bei einer dieser Banken ist, kann Wero vorerst nicht nutzen.
Wero-Status bei beliebten Banken (Stand Juni 2026)
Alle Angaben ohne Gewähr. Preise können sich jederzeit ändern.
Hat Trade Republic Wero?
Kurze Antwort: nein. Trade Republic gehört nicht zur European Payments Initiative und bietet Wero bislang nicht an. Eine Ankündigung gibt es ebenfalls nicht. Wer bei Trade Republic Geld an Freunde schicken will, braucht weiterhin eine klassische Überweisung oder PayPal. Mehr dazu in unserem Ratgeber Hat Trade Republic Wero?.
Was ist mit DKB, comdirect und C24?
Auch hier ist Wero Stand Mitte 2026 nicht verfügbar. Die DKB taucht nicht in der offiziellen Bankauswahl von Wero auf, ebenso wenig die Commerzbank-Tochter comdirect oder die C24 Bank. Ob und wann diese Häuser folgen, ist offen.
Wie aktiviere ich Wero?
Wero ist kein separates Konto und meistens keine eigene App. Es steckt direkt in der Banking-App deiner Bank. So gehst du vor:
- Öffne die App deiner Bank und suche nach dem Menüpunkt „Wero“ oder „Geld senden“.
- Verknüpfe deine Handynummer mit deinem Girokonto. Diese Nummer ist künftig deine Wero-Adresse.
- Bestätige die Einrichtung mit deiner üblichen Banking-Freigabe, etwa per App-Freigabe oder TAN.
- Fertig. Ab jetzt kannst du Geld an jede Handynummer senden, die ebenfalls bei Wero registriert ist.
Bei einigen Banken läuft Wero auch über die separate Wero-App. Welcher Weg gilt, hängt von deiner Bank ab. Norisbank, Sparkasse und Co. binden Wero direkt ins Online-Banking ein.
Was kann Wero schon, was noch nicht?
Wero wird schrittweise ausgebaut. Hier ist der aktuelle Stand:
Geld an Freunde senden: läuft
Das Kernstück funktioniert zuverlässig. Du sendest Geld in Sekunden per Handynummer oder QR-Code, direkt von Konto zu Konto. Ob die andere Person bei der Sparkasse, der ING oder Revolut ist: Solange beide Wero nutzen, kommt das Geld sofort an. Für viele Alltagssituationen braucht man damit keine separate App mehr.
Im Onlineshop bezahlen: am Anfang
Hier wird es dünner. Die Technik steht: Große Zahlungsabwickler wie Nexi, Nuvei, Worldline, Unzer und PAYONE haben Wero angebunden, Händler könnten es also einbauen. Erste Shops akzeptieren Wero seit Ende 2024, darunter Europas größte Ticketing-Plattform.
Im Juni 2026 kam der erste größere Schritt: Die ING Deutschland hat Wero als Bezahlmethode im Onlineshop freigeschaltet. ING-Kunden können damit bereits bei Eventim im Netz mit Wero zahlen. Im Juli 2026 kam dann der Sprung in den Alltag: Seit dem 21. Juli kannst du im Decathlon-Onlineshop mit Wero bezahlen, Deutschland ist dabei der erste Markt der gesamten Decathlon-Gruppe. Kurz darauf zog Lidl nach und ist nach eigenen Angaben der erste große Lebensmittelhändler in Deutschland, der Wero im Online-Handel anbietet. IKEA Deutschland ist als nächster Händler angekündigt. Rund 600.000 ING-Kunden haben Wero laut Bank schon für Zahlungen aktiviert, eine der höchsten Aktivierungsquoten im deutschen Markt.
Der Haken: Die großen deutschen Onlinehändler, bei denen die meisten täglich einkaufen, bieten Wero bislang nicht an. Das ist aktuell die größte Lücke im Wero-Ökosystem.
An der Ladenkasse: kommt erst
Bezahlen im Laden ist noch Zukunftsmusik. QR-Code-Zahlungen an der Kasse sind für 2026 geplant, kontaktloses Tippen per NFC, wie man es von Apple Pay kennt, erst für 2027.
Wero gegen PayPal, Apple Pay und Co.
Wero im Vergleich
Alle Angaben ohne Gewähr. Preise können sich jederzeit ändern.
Der Punkt: PayPals Stärken liegen nicht beim Geld-Senden, sondern bei der breiten Shop-Akzeptanz, dem Käuferschutz und Extras wie Ratenzahlung. Genau dort muss Wero noch liefern.
N26 und Wero: Was sich ändert
Im Dezember 2025 hat N26 die Partnerschaft mit EPI bekannt gegeben. In der zweiten Jahreshälfte 2026 soll Wero direkt in die N26-App kommen, zunächst in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden.
Wichtig: Wero ersetzt nicht deine N26-Karte. Du zahlst weiter mit deiner Mastercard Debit. Wero ist eine zusätzliche Option, vor allem für Zahlungen an Freunde und perspektivisch im Onlineshop.
Der Start erfolgt voraussichtlich mit dem Geld-Senden zwischen Privatpersonen. Online-Zahlungen und später das Bezahlen an der Kasse sollen folgen.
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Vorteile
- Geld an Freunde kommt in Sekunden an, direkt aufs Bankkonto
- Schon bei fast allen großen deutschen Banken aktiv
- Keine separate App nötig, Wero steckt in deiner Banking-App
- Deine Zahlungsdaten bleiben in Europa, nicht bei US-Konzernen
- Für dich als Nutzer kostenlos
Nachteile
- Im Onlineshop bisher kaum nutzbar, große Händler fehlen
- Kein Käuferschutz wie bei PayPal
- Keine Ratenzahlung oder Später-zahlen-Option
- Trade Republic, DKB, comdirect und C24 sind noch nicht dabei
- Bezahlen an der Kasse startet frühestens 2026
Fazit
Wero hat den ersten Teil seiner Mission hinter sich: Das Geld-Senden zwischen Freunden funktioniert, ist schnell und bei den meisten deutschen Banken bereits eingebaut. Mit über 50 Millionen Nutzern ist die App kein Experiment mehr.
Die schwierigere Hälfte kommt noch. Solange die großen Onlineshops und die Ladenkassen fehlen, ist Wero im Alltag vor allem die bessere Überweisung. Mit dem Einstieg von N26 und dem geplanten Ausbau im Handel zeigt sich in den nächsten Monaten, ob aus dem starken Nutzer-Start auch eine breite Akzeptanz im Handel wird.
Wenn du wissen willst, wie Wero ins größere Bild des europäischen Zahlungsverkehrs passt, lies auch unseren Ratgeber zum digitalen Euro.
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